Plant based | dailyprompt

Ich ernähre mich seit vielen Jahren rein pflanzlich. Das war der Anlass, mich intensiv mit meiner Ernährung und meinem Ernährungsbedarf zu befassen. Außerdem wollte ich mein Gewicht halten und habe eine Zeit lang meinen Kalorienverbrauch und die Kalorienzufuhr gezählt.

Zu meinen fünf wichtigsten Lebensmittelgruppen zählen Obst, Gemüse, Nüsse/Samen, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte/Sojaprodukte.

Von Obst esse ich Äpfel, Mangos, Blaubeeren, Birnen, Avocados und getrocknete Datteln. Zitrusfrüchte habe ich dieses Jahr gemieden, um meine Nesselsucht (Urtikaria) erfolgreich zu beseitigen. Ab 2026 werde ich diese wieder in moderaten Mengen in meinen Speiseplan aufnehmen. Außerdem trinke ich verschiedene Direktsäfte und -mischungen. In meinem Müsli zum Frühstück sind diverse Trockenfrüchte.

Zu den Gemüsesorten, die ich regelmäßig esse, gehören Blumenkohl, Möhren, Brokkoli, Rotkohl, Erbsen, Bohnen, Spinat und Spargel.

Täglich esse ich ca. 25 g verschiedene Nüsse: Pistazien, Macadamia, Paranüsse, Haselnüsse, Maronen …

Gemüse Nüsse
Vollkorngetreide Samen
Obst Hülsenfrüchte

… und Walnüsse. Im Müsli befinden sich Chiasamen, Hanfsamen, Leinsamen und Hefeflocken.

Vollkorngetreide nehme ich in Form von Nudeln oder diversen Flocken im Müsli zu mir. Das Müsli rühre ich über Nacht mit Hafermilch mit Calciumzusatz an. Am Wochenende gibt es statt Müsli Vollkornbrötchen.

Zu den Hülsenfrüchten und Sojaprodukten zählen beispielsweise Tofu, Linsen, Tempeh, Edamame, Bohnen, Kichererbsen und Lupinen.

Als Sättigungsbeilage zu Gemüsen, Vollkorn- oder Kartoffelprodukten gibt es gerne vielfältige pflanzliche Fleischalternativen.

All diese Lebensmittel werden von Zeit zu Zeit neu gemischt und leicht verändert.

Als Gegengewicht zu diesen Lebensmitteln esse ich auch Salziges (Kartoffel-, Linsen- und Kichererbsenchips sowie Tortillas) und Schokolade. Alles in Maßen. Alkohol trinke ich nur sehr selten, da er mir nicht gut tut. Ich trinke aber alkoholfreies Bier und Cola.

Gerne beantworte ich Fragen dazu über die Kommentarfunktion oder per E-Mail.

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Engel? | dailyprompt

Es gibt viele Menschen – ausschließlich Frauen – die mein Leben positiv beeinflusst haben. Oftmals kenne ich diese Frauen nur oberflächlich; sie zu beschreiben, würde ihnen nicht gerecht werden.

Da wäre zum Beispiel J., meine Oma, bei der ich viel Zeit meiner Kindheit verbrachte. Bei ihr habe ich mich geliebt gefühlt. Und akzeptiert, so wie ich bin. Bei ihr war ich gut genug. Sie war meine Rettung in der Kindheit. Sie war die erste Frau, neben der ich in einem Doppelbett schlief. Beim Einschlafen durfte ich ihre Hand halten.

C. war eine Mitschülerin im Schreibmaschinenkurs. Es war meine alberne Zeit. Das gefiel ihr. Sie beauftragte ihren älteren Bruder und dessen Freund herauszufinden, ob ich mit ihr gehen wolle. Ich wollte. Ich konnte aber noch nicht. Sie wollte mich küssen. Sie wollte Haut auf Haut spüren. Dafür war ich noch nicht reif. Mir genügte meine Albernheit. Durch sie lernte ich meine Eifersucht kennen und „besiegen”. Seitdem ist Eifersucht (fast) kein Thema mehr für mich.

M. war eine Mitsängerin im Jugend- und jungen Erwachsenenchor. Ich war in sie verliebt. Ich war schüchtern. Ich traute mich nicht. Durch sie lernte ich, dass ich mein Schneckenhaus auch mal verlassen muss. „Es reicht nicht, etwas zu wollen, man muss es auch tun.“

K. war eine Mitsängerin im Jugend- und jungen Erwachsenenchor. Sie war in mich verliebt. Ich jedoch nicht in sie. Sie offenbarte sich mir. Ich lehnte freundlich ab. Danach durfte ich sie nie mehr mit dem Auto nach Hause fahren. Durch sie lernte ich, Nein zu sagen und die Folgen zu tragen.

