Klimaktastrophe | weekly 202550

Deutscher Nachhaltigkeitspreis für insektenfreundliche Straßenbeleuchtung

Die Firma Selux hat in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei und der Technischen Universität Berlin das Beleuchtungssystem „Tal Shield: Insektenfreundliche Straßenbeleuchtung“ entwickelt. Für diese Innovation wurde Selux mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Das System reduziert das Streulicht, wodurch die Anziehungskraft auf Insekten um bis zu 92 Prozent gesenkt wird, ohne die Verkehrssicherheit zu gefährden. Durch speziell konstruierte Blenden und anpassbare Lichtprofile trägt „Tal Shield” zur Verringerung der Lichtverschmutzung und zur Schonung der Tierwelt bei und spart gleichzeitig Energie. Experten betonen die Bedeutung dieser Auszeichnung für den Biodiversitätsschutz und die nachhaltige Stadtentwicklung, insbesondere in sensiblen Ökosystemen. 06.12.2025 https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/deutscher-nachhaltigkeitspreis-fuer-insektenfreundliche-strassenbeleuchtung/

Weltbodentag: Boden schützen, Flächenverbrauch sichtbar machen

Anlässlich des Weltbodentags am 5. Dezember hebt das Ökosoziale Forum die entscheidende Bedeutung des Bodens als lebendiges Ökosystem und Lebensgrundlage hervor. Die verfügbare landwirtschaftliche Fläche schrumpft jedoch aufgrund von Versiegelung, Übernutzung und Klimakrise. So gelten bereits etwa 60 Prozent der Böden in Europa als geschädigt. Um diese Ressource zu schützen, wurde das neue ÖROK-Flächenmonitoring eingeführt. Es liefert einheitliche und vergleichbare Daten zur Flächeninanspruchnahme und ermöglicht somit eine faktenbasierte Diskussion über Ursachen und Lösungen. Der Erhalt gesunder Böden und die Reduzierung des Flächenverbrauchs sind eng miteinander verknüpft und von zentraler Bedeutung für eine nachhaltige Zukunft. 05.12.2025 https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/weltbodentag-boden-schuetzen-flaechenverbrauch-sichtbar-machen/

Deutschlands fossile Lebenslüge und der Preis, den andere dafür zahlen

In seinem Artikel kritisiert Achim B. C. Karpf Deutschlands anhaltende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, die jährlich Kosten in Höhe von etwa 80 Milliarden Euro für Öl und Gas verursacht. Diese Abhängigkeit wird durch Lieferverträge mit Ländern wie Oman und Katar verstärkt, deren wirtschaftliche Stabilität oft fragil ist. Dadurch entstehen neue geopolitische Risiken. Zudem weist der Autor auf die ökologischen und humanitären Schäden hin, die durch den Import fossiler Energien entstehen, da die Zerstörung von Lebensgrundlagen und Umweltschäden in den Produktionsländern oft ignoriert wird. Der Autor fordert einen sofortigen Ausstieg aus der fossilen Energiepolitik sowie einen ehrlichen Umgang mit den globalen Konsequenzen dieser Abhängigkeit. 05.12.2025 https://fuckfossilfuels.de/deutschlands-fossile-lebenslge-und-der-preis-den-andere-dafr-zahlen/

Verkehrswende mit Plan: Warum das Ende fossiler Antriebe unverzichtbar ist

In seinem Artikel thematisiert Achim B. C. Karpf die Notwendigkeit einer Verkehrswende in Deutschland, um die Klimakrise zu bekämpfen und die Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Durch die Elektrifizierung von Antrieben, die Verlagerung des Verkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel und die Steigerung der Effizienz soll der CO₂-Ausstoß gesenkt werden. Die Grünen setzen sich für ein verbindliches Enddatum für neue Verbrennungsmotoren und eine umfassende Förderung von Elektromobilität und entsprechender Infrastruktur ein, um nachhaltige und gerechte Mobilität zu gewährleisten. Der Artikel weist zudem auf die gesundheitlichen, sicherheitstechnischen und finanziellen Vorteile einer solchen Wende hin und entkräftet gängige Mythen über E-Autos und synthetische Kraftstoffe. 04.12.2025 https://fuckfossilfuels.de/verkehrswende-mit-plan-warum-das-ende-fossiler-antriebe-unverzichtbar-ist/

