🎶 Ich bin verloren in den Worten, die ich gesagt habe. Was soll ich jetzt nur tun?

Es regnet unaufhörlich in Strömen und der Tag, der über dem Blackberry Way anbricht, könnte trostloser kaum sein. Schon in aller Herrgottsfrühe ist sie einfach davongelaufen. Mir fehlten die Worte, um sie aufzuhalten, und nun stehe ich verloren an dieser Straßenecke. In meinem Kopf kreisen unablässig die verletzenden Dinge, die ich unbedacht zu ihr gesagt habe. Die Reue schnürt mir die Kehle zu. Was um alles in der Welt soll ich jetzt nur tun?

https://youtu.be/8QwXpuPJ-4k

In einem verzweifelten Anflug von Trotz versuche ich, die Vergangenheit abzustreifen. Leb wohl, Blackberry Way. Ich rede mir ein, dass ich diesen Ort nicht mehr sehen will, dass ich all das nicht brauche. Sicherlich wird sie ihren Fehler einsehen und mich eines Tages zurückwollen. Doch tief im Inneren weiß ich, dass das nur eine leere Schutzbehauptung ist.

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Meine Umgebung spiegelt lediglich meine eigene Trostlosigkeit wider. Im Park wuchern die Blumen unkontrolliert, während die Bäume völlig kahl in den grauen Himmel ragen – an jedem Ast hängt eine schmerzhafte Erinnerung. Auf dem See treiben verlassene Boote, die ohne jemanden, der sich um sie kümmert, unweigerlich sinken werden. Ich fühle mich genauso verwahrlost und untergehend wie sie. Ich wende mein Gesicht der kahlen Mauer zu, vollkommen ratlos und von unfassbarer Niedergeschlagenheit erdrückt.

https://music.apple.com/se/song/blackberry-way/1681883064

Noch einmal renne ich zum Bahnhof, hetze zum Zug und blicke mich ständig um – in der irren Hoffnung, sie könnte noch dort sein. Etwas Unausgesprochenes, Schweres liegt in der Luft. Wenn ich auf die Blackberry Way blicke, sehe ich nur noch das Trümmerfeld meiner eigenen Fehler und unbedachten Sünden, die nun alle in den kalten Wind gestreut sind. Ohne sie ist mein Leben von einer lähmenden Leere erfüllt und ich bin für immer gefangen in den dummen Worten, die ich ausgesprochen habe. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich ein letztes Mal trotzig abzuwenden und mir weiterhin vorzumachen, dass ich diesen Ort nicht brauche und sie irgendwann zu mir zurückkehren wird.

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📅❓ wucherisch

Ich lese Bücher auf einem E-Reader. Ich habe es schon einmal bereut, ein Buch heruntergeladen zu haben.

Der Nachteil beim Kauf eines Buches für den E-Reader oder die Zusendung ist, dass man das Buch nicht in den Händen hält und somit nicht sofort erkennt, wie viele Seiten man für sein Geld erhält.

Ich hatte mir mehrere Romane eines französischen Autors in chronologischer Reihenfolge heruntergeladen und gelesen. Jeder dieser Romane hatte zwischen 300 und 400 Seiten. Der letzte „Roman” hatte nur 112 Seiten, und das für den annähernd gleichen Preis der vorherigen. Das empfand ich als Wucher.

Seitdem achte ich immer darauf, wie viele Seiten ein Buch hat, und stelle den Preis ins Verhältnis dazu.

Ich habe es noch nie bereut, ein Buch gelesen zu haben.

Selbst aus einem Buch, das mich ärgerlich zurücklässt, kann ich noch gute Erkenntnisse ziehen.

Wie bereits vor einigen Tagen geschrieben, gibt es allerdings ein Buch, das ich nicht zu Ende gelesen habe, weil es mich überhaupt nicht angesprochen hat. Dass ich es gekauft und angelesen habe, bereue ich nicht.

Tägliche Schreibanregung
Hast du es schon mal bereut, ein Buch gelesen zu haben – welches und warum?

Have you ever regretted reading a book — which one and why?  |  Hast du es jemals bereut, ein Buch gelesen zu haben – welches und warum?

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📅❓ Selbstwirksamkeit durch Grenzüberschreitung

Das Risiko ist die eingeschätzte Wahrscheinlichkeit einer Gefahr. Gefahr bezeichnet die Möglichkeit, dass ein Schaden oder eine Verletzung entsteht. Einschätzen bedeutet, etwas nach den persönlichen Erfahrungen zu beurteilen.

Ich bin unbewusst Risikos eingegangen, deren Gefährlichkeit mir erst im Nachhinein so richtig bewusst wurde. Ich bin auch Risiken eingegangen, die im schlimmsten Fall einen geringen Schaden oder eine leichte Verletzung nach sich hätten ziehen können. Doch das ist mehr oder weniger alltäglich. Ich beziehe den Daily Prompt auf die Frage nach einem schweren Schaden oder einer schweren Verletzung.

Meine Risikobereitschaft ist gering. Bislang hatte ich das Glück, keine Entscheidungen treffen zu müssen, die ein hohes Risiko in sich bargen. Ein solches Risiko würde ich nur eingehen wollen, wenn der Schaden oder die Verletzung nur mich selbst beträfe. Andere würde ich nicht hineinziehen wollen. Es sei denn, das Risiko einzugehen wäre existenziell.

Vor 1946 mussten die Menschen in Europa eher solche Risiken eingehen. Unzählige Menschen und Familien haben das Risiko, in Deutschland zu bleiben statt zu emigrieren, mit ihrem Leben bezahlt. Mit dem Leben, das ihnen noch geblieben war. Zuvor hatte man ihnen Hab und Gut, die Existenz und die Würde genommen.

Die Ernsthaftigkeit, mit der das heutige Wahlvolk seine Politikerinnen und Politiker Deutschland von der Wehr- zur Kriegstüchtigkeit führt, wird mir wohl kurzfristig die Entscheidung abnötigen, ein großes Risiko einzugehen.

Als ich etwa zwölf Jahre alt war, bin ich das Risiko eingegangen, beim Klauen erwischt zu werden. Es waren Mutproben. Wir haben Colaflaschen aus Getränkelieferwagen gestohlen. Wir sind in die Spielzeugabteilung eines Kaufhauses gegangen und haben aus einer großen Verkaufsfläche voller Matchbox-Autos Autos geklaut. Wir wurden nicht erwischt. Heute vermute ich, dass die Verkäuferin bewusst weggesehen hat. Danach hatte ich ein schlechtes Gewissen. Bereut habe ich es jedoch nicht. Es war eine wichtige Erfahrung in Bezug auf Selbstwirksamkeit.

Täglicher Schreibanreiz
Beschreibe ein Risiko, das du eingegangen bist, ohne es im Nachhinein zu bereuen.

Describe a risk you took that you do not regret.  |  Beschreibe ein Risiko, das du eingegangen bist und das du nicht bereust.

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