Polycrisis day by day III

Steigender Meeresspiegel wird bis 2050 1,5 Millionen Australier bedrohen | Bis 2050 werden der Anstieg des Meeresspiegels und Überschwemmungen infolge des Klimawandels in Australien die Lebensgrundlagen von über 1,5 Millionen Menschen bedrohen und potenzielle Schäden von 611 Milliarden australischen Dollar verursachen. Der Bericht warnt zudem, dass sich die hitzebedingten Todesfälle in Sydney bei einem Temperaturanstieg von drei Grad mehr als verfünffachen könnten. Experten fordern daher dringend Maßnahmen zur Minderung der Klimaschäden, einschließlich ehrgeiziger Klimaziele und der Beendigung klimaschädlicher Projekte.
https://www.stern.de/news/analyse–steigender-meeresspiegel-wird-bis-2050-1-5-millionen-australier-bedrohen-36056276.html

Orangefarbene Flüsse signalisieren toxische Veränderungen in der arktischen Wildnis | Die Erwärmung des Bodens in der Brooks Range in Alaska führt dazu, dass einst klare Flüsse nun orangefarben und mit giftigen Metallen kontaminiert sind. Diese Veränderungen resultieren aus dem Auftauen des Permafrosts, welches chemische Reaktionen auslöst, die Metalle wie Cadmium freisetzen. Diese gefährden die Wasserlebewesen und die gesamte Nahrungskette. Die Studie warnt, dass ähnliche toxische Veränderungen bereits in vielen anderen arktischen Regionen stattfinden, was ernsthafte ökologische Konsequenzen nach sich ziehen könnte.
https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/orangefarbene-fluesse-signalisieren-toxische-veraenderungen-in-der-arktischen-wildnis/

Polycrisis day by day II

Extremwetter kostet EU-Staaten Milliarden: 3 Länder traf es diesen Sommer besonders hart | Forschende schätzen, dass die extremen Wetterereignisse dieses Sommers die Volkswirtschaften der EU mittelfristig rund 126 Milliarden Euro kosten könnten. Am stärksten betroffen sind Spanien, Frankreich und Italien. In den Schätzungen werden sowohl direkte Kosten, wie zerstörte Gebäude und Ernten, als auch indirekte Kosten, wie reduzierte Produktivität und Abwanderung aus betroffenen Regionen, berücksichtigt. Etwa ein Drittel der Gesamtschäden, das heißt rund 43 Milliarden Euro, wird bereits im laufenden Jahr erwartet. Die tatsächlichen Kosten könnten jedoch noch höher ausfallen.
https://utopia.de/news/extremwetter-kostet-eu-staaten-milliarden-3-laender-traf-es-diesen-sommer-besonders-hart_857245/

Sterben die wichtigsten Meeresbewohner aus? | Der Artikel behandelt die potenzielle Bedrohung durch das mikroskopisch kleine Phytoplankton-Bakterium Prochlorococcus. Es bindet durch Photosynthese erhebliche Mengen CO₂ und ist ein wichtiger Bestandteil des maritimen Ökosystems. Eine neue Studie zeigt, dass die Population von Prochlorococcus bei steigenden Meerestemperaturen um bis zu 50 % einbrechen könnte. Dies hätte weitreichende Folgen für die marinen Nahrungsnetze. Zwar könnten andere Planktonarten wie Synechococcus diese Lücke füllen, doch bleibt die langfristige Stabilität des marinen Ökosystems gefährdet. Jede Veränderung an dessen Basis kann sich nämlich negativ auf die Biodiversität und die Resilienz gegenüber Umweltbelastungen auswirken.
https://www.klimareporter.de/erdsystem/sterben-die-wichtigsten-meeresbewohner-aus

IPPNW startet Kampagne gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens | Die Gesundheitsorganisation IPPNW hat eine Kampagne gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens ins Leben gerufen. Teil der Kampagne ist eine Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen, zu der sich Beschäftigte im Gesundheitsbereich bekennen können. Die Initiative betont, dass präventive Maßnahmen gegen Kriege die beste Medizin sind, und lehnt jegliche Schulungen in Kriegsmedizin sowie die Priorisierung militärischer medizinischer Maßnahmen vor zivilen ab. Die IPPNW warnt vor ethischen Konflikten und der Illusion, in einem Atomkrieg medizinische Hilfe leisten zu können, und fordert, dass die Hauptaufgabe des Gesundheitswesens die Versorgung von Patienten bleibt und nicht die Unterstützung militärischer Planungen.
https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015516.html

