Solange ich meine Träume noch leben kann, brauche ich keinen Geist, der mir Wünsche erfüllt.
Er könnte uns einen Wunsch erfüllen. Lieber Geist, sorge bitte dafür, dass die Menschen ihrem Namen „Homo sapiens” wieder gerecht werden, Kriege und Völkermorde beenden, Tiere als Mitgeschöpfe betrachten und unversehrt lassen, den Glauben beenden, dass irgendein Gott etwas bewirken würde, und der unausweichlichen Klimakatastrophe gemeinsam die Spitze nehmen.
Ein Flaschengeist erfüllt dir einen Wunsch – welcher wäre das?
Für Albert Schweitzer waren Tiere und Menschen gleichwertige Mitgeschöpfe, die Respekt, Schutz und uneingeschränktes Mitgefühl verdienen.
Schweitzers Konzept der Mitgeschöpfe ist untrennbar mit seiner berühmten Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben” verbunden. Diese besagt: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.”
Kernpunkt seiner Philosophie ist, dass jedes Lebewesen einen Eigenwert hat, der nicht an seinen Nutzen für den Menschen gebunden ist. Echtes Menschsein zeige sich erst im Mitfühlen und Handeln gegenüber allen Geschöpfen.
Schweitzer lebte diese Ethik vor, indem er als Arzt in Lambaréné (Gabun) wirkte, Tiere pflegte, auf Fleisch verzichtete und mahnte, keinem Tier Leid zuzufügen.
Sein Erbe prägt bis heute den Tierschutz, die moderne Tierethik und Organisationen wie die „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt”.
Und mich.
Ich achte beim Kauf meiner Lebensmittel, Kleidung und Körperpflegeartikel darauf, dass diese Produkte oder ihre Vorprodukte frei von Tierversuchen und tierischen Bestandteilen sind. Zusätzlich achte ich darauf, dass mein Körper alles bekommt, was er braucht, um gut zu funktionieren. Es soll ihm an nichts mangeln.
Der beste Kauf, den ich je getätigt habe, ist also keine einmalige Entscheidung, sondern eine täglich neu zu treffende.