Die Sommeruniversität für Frauen an der Freien Universität Berlin wurde 1976, also vor 50 Jahren, gegründet, da Frauen an Hochschulen damals stark benachteiligt waren. Eine Gruppe von Dozentinnen wollte einen Raum schaffen, in dem Frauen über ihre Erfahrungen und die Herausforderungen sprechen konnten, mit denen sie konfrontiert waren.
Ilse Lenz, eine der Mitorganisatorinnen, erinnert sich, dass die erste Sommeruniversität ein Ort war, an dem Frauen neue Ideen diskutieren konnten, beispielsweise über die Rolle von Haus- und Care-Arbeit in der Gesellschaft. Die Veranstaltungen waren offen für Frauen aus verschiedenen Berufen, nicht nur aus der Wissenschaft.
Vor 50 Jahren waren die meisten Lehrenden Männer und Frauen hatten nur wenig Einfluss. Die Sommeruniversität trug dazu bei, dies zu ändern, indem sie genderspezifische Forschung an die Universitäten brachte und Frauen ermutigte, ihre Stimme zu erheben.
Auch heute gibt es noch Herausforderungen in der Geschlechterforschung, insbesondere im Hinblick auf Beziehungen zwischen Menschen und deren gleichberechtigte Gestaltung. Trotz der Fortschritte bleibt noch viel zu tun, um die Gleichstellung der Geschlechter weiter voranzubringen.
Aus dem Interview „Männer verboten – 50 Jahre ‚Sommeruniversität für Frauen‘ in Berlin“ der Deutschlandfunk-Kultur-Sendung „Studio 9“ vom –07.07.2026-.
Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/07/07/maenner_verboten_50_jahre_sommeruniversitaet_fuer_frauen_in_drk_20260707_0740_4f2bee82.mp3
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