Auf dieser NATO-Konferenz in Essen werden Kriege vorbereitet | Die vom 30. September bis 2. Oktober in Essen stattfindende NATO-Konferenz JAPCC beschäftigt sich mit der Planung von High-Tech-Kriegsführung und verstößt laut einem Artikel gegen Artikel 26 des Grundgesetzes, da sie das friedliche Zusammenleben der Völker stört. Der militärisch-industrielle Komplex, vertreten durch führende Rüstungsunternehmen und Militärs, plant, die Konferenz mit einer Eurodefense-Rüstungsmesse zu kombinieren. Dies könnte zu Rekordgewinnen für diese Unternehmen führen. Gegen die Konferenz hat die Friedensbewegung Demonstrationen für den Eröffnungstag angekündigt.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=138906
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Demokratie – Mehr als nur Wahlen | Wenn es in einer Demokratie keine Visionen mehr gibt, dann gibt es eigentlich keine richtige Demokratie mehr. Demokratie bedeutet Erfahrbarkeit von Verbesserung, sonst braucht man sie nicht. Wenn Sie nicht das Gefühl haben, dass Ihr Leben besser wird, dann hat die Demokratie ihren Zweck verfehlt. Demokratie bedeutet nicht nur, dass man wählen gehen kann, sondern sie ist ein Verbesserungs- und Zukunftsversprechen. | In seinem Gespräch thematisiert Michael Köhler die von dem Politologen Philipp Lepenies betonte Notwendigkeit von Visionen in der Demokratie, um deren Kraft und Relevanz aufrechtzuerhalten. Köhler kritisiert, dass Parteien oft im Stillstand verharren und autoritäre Kräfte das entstandene Vakuum füllen, während die Bürger das Gefühl haben, dass sich ihre Lebensbedingungen nicht verbessern. Lepenies plädiert dafür, dass Demokratie mehr sein sollte als nur Wahlen: Sie muss den Menschen ein Versprechen für Fortschritt und Verbesserung ihres Lebens geben.
https://www.deutschlandfunk.de/das-versprechen-der-demokratie-philipp-lepenies-politologe-100.html
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Die Vereinnahmung der Eliten und die Selbstzerstörung Europas – Teil 4/4 | In ihrem Artikel analysiert Nel Bonilla die transatlantische Hegemonie und die Bildung von Eliten in Deutschland, die häufig die Interessen der USA über die der eigenen Bevölkerung stellen. Sie beschreibt, wie politische Karrieren durch US-finanzierte Programme und transatlantische Netzwerke geprägt werden, was zu einem geschlossenen Denkrahmen führt, in dem abweichende Meinungen marginalisiert werden. Abschließend formuliert sie einen Aufruf zu strukturellen Veränderungen, um die Kontrolle durch transatlantische Eliten zu hinterfragen und die Souveränität Europas zurückzugewinnen.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=138786
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Wohnungslos. | Readably.

Zum Tag der Wohnungslosen – Vom Leben auf der Straße | Der Artikel thematisiert die alarmierende Zunahme von Wohnungslosigkeit in Deutschland. Schätzungsweise leben derzeit 50.000 Menschen auf der Straße und über 600.000 sind wohnungslos. Als Hauptursachen werden die Privatisierung des Wohnungsmarktes, steigende Miet- und Energiekosten sowie unzureichende staatliche Hilfsmaßnahmen genannt. Zudem wird die gesellschaftliche Stigmatisierung obdachloser Menschen thematisiert, die oft als lästig empfunden werden und bei denen die individuellen Schicksale in der öffentlichen Wahrnehmung keine Beachtung finden.

»Doch diese düsteren Zahlen sind nur die Spitze des Eisbergs. Denn darin nicht erfasst sind Asylbewerber in Sammelunterkünften sowie die vermutlich ziemlich hohe, nicht genau bezifferbare und offensichtlich wachsende Dunkelziffer: Menschen, darunter viele Kinder und Jugendliche, die bei Freunden und Bekannten unterkommen – oder direkt auf der Straße leben.«

Sicherer Wohnraum und menschenwürdiges Wohnen sind unveräußerliche Menschenrechte.

