Wirklich? So wollten wir das?

» […] Denke ich an Deutschland, denke ich an ein Land, das zwei Weltkriege angefangen hat. Denke ich, deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt. Denke ich an ein Land, das seine Klassenunterschiede in den letzten Jahrzehnten zementiert hat. Denke ich an ein Land, das viel die Moral im Mund führt und zum Beispiel beim Klimaschutz wenig vorangeht, viel weniger, als wir uns leisten könnten. […] Ich war in fast jeder Stadt. Mich irgendwo hinzusetzen, ein bisschen Atmosphäre einzufangen, ein paar Notizen zu machen. Ein Gedanke, der sich immer wieder auftut, ist, so wollten wir das? Dafür haben wir jetzt irgendwie die Ressourcen der Welt ausgebeutet, damit hier jetzt so eine planierte Betonfläche ist und die Leute mit unglücklichem Gesicht dahin schlurfen und Waren kaufen, die sie nicht brauchen. Das ist jetzt die Fußgängerzone von so und so. Wirklich? So wollten wir das? […] Darf ich mir noch mehr Sachen für Deutschland wünschen? Ich wünsche mir mehr soziale Durchlässigkeit. Ich wünsche mir, dass die Bildungschancen weniger abhängen vom Reichtum und akademischen Bildungsgrad des Elternhauses. Ich wünsche mir, dass wir vorankommen im Klimaschutz, dass wir unsere heilige Kuh, das Auto nach und nach aus den Innenstädten verbannen, denn das werden bessere Städte für alle. Ich wünsche mir, dass wir die Artenvielfalt erhalten können, dass wir unsere Wälder schützen und unsere Moore und ja, viel. […] «

~ Dota Kehr, Denk ich an Deutschland: die Musikerin Dota Kehr, 02.07.2023, https://www.deutschlandfunk.de/denk-ich-an-deutschland-dota-kehr-dlf-bc5880f5-100.html

Die 1979 in West-Berlin geborene Musikerin Dota Kehr ist bekannt für ihre philosophisch-poetischen Songtexte. Sie engagiert sich für die Rechte von Künstlerinnen und Künstlern sowie gegen gesellschaftliche Hetze und Ausgrenzung. In ihren Überlegungen zu Deutschland äußert sie kritische Ansichten über die Vergangenheit des Landes, den Nationalismus und die in den letzten Jahrzehnten zementierten sozialen Ungleichheiten. Kehr wünscht sich eine gerechtere Gesellschaft, die soziale Durchlässigkeit fördert, den Klimaschutz ernst nimmt und in der der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine entscheidende Rolle für die Demokratie spielt. Ihre Musik und ihre Konzerte ziehen eine treue Fangemeinde an, die ihre Botschaften schätzt und unterstützt.

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Ich fordere ein sofortiges Ende der industriellen Massentierhaltung! |

Die Massentierhaltung in Deutschland und Europa trägt maßgeblich zur Ausbreitung der Vogelgrippe bei. Diese bedroht nicht nur die Artenvielfalt, sondern birgt auch erhebliche gesundheitliche Risiken für Menschen.

Der Artikel thematisiert die Bedrohung der Artenvielfalt und der Umwelt durch die Massentierhaltung und setzt diese in den Kontext der aktuellen Vogelgrippewelle in Deutschland und Europa. Es wird argumentiert, dass die Geflügelindustrie maßgeblich für die Ausbreitung des Virus verantwortlich ist, während Wildvögel oft fälschlicherweise als Überträger dargestellt werden. Der Autor fordert ein Umdenken in der Politik, um nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken zu fördern und somit sowohl die Tierwelt als auch die menschliche Gesundheit zu schützen.

»Ein Käfig voller Keime – Die Massentierhaltung bedroht Artenvielfalt, Natur und Mensch – Die in Deutschland und Europa grassierende Vogelgrippe steuert auf eine neue Rekordsaison zu. Einmal mehr gibt es das große Sterben in der Natur und in den Großställen der Geflügelindustrie. Über die Ursachen des Desasters herrscht weitgehend Konsens, über die Konsequenzen ebenso. Die Politik lässt dem Kommerz trotzdem freien Lauf. Union und SPD wollen sogar mehr davon. Schlecht bekomm’s. Von Ralf Wurzbacher.«, 06.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=141615

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Versprochen: Entwaldung beenden. Gebrochen.

