Auch Afrikas Regenwälder sind keine CO₂-Senke mehr | lesenswert

Der Artikel beschreibt, dass die Regenwälder Afrikas zunehmend ihre Funktion als CO₂-Senken verlieren und stattdessen zu CO₂-Quellen werden. Zwischen 2010 und 2017 haben afrikanische Wälder, insbesondere die Regenwälder, signifikant an Biomasse verloren. Dies hat einen Rückgang der CO₂-Aufnahme zur Folge. Ursachen hierfür sind unter anderem Klimawandel, Entwaldung und der steigende Holzexport, der durch das Bevölkerungswachstum und die Nachfrage in Asien begünstigt wird. Die Autoren warnen davor, sich blind auf natürliche Senken zu verlassen, und fordern eine drastische Reduktion der Emissionen, um die Erderwärmung zu bekämpfen.

»Natürliche CO2-Speicher schwächeln weltweit. Eine neue Studie zeigt: Auch Afrikas Wälder geben inzwischen mehr Kohlenstoff ab, als sie aufnehmen. von David Zauner«, 03.01.2026, https://www.klimareporter.de/erdsystem/auch-afrikas-regenwaelder-sind-keine-co2-senke-mehr

Zwischen 2010 und 2017 haben sich Afrikas Regenwälder von CO₂-Senken zu CO₂-Quellen gewandelt.

Im Jahr 2024 wurde ein Rekordanstieg des CO2-Gehalts in der Atmosphäre um 3,5 ppm verzeichnet.

Die natürliche CO₂-Aufnahmefähigkeit von Landökosystemen nimmt ab: Seit der Industrialisierung haben sie nur etwa ein Drittel der menschengemachten CO₂-Emissionen aufgenommen.

Regenwälder sind stark vom Klimawandel, von Entwaldung und landwirtschaftlicher Expansion betroffen.

So verloren afrikanische Regenwälder zwischen 2010 und 2015 jährlich etwa 70 Millionen Tonnen Biomasse und zwischen 2015 und 2017 sogar 154 Millionen Tonnen.

Während die Biomasse der afrikanischen Ökosysteme von 2007 bis 2010 jährlich um 440 Millionen Tonnen zunahm, schrumpfte sie ab 2010.

Die steigende Nachfrage nach Holz, insbesondere aus Asien, sowie das Bevölkerungswachstum treiben die Entwaldung voran.

Um die Biomasse präzise zu kartieren, wurden neueste Fernerkundungsmethoden eingesetzt.

Die Ergebnisse stimmen mit Daten der FAO überein, die einen Anstieg der Waldverluste in Afrika seit 2010 dokumentieren.

Die Hoffnung, dass natürliche Senken dauerhaft große Mengen CO₂ aufnehmen, ist fahrlässig; die Emissionen müssen schneller gesenkt werden als in aktuellen Klimaplänen vorgesehen.

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Über die Kunst | Zitat

» […] Wer Kunst versäumt, verschenkt nicht nur einen wichtigen Teil seines Lebens, sondern leistet auch Vorschub für eine Veränderung der Gesellschaft, die meistens mit Blutvergießen verbunden ist.

Der Mensch braucht Kunst.

Das hat sich immer wieder erwiesen, nicht zur Unterhaltung, da kann er auch zum Pferderennen gehen, sondern weil sie ein Teil seiner selbst ist.

Und wenn er sie nicht kriegt, versucht er sie irgendwie zu ersetzen, oft durch Gewalt.

Wir brauchen Kunst, wir brauchen Kultur und ich glaube, vielen Politikern ist es im Moment ganz recht, dass die Subkultur am Schweigen ist. […] «

~ Wolf Vostell (1932–1998), große Retrospektive, Berlin, 1992, https://www.deutschlandfunk.de/denk-ich-an-deutschland-der-liedermacher-konstantin-wecker-dlf-579f9130-100.html [Denk ich an Deutschland: der Liedermacher Konstantin Wecker]

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Snack, Snack, Snack, Snack, Snack, Snack, Snack ist ’ne Droge. Snack macht süchtig! Snack, Snack, Snack, Snack. | dailyprompt

Ein Snack ist eine Kleinigkeit, ein Häppchen zum Zwischendurchessen, also eine Zwischenmahlzeit. In Österreich heißt er Jause.

