Ökonomie der Angst in der Geschichte und heute – Oliver Rathkolb, Historiker

Der Artikel behandelt die Parallelen zwischen der politischen und sozialen Situation vor dem Ersten Weltkrieg und der heutigen Zeit, wie sie vom Historiker Oliver Rathkolb beschrieben werden. Rathkolb argumentiert, dass in beiden Epochen eine aggressive, starke Führungspersönlichkeit im Vordergrund steht und die Menschen unter einem Gefühl der Unsicherheit und Angst leiden. Er kritisiert die Abwesenheit von Zukunftsentwürfen in westlichen Demokratien und warnt vor der Rückkehr autoritärer Tendenzen, von denen die „Ökonomie der Angst“ profitiert. Zudem wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, geopolitische und wirtschaftliche Entwicklungen ganzheitlich zu betrachten, um Frieden und Stabilität zu fördern.

»Ein russischer Machthaber, der aus territorialen Besitzgründen ein anderes Land überfällt und einen furchtbaren Krieg anzettelt. Ein amerikanischer Präsident, der ohne völkerrechtliches Mandat gerade einen Regierungswechsel in Venezuela erzwingen will und außerdem Kanada und Grönland für sich beansprucht. Und ein chinesisches Staatsoberhaupt, das immer wieder die Nachbarinsel Taiwan bedroht. Die Liste ließe sich noch fortsetzen. Eine für Jahrzehnte gültige Weltordnung wird zusehends durch das Recht des Stärkeren abgelöst. Das ist auch das Thema, das sie als Hörer umtreibt. Mehr als 74.000 Menschen haben sich bei der Wahl für dieses Denkfabrik-Thema im Deutschlandfunk 2026 entschieden. Wie Machthaber die Welt neu ordnen, das hat sich auch der österreichische Historiker Oliver Radkolb in seinem neuen Buch angeschaut, nämlich in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Ökonomie der Angst, die Rückkehr des nervösen Zeitalters, heißt es, nominiert für das beste Wissenschaftsbuch des Jahres 2026 in Österreich. Ich habe Oliver Radkolb gefragt, ob er Parallelen zwischen dieser Zeit und heute sieht und wenn ja, welche. Von Anja Reinhardt«, 04.01.2026, https://www.deutschlandfunk.de/oekonomie-der-angst-in-der-geschichte-und-heute-oliver-rathkolb-historiker-100.html

hören:

Die Ökonomie der Angst in Geschichte und Gegenwart

Reinhardt, Anja; http://www.deutschlandfunk.de, Information und Musik

Der Historiker Oliver Rathkolb vergleicht die aktuelle globale Unsicherheit mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, betont die Rolle autoritärer Führer und die fehlenden Zukunftspläne in Demokratien.

Key Points

~ Demokratische Systeme fehlen es an klaren Zukunftsentwürfen.

~ Autoritäre Führer nutzen die „Ökonomie der Angst“ zur Machtabsicherung.

~ Es gibt Parallelen zwischen 1914 und der heutigen westlichen und östlichen Politik.

~ Die Krise der europäischen Friedenspolitik und die mangelnde Konfliktprävention.

~ Globale Rückkehr zum Nationalismus und Unsicherheit bei Partnerschaften.

Historische Parallelen

~ Vor dem Ersten Weltkrieg führte die technologische Entwicklung zu einem gesellschaftlichen Umbruch.

~ Heute verursacht die digitale Revolution ähnliche Spannungen.

~ Es gibt zunehmend aggressive Führungen, beispielsweise Putin in Russland und Xi in China.

~ Es fehlen ernsthafte Friedensinitiativen in Europa nach den Kriegen des 20. Jahrhunderts.

~ Die Gefahr, in eine neue weltweite Krise zu steuern, ist real.

Gegenwart und Herausforderungen

~ Die „Ökonomie der Angst” begünstigt autoritäre Regime wie in Russland und China.

~ Es fehlt ein europäisches Zukunftskonzept, die EU-Politik ist schwach.

~ Die Rüstungsausgaben steigen und es werden historische Analogien zu 1914 sichtbar.

~ Die europäische Friedenspolitik ist schwach und es fehlt an Konfliktprävention.

~ Globale Machtverschiebungen erfordern neue Partnerschaften und Strategien.

Schlussfolgerung:

~ Laut Rathkolb leben wir in einem nervösen Zeitalter, das von Unsicherheit und fehlenden Visionen geprägt ist. Die Gefahr besteht darin, dass autoritäre Kräfte die Angst für ihre Machtprojekte instrumentalisieren, während westliche Demokratien zögerlich reagieren.