US-Präsident: Autos sollen wieder mehr Sprit verbrauchen dürfen

US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Vorschriften für den Kraftstoffverbrauch von Autos und leichten Nutzfahrzeugen in den Vereinigten Staaten zu lockern. Diese Entscheidung steht im Gegensatz zu den strengen Auflagen der vorherigen Regierung unter Joe Biden, die darauf abzielten, den Kraftstoffverbrauch zu senken und die Umwelt zu schützen. Anstelle des ursprünglich angestrebten Wertes von etwa 4,7 Litern pro 100 Kilometer soll nun ein Wert von rund 6,8 Litern angestrebt werden. Die neuen Richtlinien sind noch nicht in Kraft getreten. Zudem plant die Regierung, den Handel mit Emissionsrechten ab dem Modelljahr 2028 zu beenden. 04.12.2025 https://www.heise.de/news/US-Regierung-Vorgaben-fuer-Spritverbrauch-sollen-gelockert-werden-11102197.html

Wir sind nicht auf dem Weg in die Klimakrise – wir befinden uns bereits mitten in ihr.

Der Artikel thematisiert die aktuelle Klimakrise und kritisiert, dass Deutschland die Realität der Klimaveränderungen ignoriert und sich stattdessen in Ablenkungsdebatten verstrickt. Die Daten zeigen, dass das Jahr 2023 das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen war und die CO₂-Werte sowie die Klimaschäden in Deutschland alarmierend hoch sind. Der Text fordert ein Umdenken in der Klimapolitik und betont die Notwendigkeit, in erneuerbare Energien zu investieren, statt fossile Brennstoffe weiter zu subventionieren. Abschließend wird auf die Bedeutung von Plattformen wie FuckFossilFuels.de und F3future.earth hingewiesen, die Klarheit schaffen und Lösungen für eine fossilfreie Zukunft entwickeln wollen. 04.12.2025 https://fuckfossilfuels.de/wir-sind-nicht-auf-dem-weg-in-die-klimakrise-wir-befinden-uns-bereits-mitten-in-ihr/

Forschende der Uni Graz belegen Klimawandel in der Atmosphäre

In einer neuen Studie haben Forschende des Wegener Centers der Universität Graz belegt, dass sich die Troposphäre in den letzten zwei Jahrzehnten um bis zu 500 Meter nach oben ausgedehnt hat. Dies ist ein Hinweis auf den vom Menschen verursachten Klimawandel. Die stärkste Zunahme wurde in den mittleren Breiten der Nordhalbkugel, insbesondere über Asien, festgestellt. Diese Veränderungen könnten auch die Jetstreams beeinflussen und somit das Wettergeschehen weltweit verändern. Die Ergebnisse wurden im Forschungsjournal „Atmospheric Chemistry and Physics” veröffentlicht und basieren auf Satellitendaten aus Radio-Okkultationsmessungen. 03.12.2025 https://www.sonnenseite.com/de/wissenschaft/forschende-der-uni-graz-belegen-klimawandel-in-der-atmosphaere/

SOS Kinderdörfer: Klimawandel und Konflikte führen zu immer mehr Behinderungen bei Kindern

Die SOS-Kinderdörfer berichten, dass der Klimawandel und Konflikte zu einem Anstieg von Behinderungen bei Kindern führen. So wurden im Jahr 2024 fast 8.500 Kinder in Kriegen verstümmelt, die meisten davon in Gaza und im Sudan. Die Hilfsorganisation betont, dass Kinder, die nicht für die aktuellen Krisen verantwortlich sind, am stärksten unter den Folgen leiden und ihr Leben lang eingeschränkt sein können. Zudem führt Mangelernährung, die durch klimabedingte Ernteausfälle verursacht wird, zu weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen. 02.12.2025 https://www.deutschlandfunk.de/sos-kinderdoerfer-klimawandel-und-konflikte-fuehren-zu-immer-mehr-behinderungen-bei-kindern-102.html

