»Wer die Lüge zum eigenen Kompass gemacht hat, dem bleibt nur das Kurshalten.« | Readably.

Belgische Pralinen und europäische Kanalratten | Der Artikel kritisiert die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für ihre russophoben Äußerungen und weist gleichzeitig auf ihre unzureichende historische Bildung sowie ihre fragwürdigen politischen Entscheidungen hin. Es wird angemerkt, dass trotz zahlreicher Sanktionen gegen Russland keine signifikanten Erfolge erzielt wurden. Dies stellt die Autorität und den Einfluss der europäischen Politik infrage. Der Autor warnt davor, dass die gegenwärtige Haltung der europäischen Politiker, die die Zivilisation der Völker ignoriert, langfristig negative Konsequenzen haben könnte.
09.09.2025, https://form-7.com/2025/09/09/belgische-pralinen-und-europaische-kanalratten/
hören:

»… Während unsere höchste Repräsentationsfigur bei den Vereinten Nationen in New York City mit Selfies über Taxifahrten und morgendlichen Kaffeekonsum in den sozialen Medien brilliert, hat sich ein weiteres Sternchen am dicht besiedelten Himmel des Unheils exponiert. … Ihrer Chefin, die wenige Tage zuvor durch Fake News über einen angeblichen russischen Sabotageakt bei einem ihrer Flüge brillierte, wird es gefallen haben. … Dass der deutsche Lügenbaron, der es im Beisein aller im Parlament zum zeitweiligen Major Domus gebracht hat, es ihnen mit Verve nachtut, ist weder verwunderlich noch ein Geheimnis. Bei seiner jüngsten Beschreibung des russischen Präsidenten blendete er kurzerhand die Bilanz amerikanischer Kriege in der Nachkriegsära aus. Würde ein Geschichtslehrer, der in einem konservativen Elternhaus noch Sitte und Anstand gelehrt bekommen hätte, die Estin mit einer Strafe im Eckestehen belegen, so bliebe ihm bei dem Bruchpiloten aus dem Sauerland nichts anderes übrig, als ihm kräftig mit dem Lineal ins Genick zu schlagen. …«

Für ihre russophobe Rhetorik wird die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission kritisiert.

Sie hat Russland und China fälschlicherweise als Verlierer des Zweiten Weltkriegs bezeichnet.

In dem Artikel wird ihre mangelnde Geschichtskenntnis bemängelt und ihre unzureichende Bewertung von Sanktionsmaßnahmen gegen Russland kritisiert.

Zudem wird auf die unzureichende Wirkung von 19 Sanktionspaketen hingewiesen.

Die politische Elite in Brüssel wird als arrogant und ignorant dargestellt, die die Zivilisation der Völker nicht anerkennt.

Zudem wird eine Verbindung zwischen der Politik und der Wahrnehmung der europäischen Bürger gezogen, die als „Kanalratten” bezeichnet werden.

Der Autor deutet an, dass diese Haltung negative Konsequenzen haben könnte.

Todesvergessenheit.

»Weil wir unsere eigene Vergänglichkeit verdrängen, sind wir überhaupt in der Lage, Konflikte zu eskalieren, andere zu verfolgen oder gar Kriege zu führen, so als ginge es im Kern darum, zu „gewinnen“. Doch was können die Menschen tatsächlich gewinnen, wenn wir alle, Täter wie Opfer mittel- und langfristig tot sein werden? Das Einzige, was wir vermögen, ist doch, vor uns selbst und anderen unsere Handlungen zu verantworten. Das ist der ethische Kern, vor dessen Hintergrund vieles verdampft, für das wir uns in der Todesvergessenheit so leichtfertig aufreiben. Wer im Bewusstsein der Abschiedlichkeit lebt, der führt keine Kämpfe mehr, um Recht zu bekommen.«

~ Rolf Arnold, emeritierter Professor Dr. Dr. h.c., ist als internationaler Berater beim Aufbau von Bildungssystemen, der Führungskräfteentwicklung und als didaktischer Organisationsberater größerer Bildungsprovider engagiert. An der RPTU leitet er die Masterprogramme „Systemische Beratung“ und „Leadership“ (systhemia.com)

Quelle: Psychologie Heute, 11.08.2025, Buch & Kritik, Wie geht „abschiedlich leben“?

Rolf Arnolds Buch Keine Zeit für grüne Bananen. Die aufklärende Kraft der Vergänglichkeit ist bei Carl-Auer erschienen (100 S., € 19,95)

Der Artikel „Abschiedlich leben: Wie geht das?” behandelt die Bedeutung des Bewusstseins über die eigene Vergänglichkeit und dessen Einfluss auf das Leben der Menschen. Die Hauptargumente und Erkenntnisse sind:

~ Todesvergessenheit und ihre Folgen: Der Autor kritisiert die weit verbreitete Tendenz, die eigene Sterblichkeit zu verdrängen. Diese Verdrängung führt zu eskalierenden Konflikten und einem Streben nach „Gewinnen“, obwohl letztlich alle Menschen unabhängig von ihrer Rolle sterben werden.

