Allgemein gesprochen ist Stil eine besondere Gestaltungsweise. Das Adjektiv „besonders” beschreibt etwas, das von Gewohntem, Normalen abweicht.
Meine Wohnsituation auf 30 Quadratmetern ist aus der „Not” einer Trennung vor 12 Jahren entstanden. Ich schätzte die Nähe zu meiner Arbeitsstelle und schätze die ruhige Lage mitten in der Stadt und die Höhe der Miete. Bis heute fühle ich mich hier wohl.
Mein Wohn- und Schlafraum hat hohe, weiße Wände, eine entsprechend hohe, relativ dunkle Decke und drei große Fenster, durch die viel Licht fällt. Alles andere als weiße Möbel hätte den Raum viel zu eng wirken lassen. Also kaufte ich ausschließlich weiße Möbel. Den hellen, weißen Gesamteindruck habe ich durch schwarze Stühle, die sich mit weißen abwechseln, und durch schmale, schwarze, hängende Schuhschränke, die sich mit weißen abwechseln, kontrastiert.
Unpassend ist das Hochbett aus grauem Stahlrahmen („einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul”) sowie zwei mitgebrachten schmalen Kieferholzschränken für CDs und eine Espressotassensammlung.
Ich sympathisiere mit dem Minimalismus (klare Linien, neutrale Farben), mag aber keine leeren Wände. Die Räume sollten nicht kalt oder leer wirken (so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig).
Gut gefällt mir auch der skandinavische Stil mit hellem Holz, weißen Wänden, organischen Formen und funktionalen, aber komfortablen Möbeln, die gerne mit Baumwolle oder Leinen kombiniert werden.
Der Landhausstil spricht mich ebenfalls an, passt aber nur in entsprechend große Räume.
Mein Lebensglück hängt jedoch nicht von einem bestimmten Einrichtungsstil ab.
Ich müsste mal wieder ausmisten und für mehr freie Flächen sorgen …
What’s your home decoration style? | Welchen Einrichtungsstil hast du?
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