B. (siehe B.) war eine Mitsängerin – ihr wisst schon. Sie war mein Coming-out-of-age, meine Erwachsenwerdung. Mit ihr konnte ich zum ersten Mal küssen. Wir lagen Haut an Haut und mehr.

C. lernte ich im Friedensgrüppchen kennen und lieben. Bald heirateten wir. Sie brachte ein Kind mit. Jahre später adoptierten wir ein weiteres. Kurz darauf brachte uns das Jugendamt ein weiteres Kind zur Dauerpflege. Was uns anfangs verband, brachte uns später auseinander. Schleichend, bis es zu spät war. Durch sie und mit ihr lernte ich, was Verantwortung bedeutet – auch über die Trennung hinaus. Ohne die Trennung hätte ich mein inneres Kind nicht befrieden können.

S. war eine Nachbarin, die frisch verlassen war und sich einen Spaß daraus machte, andere Ehen zu zerstören. Fast wäre ich auf sie hereingefallen. Durch sie lernte ich, was es heißt, seinen Gefühlen nicht mehr vertrauen zu können, und wie leicht ich manipulierbar war. Die Sicherheit, meinen Gefühlen wieder vertrauen zu können, kam mit N. zurück. …

mein Leben haben
sehr positiv beeinflusst
so viele Menschen

… N. war eine entfernte Arbeitskollegin und gefühlt die (unerfüllte) Liebe meines Lebens. Wir arbeiteten drei Monate lang in einem Projekt zusammen. Nie ging ich leichter zur Arbeit. Einen Tag nach dem Ende des Projekts offenbarte ich mich ihr. Sie liebe mich nicht, schrieb sie – und chattete drei Monate lang jeden Abend stundenlang mit mir. Plötzlich war Funkstille. Wie ich später erfuhr, heiratete sie kurz danach. Sie hat es mir verschwiegen. Durch sie konnte ich die Leichtigkeit des Seins spüren und anschließend die Schwere einer tiefen Traurigkeit erleben.

C. war nur ein kurzer virtueller Kontakt, der mir die Augen und das Herz für das unsägliche Leid geöffnet hat, das wir den Tieren antun. Durch sie begann ich, mich pflanzlich zu ernähren und vegan zu leben.

J. war eine weitere entfernte Arbeitskollegin, in die ich mich ebenfalls verliebte. Leider hatte ich das falsche Geschlecht. Auch mit ihr arbeitete ich drei Monate lang in einem Projekt zusammen. Wir hatten viel Spaß, aber sie hatte auch Schmerzen. Beim Marathon-Training rannte sie gegen eine herunterfahrende Schranke. Die Platzwunde am Kopf musste genäht werden. Ich übernahm den Krankentransport. Zum Abschied gab sie mir den entscheidenden verbalen Tritt in den Hintern, um meine Grübeleien zu beenden und mich aus meiner Ehe zu verabschieden.

N. ist meine beste Freundin. Wir können über alles reden und uns gute Ratschläge geben. Wir kennen uns seit fast 25 Jahren, unsere Freundschaft besteht seit 13 Jahren. Als wir einmal beide durchhingen, blieben wir an einem viel zu warmen Sommerabend mehrere Stunden lang umarmt auf einem Hinterhofparkplatz stehen, spürten den Herzschlag des jeweils anderen und atmeten im Gleichklang ruhig. Ich hätte niemals für möglich gehalten, wie eine solche Nähe unsere „Batterien” gegenseitig aufladen kann. Wir sehen uns einmal wöchentlich, seit vier Jahren auch mit ihrem Kind, das sie mit ihrem Ehemann hat. Mit ihm bin ich ebenfalls befreundet. Durch sie habe ich tiefgründiges Denken zu schätzen gelernt. Ich habe erkannt, dass es verlässliche und vertraute Beziehungen geben kann.

C. war ein weiterer kurzer virtueller Kontakt (wir haben auch ab und zu telefoniert). Sie ist eine tief introvertierte Frau, für die das Introvertiertsein völlig normal ist. Durch sie habe ich begriffen, dass ich selbst tief introvertiert und demisexuell bin. Das sind die revolutionärsten Erkenntnisse meines Lebens. So erklärten sich meine jahrzehntelangen Verhaltensweisen und ambivalenten Gefühle. Plötzlich fühlte ich mich nicht mehr falsch, sondern richtig. Die Ambivalenz verschwand. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich die Rolle des Extravertierten vollständig abgelegt habe und einfach introvertiert sein kann.