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Merz will im US-Angriffskrieg gegen Venezuela nichts Verurteilenswertes erkennen, zeigt sich zufrieden mit der Verschleppung von Maduro

Der Artikel beschreibt die militärischen Aggressionen der USA gegen Venezuela, zu denen auch die Bombardierung von Booten und die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gehören. Kritisiert wird, dass die US-Regierung unter Donald Trump völkerrechtswidrig handelt, indem sie venezolanische Erdöltanker kapert und das Land militärisch „quarantänisiert“. Internationale Reaktionen, insbesondere von der Afrikanischen Union und aus Ghana, verurteilen diese Aktionen als koloniale Ambitionen und fordern eine sofortige Deeskalation. Die deutsche Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich hingegen neutral und kritisiert lediglich die venezolanische Regierung, ohne die völkerrechtswidrigen Handlungen der USA zu benennen.

»BERLIN/WASHINGTON/CARACAS (Eigener Bericht) – Mit einer ideologischen Bankrotterklärung startet die Bundesregierung ins neue Jahr. Bundeskanzler Friedrich Merz, der seit je weltweit darauf dringt, Sanktionen gegen Russland wegen dessen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu verhängen, will im Angriffskrieg der USA gegen Venezuela und in der Verschleppung von dessen gewähltem Präsidenten nichts Verurteilenswertes erkennen. Die „rechtliche Einordnung“ des US-Überfalls, behauptet Merz, sei „komplex“. Damit verliert die Bundesregierung, die ohnehin wegen ihrer doppelten Standards international kritisiert wird, weltweit noch mehr an Glaubwürdigkeit und isoliert sich gegenüber den Staaten des Globalen Südens ein weiteres Stück. Aus afrikanischen Ländern zum Beispiel sind – sachlich korrekt – äußerst kritische Stellungnahmen zu dem völkerrechtswidrigen US-Überfall auf Venezuela zu hören. So erklärt etwa das Außenministerium Ghanas, die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die USA würden Venezuela bis auf weiteres „regieren“, erinnere „an die koloniale und imperalistische Ära“; „derlei koloniale Ambitionen“ sollten heute „keinen Platz mehr haben“. Berlin hingegen schlägt sich umstandslos auf die Seite Washingtons.«, 05.01.2026, https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10248

Zwischen September und Dezember 2025 haben die USA vor der Küste Venezuelas mindestens 35 Boote bombardiert, wobei 115 Menschen getötet wurden. Für die Vorwürfe gegen die Opfer gab es keine rechtlichen Beweise.

Die US-Regierung hat unter dem Vorwand, US-Sanktionen zu überwachen, Erdöltanker illegal kapert, was eine Verletzung des internationalen Rechts darstellt.

Ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg der USA auf Venezuela hat mindestens 40 Menschenleben gefordert und die Trump-Administration legitimiert die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.

Trump kündigte an, die USA würden Venezuela „regieren“ und drohte mit einer weiteren Angriffswelle, falls seine Bedingungen nicht erfüllt würden.

Die US-Außenpolitik richtet sich nun auch gegen andere lateinamerikanische Staaten wie Kuba, Kolumbien und Mexiko, was eine Eskalation der militärischen Aggression bedeutet.

Die Afrikanische Union und Ghana verurteilten die US-Intervention scharf und forderten die Rückkehr zur politischen Unabhängigkeit Venezuelas.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich neutral zur US-Intervention und kritisierte lediglich die venezolanische Regierung, ohne die rechtlichen Aspekte des US-Einsatzes klar zu benennen.

Die Reaktionen aus Europa zeigen eine allgemeine Billigung der US-Gewaltpolitik, während sich Länder mit kolonialer Vergangenheit wie Ghana offen dagegen aussprechen.

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Auch Afrikas Regenwälder sind keine CO₂-Senke mehr | lesenswert

Der Artikel beschreibt, dass die Regenwälder Afrikas zunehmend ihre Funktion als CO₂-Senken verlieren und stattdessen zu CO₂-Quellen werden. Zwischen 2010 und 2017 haben afrikanische Wälder, insbesondere die Regenwälder, signifikant an Biomasse verloren. Dies hat einen Rückgang der CO₂-Aufnahme zur Folge. Ursachen hierfür sind unter anderem Klimawandel, Entwaldung und der steigende Holzexport, der durch das Bevölkerungswachstum und die Nachfrage in Asien begünstigt wird. Die Autoren warnen davor, sich blind auf natürliche Senken zu verlassen, und fordern eine drastische Reduktion der Emissionen, um die Erderwärmung zu bekämpfen.

