Wie oft ich denke, ich hätte das alles verdient. | Citation.

» […] Jella … lässt ihr bisheriges Leben Revue passieren und fragt sich verzweifelt, wie es so weit kommen konnte. Sie schaut noch einmal genauer hin auf ihr Aufwachsen in der Lausitz, auf Mädchenfreundschaften und -ängste, sexuelles Erwachen, frustrierende Erfahrungen mit toxischer Männlichkeit. Wie viel demütigenden Sex mit Kleinstadt-Machos muss ein hübsches Mädchen über sich ergehen lassen, wie viele Blow-Jobs, die sie ekeln, um dazuzugehören? […] Erst im Rückblick kann sie eine Vergewaltigung durch einen gewissen Ansgar auch als solche beschreiben. Es war ja kein ekliger alter Mann im Park, sondern ihr Kumpel, der gutaussehende Ansgar. „Du machst doch jetzt aber kein Drama, oder?“ Ihr „Ich habe doch Nein gesagt“, hatte keine Bedeutung, für ihn gehörte das zum Vorspiel. […] Die Stärke dieses Buches liegt in der Intensität der Sprache, die mal poetisch, mal drastisch ist, un in den genauen Beschreibungen, die die Situation der traumatisierten Frau, die kein Opfer mehr sein will, nachvollziehbar machen. „Wie oft ich denke, ich hätte das alles verdient“, ist die bittere Bilanz noch nach Monaten. […] «

~ Barbara von Machui in EMMA Nr. 5 (382) September/Oktober 2025, Seite 71, Rezension zu Ruth-Maria Thomas‘ Buch „Die schönste Version“, Rowohlt, 24 EUR

https://www.emma.de/artikel/die-schoenste-version-341957 | Bezahlschranke

Das Schicksal lächelt über seine seltsamen Wege.  |  On this day in music.

01.10.2007– | track: –Death is the End– | artist: –I Like Trains– | album: -Elegies to Lessons Learnt-

Der Songtext „Death Is the End” von I Like Trains beschreibt auf poetische und düstere Weise die Themen Schicksal und Verhängnis sowie die Konsequenzen von Hybris und Leichtsinn. Das Schicksal wird darin als unberechenbar und beinah spöttisch dargestellt, das vielversprechende Wege abrupt beendet. Die Betroffenen haben ihr eigenes Scheitern oder ihren Untergang sozusagen selbst heraufbeschworen – es war „zu verlockend, um zu widerstehen“.
Am Ende stellt sich die Frage, ob es sich gelohnt hat, das Schicksal herauszufordern. Die wiederholte Frage „Bereust du es jetzt?” unterstreicht die Tragik und die unausweichlichen Folgen.
Der Tod wird als unausweichliches, beinah banalisiertes Ende beschrieben („mehr oder weniger das Ende“). Bilder von „Leichenzügen“ und „verwesendem Fleisch“ verstärken die düstere, hoffnungslose Stimmung.

Der Songtext reflektiert die Vergeblichkeit, das Schicksal herauszufordern, sowie die unausweichlichen und oft grausamen Konsequenzen, die daraus entstehen. Die Wiederholung der letzten Zeilen wirkt wie ein unerbittliches Echo des unvermeidlichen Endes.

Platzender Kragen oder Weltenbrand? | Citation.