Jährlich knapp 60.000 Todesfälle durch Feinstaub und 23.000 durch Stickstoffdioxid

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert angesichts neuer Daten der Europäischen Umweltagentur (EEA), wonach im Jahr 2023 fast 60.000 Todesfälle auf Luftverschmutzung, vor allem durch Feinstaub und Stickstoffdioxid, zurückzuführen sind, dringend Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in Deutschland. Die DUH verlangt von der Bundesregierung, verbindliche Ozon-Grenzwerte einzuführen und die neuen EU-Luftqualitätsgrenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid bereits bis 2028 umzusetzen. Um die Luftqualität zu verbessern, empfiehlt die DUH den Umstieg auf emissionsfreie Technologien wie Wärmepumpen und Elektroautos sowie die Nachrüstung bestehender Heizungen und Fahrzeuge mit moderner Abgasreinigungstechnik. Trotz der neuen EU-Vorgaben bleiben die Grenzwerte hinter den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zurück, was die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen unterstreicht. 01.12.2025 https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/jaehrlich-knapp-60-000-todesfaelle-durch-feinstaub-und-23-000-durch-stickstoffdioxid/

Kriegskatastrophe | weekly 202549

SOS Kinderdörfer: Klimawandel und Konflikte führen zu immer mehr Behinderungen bei Kindern

Die SOS-Kinderdörfer berichten, dass der Klimawandel und Konflikte zu einem Anstieg von Behinderungen bei Kindern führen. So wurden im Jahr 2024 fast 8.500 Kinder in Kriegen verstümmelt, die meisten davon in Gaza und im Sudan. Die Hilfsorganisation betont, dass Kinder, die nicht für die aktuellen Krisen verantwortlich sind, am stärksten unter den Folgen leiden und ihr Leben lang eingeschränkt sein können. Zudem führt Mangelernährung, die durch klimabedingte Ernteausfälle verursacht wird, zu weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen. 02.12.2025 https://www.deutschlandfunk.de/sos-kinderdoerfer-klimawandel-und-konflikte-fuehren-zu-immer-mehr-behinderungen-bei-kindern-102.html

Auf dem Weg in die erste Rüstungsliga (I)

Der Artikel berichtet über einen Anstieg der Umsätze der hundert größten Rüstungskonzerne weltweit um 5,9 Prozent auf den Rekordwert von 679 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024. Insbesondere Unternehmen aus den USA, Europa, Japan und Südkorea profitierten davon. Mit einem Umsatz von 334 Milliarden US-Dollar bleibt die US-Rüstungsindustrie führend, während europäische Unternehmen, angeführt von BAE Systems, ein Wachstum von 13 Prozent auf 151 Milliarden US-Dollar verzeichneten – stark beeinflusst durch den Ukraine-Krieg. Deutsche Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall erzielten ein bemerkenswertes Umsatzwachstum von 36 Prozent und könnten bald die führende Position in der EU übernehmen. Der Artikel hebt zudem hervor, dass auch die Rüstungsunternehmen in Israel und der Türkei von regionalen Konflikten profitierten, während chinesische Firmen Umsatzeinbußen verzeichneten. 02.12.2025 https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10223