»Natürliche CO2-Speicher schwächeln weltweit. Eine neue Studie zeigt: Auch Afrikas Wälder geben inzwischen mehr Kohlenstoff ab, als sie aufnehmen. von David Zauner«, 03.01.2026, https://www.klimareporter.de/erdsystem/auch-afrikas-regenwaelder-sind-keine-co2-senke-mehr

Zwischen 2010 und 2017 haben sich Afrikas Regenwälder von CO₂-Senken zu CO₂-Quellen gewandelt.

Im Jahr 2024 wurde ein Rekordanstieg des CO2-Gehalts in der Atmosphäre um 3,5 ppm verzeichnet.

Die natürliche CO₂-Aufnahmefähigkeit von Landökosystemen nimmt ab: Seit der Industrialisierung haben sie nur etwa ein Drittel der menschengemachten CO₂-Emissionen aufgenommen.

Regenwälder sind stark vom Klimawandel, von Entwaldung und landwirtschaftlicher Expansion betroffen.

So verloren afrikanische Regenwälder zwischen 2010 und 2015 jährlich etwa 70 Millionen Tonnen Biomasse und zwischen 2015 und 2017 sogar 154 Millionen Tonnen.

Während die Biomasse der afrikanischen Ökosysteme von 2007 bis 2010 jährlich um 440 Millionen Tonnen zunahm, schrumpfte sie ab 2010.

Die steigende Nachfrage nach Holz, insbesondere aus Asien, sowie das Bevölkerungswachstum treiben die Entwaldung voran.

Um die Biomasse präzise zu kartieren, wurden neueste Fernerkundungsmethoden eingesetzt.

Die Ergebnisse stimmen mit Daten der FAO überein, die einen Anstieg der Waldverluste in Afrika seit 2010 dokumentieren.

Die Hoffnung, dass natürliche Senken dauerhaft große Mengen CO₂ aufnehmen, ist fahrlässig; die Emissionen müssen schneller gesenkt werden als in aktuellen Klimaplänen vorgesehen.

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Völkerrecht unter Druck: Interview mit Völkerrechtlerin Heike Krieger | lesenswert

In einem Interview mit der Völkerrechtlerin Heike Krieger wird die aktuelle Herausforderung des Völkerrechts durch globale Machtverschiebungen, insbesondere durch das Verhalten der USA unter Donald Trump, thematisiert. Krieger erklärt, dass viele Staaten die völkerrechtlichen Normen infrage stellen, was zu einer Erosion der seit 1945 etablierten Völkerrechtsordnung führt. Sie hebt hervor, dass militärische Maßnahmen gegen Kriminalität – wie sie die USA gegen Venezuela ergriffen haben – klare Verstöße gegen das Völkerrecht darstellen. Zudem betont sie, dass die Idee einer geregelten internationalen Zusammenarbeit nach wie vor von vielen Staaten, insbesondere im globalen Süden, unterstützt wird. Trotz der aktuellen Schwierigkeiten betont Krieger, dass rechtliche Normen beständig sind und auch in Krisenzeiten als Maßstab für politische Forderungen dienen können.

»Das Völkerrecht steht durch US-Wegfall und neue Konflikte unter erheblichem Druck. Dennoch bleibt es ein wichtiger Rahmen für globale Stabilität.«, 02.01.2026, https://www.deutschlandfunk.de/voelkerrecht-unter-druck-interview-mit-voelkerrechtlerin-heike-krieger-100.html

hören:

Völkerrecht unter Druck – Interview mit der Völkerrechtlerin Heike Krieger

~ Sandra Schulz, http://www.deutschlandfunk.de, Interviews

Völkerrecht unter Druck: Herausforderung durch geopolitischen Wandel

Key Points

~ Das Völkerrecht ist durch globale Machtverschiebungen zunehmend gefährdet.

~ Die USA haben durch ihre Politik – inklusive Kriege und Verweigerung der Zusammenarbeit – das System destabilisiert.

~ Neue Konflikte wie die US-Militäraktionen gegen Venezuela widersprechen dem internationalen Recht.

~ Europa sollte Koalitionen mit Ländern des Globalen Südens ausbauen, um das Völkerrecht zu stärken.

~ Rechtliche Normen sind widerstandsfähig und können Krisen überstehen.