T. b. c.

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Vor einem Jahr hätte ich mir das nicht ausgemalt. | dailyprompt

Ich habe mich nicht am 16.12.2024 vor den Spiegel gestellt und zu mir gesagt: „Bernd, wie wird dein Leben am 16.12.2025 aussehen?” Vor einem Jahr wusste ich noch nicht, dass mir diese Frage am 16.12.2025 tatsächlich gestellt werden würde. Davon abgesehen stelle ich mir mein Leben nicht vor. Ich nutze die Zeit, um zu leben. Mein Leben ist ein steter Wandel. Ein langsamer Wandel. Ich lebe langsam. Ich vertraue darauf, dass sich alles fügt. Und dem Zufall. Und im Laufe eines Jahres fällt mir so einiges zu. Ich greife spontan zu oder zucke spontan zurück. Ich habe einmal über mich selbst gesagt, dass ich Treibholz des Lebens bin, und es gefällt mir, wohin es mich treibt.

Vor einem Jahr hätte ich mir nicht vorstellen können, dass es 2025 vorgezogene Neuwahlen gibt und man den nicht im Bundestag vertretenen Parteien dadurch die Chance nimmt, überall Kandidaten aufzustellen und Profil zu gewinnen.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorstellen können, dass man einer Partei, die äußerst knapp am Einzug in den Bundestag gescheitert ist, eine Nachzählung der Stimmen verweigert.

Ich habe mir auch nicht vorstellen können, dass die Zusammensetzung des abgewählten Bundestages dafür genutzt wird, eine unvorstellbar hohe Kreditaufnahme zu beschließen – weil der neu gewählte Bundestag dafür keine Mehrheit hätte –, deren Zins- und Tilgungslast den zukünftigen Generationen die Luft zum Atmen nehmen wird.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorstellen können, dass durch die beiden vorgenannten Ereignisse mein Vertrauen in unsere Demokratie restlos zerstört wird und ich den Wandel von einer Demokratie zu einer Demokratur erleben muss.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorgestellt, dass die Wählerinnen und Wähler die im Bundestag vertretenen Parteien wieder und wieder und wieder wählen und nicht mit neuen Parteien diesen Augiasstall ausmisten.

Vor einem Jahr habe ich die Bedeutung des Einstein zugeschriebenen Satzes „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.” nicht vorstellen können. Heute schon.

Vor einem Jahr habe …

Mein Leben heute
sieht so ganz anders aus als
noch vor einem Jahr

… ich nur befürchtet, dass die größten Saboteure diplomatischer Bemühungen deutsche Politikerinnen und Politiker in europäischen Spitzenfunktionen, im Deutschen Bundestag und in der Bundesregierung sind. Heute habe ich Gewissheit.

Vor einem Jahr hätte ich mir nicht vorstellen können, dass die Wehrpflicht wieder eingeführt wird, dass Eltern bereitwillig ihre Söhne und Töchter in ca. vier Jahren an die Front und in den Tod schicken lassen werden – es gab keine Berichte über Proteste, Parteiaustritte und Massenpetitionen in den Medien, selbst nicht in den alternativen – und dass von den knapp 800 000 betroffenen 18-jährigen Schülerinnen und Schülern lediglich 55 000 an einem Freitag dagegen streikten. Somit hat die Masse der Schülerinnen und Schüler der Wehrpflicht und ihrem unaufhaltsam kommenden Tod durch Schweigen zugestimmt.

Heute kann ich mir vorstellen, dass ich die heutige Frage am 16.12.2029 nicht mehr beantworten kann, weil ich dann in einem atomaren Höllenfeuer verdampft sein werde.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorstellen können, dass ich im Jahr 2025 wieder anfangen würde zu bloggen. Es war eine spontane Entscheidung. Bis ich meine Form in diesem Blog gefunden hatte, waren zwei Versuche mit anderen Blogs vorausgegangen, mit denen ich sehr unzufrieden war. Jetzt bin ich zufrieden.

Vor einem Jahr hätte ich mir nicht vorstellen können, täglich Fragen (Daily Prompt) öffentlich zu beantworten, die mir eine App (Day One von Automattic) stellt.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorgestellt, dass ich im Jahr 2025 mein treues Notebook durch einen leistungsstarken Mini-PC ersetzen würde. Auch damit bin ich zufrieden.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorgestellt, dass ich mich selbst von meiner Nesselsucht (Urtikaria) befreien würde, indem ich mich eine Zeit lang histaminfrei ernähre.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorgestellt, dass meine Stimmung heute besser ist als vor einem Jahr.

Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorgestellt, dass ich heute „Danke” sage zu den Bloggerinnen und Bloggern, mit denen ich im vergangenen halben Jahr so nette, beglückende, heitere, nachdenkliche oder hilfreiche Unterhaltungen hatte: „DANKE!”

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Ist dein Leben heute so, wie du es dir vor einem Jahr vorgestellt hast?
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Blinde Flecken.  | dailyprompt

Ich meditiere seit einigen Jahren. Mit der 7Mind-App. Ich habe verschiedene Apps ausprobiert. Mit 7Mind bin ich glücklich. Jetzt hatte ich einige Jahre pausiert, da ich verschiedene Übungen auch ohne App machen konnte oder in bestimmten Situationen an einzelne Übungen erinnern konnte. Diese Erinnerungen haben mich wieder geerdet. In letzter Zeit war es jedoch nötig, den Kurs „Gelassenheit” noch einmal zu wiederholen. Sieben Einheiten à zehn Minuten, verteilt auf sieben Tage. Das hat mir sehr gut getan. Ich spüre, wenn die Aufregung kommt, und schaffe es, dem Impuls nicht nachzugeben und gelassen zu bleiben. Ich lasse die Dinge so sein. Ich kann darauf vertrauen, dass sich alles fügt. Das tut es tatsächlich. Diese Erfahrung habe ich in der Vergangenheit bereits gemacht.

Wie so oft fallen mir bei den täglichen Schreibanregungen zuerst die Dinge ein, die das Gegenteil der Frage beschreiben.

Bei Personen, die mir nicht vertraut sind, kann ich nicht unterscheiden, ob sie mir nur freundlich gesinnt oder aber gar zugeneigt sind. Das kann manchmal zu leichten Grenzverletzungen …

Zuneigung Botschaft
Gelassenheit Freundlichkeit
Zwischentext Klartext

… führen, aber auch zu verpassten Gelegenheiten. Diesen blinden Fleck scheine ich nicht allein zu haben. Ich habe Gespräche laut sprechender Menschen mitgehört, in denen sie sich darüber beschwerten, dass Männer immer gleich aufdringlich werden, wenn man ihnen gegenüber lediglich freundlich ist. Ich möchte lernen, Freundlichkeit und Zuneigung unterscheiden zu können.

Es gibt Menschen, die können wunderbare oder geschliffene oder funkelnde Sätze formulieren, in denen sie Botschaften zwischen den Zeilen verstecken. So wie das alte BTX (Bildschirmtext), das in der Austastlücke des Fernsehbildes versteckt war. Also ZTX sozusagen. Zwischenzeilentext. Ich habe keinen ZTX-Decoder. Ich kann diese versteckten Botschaften nicht lesen/verstehen. Schon in der Schule baute man mir Eselsbrücken, bei denen ich dachte: Was wollen die von mir? Man winkte mir mit dem Zaunpfahl, und ich dachte: „Warum bewegen die sich so komisch?”

Ich vermute einen Gendefekt. Der kann erst im nächsten Leben geheilt werden. In diesem Leben muss man mit mir im Klartext kommunizieren. Direkt. Eindeutig. „Dann klappt’s auch mit dem Nachbarn.”¹ Blöd nur, dass ich keine Geschirrspülmaschine habe.

1: https://www.pitchpunks.de/werbeslogan-calgonit/

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B.   | dailyprompt

Die heutige Frage ist für mich sehr schwer zu beantworten. An die in der Aufgabe beispielhaft genannten ersten Tage kann ich mich nur noch bruchstückhaft erinnern.

Von meinem ersten Schultag habe ich vor allem Bilder von unzähligen Schultüten vor Augen. Es muss ein besonderer Tag gewesen sein, denn als Fünfjähriger wurde ich monatelang nur mit den Worten begrüßt: „Na, freust du dich schon auf die Schule?” Eine Antwort wurde gar nicht erst abgewartet. Was hätte ich auch schon antworten sollen? Ich kannte die Schule nicht. Auf die Eingangsfrage folgte sofort die bedeutungsschwangere Bemerkung: „Dann beginnt der Ernst des Lebens für dich!” Ich fragte mich, wenn die ersten fünf Jahre meines Lebens schon ernst waren, was dann wohl in der Schule auf mich zukommen würde.