Es knirscht bei der SAP-Umstellung der Bundeswehr

Die Umstellung der Bundeswehr auf das neue SAP-System S/4HANA verläuft problematisch: Die Software funktioniert nicht zuverlässig und eine fehlerfreie Datenweitergabe ist nicht gewährleistet. In einem internen Dokument des Verteidigungsministeriums wird die „mangelhafte Funktionalität” sowie die unzureichende Einsatzreife der Software bemängelt. Dies führte zu einer Verschiebung des geplanten Go-Live-Termins auf Frühjahr 2026. SAP hat die mangelhafte Softwarequalität eingeräumt und die Bundeswehr benötigt mehr Zeit, um die Lösung zu optimieren und die Akzeptanz zu verbessern. Dies ist bereits das zweite große Digitalprojekt der Bundeswehr, das auf erhebliche Schwierigkeiten stößt, nachdem auch die Ausrüstung mit digitalen Funkgeräten problematisch verlief. 29.11.2025 https://www.heise.de/news/Es-knirscht-bei-der-SAP-Umstellung-der-Bundeswehr-11097336.html?view=print

Eine alarmierende Entwicklung: Immer mehr Jobs in der Rüstungsindustrie

Der Artikel thematisiert den alarmierenden Anstieg von Arbeitsplätzen in der Rüstungsindustrie, während in anderen Branchen in Deutschland zahlreiche Stellen abgebaut werden. So plant etwa der Rüstungskonzern Rheinmetall, sein Personal um mehr als zehn Prozent zu erweitern. Dies ist Teil eines globalen Trends, bei dem auch große US-Rüstungsunternehmen Tausende neue Stellen schaffen. Diese Entwicklung wirft Fragen zu den wirtschaftlichen und politischen Implikationen auf – insbesondere vor dem Hintergrund der Forderungen nach einer Umstellung auf Kriegswirtschaft in Europa. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass diese Situation besorgniserregend ist und eine wachsame Haltung erfordert. 28.11.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=142771

Präsident Macron stellt neuen freiwilligen Militärdienst vor

Präsident Macron hat ein neues Programm für einen freiwilligen Militärdienst für 18- und 19-Jährige in Frankreich vorgestellt. Es soll zehn Monate dauern. Die ersten Teilnehmer sollen im kommenden Jahr beginnen und ausschließlich in Frankreich und den französischen Außengebieten dienen, ohne an Auslandseinsätzen teilzunehmen. Das Programm zielt darauf ab, die Streitkräfte Frankreichs angesichts zunehmender Bedrohungen durch Russland zu stärken. Eine Wiedereinführung der zuvor abgeschafften Wehrpflicht ist jedoch nicht geplant. 27.11.2025 https://www.deutschlandfunk.de/praesident-macron-stellt-neuen-freiwilligen-militaerdienst-vor-100.html

Tödliche Technologie

Der Artikel thematisiert die Gefahren der Militarisierung von künstlicher Intelligenz, insbesondere durch autonome Waffensysteme wie Kamikazedrohnen, die aktuell in Konflikten eingesetzt werden. Er verweist auf das Video „Slaughterbots” des Future of Life Institute, das die potenziellen Folgen solcher Technologien aufzeigt und zur Ächtung letaler autonomer Waffensysteme (LAWS) aufruft. Trotz internationaler Bemühungen, diese Technologien zu regulieren, zeigt Deutschland eine ambivalente Haltung und plant den Erwerb autonomer Drohnen. Dies wird als Rückschritt in der Debatte um Rüstungskontrolle gewertet. Zudem wird auf die koloniale Prägung dieser Technologien hingewiesen: Viele Daten werden in Ländern des Globalen Südens erhoben und Tests durchgeführt, was die betroffenen Bevölkerungsgruppen stark belastet. | 26.11.2025 | https://www.imi-online.de/2025/11/26/toedliche-technologie/

Friedensplan zum Kriegsplan gemacht

Der Artikel kritisiert die Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz, der Ukraine 11,5 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, während in Deutschland die Renten gekürzt werden. Es wird argumentiert, dass die Bundesregierung den Friedensplan von Donald Trump in einen Kriegsplan umgewandelt habe, indem sie die NATO-Ostexpansion fortsetze und eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine nicht mehr zur Diskussion stelle. Dies wird als Zeichen des Desinteresses an einer Konfliktbeendigung interpretiert und könnte einen Dritten Weltkrieg heraufbeschwören. Zudem stellt der Artikel die Doppelmoral der Diplomatie infrage und kritisiert die fortgesetzte militärische Unterstützung für die Ukraine. | 26.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142680

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Schulstreiks gegen Wehrpflicht: Kommen jetzt die „Fridays for Frieden“?