In meinem übergewichtigen Leben kam ich um neun Uhr dreißig mit diesem Snack täglich aus der Kantine zurück an meinen Schreibtisch: ein klassischer Schokoriegel, bestehend aus einer Schicht lockerer Candy-Creme, getoppt mit karamellisierten Erdnüssen und umhüllt von zartschmelzender Vollmilchschokolade – oder anders ausgedrückt: eine Kombination aus süßem Karamell, gesalzenen, gerösteten Erdnüssen und weichem Nougat, überzogen mit einer Schokoladenglasur; ein Zusammenspiel aus knackigen Nüssen und einer zäh-klebrigen Karamellfüllung, das durch den weichen Kern perfekt ausbalanciert wird; der ideale Mix aus süß und salzig, bei …

Mini-Salami
Seitan und Räuchertofu
Chili Paprika

… dem die unterschiedlichen Texturen – von cremig-weich bis kernig-bissfest – bestechen.

Ich war süchtig. Die Betonung liegt auf „war”.

Danach, also vor meiner heutigen tierleidfreien Ernährung, snackte ich gerne eine kleine, luftgetrocknete Mini-Salami aus reinem Schweinefleisch, die über Buchenholz geräuchert wurde.

Wie langweilig.

Die pflanzliche Ernährung bietet viele Möglichkeiten, die Mini-Salami zu ersetzen: einen veganen Snack nach Salami-Art aus Seitan und Räuchertofu, eine vegane Snackwurst aus Tofu und Weizeneiweiß, einen pikanten Veggie-Snack mit Chili aus Seitan, einen Veggie-Snack mit Paprika aus Seitan und Paprika und vieles mehr.

Am liebsten dazu etwas scharfen Senf.

Diesen Snack würde ich jetzt gerne naschen.

Täglicher Schreibanreiz
Welchen Snack würdest du jetzt gerade gerne essen?

What snack would you eat right now? | Was würdest du jetzt gerne naschen?

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Tag 23.915 | 10.01.2026 | diary & Fotos

zu den Fotos | Danksagung | Ich habe sechs Stunden leidlich geschlafen (76 Punkte im Schlaftracking). Nach anregenden Gesprächen in Verbindung mit zu viel Koffein war ich überstimuliert, sodass es etwas gedauert hat, bis sich meine Gedanken, meinem Körper folgend, schlafen gelegt haben. Die Gedanken hatten sich dann in wilde Träume verwandelt.

Zum Frühstück aß ich vier halbe Brötchen und dazu eine Teewurst-Alternative mit scharfem Senf, eine Thunfisch-Alternative, eine Scheibe Käsealternative mit Bockshornklee sowie einen Fruchtaufstrich mit Apfel-Zimt-Geschmack. Außerdem trank ich eine Tasse Kaffee mit Koffein.

Parallel dazu hörte ich einzelne Beiträge aus den Podcasts der NachDenkSeiten sowie aus den Interviews des Deutschlandfunks und des Deutschlandfunks Kultur.

Nach der Morgentoilette las ich die aktuellen Feeds in meinem Feed-Reader und sah mir an, was die anderen Blogger:innen am Vortag veröffentlicht hatten. Dazu trank ich eine Tasse koffeinfreien Kaffee und aß zwei weiche Lebkuchenherzen.

Danach ging ich in die Apotheke, um die am Mittwoch bestellte Heilerde abzuholen. Von dort aus ging ich 50 Minuten zu C., um mit S., der Hündin, spazieren zu gehen. Da P. an diesem Wochenende bei ihrem Freund J. ist, wollte ich X. davon entlasten, alle Spaziergänge mit S. machen zu müssen. Nach dem Spaziergang gab es einen Kaffee und ein Stück vom restlichen Christstollen. Für den Rückweg wählte ich den Weg am Rhein entlang und kam „zufällig” an meinem Bäckerei-Café vorbei. Dort trank ich einen Café Crema und aß einen Laugenkürbisring, während ich in der neuen Ausgabe der Zeitschriften c’t und Öko-Test las.

Zuhause angekommen, widmete ich mich meinen neuen Blogposts.

Ich aß 500 g Brokkoli, Romanesco und Blumenkohl sowie eine Schnitzelalternative aus Weizen. Außerdem aß ich ein paar Salzstangen, eine Handvoll Nüsse und drei Maronen. Ich trank eine Cola, ein Glas Mehrfruchtdirektsaft und aß drei Datteln sowie einen halben Becher „Kokos Mango Maracuja”.

