📅❓ wucherisch

Ich lese Bücher auf einem E-Reader. Ich habe es schon einmal bereut, ein Buch heruntergeladen zu haben.

Der Nachteil beim Kauf eines Buches für den E-Reader oder die Zusendung ist, dass man das Buch nicht in den Händen hält und somit nicht sofort erkennt, wie viele Seiten man für sein Geld erhält.

Ich hatte mir mehrere Romane eines französischen Autors in chronologischer Reihenfolge heruntergeladen und gelesen. Jeder dieser Romane hatte zwischen 300 und 400 Seiten. Der letzte „Roman” hatte nur 112 Seiten, und das für den annähernd gleichen Preis der vorherigen. Das empfand ich als Wucher.

Seitdem achte ich immer darauf, wie viele Seiten ein Buch hat, und stelle den Preis ins Verhältnis dazu.

Ich habe es noch nie bereut, ein Buch gelesen zu haben.

Selbst aus einem Buch, das mich ärgerlich zurücklässt, kann ich noch gute Erkenntnisse ziehen.

Wie bereits vor einigen Tagen geschrieben, gibt es allerdings ein Buch, das ich nicht zu Ende gelesen habe, weil es mich überhaupt nicht angesprochen hat. Dass ich es gekauft und angelesen habe, bereue ich nicht.

Tägliche Schreibanregung
Hast du es schon mal bereut, ein Buch gelesen zu haben – welches und warum?

Have you ever regretted reading a book — which one and why?  |  Hast du es jemals bereut, ein Buch gelesen zu haben – welches und warum?

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📅❓ Selbstwirksamkeit durch Grenzüberschreitung

Das Risiko ist die eingeschätzte Wahrscheinlichkeit einer Gefahr. Gefahr bezeichnet die Möglichkeit, dass ein Schaden oder eine Verletzung entsteht. Einschätzen bedeutet, etwas nach den persönlichen Erfahrungen zu beurteilen.

Ich bin unbewusst Risikos eingegangen, deren Gefährlichkeit mir erst im Nachhinein so richtig bewusst wurde. Ich bin auch Risiken eingegangen, die im schlimmsten Fall einen geringen Schaden oder eine leichte Verletzung nach sich hätten ziehen können. Doch das ist mehr oder weniger alltäglich. Ich beziehe den Daily Prompt auf die Frage nach einem schweren Schaden oder einer schweren Verletzung.

Meine Risikobereitschaft ist gering. Bislang hatte ich das Glück, keine Entscheidungen treffen zu müssen, die ein hohes Risiko in sich bargen. Ein solches Risiko würde ich nur eingehen wollen, wenn der Schaden oder die Verletzung nur mich selbst beträfe. Andere würde ich nicht hineinziehen wollen. Es sei denn, das Risiko einzugehen wäre existenziell.

Vor 1946 mussten die Menschen in Europa eher solche Risiken eingehen. Unzählige Menschen und Familien haben das Risiko, in Deutschland zu bleiben statt zu emigrieren, mit ihrem Leben bezahlt. Mit dem Leben, das ihnen noch geblieben war. Zuvor hatte man ihnen Hab und Gut, die Existenz und die Würde genommen.

Die Ernsthaftigkeit, mit der das heutige Wahlvolk seine Politikerinnen und Politiker Deutschland von der Wehr- zur Kriegstüchtigkeit führt, wird mir wohl kurzfristig die Entscheidung abnötigen, ein großes Risiko einzugehen.

Als ich etwa zwölf Jahre alt war, bin ich das Risiko eingegangen, beim Klauen erwischt zu werden. Es waren Mutproben. Wir haben Colaflaschen aus Getränkelieferwagen gestohlen. Wir sind in die Spielzeugabteilung eines Kaufhauses gegangen und haben aus einer großen Verkaufsfläche voller Matchbox-Autos Autos geklaut. Wir wurden nicht erwischt. Heute vermute ich, dass die Verkäuferin bewusst weggesehen hat. Danach hatte ich ein schlechtes Gewissen. Bereut habe ich es jedoch nicht. Es war eine wichtige Erfahrung in Bezug auf Selbstwirksamkeit.

Täglicher Schreibanreiz
Beschreibe ein Risiko, das du eingegangen bist, ohne es im Nachhinein zu bereuen.

Describe a risk you took that you do not regret.  |  Beschreibe ein Risiko, das du eingegangen bist und das du nicht bereust.

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