Mehr Demokratie wagen

Wenn ich die Macht hätte, ein Gesetz zu ändern, wäre es das Grundgesetz. Seit seiner erstmaligen Verabschiedung wird seine ursprüngliche Intention und seine ursprünglichen Bestimmungen durch die Parteien und das Wahlvolk unablässig ausgehöhlt.

Warum durch das Wahlvolk? Weil es durch sein Wahlverhalten für keine wirklichen Machtwechsel mehr sorgt. Es kommen keine neuen Ideen, Visionen oder Utopien mehr in die Parlamente. Die letzte Bundestagswahl, nach der ein frischer Wind durch Deutschland wehte, war am 28.09.1969. Am 27. September 1998 gab es die Hoffnung auf einen weiteren frischen Wind nach 16 Jahren Bundeskanzlerschaft Helmut Kohls. Leider zeigten SPD und Grüne, wie fremdbestimmt sie sind, und sangen das Lied des sogenannten Neoliberalismus (z. B. Agenda 2010) und Bellizismus (z. B. völkerrechtswidriger Angriffskrieg auf Serbien).

Kurz zu den Parteien: Wie der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Armin in seinem Buch „Der Staat als Beute: Wie Politiker in eigener Sache Gesetze machen” zu Recht festgestellt und ausgeführt hat, haben sich die Parteien den Staat zur Beute gemacht.

Die heutige Frage bietet nicht den Platz, sie angemessen ausführlich zu beantworten.

Ich würde die Parteien abschaffen und durch zufällig besetzte Bürgerräte ersetzen.

Lobbyismus würde ich verbieten und bereits den Versuch unter Strafe stellen.

Wenn ein bestehendes Gesetz verändert werden soll, kann dies nur mit einer Zweidrittelmehrheit erfolgen. Einfache Mehrheiten spalten die Gesellschaft. Wer etwas verändern möchte, braucht gute Gründe, Argumente und eine qualifizierte Mehrheit.

Ich würde das Wirtschaften auf eine Gemeinwohlökonomie umstellen.

Nicht nachhaltiges Wirtschaften und Verhalten würde ich unter Strafe stellen. Jeder Mensch darf nur so viele Ressourcen verbrauchen, dass die Erde, also unsere Lebensgrundlage, nicht ausgebeutet wird.

Dazu gehört, den Individualverkehr abzuschaffen und den öffentlichen Personen- und Güterverkehr auf die Schiene zu bringen sowie das Schienennetz entsprechend auszubauen.

Strom, Gas, Wasser, Gesundheitsversorgung, Wohnungsbau, Müllabfuhr, Nah- und Fernverkehr usw. sind allein staatliche Aufgaben, die nicht privatisiert werden dürfen.

Deutschland würde sich verpflichten, sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einzumischen (Goldene Regel Helmut Schmidts).

Ein neues Grundgesetz oder eine Verfassung, die von einem Bürgerrat auf Bundesebene verfasst wurde, würde dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden und könnte nur mit einer Zweidrittelmehrheit angenommen werden.

All das und noch viel mehr würde ich machen, wenn ich König von Deutschland wäre, äh, wenn ich die Macht hätte, das Grundgesetz zu ändern.

Nicht alles auf einmal, sondern nacheinander, beginnend da, wo die Widerstände am größten sind.

Täglicher Schreibanreiz
Wenn du die Macht hättest, ein Gesetz zu ändern, welches wäre das und warum würdest du es ändern?

If you had the power to change one law, what would it be and why?  |  Wenn Sie die Macht hätten, ein Gesetz zu ändern, welches wäre das und warum?

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

Baden-Württemberg lockert die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Auflagen für Bauvorhaben der Bundeswehr. |

Baden-Württemberg hat ein neues Gesetz verabschiedet, das es der Bundeswehr erlaubt, Bauvorhaben zur Verteidigungsfähigkeit ohne Einhaltung landesrechtlicher Vorschriften durchzuführen. Dies schränkt die kommunale Selbstverwaltung erheblich ein und wirft Fragen zur Notwendigkeit solcher Maßnahmen auf.

Baden-Württemberg hat ein neues Gesetz verabschiedet, das es der Bundeswehr ermöglicht, Bauvorhaben ohne die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Auflagen durchzuführen. Damit soll die Verteidigungsfähigkeit des Landes gestärkt werden. Dies geschieht im Rahmen einer Lenkungsgruppe, die die zivilen Verteidigungsaufgaben sowie die Unterstützung der Streitkräfte koordinieren soll. Kritiker befürchten jedoch, dass die kommunale Selbstverwaltung dadurch untergraben wird und die Einhaltung sinnvoller Bauvorschriften nicht nachgewiesen werden kann. Zudem entsteht der Eindruck, dass es sich um einen Versuch handelt, Bundesmittel schnell ins Land zu ziehen.

»Baden-Württembergs bizarrer Bau-Turbo für die Bundeswehr – Baden-Württemberg versucht Bayern in der Frage, wie leicht man es der Bundeswehr machen kann, den Rang abzulaufen. Schon im Mai hatte das Kabinett von Winfried Kretschmann eine Lenkungsgruppe Verteidigung und Resilienz eingerichtet, um die „Aufgaben des Landes im Verteidigungsfalls [sic] koordinieren, insbesondere der zivilen Verteidigung und zur Unterstützung der Streitkräfte. Auch die Unterstützung der Rüstungsindustrie und der Forschung in diesem Bereich bildet einen Schwerpunkt. Weiteres Ziel ist die Prüfung geeigneter Maßnahmen zur Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz. Dazu kann beispielsweise Aufklärung an Schulen oder ein stärkerer Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern gehören.“ (Bericht aus dem Kabinett vom 20. Mai 2025, Pressemitteilung).«, 31.10.2025, https://www.imi-online.de/2025/10/31/baden-wuerttembergs-bizarrer-bau-turbo-fuer-die-bundeswehr/

Der etwas andere Sozialbetrug.| Citation.

Heranwachsenden in Deutschland stehen Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket zu. Aber nur einer von fünf Berechtigten löst seine Ansprüche ein. Schuld sind bürokratische Hindernisse, Unkenntnis, Scham bei den Betroffenen und über allem der Kürzungseifer der Politik. So kam es, dass ein Gesetz, das eigentlich „Besserung“ bringen sollte, das Gegenteil bewirkt hat: Die Ausgrenzung und Benachteiligung der Ärmsten haben noch zugenommen. Läuft das auch unter „Sozialbetrug“?

~ Ralf Wurzbacher, 03.10.2025, „Über unsere Verhältnisse? Millionen Kinder leben unter aller Würde!“, NachDenkSeiten, https://www.nachdenkseiten.de/?p=139936

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