Während ich aß, schaute ich mir die Doku „Eine Frau” von Jeanine Meerapfel aus dem Jahr 2021 an.

epd-Film schrieb dazu: [aufklappen]

„Jeanine Meerapfel begibt sich dokumentarisch auf die Spuren ihrer eigenen Mutter und erweitert die biografische Recherche zu einem poetischen und philosophisch-politischen Filmessay.” In ihrem dokumentarischen Filmessay „Eine Frau“ untersucht Meerapfel die Lebensgeschichte ihrer Mutter, Marie Louise Chatelaine, und deren komplexe Beziehung zu Männern. Mithilfe persönlicher Erinnerungen und materieller Hinterlassenschaften wie Fotos und Briefen verknüpft sie verschiedene Lebensorte ihrer Mutter – darunter Mâcon, Straßburg und Buenos Aires – und reflektiert dabei über Themen wie Emigration, Familie und weibliche Abhängigkeiten.“ Der Film nutzt Montage und Kommentare, um Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen, und thematisiert dabei gleichzeitig die Unsicherheiten des Erzählens.“ Meerapfel gelingt es, mit Feingefühl und Offenheit die vielschichtigen Aspekte ihrer Familiengeschichte zu beleuchten.“


Den Tag ließ ich mit dem Hören von Neuerscheinungen und Lieblingssongs ausklingen. Dazu trank ich eine Tasse koffeinfreien Kaffee und genoss einen Riegel der quadratischen, praktischen und guten Schokolade „Double Crunch”.

Vor dem Einschlafen las ich weiter in dem Buch Xenozid – Ender-Saga 3 von Orson Scott Card. Hier eine Leseprobe: [aufklappen]

„Es war nicht unvernünftig, dass Jakt so angespannt war und mehr Zeit mit ihr verbringen wollte. Es war unvernünftig, dass sie sich so ausschließlich ihrer Aufgabe widmete und jeden wachen Augenblick benutzte, Propagandaschriften zu verfassen.

„Du schreibst das Schild für die Tür, und ich sorge dafür, dass du nicht allein in der Kabine bist.”

„Frau, du lässt mein Herz hopsen wie eine sterbende Flunder”, sagte Jakt.

„Du bist so romantisch, wenn du wie ein Fischer sprichst“, sagte Valentine. „Die Kinder werden wissen, dass du nicht einmal die drei Wochen dieser Reise die Hände von mir lassen konntest, und sich totlachen.“

„Sie haben unsere Gene. Sie werden uns anfeuern, bis weit in unser zweites Lebensjahrhundert geil zu bleiben.“

„Ich bis weit in mein viertes Jahrtausend.“

„Wann kann ich dich in meiner Kabine erwarten, uralte Frau?“

»Wenn ich diesen Essay gesendet habe.«

„Und wie lange wird das dauern?“

»Noch ein Weilchen, nachdem du gegangen bist und mich in Ruhe gelassen hast.«

Mit einem tiefen Seufzer, der mehr gespieltes als echtes Elend enthielt, trottete er den mit Teppichboden ausgelegten Gang entlang.


Ich bin heute dankbar:

– für störungsfreien Schlaf,

– dass mir die nächtlichen Träume nicht nachhingen,

– für den schönen Spaziergang mit S.,

– für unfallfreies Bewegen im öffentlichen Raum und zu Hause,

– für den Song des Tages: „Year of the Cat” von Al Stewart & The Empty Pockets, veröffentlicht am 09.08.2024 auf Al Stewart & the Empty Pockets Live  |  Spotify  |  YouTube  |  Apple Music,

– für 17 050 Schritte und 12,07 km.


10. Januare in | Fotos


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Ich danke Katja vom Blog „Katja mittendrin„, dass ich ihre Idee der Alltagsschnipsel übernehmen darf: https://katja-mittendrin.de/category/alltagsschnipsel/

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Am Himmel breiten sich deine Blüten in voller Blüte unendlich aus. Möge ein Regen aus leuchtenden Sternen auf die Welt herabfallen! | on this day in music

Der am 11.01.2022 auf dem Album „Best live CDs from TOUR 惡-The brightness world / Best live CDs from TOUR Aku-The brightness world” veröffentlichte Song „スピカ – Spica” von MUCC beschreibt eine tief emotionale Szene des Abschieds, der Trauer und der Hoffnung. Es geht um den schmerzhaften Verlust eines geliebten Menschen und den anschließenden Prozess des Loslassens. Der Text beginnt mit einer düsteren Stimmung: Der Morgen bricht an, doch für das lyrische Ich fühlt es sich wie das Ende von allem an. Es herrscht große Verzweiflung, die die Orientierungslosigkeit nach einem schweren Schicksalsschlag symbolisiert.