Auch an meinen ersten Tag als Auszubildender kann ich mich nicht wirklich erinnern. Ich weiß nur noch, dass ich Kleidung und Schuhe trug, die ich noch nie zuvor getragen hatte. Ich kam mir verkleidet und lächerlich vor. Ein Akt meiner Emanzipation war es, mich wenige Jahre später für immer vom männlichen Statussymbol Krawatte zu verabschieden. Ich wurde allmählich widerständiger.

Es gibt auch keinen ersten Tag als Elternteil, den ich als besonderen Tag in Erinnerung hätte. Ich lernte damals die Frau kennen und lieben, die ich heute respektvoll, aber distanziert als die Mutter meiner Kinder bezeichne. Sie brachte eine dreijährige Tochter mit in die Beziehung, sodass ich nach und nach in die Vaterrolle hineinwachsen durfte.

Ich habe intensiv nachgedacht, aber mir fällt kein erster Tag ein, der nicht so banal gewesen wäre, dass ich davon erzählen könnte. Ich könnte diesen Blogbeitrag jetzt mit der Bemerkung schließen, dass dies mein erster Tag ist, an dem mir zum Daily Prompt nichts eingefallen ist.

Und doch haben wir vermutlich alle einen ersten Tag, an dem wir aus einseitiger Verliebtheit versucht haben, gegenseitige Liebe zu entwickeln. Diese Geschichten sind schambehaftet, gerade wenn sie mit einer aufblühenden Sexualität verbunden sind. Ich versuche es einmal.

Was die Menschwerdung und das Menschsein betrifft, bin ich ein sogenannter Spätentwickler. Deshalb hatte ich meine erste Freundin und den ersten Sex als Twentysomething.

Ich kannte B. …

der Tag an dem ich
meine Unschuld verlor und
es sichtlich genoss

… schon viele Jahre, wir sangen gemeinsam in einem Jugend- und jungen Erwachsenenchor. Der Kern des Chores unternahm außerhalb der Chorproben und Auftritte bzw. Konzerte viele Freizeitaktivitäten zusammen. Wir waren eine Clique.

An diesem ersten Tag, von dem ich erzähle, kannten B. und ich uns bereits seit sechs Jahren. Wir hatten morgens in einem evangelischen Gottesdienst mit dem Chor gesungen und anschließend mit unserer Clique einen Ausflug unternommen, der bis zum Einbruch der Dunkelheit dauerte. B. bot mir an, mich mit ihrem Auto nach Hause zu fahren, und ich nahm dankbar an.

Während dieser Fahrt verließ ich meine Komfortzone und offenbarte B. – mit bis zum Hals schlagendem Herzen, zittrigen Knien und zittriger Stimme – meine Gefühle für sie. Ich hatte große Angst, dass B. mich auslachen und zurückweisen würde. Im Gegenteil: Ich rannte bei ihr offene Türen ein. Es war, als hätte sie auf diesen einen Moment gewartet.

Sie hielt an, wir umarmten uns und ich gab und bekam meinen ersten langen „richtigen” Kuss. Erstaunlicherweise funktionierte es und es fühlte sich ganz selbstverständlich an. Sie fragte mich, ob ich noch mit zu ihr kommen möchte. Klar wollte ich. Sie wendete, und wir fuhren zu ihr. Die Garage öffnete sich per Fernbedienung. Wir fuhren hinein. Das Garagentor schloss sich. Ein kleines Deckenlicht leuchtete permanent. Die Garage war beheizt – ich sah den Heizlüfter rotieren.

========== Triggerwarnung: es werden moderat erotische/sexuelle Handlungen beschrieben. ==========

„B.   | dailyprompt“ weiterlesen

Rolle: Redner | dailyprompt

Ich hatte gerade meine Ausbildung begonnen. Die Mutter eines ehemaligen Klassenkameraden und Freundes war im Vorstand eines Theaters, das Komparsen für ein Theaterstück aus der französischen Revolution suchte. Sie suchten zwei Soldaten, die einen Protagonisten verhaften und abführen sollten. Ich bin der Meinung, dass man möglichst viel ausprobieren sollte, und wir sagten deshalb spontan zu.

Wir traten über mehrere Wochen zu den unterschiedlichsten Zeiten auf, darunter auch einige Schülerinnen- und Schülervorstellungen morgens. Der Geschäftsführer meiner Firma fand mein Theaterengagement gut und gab mir für die Vorstellungen, die während meiner Arbeitszeit stattfanden, bezahlt frei. Von der Theaterbühne erhielten wir eine kleine Aufwandsentschädigung.

