🎙 Fremdes Bett so wach, Gehirn hält die halbe Wacht, Morgen wird es gut

In dieser Podcastfolge geht es um das Phänomen, dass viele Menschen in der ersten Nacht in einem fremden Bett schlechter schlafen als gewohnt. Die Schlafforscherin Dr. Christine Blume und die Moderatorin Ilka Knigge diskutieren, warum das so ist und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse es dazu gibt.

Viele Menschen bemerken, dass sie in der ersten Nacht an einem neuen Ort unruhiger schlafen. Dies kann durch ungewohnte Geräusche, eine andere Umgebung oder das Gefühl, in einem fremden Bett zu liegen, verursacht werden.

Forscher:innen haben herausgefunden, dass in der ersten Nacht oft längere Einschlafzeiten und häufigeres Aufwachen auftreten. Dabei kann sich die Gehirnfunktion verändern, sodass eine Hirnhälfte aktiver bleibt, um auf mögliche Gefahren zu achten – ähnlich wie bei Delfinen, die nur eine Gehirnhälfte schlafen lassen.

In den folgenden Nächten gewöhnt sich der Körper in der Regel an die neue Umgebung und der Schlaf wird besser. Dies ist für wissenschaftliche Studien wichtig, da die erste Nacht oft nicht repräsentativ für den normalen Schlaf ist.

Verschiedene Faktoren wie das Alter, die Reiseumstände oder persönliche Schlafgewohnheiten können den sogenannten Erste-Nacht-Effekt beeinflussen. Jüngere Menschen und Personen, die häufig reisen, sind möglicherweise weniger betroffen.

Um den Schlaf in der ersten Nacht zu verbessern, empfehlen die Experten, das eigene Kopfkissen oder die eigene Bettwäsche mitzunehmen, das Zimmer heimelig zu gestalten und vielleicht etwas Licht anzulassen, um sich sicherer zu fühlen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Erste-Nacht-Effekt weit verbreitet ist, aber mit der Zeit abnimmt. Es ist wichtig, sich nicht zu sehr zu stressen, da eine Nacht mit weniger Schlaf in der Regel nicht gravierend ist.


Podcastfolge „Der „Erste-Nacht-Effekt“: In fremden Betten schlafen wir schlechter“ vom –15.08.2023– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Über Schlafen“.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2023/08/15/deutschlandfunknova_der_erste_nacht_effekt_ob_20230815_0b1f5176.mp3

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📔 Das Video beeinträchtigt die Live-Auftritte.

Irgendwann während der zurückliegenden Pandemie habe ich mir den Konzertfilm „Hans Zimmer: Live in Prague (2017)” angesehen. Dieser Konzertfilm wurde mir empfohlen. Bislang erregte Filmmusik nicht meine Aufmerksamkeit; sie war für mich immer nur Teil des Gesamtkunstwerks. Nur wenn sie störte, merkte ich es. Seit diesem Konzertfilm achte und hochachte ich Filmmusik.

Über zwei Stunden war ich ergriffen. Ich saß da, schaute auf den Bildschirm und mir liefen bei vielen Stücken oder an vielen Stellen die Tränen herunter. Diese Musik, diese Performance, berührte mich tief in meiner Seele und brachte die Saiten meiner Seele zum Schwingen. Zeitweise schüttelte sie meinen ganzen Körper. So etwas hatte ich zuletzt vor Jahrzehnten in der Berliner Philharmonie bei einer Aufführung von Bachs Johannes-Passion erlebt. „Live in Prague” war mehr oder weniger ein Rock-Spektakel.

Später hörte ich mir noch die Live-Aufnahmen von „The World of Hans Zimmer – A Symphonic Celebration” an. Diesmal stand das klassische Orchester im Vordergrund und es wiederholte sich, was ich beim Schauen von „Live in Prague” erlebt hatte.

Ich wollte Hans Zimmer unbedingt einmal live erleben. Die Gelegenheit ergab sich 2025 mit „HANS ZIMMER LIVE – THE NEXT LEVEL”. Mir war bewusst, dass die Fallhöhe für mich außerordentlich war. Meine beiden jüngsten Kinder, die beide in ihren Zwanzigern sind, begleiteten mich.

Es war eine grandiose Show, der es an nichts mangelte. Besonders freute es mich, Lisa Gerrard einmal live erleben zu dürfen. Und doch flossen keine Tränen, ich war nicht ergriffen und mein Körper schüttelte sich nicht. Es lag nicht an der Gewöhnung, denn bei „Live in Prague” kann ich die oben beschriebenen Reaktionen wiederholen.

Nachdem Hans Zimmer die Mitwirkenden vorgestellt hatte, wusste ich, woran es lag. In den Performances, auf die ich so heftig reagiert hatte, war Gavin Greenaway der musikalische Direktor. Er schuf einen luftigen Sound und gab den Harmonien Raum. Bei „The Next Level” war dies jemand anderes, ein wesentlich Jüngerer, der mehr Wert auf Elektronik legte. Der Musik fehlte die Luft zum Atmen.

Mein Sohn hörte diese Musik zum ersten Mal und war bei „The Next Level” genauso ergriffen wie ich bei „Live in Prague”.

Hans Zimmer live zu erleben, ist ein wirkliches Erlebnis, das ich jedem musikbegeisterten Menschen nur empfehlen kann. Bitte schaut euch die Konzert-DVDs erst danach an.

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