Ein zentrales Motiv ist das Zulassen von Gefühlen. Die wiederkehrende Zeile „Es ist okay, zu weinen, bis die Tränen versiegen” bietet einen sicheren Raum für die Trauer. Der Begriff „Okaeri“ (Willkommen zu Hause) deutet darauf hin, dass die Erinnerung an die Person oder der Platz, den sie im Herzen einnimmt, unveränderlich bleibt. Gegen Ende wandelt sich die Bildsprache von dunklen, „stumpfen” Farben zu einem leuchtenden Sternenhimmel. Der Schmerz wird zu einer „Hymne der Traurigkeit“ veredelt. Die Metaphern verändern sich:

Sterne repräsentieren die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Blumen am Himmel sind ein Bild für die bleibende Schönheit der verstorbenen oder vermissten Person.

Der Song ist eine sanfte Umarmung für Trauernde. Er vermittelt, dass der Schmerz zwar tief sitzt, die Verbindung zur geliebten Person aber über den Abschied hinaus in einer neuen, leuchtenden Form – wie Sterne oder Blumen am Himmel – bestehen bleibt.

https://link.deezer.com/s/327qXzfBKhaETB1bKGfzp

https://music.apple.com/de/song/スピカ-2021-09-23-中野サンプラザホール-live/1598516035

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Israel entwickelt sich laut Historiker Omer Bartov zu einem Apartheidsregime.

In einem Interview äußert der Historiker Omer Bartov, dass sich Israel zunehmend zu einem Apartheidsregime entwickelt, da eine Bevölkerungsgruppe demokratische Rechte besitzt, während dies für die andere nicht gilt. Er kritisiert die anhaltende Gewalt und die menschenunwürdigen Bedingungen im Gazastreifen, wo die israelische Armee weiterhin präsent ist und die Zivilbevölkerung leidet. Bartov hebt hervor, dass die internationale Gemeinschaft – einschließlich der USA und Deutschlands – nicht genügend Druck auf Israel ausübt, um eine Lösung für den Konflikt zu finden. Dies führe zu einem fortwährenden Zustand der Unterdrückung. Er warnt, dass Israel auf lange Sicht von der Weltgemeinschaft ausgeschlossen werden könnte, wenn sich die Politik nicht ändert. 20.12.2025 https://www.deutschlandfunk.de/schleichender-genozid-in-gaza-interview-mit-historiker-omer-bartov-100.html

Bartov: » […] Das wichtigste Land sind natürlich die USA, denn Israel ist wirklich sehr, sehr abhängig von den USA. Das zweitwichtigste Land ist Deutschland. Wenn diese beiden Länder kein Einsehen haben und keinen ausreichenden Druck auf Israel ausüben, sehe ich nicht die innere Dynamik innerhalb der israelischen oder auch der palästinensischen Gesellschaft, um die notwendigen Fortschritte zu erzielen.

Was bedeuten würde, dass sich an der prekären Lage, dem permanenten Töten und der permanenten Angst, der Einschüchterung und Entmenschlichung nichts ändern würde. Ich denke, dass sich unter diesen Umständen Israel zu einem echten Apartheidsregime entwickeln wird.

Im Endeffekt ist es ja schon auf dem Weg dahin. Apartheid-Mechanismen sickern bereits in die israelische Gesellschaft ein, in Bezug auf die palästinensischen Bürger in Israel, aber gleichzeitig auch bei der jüdischen Opposition gegen diese Regierung. Israel würde dann oder wird bereits ein zunehmend autoritäres Land, in dem die Rechtsstaatlichkeit erodiert, und zwar auch bei dem obersten Gericht in Israel, was bereits zunehmend nach rechts abdriftet und undemokratische politische Entscheidungen mitträgt. Deswegen könnte Israel auf lange Sicht von der Weltgemeinschaft ausgeschlossen werden.

Es wäre schön, wenn ich das nicht erleben müsste. Um Israel also vor diesem Schicksal zu bewahren, wäre es besser, jetzt den nötigen Druck auf die Regierung auszuüben. Leider sind die Regierungen, die das tun könnten, aktuell offenbar nicht dazu bereit.«

Rohde: »Die israelische Regierung, das muss man hinzufügen, hat immer wieder betont, es sei antisemitisch von einem Apartheidsregime zu sprechen. Was entgegnen Sie?«

Bartov: »Ich sehe da ehrlich gesagt gar keinen Zusammenhang. Viele Vertreter des israelischen Staates, einschließlich des diplomatischen Vertreters von Israel in Deutschland, Ron Posor, weichen konkreter Kritik lieber aus und verpassen ihr dann das Label des Antisemitismus.