~ Ethische Verantwortung: Der ethische Kern des Lebens besteht darin, Verantwortung für die eigenen Handlungen zu übernehmen. Ein Leben im Bewusstsein der Vergänglichkeit führt dazu, dass Menschen weniger darum kämpfen, „Recht zu haben“.

~ Ausstieg aus dem Repeatmodus: Der Artikel betont die Notwendigkeit, aus alten, sich wiederholenden Verhaltensmustern auszubrechen. Dies erfordert ein neues Denken und die Fähigkeit, Beziehungen und Konflikte anders zu betrachten, um Neues zu schaffen.

~ Es wird darauf hingewiesen, dass Menschen die Welt nicht objektiv wahrnehmen, sondern durch ihre eigenen Erfahrungen gefiltert. Der Autor fordert dazu auf, diese Subjektivität zu erkennen und zu hinterfragen, um ein besseres Verständnis für andere zu entwickeln.

~ Übung und persönliche Entwicklung: Eine abschließende Grundhaltung muss erlernt und geübt werden. Der Autor sieht die Notwendigkeit, neue Leitbilder zu entwickeln, da alte Werte und Überzeugungen nicht mehr überzeugend sind.

Insgesamt plädiert der Artikel für ein Leben im Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit, um Konflikte zu reduzieren und authentische Beziehungen zu fördern.

Westeuropäische Bürgerkriege werden wahrscheinlicher.

In seinem Artikel argumentiert David Betz, Professor am King’s College London, dass Westeuropa in den kommenden Jahren einem erheblichen Risiko von Bürgerkriegen ausgesetzt ist, obwohl solche Konflikte in dieser Region allgemein als unwahrscheinlich gelten. Er identifiziert drei wesentliche strukturelle Bedingungen, die zu inneren Unruhen führen können.

»Der Professor am Londoner King’s College beschäftigt sich mit den Bedingungen für Bürgerkriege und bewaffnete Aufstände. Lassen sich die erschreckenden Szenarien noch verhindern? Ein Interview.«

Gesellschaftliche Spaltung: Betz stellt eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft fest, in der Identität und Gruppenzugehörigkeit den rationalen politischen Diskurs überschatten. Er hebt den Aufstieg identitätsorientierter politischer Bewegungen hervor, insbesondere im Vereinigten Königreich, wo sich eine muslimische politische Fraktion in erster Linie auf internationale muslimische Interessen konzentriert und innenpolitische Themen vernachlässigt.

Statusverlust der Mehrheitsbevölkerung: Betz diskutiert das Phänomen des „Downgrading”, bei dem die historisch dominante kulturelle und politische Mehrheit rasch ihren Status verliert. Dieser Wandel dürfte dazu führen, dass die einheimische Bevölkerung innerhalb einer Generation in ihren eigenen Ländern zur Minderheit wird, was zu Entfremdungsgefühlen und Ressentiments führen kann.

Erosion des Vertrauens in Institutionen: Betz verweist auf einen deutlichen Rückgang des Vertrauens der Öffentlichkeit in verschiedene Institutionen, darunter Politik, Medien und Strafverfolgungsbehörden. Diese Erosion behindert die Fähigkeit zur friedlichen Konfliktlösung und kann zum Zusammenbruch der Gesellschaft führen.

Betz betont, dass Masseneinwanderung oft eher auf Entscheidungen der Elite als auf den Willen der breiten Bevölkerung zurückzuführen ist, was zu diesen Spannungen beiträgt. Er hebt auch wirtschaftliche Faktoren wie Stagnation und steigende Verschuldung hervor, die die Situation insbesondere für jüngere Generationen mit schlechteren Zukunftsaussichten verschärfen.

Betz warnt vor potenziellen Konflikten entlang zweier Hauptachsen: Nationalisten gegen Postnationalisten sowie Einheimische gegen Neuankömmlinge. Diese könnten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen, die an historische „schmutzige Kriege“ erinnern.

Betz kommt zu dem Schluss, dass zwar langfristig die nationalen Identitäten die Oberhand gewinnen könnten, der Weg dorthin jedoch von Gewalt und Zerstörung geprägt sein könnte – ähnlich wie beim gewaltsamen Zerfall Jugoslawiens. Er betont, dass diese Probleme dringend angegangen werden müssen, da die Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkriegs in Europa innerhalb der nächsten fünf Jahre bei bis zu 60 % liegen könnte, wenn sich die aktuellen Trends fortsetzen.

23.08.2025 | https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/britischer-konfliktforscher-fast-alle-voraussetzungen-fuer-buergerkriege-in-westeuropa-sind-erfuellt-li.2349377