Für den 5. Dezember 2025 planen Schüler- und Jugendbündnisse bundesweite Schulstreiks gegen die von der schwarz-roten Koalition beschlossene Wiedereinführung der Wehrpflicht. Die Initiative wird von lokalen Bündnissen und Friedensorganisationen unterstützt. Es sind bereits zahlreiche Aktionen in verschiedenen Städten vorbereitet. Die Schüler:innen fordern das Recht auf Frieden und Selbstbestimmung und kritisieren die Militarisierung sowie die drohende Zwangseinberufung. Die Bewegung könnte auf erheblichen ideologischen Widerstand stoßen, was die Bedeutung ihres Engagements für die Zukunft unterstreicht. | 26.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142673

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Pax Americana: Trump schockt Kiew und Brüssel mit Friedensplan

Der durchgesickerte Friedensplan der Trump-Regierung deutet auf eine signifikante geopolitische Verschiebung hin, die sowohl Europa als auch das globale Sicherheitssystem betrifft. Der Plan sieht vor, dass die USA die geopolitische Karte Osteuropas nach eigenen Interessen neu zeichnen, während die EU weiter marginalisiert und Russland teilweise anerkannt wird. Die Ukraine befindet sich in einer schwierigen Lage, da sie unter Druck steht, territoriale Zugeständnisse zu machen. Dies könnte als politischer Selbstmord angesehen werden, während sie gleichzeitig die Unterstützung der USA aufrechterhalten möchte. Der Plan könnte in der Ukraine zu einer tiefen politischen Krise führen und die Suche nach einem unabhängigen europäischen Weg fördern. Die Aussicht auf einen echten Frieden bleibt jedoch weiterhin ungewiss. | 25.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142581

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Europa will von Frieden nichts wissen: „Land muss bereit sein, seine Kinder zu verlieren“ und Luftwaffe soll „Siegfähigkeit“ mitbringen

Der Artikel kritisiert die militärische Rhetorik und die Fokussierung auf Krieg in Europa. Insbesondere werden dabei Äußerungen von Militärs zur „Siegfähigkeit“ der deutschen Luftwaffe sowie die Bereitschaft Frankreichs, im Krieg Kinder zu verlieren, thematisiert. Der Autor Markus Klöckner hinterfragt die Notwendigkeit solcher Aussagen und betont, dass im Krieg niemand „gewinnt“, da das menschliche Leid im Vordergrund steht. Zudem kritisiert er die Medienberichterstattung, insbesondere die des Spiegels, da diese den Krieg und militärische Strategien statt Friedensverhandlungen thematisiert. Klöckner fordert ein Umdenken und eine Rückbesinnung auf die Lehren der Geschichte, um zukünftige Konflikte zu vermeiden. | 25.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142589

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Friedensangst

In seinem Artikel „Friedensangst“ thematisiert Jens Berger die Schwierigkeiten der deutschen politischen und medialen Eliten, die Realität des Ukrainekriegs, insbesondere die Möglichkeit einer Niederlage des Westens, zu akzeptieren. Berger kritisiert die Weigerung, einen ernsthaften Friedensprozess einzuleiten, und beschreibt die „Friedensangst” als zynische Selbsttäuschung, die aus der Angst vor der Realität resultiert. Er zieht Parallelen zur Endphase des Ersten Weltkriegs, als ähnliche Ängste und Widerstände gegen Friedensverhandlungen vorherrschten. Insgesamt wird deutlich, dass die gegenwärtige Haltung der deutschen Eliten sowohl historisch als auch moralisch problematisch ist. | 24.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142551

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Gesellschaftskatastrophe | wöchentliche Zusammenfassung 202548

Krisen in der Welt – Krieg, Hunger, Vertreibungen beenden!