Wir gingen auch auf Tournee durch unser Bundesland, fuhren mit einem VW-Bus durch verschneite, nächtliche Landschaften und traten in Veranstaltungsräumen von dörflichen Kneipen und Gaststätten auf improvisierten Bühnen auf. Leider hatten wir keine Sprechrollen, sodass ich nur sagen kann: Ja, ich habe schon einmal auf der Bühne gestanden. Gestanden und mich bewegt. Drehbuchentsprechend.

Eine unangenehme Erfahrung war, dass es einen sexuellen Übergriff des schwulen Hauptdarstellers gab: Auf dem Weg von der Garderobe nach oben auf die Bühne fasste er mir zwischen die Beine. Dabei schaute er mich lüstern an. Er versuchte es nicht ein zweites Mal, nachdem er meinen entsetzten Gesichtsausdruck sah.
Seitdem kenne ich das Gefühl oder die Gefühle DANACH.

Trotzdem denke ich noch heute mit Freude an diese Auftritte auf den „Brettern, …

Rolle Theater
Testgruppenverantwortung
Betriebsratsvorsitz

… die die Welt bedeuten” zurück.

Damals wie heute habe ich eine Abneigung, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Damals wusste ich noch nicht, warum das so ist, heute weiß ich, dass es an meiner starken Introversion liegt.

Ich war einige Jahre lang Vorsitzender des Betriebsrats meiner Firma. Das bescherte mir einige Reden vor bis zu 150 Menschen. Dabei half mir meine Theatererfahrung: Ich spielte für die Reden einfach die Rolle des Betriebsratsvorsitzenden. So konnte ich ansprechende und überzeugende Reden halten.

Ich war auch dreimal für große Testgruppensitzungen verantwortlich, an denen Kolleginnen und Kollegen mehrerer Firmen über jeweils vier Wochen teilnahmen. Auch dort musste ich vor über 100 Menschen Reden halten. Ich war dabei kein Verantwortlicher, sondern spielte für die Reden diese Rolle und konnte so meine Introversion überwinden und wieder sicher auftreten (zu diesem Zeitpunkt war mir meine Introversion noch immer nicht bewusst). Bei der dritten Testgruppensitzung wurde ich an die Grenzen meiner psychischen und seelischen Belastbarkeit geführt, da die Ereignisse den Rahmen einer Rolle sprengten.

Einige Jahre später wurde mir meine Introversion bewusst. Seitdem halte ich keine Reden mehr in Gruppen mit mehr als zehn Personen.

Dafür bin ich in kleinen Gruppen oder unter vier Augen umso gesprächiger. Hier auf meinem Blog empfinde ich mich manchmal als geschwätzig.

Ich möchte keine dieser Erfahrungen missen, da sie mir bei der Bewältigung zukünftiger Krisen helfen.

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Warst du schon einmal auf der Bühne gestanden oder hast eine Rede gehalten?

Zwischen unterkühlt und überhitzt.  | dailyprompt

Die Frage „What are your favourite physical activities or exercises?” kommt mir sehr bekannt vor. Es gab sie so ähnlich als Daily Prompt 2103: „Was ist deine Lieblingsform der körperlichen Betätigung?” („What is your favourite form of physical exercise?“)

Ich fahre gerne Fahrrad, schwimme, bügele, bowle, jogge und wandere gerne. Außerdem putze ich gerne Fenster, spiele Minigolf, gehe spazieren (gerne mit Hund) und habe gerne Sex.

Diese Aktivitäten betreibe ich mit unterschiedlicher Intensität und Häufigkeit. Joggen ist meine zweitliebste körperliche Aktivität. Ich jogge gerne bis zu dreimal wöchentlich jeweils eine Stunde.

Ich laufe entweder durch einen Park oder entlang eines sogenannten Leinpfads an einem Flussufer. Ich laufe nicht schnell, sondern achte auf meinen Puls, sodass er sich hauptsächlich im Trainingsbereich befindet …

Radfahren schwimmen
bowlen joggen und wandern
schnackseln spazieren

… und nur manchmal anaerob ist. Das Laufen erdet mich und bringt mich wieder zur Ruhe, wenn ich überstimuliert bin.

Die Sportmodeindustrie verdient kaum etwas an mir, denn meine Laufkleidung ist zweckmäßig und ausreichend und überschreitet das notwendige Maß nicht.

Ich laufe nur bei Temperaturen bis maximal 25 Grad Celsius, da mein Puls darüber hinaus zu stark steigt. Meine Wohlfühllauftemperatur liegt zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Minustemperaturen halten mich nicht vom Laufen ab. Unter minus 10 Grad Celsius ist dann aber Schluss. Ich kleide mich dann zwiebelartig, ziehe meine Laufmütze an und genieße es, die eiskalte Luft im Gesicht zu spüren und einzuatmen.