In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Menschen ohne Wohnung in Deutschland gestiegen: Schätzungsweise 50.000 Menschen leben auf der Straße, über 600.000 sind wohnungslos.

Die Dunkelziffer der wohnungslosen Menschen, einschließlich Asylbewerber und Kinder, ist hoch und nicht genau erfasst.

Ursachen der Obdachlosigkeit sind vor allem der privatisierte Wohnungsmarkt, steigende Mieten, der Abbau von Sozialwohnungen und Einkommensarmut.

Ein häufiges Problem sind Zwangsräumungen, durch die viele Menschen ihre Wohnung verlieren, bevor sie die Möglichkeit haben, Hilfe zu erhalten.

Der Staat versagt oft bei der Unterstützung wohnungsloser Menschen, da viele Anträge auf Hilfe abgelehnt werden.

Die Anzahl der Zwangsräumungen hat während der Pandemie nicht abgenommen – trotz versprochener Schutzmaßnahmen.

Wohnungslosen Menschen fehlt es häufig an medizinischer Versorgung, was zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führt.

Ihr Alltag ist geprägt von Überlebenskampf, Diskriminierung und ständiger Angst vor Gewalt.

Menschen auf der Straße werden oft kriminalisiert und aus dem öffentlichen Raum vertrieben, um das Stadtbild zu „schützen“.

Verstorbene wohnungslose Menschen werden als „Unbedachte“ bezeichnet, da sie oft niemanden haben, der um sie trauert oder ihre Lebensleistungen würdigt.

10.09.2025

Bewusstsein. | Citation.

Wir haben das getan. Empfangen.
Voneinander, empfangen in einer Dunkelheit,
die ich als lichtdurchflutet in Erinnerung habe.
Ich möchte das Leben nennen.

Adrienne Rich, The Dream of a Common Language. Poems 1974 – 1977, W. W. Norton & Company, 96 Seiten, ISBN 978-0-393-34600-8

Polycrisis day by day I

#KRIEG | Gaza: Entmenschlichung als Voraussetzung für eine unmenschliche Politik | Der Artikel thematisiert die humanitäre Krise im Gazastreifen, die durch eine Strategie der Aushungerung sowie die Entmenschlichung der palästinensischen Bevölkerung verschärft wird. Durch eine rassistische Rhetorik und institutionelle Straffreiheit wird diese Entmenschlichung unterstützt, was es den israelischen Streitkräften ermöglicht, extreme Gewalt gegen Zivilisten auszuüben, ohne moralische Hemmungen zu empfinden. Der Autor warnt, dass die gezielte Aushungerung und die damit verbundenen Kriegsverbrechen nicht nur gegen das Völkerrecht verstoßen, sondern auch eine ernsthafte Herausforderung für die internationale Gemeinschaft darstellen. Diese muss sich entscheiden, ob sie diese Unmenschlichkeit toleriert oder dagegen vorgeht.
12.09.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=138851
hören:

#KRIEGSVORBEREITUNGEN | „Gesülze von Friedensverhandlungen muss aufhören“ | »Solidaritätsbekundungen sind fehlplatziert. Endlich mit Konsequenz und Härte antworten! Gesülze von Friedensverhandlungen muss aufhören. Es muss jetzt Taurus und massive mil. Unterstützung für die Ukraine erfolgen, denn Russland nährt sich durch unsere Schwäche. Russland und CRINK muss gestoppt werden! Die Ukraine so ausstatten, dass sie die Russen zurückdrängen kann inkl. Angriffe auf militärisch relevante Ziele in Russland. Unser Frieden in Freiheit und Selbstbestimmung werden [sic] von Russland ausgetestet und sind [sic] massiv in Gefahr.« | Der Artikel kritisiert die zunehmende Radikalisierung im Deutschen Bundestag, insbesondere durch Politiker wie Roderich Kiesewetter. Dieser fordert Angriffe auf Russland und tut das Streben nach Friedensverhandlungen als „Gesülze“ ab. Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags, unterstützt diese aggressive Haltung und verstärkt damit die Gefahr eines eskalierenden Konflikts zwischen Russland und der NATO. Der Autor Marcus Klöckner warnt in seinem Artikel vor den Konsequenzen dieser Militarisierung und appelliert an die Vernunft, um einen weiteren Krieg und mögliche nukleare Katastrophen zu vermeiden. 13.09.2025
https://www.nachdenkseiten.de/?p=138881
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#KRIEGSVORBEREITUNGEN #UNTERWERFUNG | Die Vereinnahmung der Eliten und die Selbstzerstörung Europas – Teil 3/4 | In ihrem Artikel analysiert Nel Bonilla die Rolle der Atlantik-Brücke und der Bilderberg-Gruppe bei der Integration und Prägung europäischer Eliten im Kontext der transatlantischen Hegemonie. Sie zeigt auf, wie diese Netzwerke die politischen und wirtschaftlichen Interessen der USA in Deutschland durch subtile Einflussnahme und strategische Vernetzung fördern und dabei die Stimmen von Arbeiter:innen und kritischen Intellektuellen ausschließen. Zudem wird dargestellt, wie sich die Bilderberg-Konferenzen zu einer Plattform für die Elite entwickelt haben, die zunehmend militärische und technologische Themen in den Vordergrund rückt. Dies deutet auf eine Verschiebung hin zu einer kriegsorientierten Agenda hin. 13.09.2025
https://www.nachdenkseiten.de/?p=138782
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»Wer die Lüge zum eigenen Kompass gemacht hat, dem bleibt nur das Kurshalten.« | Readably.

Belgische Pralinen und europäische Kanalratten | Der Artikel kritisiert die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für ihre russophoben Äußerungen und weist gleichzeitig auf ihre unzureichende historische Bildung sowie ihre fragwürdigen politischen Entscheidungen hin. Es wird angemerkt, dass trotz zahlreicher Sanktionen gegen Russland keine signifikanten Erfolge erzielt wurden. Dies stellt die Autorität und den Einfluss der europäischen Politik infrage. Der Autor warnt davor, dass die gegenwärtige Haltung der europäischen Politiker, die die Zivilisation der Völker ignoriert, langfristig negative Konsequenzen haben könnte.
09.09.2025, https://form-7.com/2025/09/09/belgische-pralinen-und-europaische-kanalratten/
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»… Während unsere höchste Repräsentationsfigur bei den Vereinten Nationen in New York City mit Selfies über Taxifahrten und morgendlichen Kaffeekonsum in den sozialen Medien brilliert, hat sich ein weiteres Sternchen am dicht besiedelten Himmel des Unheils exponiert. … Ihrer Chefin, die wenige Tage zuvor durch Fake News über einen angeblichen russischen Sabotageakt bei einem ihrer Flüge brillierte, wird es gefallen haben. … Dass der deutsche Lügenbaron, der es im Beisein aller im Parlament zum zeitweiligen Major Domus gebracht hat, es ihnen mit Verve nachtut, ist weder verwunderlich noch ein Geheimnis. Bei seiner jüngsten Beschreibung des russischen Präsidenten blendete er kurzerhand die Bilanz amerikanischer Kriege in der Nachkriegsära aus. Würde ein Geschichtslehrer, der in einem konservativen Elternhaus noch Sitte und Anstand gelehrt bekommen hätte, die Estin mit einer Strafe im Eckestehen belegen, so bliebe ihm bei dem Bruchpiloten aus dem Sauerland nichts anderes übrig, als ihm kräftig mit dem Lineal ins Genick zu schlagen. …«

Für ihre russophobe Rhetorik wird die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission kritisiert.

Sie hat Russland und China fälschlicherweise als Verlierer des Zweiten Weltkriegs bezeichnet.

In dem Artikel wird ihre mangelnde Geschichtskenntnis bemängelt und ihre unzureichende Bewertung von Sanktionsmaßnahmen gegen Russland kritisiert.

Zudem wird auf die unzureichende Wirkung von 19 Sanktionspaketen hingewiesen.

Die politische Elite in Brüssel wird als arrogant und ignorant dargestellt, die die Zivilisation der Völker nicht anerkennt.

Zudem wird eine Verbindung zwischen der Politik und der Wahrnehmung der europäischen Bürger gezogen, die als „Kanalratten” bezeichnet werden.

Der Autor deutet an, dass diese Haltung negative Konsequenzen haben könnte.