Der Artikel beschreibt die verheerenden humanitären Krisen in verschiedenen Ländern, insbesondere im Sudan. Dort sind seit dem Kriegsausbruch im April 2023 mindestens 140.000 Menschen gestorben und über 500.000 Kinder verhungert. Zudem wird auf die langanhaltende Krise im Jemen hingewiesen, wo seit 2014 zahlreiche Menschen durch Krieg und Hunger ums Leben gekommen sind. Auch im Gazastreifen und in der Ukraine gibt es große Verluste an Menschenleben. Der Artikel betont, dass politische Ideologien, ethnisch-religiöse Konflikte und ausländische Waffenlieferungen die Konflikte anheizen und die Zivilbevölkerung stark leiden lassen. MEP Sebastian Everding fordert strengere Rüstungskontrollen, die Verfolgung von Kriegsverbrechen sowie sofortige humanitäre Hilfe für alle betroffenen Regionen. | 26.11.2025 | https://www.tierschutzpartei.de/krisen-in-der-welt-krieg-hunger-vertreibungen-beenden/

Entmenschte Menschheit

Der Artikel „Entmenschte Menschheit“ thematisiert die zunehmende Gewalt und Bösartigkeit in der Gesellschaft – selbst in vermeintlich friedlichen Ländern. Es wird auf die steigende Zahl von Femiziden und anderen Gewalttaten hingewiesen, die als alarmierend empfunden werden. Der Autor sieht die Ursachen in der gesellschaftlichen Spaltung sowie der Zerstörung familiärer Strukturen. Dies führe dazu, dass sich Menschen von der Gemeinschaft entfremdeten und vandalistisch agierten. Zudem wird kritisiert, dass der öffentliche Raum immer stärker überwacht werden muss, was auf ein grundlegendes Problem im Umgang der Menschen miteinander hindeutet. | 24.11.2025 | https://autorenseite.wordpress.com/2025/11/24/entmenschte-menschheit/

Experte beklagt dramatische Unkenntnis über neue Medien: „Viele Schüler können nur Wischen und Klicken“

In der Debatte über den Umgang mit neuen Medien hat das „Forum Bildung Digitalisierung“ gravierende Defizite bei den digitalen Kompetenzen von Schülern festgestellt. Viele beherrschen lediglich grundlegende Fähigkeiten wie Wischen und Klicken. Laut Vereinsvorstand Müller-Eiselt scheitern 40 Prozent der Schulkinder an den Mindeststandards im Umgang mit Computern und der Verarbeitung digitaler Informationen. Er fordert eine bessere Fortbildung und Qualifizierung der Lehrkräfte sowie die Einführung eines Schulfachs Medienkunde oder Informatik, das auch das Thema Künstliche Intelligenz behandelt. Müller-Eiselt betont, dass Medienkompetenz der Schlüssel zur Bekämpfung von Cybermobbing, Desinformation und Hassrede ist und das Thema daher in alle Fächer integriert werden sollte. | 24.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/experte-beklagt-dramatische-unkenntnis-ueber-neue-medien-viele-schueler-koennen-nur-wischen-und-klic-100.html

Deutschland Schlusslicht bei Ausgaben für Bildung

Laut einer europäischen Vergleichsstudie belegt Deutschland mit gut neun Prozent der Gesamtausgaben für Bildung den letzten Platz. Zum Vergleich: Länder wie Österreich und die Schweiz investieren fast doppelt so viel in den Bildungsbereich. Während Deutschland über 41 Prozent seines Etats für soziale Sicherung ausgibt – mehr als skandinavische Länder –, sind die Ausgaben für die öffentliche Verwaltung von 2001 bis 2023 von sieben auf elf Prozent gestiegen. Die Studie analysierte die Ausgaben im Zeitraum von 2001 bis 2023 und berücksichtigte dabei Länder mit ähnlicher wirtschaftlicher Entwicklung und kultureller Prägung. | 24.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/deutschland-schlusslicht-bei-ausgaben-fuer-bildung-100.html

