Es gibt nicht nur ein Tier, mit dem ich mich vergleichen würde. Spontan fallen mir die drei in der Überschrift Genannten ein:
Die Schnecke (Gastropoda) nicht wegen ihrer Langsamkeit, sondern wegen ihrer Rückzugsmöglichkeit. Als introvertierter Mensch brauche ich Zeit für mich und möchte den Kontakt zur Außenwelt kurzzeitig einschränken. Wenn es emotional schwierig wird, ziehe ich meine Fühler ein und ziehe mich in mein sicheres Gehäuse zurück, um mich vor Verletzungen zu schützen. Genau wie die Schnecke habe ich keinen harten Panzer, bin empfindlich gegenüber meiner Umwelt und reagiere sensibel auf vielfältige äußere Reize. Ich vergleiche mich auch mit der Schnecke, da sie sehr ausdauernd ist. Auch wenn es von außen nur schwer zu erkennen ist, bleibe ich stetig in Bewegung in Richtung meiner wenigen Ziele – egal, wie lange es dauert.
Das Gleiche gilt für die Schildkröte (Testudines). Ich lasse mich nur ungern hetzen und erledige Dinge in meinem eigenen Rhythmus. Manches mag von außen betrachtet langsam wirken, aber durch meine Beständigkeit erreiche ich meine Ziele. Der Panzer der Schildkröte bietet zudem eine Rückzugsmöglichkeit bei Stress oder zu viel Trubel. Die harte Schale schützt den weichen, verletzlichen Kern und verhindert, dass andere zu leicht emotional an mich herankommen können. Der Panzer der Schildkröte steht auch für eine gewisse Häuslichkeit. Ich fühle mich grundsätzlich überall dort wohl, wo ich bin und bei mir bleiben kann. Auch die Gelassenheit der Schildkröten korrespondiert mittlerweile mit meiner eigenen. Immer weniger bringt mich aus der Ruhe. Ich bin zwar nicht besonders elegant oder schnell, aber ich bin ausdauernd und lasse mich nicht so leicht unterkriegen.
Ich sympathisiere mit dem einsamen Wolf (Canis lupus) als Einzelgänger. Mir ist es wichtig, unabhängig zu sein, und ich gebe mich der Illusion hin, niemanden zu brauchen, um zurechtzukommen. Dabei schwingt oft ein bisschen Stolz mit, mich nicht der Masse anzupassen. Das erzeugt aber manchmal auch eine Spur Melancholie oder das Gefühl sozialer Distanz. Wie der Wolf gehe ich für mir sehr nahe Menschen durchs Feuer. Aus der Erfahrung heraus, dass man gemeinsam stärker ist, sind mir Zusammenhalt und die „Verteidigung des Reviers” wichtig. Wie der Wolf verlasse ich mich nicht nur auf meinen Verstand und die Logik, sondern auch auf meine Instinkte und mein Bauchgefühl.
Which animal would you compare yourself to and why? | Mit welchem Tier würdest du dich vergleichen und warum?
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