… Reicht es nicht, dass es mittlerweile Mandatsträger gibt, die dabei zugesehen haben, dass diesem Land eine vitale, kritische Infrastruktur zerstört wurde und sie bei ihrer Verkündigung durch vermeintliche Verbündete einfältig grinsend daneben standen? Oder dass, bei dem momentanen Verdacht der ermittelnden Staatsanwaltschaft die Indizien für eine Tat aus der Ukraine sprechen, von Mitgliedern des Bundestages geäußert wird, es hätte ja im eigenen Interesse gelegen? Landesverrat aus den Mündern von vereidigten Volksvertretern? Oder reicht es nicht, dass Sanktionspakete gegen Russland, die die eigene Wirtschaft ruinieren, ununterbrochen fortgesetzt werden? Oder dass der vermeintlich transatlantische Verbündete grandiose Geschäfte mit dem Niedergang des eigenen Landes macht? Oder dass die Doppelmoral täglich den klaren Himmel vergiftet wie es kein Verbrenner vermag? Oder dass vermeintliche Drohnen-Angriffe, von denen niemand weiß, woher sie kommen, ob aus Russland, oder gar aus der Ukraine oder dem Baltikum, um die NATO in einen Krieg gegen Russland zu ziehen, behandelt werden wie eine massive Kriegsbedrohung, während in Gaza ein Völkermord tobt? Oder dass man in einem Land, in dem 75 Prozent der Milliardäre sich aus Erbgut speisen, übrigens ein Spitzenwert im Vergleich zu anderen Ländern wie Frankreich oder Großbritannien, in denen es gerade mal ein Drittel ist, mit Verschonungsregelungen gepampert werden, während Bedürftige als das tatsächliche Problem benannt werden? Oder dass die gesamte politische Kaste gar nicht mehr weiß, was Diplomatie bedeutet? Und daher plappert wie die kriegsbesoffene Regenbogenjournaille? Und dass hinter jeder Panne, hinter jeder Petitesse und hinter jeder Nachlässigkeit der böse Russe vermutet wird? Und reicht es nicht, dass die vielen Gründe, die eigentlich dazu führen müssten, dass es reicht, nicht enden wollen? …

~ Dr. Gerhard Mersmann am 28.09.2025 in „Kriegspropaganda: Hängen die Fische schon im Rauch?“ aus https://form-7.com/2025/09/28/kriegspropaganda-hangen-die-fische-schon-im-rauch/

Rod Weiler sah sein Spiegelbild, er war ein alter Köter.  |  On this day in music.

30.09.2002– | track: –Rod Weiler– | artist: –Funny van Dannen– | album: -Groooveman-

Der Songtext „Rod Weiler“ erzählt die Geschichte eines alten Rüden namens Rod Weiler, der nach dem Tod seines Herrchens und Frauchens in einer verlassenen Hütte lebt. Er ernährt sich von Müll und hat eine Vorliebe für Kriminalromane, insbesondere psychologische Thriller.

Er hat eine Freundin namens Madeleine, die nur drei Beine hat und ungebunden bleibt. An einem grauen Wintertag, als der erste Schnee fiel, verspürt Rod den Wunsch nach Liebe und macht sich auf die Suche nach Madeleine. Während seiner Suche begegnet er verschiedenen Orten und isst sogar etwas Hackfleisch, das er findet.

Als er schließlich nach Hause zurückkehrt, entdeckt er, dass Madeleine mit einem anderen Hund zusammen ist. Es kommt zu einem Konflikt zwischen Rod und diesem Hund, der in einer gewaltsamen Auseinandersetzung endet. Rod wird verletzt und zieht sich zum Fluss zurück, wo er letztendlich stirbt, während Madeleine bei ihm ist.

Der melancholische Songtext endet mit der Vorstellung, dass Rod trotz seiner Schwierigkeiten und seiner verdorbenen Freundin in seinen letzten Momenten nicht allein ist. Die letzten Bilder beschreiben, wie Rod ins Wasser gezogen wird, während eine gewisse Ungewissheit über Madeleines Beziehung zu ihm bleibt.

Die Hauptthemen des Artikels sind Einsamkeit, Verlust und die Suche nach Verbindung, wobei die bittersüße Beziehung zwischen Rod und Madeleine im Mittelpunkt steht.

Friedrich Merz, direkt gewählt von 47,7 % der Erststimmen im Bundestagswahlkreis Hochsauerlandkreis | Citation.

Die Menschen in Deutschland gehen nach Meinung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu oft zum Arzt. „Eine Milliarde Arztbesuche in Deutschland pro Jahr (…) sind ein zweifelhafter europäischer Rekord„, sagte er am Dienstag in einer Rede bei einer Veranstaltung des Verbands der Maschinenbauer. Mit im Schnitt zehn Arztbesuchen pro Kopf und Jahr erreiche das Land einen „einsamen europäischen Rekord„.

https://web.de/magazine/politik/inland/merz-beklagt-zweifelhaften-europaeischen-rekord-deutschland-41386396