Weihnachtsmärkte: Nur noch Kommerz im Trauermonat? Gunther Hirschfelder

Der Artikel diskutiert die zunehmende Kommerzialisierung und Entchristlichung von Weihnachtsmärkten, die immer früher im Jahr, oft schon im November, eröffnet werden. Der Kulturwissenschaftler Gunter Hirschfelder äußert die Sorge, dass die ursprüngliche Bedeutung von Weihnachten, die mit christlichen Traditionen verbunden ist, verloren geht und durch Konsum und Kitsch ersetzt wird. Er beobachtet, dass sich viele Menschen, insbesondere jüngere Generationen und Personen aus sozial schwächeren Schichten, von diesen Märkten entfremdet fühlen. Dies ist ein Hinweis auf eine breitere gesellschaftliche Veränderung. Abschließend wird angedeutet, dass in Krisenzeiten eine Rückkehr zu traditionelleren Werten und Bräuchen möglich wäre, während die gegenwärtige Entwicklung als Eventisierung der Weihnachtsmärkte beschrieben wird. | 23.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/weihnachtsmaerkte-nur-noch-kommerz-im-trauermonat-gunther-hirschfelder-100.html

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Die Rentner sind immer zu teuer – egal wie billig sie sind.

In seinem Artikel thematisiert Reiner Heyse die anhaltende Debatte um Rentenkürzungen in Deutschland. Obwohl die Kosten für die Rentenversicherung gesunken sind, besteht politische Einigkeit darüber, dass die Renten gesenkt werden müssen. In den Medien wird vor allem der Widerstand junger Abgeordneter gegen das Rentenpaket thematisiert, während die tatsächlichen finanziellen Belastungen und die steigende Zahl der Rentner kaum eine Rolle spielen. Heyse kritisiert die Darstellung der Renten als unfinanzierbar und argumentiert, dass die Rentenversicherung in der Vergangenheit stabil war, obwohl die Zahl der Rentner gestiegen ist. Er fordert eine ehrliche und umfassende gesellschaftliche Debatte über die Rentenfinanzierung, um die Interessen der Rentner zu wahren. | 23.11.2025 | https://www.seniorenaufstand.de/die-rentner-sind-immer-zu-teuer-egal-wie-billig-sie-sind/

Rentenpaket: Wo bleibt der Aufschrei der Jugend? Politologe Sebastian Kurtenbach

Der Artikel diskutiert die Herausforderungen der Generationengerechtigkeit in Deutschland, insbesondere im Kontext eines neuen Rentenpakets, durch das die junge Generation benachteiligt werden könnte. Der Politologe Sebastian Kurtenbach weist darauf hin, dass junge Menschen in politischen Entscheidungsprozessen oft nicht ausreichend gehört werden. Dies führe zu einem Mangel an Protest und Engagement. Er schlägt die Einrichtung von Zukunftsräten vor, die die Perspektiven junger Menschen in politische Entscheidungen einbringen und deren Stimme stärken könnten. Insgesamt wird die Notwendigkeit betont, die Solidarität zwischen den Generationen zu fördern und jungen Menschen mehr Gehör zu schenken, um eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen. | 23.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/rentenpaket-wo-bleibt-der-aufschrei-der-jugend-politologe-sebastian-kurtenbach-100.html

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Kinderarmut und die Langzeitfolgen – Wie Armut sich in den Körper einbrennt. Serie zu Kinderarmut (Teil 4)

Der Artikel beleuchtet die langfristigen Auswirkungen von Armut auf Kinder und ihre biologischen Manifestationen. Er beschreibt, dass Armut nicht nur soziale, sondern auch messbare biologische Folgen hat, die durch chronischen Stress, Mangelernährung und Gewalt bedingt sind. Kinder aus benachteiligten Verhältnissen weisen häufig dauerhafte Veränderungen ihres Stoffwechsels und ihres Immunsystems auf, die zu einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten führen. Schlussendlich wird deutlich, dass die Gesundheit von Kindern in Armut nicht nur ein individuelles, sondern auch ein kollektives Problem darstellt, das die gesamte Gesellschaft beeinflusst. | 22.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142454

