🎙 Leben nach den eigenen Regeln: Warum die Flucht aus dem Schichtdienst so heilsam war.

In diesem Gespräch spricht Julian Steppeler darüber, wie sich sein Leben durch die Auswanderung nach Frankreich verändert hat. Er und seine Freundin Annika lebten zuvor in Deutschland, wo er als Industriemechaniker arbeitete. Dieser Job machte ihn unglücklich und führte zu Depressionen und Panikattacken. Um dieser unglücklichen Situation zu entkommen, kündigten sie 2021 ihre Jobs und kauften einen alten Hof in der Bretagne.

Julian beschreibt, wie wohl er sich in der Bretagne fühlt und dass ihm die Natur und die herzliche Aufnahme durch die Nachbarn dabei helfen, glücklich zu sein. Annika hat manchmal Heimweh, hat sich aber ebenfalls gut eingelebt. Sie haben ihren Lebensstil geändert, arbeiten jetzt in ihrer eigenen Tischlerei und betreiben einen YouTube-Kanal.

Julian spricht auch über die Herausforderungen, die sie beim Renovieren des alten Hofes hatten, und darüber, wie viel Arbeit noch vor ihnen liegt. Trotz der Schwierigkeiten sind sie mit ihrer Entscheidung, auszuwandern, sehr zufrieden und möchten ihr neues Leben in der Bretagne weiter ausbauen.


Aus der Podcastfolge „Auswandern hat mein Leben gerettet – Julian Steppeler“ vom –30.09.2024– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://pdodswr-a.akamaihd.net/swrfernsehen/nachtcafe/podcast/nachtcafe-das-wahre-leben-julian-steppeler.m.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/nachtcafe/nachtcafe-das-wahre-leben-julian-steppeler-100.html

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📅❓ Lebensglück braucht keinen Einrichtungsstil

Allgemein gesprochen ist Stil eine besondere Gestaltungsweise.  Das Adjektiv „besonders” beschreibt etwas, das von Gewohntem, Normalen abweicht.

Meine Wohnsituation auf 30 Quadratmetern ist aus der „Not” einer Trennung vor 12 Jahren entstanden. Ich schätzte die Nähe zu meiner Arbeitsstelle und schätze die ruhige Lage mitten in der Stadt und die Höhe der Miete. Bis heute fühle ich mich hier wohl.

Mein Wohn- und Schlafraum hat hohe, weiße Wände, eine entsprechend hohe, relativ dunkle Decke und drei große Fenster, durch die viel Licht fällt. Alles andere als weiße Möbel hätte den Raum viel zu eng wirken lassen.  Also kaufte ich ausschließlich weiße Möbel. Den hellen, weißen Gesamteindruck habe ich durch schwarze Stühle, die sich mit weißen abwechseln, und durch schmale, schwarze, hängende Schuhschränke, die sich mit weißen abwechseln, kontrastiert.

Unpassend ist das Hochbett aus grauem Stahlrahmen („einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul”) sowie zwei mitgebrachten schmalen Kieferholzschränken für CDs und eine Espressotassensammlung.

Ich sympathisiere mit dem Minimalismus (klare Linien, neutrale Farben), mag aber keine leeren Wände. Die Räume sollten nicht kalt oder leer wirken (so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig).

Gut gefällt mir auch der skandinavische Stil mit hellem Holz, weißen Wänden, organischen Formen und funktionalen, aber komfortablen Möbeln, die gerne mit Baumwolle oder Leinen kombiniert werden.

Der Landhausstil spricht mich ebenfalls an, passt aber nur in entsprechend große Räume.

Mein Lebensglück hängt jedoch nicht von einem bestimmten Einrichtungsstil ab.

Ich müsste mal wieder ausmisten und für mehr freie Flächen sorgen …

Tägliche Schreibanregung
Wie würdest du deinen Einrichtungsstil beschreiben?

What’s your home decoration style?  |  Welchen Einrichtungsstil hast du?

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🐚 innen lebend

Introvertierte sind weniger materialistisch. Sie wenden sich eher ihrem Innenleben zu als externen Dingen. Daher sind ihnen Statussymbole weniger wichtig.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

So ist es. Statussymbole interessieren mich überhaupt nicht. Externe Dinge müssen funktionieren und technisch oder materialmäßig gut sein. Wenn ein von der Allgemeinheit als Statussymbol betrachtetes Ding hervorragend funktioniert und sich in meinem Besitz befindet, ist es mir sogar unangenehm.

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📅❓ Loslassen.

Minimalismus bedeutet, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Für mich ist das keine Glaubensfrage. Ich weiß, dass er mir hilft, mich auf das zu fokussieren, was mir wesentlich ist.

Besitz, ständige Verpflichtungen oder ein überfüllter Alltag rauben mir mehr Energie, als sie mir geben. Für meine innere Ruhe und meinen Fokus brauche ich einen reduzierten Wohnraum als Oase der Ruhe. Ich ziehe mich gerne zurück, um soziale Verpflichtungen oder Kontakte auszugleichen, und ein klares, reizarmes Umfeld hilft mir, meine Batterien wieder aufzuladen.

Ich lege Wert auf Nachhaltigkeit. Ich ernähre mich rein pflanzlich, kaufe faire Kleidung und habe Respekt vor den natürlichen Ressourcen. Minimalismus unterstützt mich dabei. Ich bin auf der Suche nach Gegenständen, die einen echten, langlebigen Nutzen haben und mich erfreuen.

Regelmäßiges Ausmisten befreit mich und entlastet mich. Jeder Besitz beansprucht Zeit und Aufmerksamkeit: Er muss aufgeräumt, abgestaubt, repariert oder gewartet werden. Das kostet Lebenszeit, die ich viel lieber in Dinge oder Aktivitäten stecke, die mir guttun.

Ich halte nichts von einem Minimalismus, der mir vorschreibt, nur noch 100 Dinge zu besitzen. Dieses Ziel würde mich nur unnötig stressen.

Ich behalte genau das, was mein Leben bereichert, und lasse den Rest los.

Minimalismus scheint mir für Menschen, die ein starkes Bedürfnis nach visueller Fülle haben, leidenschaftlich sammeln und basteln, emotionale Sicherheit in Gegenständen finden oder in existenzieller Knappheit leben, eher ungeeignet zu sein. Minimalismus ist ein Luxus, den sich Menschen leisten können, die im Überfluss leben.

Täglicher Schreibanreiz
Glaubst du an Minimalismus?

Do you believe in minimalism?  |  Glaubst du an Minimalismus?

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