Regen hält mich ebenfalls nicht vom Laufen ab, denn ich bin schon immer gerne im Regen spazieren gegangen.

» […] es ist klar – der Regen wäscht auf jeden Fall
weg was war – und es erscheint mir überall
schenkt er auch neues Leben – ’ne neue Chance für jeden
wenn Sonnenlicht durch Wolken bricht, wie nach ’nem Sommerregen   […] «

Die Fantastischen Vier, Sommerregen, 27.09.2004
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Was sind deine liebsten körperlichen Aktivitäten oder Übungen?

Der Zauber der Illusion oder Die Illusion der Zauberei.  | dailyprompt

Meine jüngste Tochter wollte Silvester 2024 mit Freundinnen und Freunden bei sich zu Hause feiern. Sie wohnt noch bei ihrer Mutter in einer kleinen Doppelhaushälfte. Meine Tochter bat ihre Mutter, Silvester auswärts zu feiern, damit sie ungestört mit ihren Freunden feiern konnte. Die Mutter meiner Kinder fragte mich dann, ob ich Lust und Zeit hätte, mit ihr an Silvester etwas zu unternehmen. Ich hatte Zeit und wir gingen zu einer Silvestergala in einem Restaurant, das sich in einer alten, entwidmeten Kirche befindet. Die Gala begann um 20 Uhr und endete um 3 Uhr morgens. Bis Mitternacht gab es für die Gäste ein 3-Gang-Menü. Vor und nach den einzelnen Gängen gab es abwechselnd Live-Gesang und …

ich bewundere
Illusionieren und
wie sie so zaubern

… Auftritte einer Zauberkünstlerin.

Diese Kunst der Zauberer, Zauberinnen, Illusionistinnen und Illusionisten bewundere ich sehr. Ihre Tricks und Illusionen machen mich immer wieder sprachlos, und ich kann sie mir immer wieder anschauen, ohne mich zu langweilen. Die Geschwindigkeit, mit der die Tricks und Illusionen ausgeführt werden, zeigt mir, wie wenig ich doch imstande bin wahrzunehmen. Ich sehe die Spiegelungen und doppelten Böden nicht, obwohl ich hoch konzentriert und mit Adleraugen das Geschehen auf der Bühne beobachte.

Diese Kunst lässt mich wieder wie ein Kind staunen und erinnert mich an besondere Momente aus meiner Kindheit, als Dinge geschahen, die ich nicht verstehen konnte oder die von den Eltern bewusst inszeniert wurden. Zaubereien, Illusionen und Geheimnisse.

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Nenne etwas, das andere tun und das deine Bewunderung hervorruft.

Wann kommt der Wind? | dailyprompt

Ein Cartoon ist eine Form der bildenden Kunst, die in der Regel gezeichnet ist, häufig animiert wird und einen unrealistischen oder semirealistischen Stil aufweist. Die spezifische Bedeutung hat sich weiterentwickelt: Die moderne Verwendung bezieht sich in der Regel entweder auf ein Bild oder eine Reihe von Bildern, die satirisch, karikierend oder humorvoll sind, oder auf einen Film, der sich für seine Animation auf eine Abfolge von Illustrationen stützt. [1]

Ich bin kein Fan von Cartoons, weder als Einzelbild noch als Zeichentrickfilm.

Ich habe mal meine Bewertungen bei IMDb.com gesichtet. Zu meinen Favoriten gehören „Waltz with Bashir” und „Chihiros Reise ins Zauberland”. Hervorragend sind auch „Das wandelnde Schloss”, „Verwünscht” und „Ame & Yuki – Die Wolfskinder”.

In dieser vorapokalyptischen Welt ist heute der wichtigste Cartoon „Wenn der Wind weht“:

Es handelt sich um den britischen Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1986, der auf dem Comic von Raymond Briggs basiert. Die Geschichte folgt dem älteren Ehepaar Jim und Hilda, das in einer ländlichen Gegend Englands lebt und von der Bedrohung eines Atomkriegs betroffen ist.

Jim und Hilda führen ein ruhiges Leben, bis Jim von der Möglichkeit eines nuklearen Angriffs erfährt. Er baut einen Schutzraum, doch die beiden sind unzureichend auf die Realität eines Atomkriegs vorbereitet.

Zunächst ignorieren die beiden die drohende Gefahr, doch dann bricht der Krieg tatsächlich aus und sie werden mit den verheerenden …

(k)eine Dystopie
wenn der Wind weht Atomkrieg
Leben nach dem Tod

… Folgen konfrontiert.