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BMI, BMBFSFJ und BKA veröffentlichen Bundeslagebilder „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ und „Häusliche Gewalt“ für das Jahr 2024

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 53.451 weibliche Opfer von Sexualdelikten registriert, was einen Anstieg von 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt auch einen neuen Höchststand bei Häuslicher Gewalt mit 265.942 Opfern, wobei 70,4 % weiblich sind. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der frauenfeindlichen Straftaten, die um 73,3 % zugenommen haben. Zudem gibt es ein hohes Dunkelfeld bei Häuslicher Gewalt, da viele Taten aus Angst oder Scham nicht angezeigt werden, was die tatsächliche Zahl der Betroffenen erheblich erhöhen könnte. | 21.11.2025 | https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/bmi-bmbfsfj-und-bka-veroeffentlichen-bundeslagebilder-geschlechtsspezifisch-gegen-frauen-gerichtete-straftaten-und-haeusliche-gewalt-fuer-das-jahr-2024/

Scham, Angst und Tabus: Der verborgene Kampf der Frauen in Rheinland-Pfalz

Wie die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2024 zeigt, ist Gewalt gegen Frauen in Rheinland-Pfalz ein ernstes Problem: Sie dokumentiert 8.941 Fälle von Partnerschaftsgewalt, wobei 78 Prozent der Opfer Frauen sind. Vom 25. November bis 10. Dezember wird die internationale Kampagne „Orange the World” durchgeführt, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Das Landeskriminalamt ermutigt betroffene Frauen, Hilfe zu suchen und den Notruf 110 zu wählen, da viele von ihnen aus Scham oder Angst schweigen. Zudem wird ein Kinospot mit dem Titel „Lost Lifetime” ausgestrahlt. Er thematisiert die Herausforderungen, eine gewaltvolle Beziehung zu verlassen, und wird durch das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz unterstützt. | 20.11.2025 | https://www.nr-kurier.de/artikel/163925-scham–angst-und-tabus–der-verborgene-kampf-der-frauen-in-rheinland-pfalz

WHO: Weltweit jede dritte Frau von Gewalt betroffen

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit etwa 30 Prozent aller Frauen von Gewalt betroffen, was rund 840 Millionen Frauen entspricht. Die WHO betont, dass das tatsächliche Ausmaß des Problems noch größer sein könnte, da viele Betroffene aus Angst nicht über ihre Erfahrungen sprechen. Die meisten Gewalttaten werden von Partnern oder Ex-Partnern verübt. In Deutschland sind etwa 16 Prozent der Frauen betroffen. Der Generaldirektor der WHO, Tedros, kritisierte, dass sich die Situation in den letzten 20 Jahren kaum verbessert hat und Gewalt gegen Frauen eine der am weitesten verbreiteten Ungerechtigkeiten bleibt. | 20.11.2025 | https://www.deutschlandfunk.de/who-weltweit-jede-dritte-frau-von-gewalt-betroffen-106.html

Versorgung, Prävention und Systemfehler – Wie Armut das Gesundheitssystem spiegelt. Serie zu Kinderarmut (Teil 3)

Der Artikel thematisiert die Ungerechtigkeiten im deutschen Gesundheitssystem, das trotz hoher Kosten und technischer Ausstattung sozial selektiv wirkt. Besonders betroffen sind Kinder aus armen Familien. Diese Kinder haben oft längere Wartezeiten auf Behandlungen, eine schlechtere medizinische Versorgung und einen geringeren Zugang zu präventiven Maßnahmen. Dies verstärkt die sozialen Unterschiede. Strukturelle Probleme wie Bürokratie und fehlende Ressourcen führen dazu, dass arme Familien häufig von notwendiger medizinischer Versorgung ausgeschlossen sind. Das hat langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der betroffenen Kinder. | 15.11.2025 | https://www.nachdenkseiten.de/?p=142104

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