Entwicklung des Völkerrechts im Wandel

~ Das Völkerrecht wurde in den letzten Jahren durch die Aktivitäten der USA, insbesondere unter Trump, stark belastet. Die USA haben sich aus Verträgen zurückgezogen und internationale Institutionen infrage gestellt. Heike Krieger betont jedoch, dass das Völkerrecht zwar unter Druck steht, aber nicht verschwindet, da es weiterhin eine grundlegende Rolle in der internationalen Ordnung spielt.

US-amerikanische Einflussnahme und Konflikte

~ Die US-Politik zeigt ein ambivalentes Verhältnis zum Völkerrecht: Einerseits wird es zum Vorteil genutzt, andererseits wird es auch verletzt. Die Angriffe auf Venezuela etwa wurden als Verstöße gegen das Völkerrecht bewertet, da sie den Grundsatz der Souveränität und das Gewaltverbot missachten. Ebenso groß ist die Kritik an der Unterstützung für den Irakkrieg, der auf falschen Beweisen basierte.

Europäische Perspektiven und Strategien

~ Angesichts globaler Unsicherheiten ist Europa gefragt, Koalitionen mit Ländern wie Brasilien, Indien oder Südafrika zu stärken. Das Ziel besteht darin, das Völkerrecht zu verteidigen und eine Weltordnung zu fördern, die auf Souveränität und Gleichheit basiert – trotz der derzeit entstehenden Hierarchien und Spannungen. Heike Krieger mahnt, dass rechtliche Normen krisenfest sein können.

Fazit:

~ Obwohl das Völkerrecht durch geopolitische Spannungen herausgefordert wird, bleibt es ein wichtiger Faktor für globale Stabilität. Europas Zusammenarbeit mit den Ländern des Globalen Südens kann dabei helfen, das System zu stärken und die Prinzipien der Souveränität und Rechtsdurchsetzung aufrechtzuerhalten.

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Der Mensch als Waffe und Kriegsschauplatz | lesenswert

Der Artikel behandelt die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft und die damit einhergehende Kriegspropaganda, die sich in Deutschland und weltweit beobachten lässt. Er kritisiert die dadurch verursachte gesellschaftliche Spaltung sowie die mediale Gleichschaltung, die es insbesondere im Kontext des Ukraine-Konflikts erschweren, abweichende Meinungen zu äußern. In der Rezension des Buches „Militarisierung der Gesellschaft. Von der Glückssüchtigkeit zur Kriegsbereitschaft“ werden die psychologischen und politischen Mechanismen beleuchtet, die zur Akzeptanz von Krieg und Militarismus führen. Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Themen notwendig ist, um die Bürgerinnen und Bürger zu sensibilisieren und für Frieden zu mobilisieren.

»Sind die da oben denn alle verrückt geworden, mag man sich fragen angesichts der geradezu hysterischen Kriegspropaganda, die uns umgibt. Ein Überfall Russlands würde erwartet, also sei es mehr als gerechtfertigt, dass Deutschland Milliardenschulden aufnimmt. Hektische Aufrüstung, Kürzung von Sozialleistungen – doch Proteste dagegen sind immer noch zaghaft. Was geschieht mit uns? Dieser Frage ist die „Neue Gesellschaft für Psychologie“ in einem Kongress nachgegangen, zu dem es jetzt eine überaus interessante Buchveröffentlichung gibt: „Militarisierung der Gesellschaft. Von der Glückssüchtigkeit zur Kriegsbereitschaft“. Eine Rezension von Irmtraud Gutschke.«, 01.01.2026, https://www.nachdenkseiten.de/?p=143991

hören:

Der Mensch als Waffe und Kriegsschauplatz.

Die Gesellschaft wird zunehmend militarisiert und gespalten, während Medien und Machtstrukturen Kriegsbereitschaft fördern und Friedensbewegungen marginalisieren.

Key Points

~ Gesellschaftliche Spaltung und Mediengleichschaltung verstärken sich durch Korruption und Propaganda.

~ Krieg wird durch psychologische Manipulation und politische Techniken bewusst vorbereitet.

~ Historische Zusammenhänge zeigen den Einfluss der USA auf die europäische Rüstungs- und Kriegspolitik.

~ Medien dienen der Machtpolitik und verdrängen die Gefahr eines Atomkriegs.

– Die Friedensbewegung wird durch Manipulation und Organisationen wie das International Peace Bureau kontrolliert.