Weltweit sind Wälder – insbesondere Tropenwälder – durch Waldbrände und illegale Abholzung bedroht. Dies verschärft die Klimakrise und unterstreicht die Notwendigkeit von Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder.

Der Artikel behandelt die Bedrohung der Wälder – insbesondere der Tropenwälder – durch Waldbrände und Abholzung, welche durch menschliche Aktivitäten und den Klimawandel verstärkt werden. Professor Henrik Hartmann erklärt, dass Tropenwälder wie der Amazonas wichtige Kohlenstoffspeicher sind, deren Zerstörung das Klimasystem der Erde gefährden könnte. Trotz internationaler Versprechen, die Entwaldung bis 2030 zu beenden, zeigen aktuelle Trends eine gegenteilige Entwicklung. Oft fehlt der politische Wille, Schutzmaßnahmen umzusetzen.

»Warum die Wälder bedroht sind – Henrik Hartmann, Leiter Institut für Waldschutz – In der Reihe der schlechten Nachrichten ist diese fast untergegangen. Im letzten Jahr sind weltweit 8,1 Millionen Hektar Wald zerstört worden. Das ist eine Fläche größer als Schottland. Besonders besorgt sind die Forschenden des Waldzustandsberichts über die Lage der Tropenwälder, die großräumig durch Waldbrände zerstört worden seien. Allein die Waldbrände im Amazonasgebiet hätten mehr Treibhausgase ausgestoßen, als ein Industrieland wie Deutschland in einem Jahr in die Atmosphäre bläst.«, 19.10.2025, https://www.deutschlandfunk.de/warum-die-waelder-bedroht-sind-henrik-hartmann-leiter-institut-fuer-waldschutz-100.html

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Warum die Wälder bedroht sind

Henrik Hartmann, Leiter des Instituts für Waldschutz

Britta Fecke, http://www.deutschlandfunk.de, Information und Musik

Bedrohung der Wälder: Ursachen und Lösungsansätze

Immer mehr Wälder weltweit, auch in Europa, sind durch Brände, Abholzung und den Klimawandel gefährdet. Langfristige Schutzmaßnahmen sind notwendig.

Schlüsselpunkte

~ Globale Waldflächen nehmen zwar zu, drohen aber durch Feuer und Abholzung zu schwinden.

~ Tropenwälder, speziell der Amazonas, sind durch Brandrodung und Klimawandel stark gefährdet.

~ Wälder sind für den Klimaschutz essenziell, da sie viel CO₂ speichern und das Weltklima beeinflussen.

~ Der Klimawandel verstärkt die Brandintensität in Europa, besonders in den südlichen Ländern.

~ Der Schutz der europäischen Wälder vor den Folgen des Klimawandels erfordert langfristige Strategien und Maßnahmen zur Steigerung der Resilienz.

Ursachen der Waldgefährdung

~ Weltweit verursachen menschliche Aktivitäten wie Brandrodungen und illegale Rodungen massive Schäden.

~ Der Klimawandel führt zu längeren Dürreperioden und einem erhöhten Brandrisiko, wodurch die Wälder zusätzlich unter Stress gesetzt werden.

~ In Europa sind immer häufiger Megabrände zu beobachten, die durch Hitze und Trockenheit begünstigt werden.

~ In den Tropen werden Feuer oft für die Landnutzung eingesetzt und geraten manchmal außer Kontrolle.

Schutz- und Anpassungsstrategien

~ In Europa konzentriert man sich beim Schutz auf die Anpassung an klimatische Veränderungen und nicht auf die Verhinderung von Entwaldung.

~ Um Wälder widerstandsfähiger zu machen, werden strukturreiche und vielfältige Bewirtschaftungsformen empfohlen.

~ Monokulturen sollen durch Waldumbau zu resilienteren Mischwäldern ersetzt werden.

~ Die natürliche Entwicklung und die Artenvielfalt könnten dabei helfen, Wälder an den Klimawandel anzupassen.

~ Es besteht jedoch Unsicherheit darüber, wie lange solche Maßnahmen wirken, da zukünftige klimatische Bedingungen unklar sind.

Fazit: Der weltweite Zustand der Wälder ist bedenklich, da sie für den globalen Klimaschutz essenziell sind, menschliche Aktivitäten und der Klimawandel ihnen jedoch stark zusetzen. Nur nachhaltige, langfristige Schutzmaßnahmen können die Wälder für die Zukunft sichern.