Nach der Explosion der Atombombe versuchen Hilda und Jim, an ihren Alltagsroutinen festzuhalten: Sie essen zu festen Zeiten und schmieden Pläne für die Zeit nach der Rettung. Doch die Auswirkungen der Atombombenexplosion haben die beiden Rentner längst erreicht. Sie siechen radioaktiv verstrahlt dahin. Sie wussten nicht, dass man das Regenwasser nicht mehr trinken darf. Sie haben die Regierungsbroschüre falsch verstanden.

Der Film thematisiert die Naivität der Zivilbevölkerung, die Absurdität von Zivilschutzmaßnahmen und die emotionale Belastung des Überlebens nach einem Atomangriff.

Die Charaktere werden sowohl humorvoll als auch tragisch dargestellt, was zu einer tiefen emotionalen Wirkung führt. Die Ratschläge aus den Regierungsbroschüren wirken grotesk und widersprüchlich.

Die Musik stammt von Roger Waters und der Titelsong „When the Wind Blows“ wurde von David Bowie geschrieben und gesungen – es dürfte sein traurigstes Lied sein.

Der Film ist ein bedeutendes Beispiel für animierte Werke, die sich mit ernsten gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen, und hat gerade heute eine große Relevanz.

Insgesamt ist „Wenn der Wind weht“ ein eindringliches und bewegendes Werk, das die Schrecken des Krieges und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens thematisiert.

Der Film kann derzeit in Deutschland für 2,99 Euro (SD) bzw. 3,99 Euro (HD) bei Prime Video, Apple TV, Magenta TV, Videobuster, Maxdome, YouTube Store, Kino on Demand, Chili oder Freenet Video ausgeliehen, gestreamt werden (er ist derzeit in keiner Flatrate enthalten). [2]

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Was ist dein Lieblings-Cartoon?

[1]: https://en.wikipedia.org/wiki/Cartoon
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[2]: https://www.werstreamt.es/film/details/32496/wenn-der-wind-weht/
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Im Albtraum Sehnsucht habend nach abzuwaschenden Snickers. | dailyprompt

Zunächst denke ich über Süchte nach. Habe ich eine Sucht, der ich weniger nachgehen könnte? Ich denke an die Zeit, in der ich jeden Tag um 10 Uhr in der Kantine ein Snickers kaufen und essen musste. Zu meinem dreißigsten Geburtstag lagen morgens 30 Snickers auf meinem Schreibtisch im Büro. Snickers esse ich schon lange keine mehr. Nein, ich habe keine Süchte. Doch, Sehnsucht. Aber ich bin nicht abhängig.

Zweitens denke ich an Dinge, die mir nicht guttun, wenn ich sie tue. Gerne schlafe ich manchmal so lange, dass ich ohne Wecker von allein aufwache. Oft verpasse ich dabei den geeigneten Zeitpunkt. Ich werde wach und stelle fest, dass es draußen schon hell ist. Anstatt sofort aufzustehen, drehe ich mich noch einmal zur Seite und schlafe noch eine Runde weiter. Diese Runde dauert meist zwischen 45 und 90 Minuten. Dabei träume ich sehr intensiv und mit realistischen Gefühlen, meist sind …

Abwäsche sind ein
Albtraum und erhöhen die
Sehnsucht nach Snickers

… es Albträume, die den ganzen restlichen Tag überschatten. Ich könnte also weniger lange schlafen, wenn ich von allein aufwachen möchte.

Als Drittes denke ich an ungeliebte Tätigkeiten. Zum Beispiel könnte ich weniger Geschirr von Hand abwaschen. Ich habe schon einmal detailliert darüber geschrieben, als es um Routinen ging. Wobei, noch weniger geht nicht. Ich wasche nur noch ab, wenn sich entweder Besuch angekündigt hat oder ich wieder Platz brauche. Früher habe ich gerne abgewaschen und abgetrocknet. Seit ich allein lebe, ist mir die Lust vergangen. – PS: Essensreste werden immer kurz weggespült. – Meine kleine Küche hat keinen Platz für eine Spülmaschine. Spülmaschine oder Waschmaschine? Nein, meine Wäsche möchte ich nicht mit der Hand waschen. Also habe ich keine Spülmaschine. Die nächste Wohnung wird eine bekommen. – PPS: Ich habe einmal die Woche Besuch. Das relativiert das Problem. –

Nein, mir fällt nichts Wesentliches ein, das ich weniger machen könnte.

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Von welcher Sache könntest du weniger machen?