Militarisierung und gesellschaftliche Spaltung

~ Laut dem Buch „Militarisierung der Gesellschaft“ befindet sich die Gesellschaft in einem Prozess der Spaltung und Manipulation, der durch mediale Gleichschaltung und die Einschränkung von Grundrechten vorangetrieben wird. Dieser Prozess wurde bereits in der Corona-Zeit eingeleitet, als die Verunsicherung und die Angst vor Kontrolle zunahmen. Kritische Debatten, etwa zum Ukraine-Krieg, sind kaum möglich, da abweichende Meinungen tabu sind.

Psychologische und politische Techniken

~ Die Autoren beleuchten, wie Macht, Kriegspropaganda und historische Ereignisse dazu genutzt werden, gesellschaftlichen Konsens für Kriege zu schaffen. Um die manipulative Kraft des Militarismus zu erklären, der im Kapitalismus wurzelt und immer wieder Kriege hervorruft, werden Sigmund Freud und Rosa Luxemburg zitiert. Die psychologische Beeinflussung soll Menschen zur Akzeptanz von Kriegen und Autokratien führen.

Historischer Kontext und Machtstrategien

~ US-Kapital und Banken spielten bereits vor den Weltkriegen eine zentrale Rolle in der Rüstungs- und Kriegspolitik Europas. Das Völkerrecht wird zunehmend umgangen, Konflikte werden bewusst geschürt, während Friedensbewegungen kaum Einfluss haben. Die Medien dienen dabei als Sprachrohr der Mächtigen und täuschen die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Absichten.

Fazit:

~ Die Militarisierung, die gesellschaftliche Spaltung und die mediale Manipulation bereiten den Boden für zukünftige Kriege vor. Die Bevölkerung ist durch Angst, Propaganda und politische Kontrolle zunehmend in passiven Rollen gefangen, während die Kriegstreiberei wächst. Ein Umdenken in der Friedensbewegung ist dringend erforderlich.

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Hat Gott die Schaffenden und Fleißigen vergessen? | lesenswert

In seinem Artikel kritisiert Gerhard Mersmann die neue Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD unter Kanzler Merz als Fortsetzung einer desaströsen Politik. Er bemängelt die Kriegsorientierung der Regierung sowie die unzureichende demokratische Legitimation der EU-Kommission, die sich laut Mersmann in einem ständigen Sanktionsregime gegen Russland verliere. Mersmann beschreibt die Zivilgesellschaft als manipuliert, kritisiert die Instrumentalisierung von Feindbildern und sieht die demokratischen Rechte zunehmend gefährdet. Abschließend äußert er seine Besorgnis über die soziale Ungerechtigkeit und das Versagen der Politik gegenüber den arbeitenden Menschen, die er als die wahren Schaffenden in der Gesellschaft betrachtet.

»Mit der Konstituierung der neuen Bundesregierung, bestehend aus CDU/CSU und SPD und einem Kanzler Merz war die Kontinuität der desaströsen Vorgängerregierung besiegelt. Alles, was der Kandidat vor der Wahl zum Besten gegeben hatte, wurde von ihm selbst revidiert. Lediglich die Kriegsorientierung blieb. Von Dr. Gerhard Mersmann«, 31.12.2025, https://form-7.com/2025/12/31/2-0-2-5/

hören:

~ Die neue Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD unter Kanzler Merz setzt die desaströse Politik der Vorgängerregierung fort.

~ Merz revidiert Wahlversprechen, bleibt jedoch kriegsorientiert.

~ Die Koalition ermöglicht die Aufnahme eines Kriegskredits noch vor der Konstituierung des Bundestags.

~ Zweifel an der Wahl wurden von den Beteiligten zurückgewiesen, deren Macht dadurch gefährdet gewesen wäre.

~ Die EU-Kommission hat sich in einen Kriegsrat verwandelt und verhängt zahlreiche Sanktionen gegen Russland, die auch die eigenen Länder treffen.

~ Es fehlt an demokratischer Legitimation innerhalb der EU-Kommission sowie in der Zivilgesellschaft.

~ Bürger werden wegen ihrer Meinung sanktioniert, an der Ostgrenze werden Zäune gebaut.

~ Seit den Volksabstimmungen im Jahr 2005 wurden der Bevölkerung keine grundlegenden Fragen mehr gestellt.

~ Eine vermeintliche Zivilgesellschaft wird gegen alles mobilisiert, was die „demokratische Mitte“ angeblich bedroht.

~ Der Artikel kritisiert die Bequemlichkeit und Ignoranz einer privilegierten Schicht.

~ Der Autor reflektiert über das Leben in der DDR und zieht Parallelen zur gegenwärtigen Situation.

~ Abschließend formuliert er einen Aufruf zur Solidarität mit den Arbeitenden sowie eine Warnung vor den Mächtigen.

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