Dabei gibt es gute rechtliche Argumente dafür, zu sagen, dass wenn zwei verschiedene Bevölkerungsgruppen auf einem Gebiet leben und beide vollkommen unterschiedlichen rechtlichen Systemen unterworfen sind und die eine Gruppe über die üblichen demokratischen Rechte verfügt und der zweiten Gruppe überhaupt keine Rechte zugestanden werden, dass es sich dann um Apartheid handelt. Und es gibt viele internationale Rechtswissenschaftler, die eine solche Situation in der Westbank ausgemacht haben.

Das hat überhaupt nichts mit Antisemitismus zu tun. Antisemitismus ist, wenn Juden dafür gehasst werden, dass sie Juden sind. Und das hat doch überhaupt nichts mit dieser Situation zu tun. Hier geht es um ein System, bei dem jüdische Siedler gegenüber einer großen Anzahl von Palästinensern privilegiert sind, die ihrerseits keine Rechte haben. […] «

Der Historiker Omer Bartov sagt: „Israel entwickelt sich zu einem Apartheidsregime.”

In Israel erodiert die Rechtsstaatlichkeit. So lautet die Einschätzung des Historikers Omer Bartov. Er sieht Anzeichen von Apartheid. Eine Bevölkerungsgruppe besitze demokratische Rechte, die andere habe gar keine.

Rohde, Stephanie; http://www.deutschlandfunk.de, Interviews

Israel entwickelt sich zu einem Apartheidsregime

Ein israelischer Historiker vergleicht die aktuelle Situation in Israel und Gaza mit einem möglichen Apartheidsregime, das durch soziale und rechtliche Ungleichheiten geprägt ist.

Keypoints

  • Israel kontrolliert mehr als die Hälfte des Gazastreifens, ohne Wiederaufbau.
  • Der Historiker sieht Parallelen zwischen der Situation in Israel und Apartheid-ähnlichen Strukturen.
  • Internationale Gemeinschaften wie die USA und Deutschland könnten Druck ausüben, um Veränderungen zu bewirken.
  • Israel weist Vorwürfe eines Apartheidsregimes und Völkermords zurück.

Situation im Gazastreifen

  • Seit über zwei Monaten herrscht Waffenruhe, doch es kommt täglich zu Angriffen und Verlusten.
  • Menschliche Katastrophe: Bis Ende November wurden mehr als 130 Kinder getötet, die Hungerkrise besteht weiter.
  • UN und Menschenrechtsorganisationen kritisieren Israels Maßnahmen, die humanitäre Hilfe erschweren.
  • Der Gazastreifen ist nach wie vor dicht besiedelt und die Lebensbedingungen sind katastrophal.

Politische Lage und Zukunftsaussichten

  • Flug nach Washington für Gespräche über eine Übergangsregierung in Gaza, doch es fehlt an einer klaren Strategie.
  • Kritik an Israels Regierung, insbesondere an Premierminister Netanjahu, der den Status quo zementieren wolle.
  • Die Möglichkeit eines Rückfalls in Krieg oder eine dauerhafte Besatzung wird als wahrscheinlich eingeschätzt.
  • Der Historiker warnt vor einer Entwicklung Israels zu einem autoritären und apartheidähnlichen Staat.

Zukunftsaussichten und internationale Verantwortung

  • Ohne Druck von den USA und Deutschland könnten sich die Zustände weiter verschlechtern.
  • Israel leugnet den Apartheid-Vorwurf, doch der Historiker argumentiert, dass die rechtlichen Kriterien zutreffen.
  • Die gesellschaftliche Diskussion in Israel über die Besatzung ist blockiert.
  • Der Weg zu einer Lösung erfordert außenpolitischen Druck, um eine gemeinsame Lebensgrundlage für Israelis und Palästinenser zu schaffen.

Fazit

Die Situation in Israel und Gaza ist komplex und verschärft sich zunehmend. Ohne internationalen Druck droht sich Israel zu einem autoritären und apartheidähnlichen System zu entwickeln, was langfristige Friedenslösungen erschwert.

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