Alles kommt zu dir zurück. Du wirst herausfinden, was wahr ist. Auferstehungstag. | on this day in music

Der Song „Resurrection Day“ von Phil Shoenfelt vom Album „Cassandra Lied“, das am 27.12.2019 veröffentlicht wurde, beschreibt eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, Schuld und der unvermeidbaren Selbstreflexion. Im Zentrum steht der Begriff „Resurrection Day” (Tag der Auferstehung), der hier weniger religiös, sondern eher als metaphorischer „Tag der Abrechnung” mit sich selbst verstanden wird.

Der Interpret gesteht Fehler und moralisches Fehlverhalten ein. Er ist sich bewusst, Chancen vertan zu haben, und dass er dafür einen Preis zu zahlen hat. Trotz einer anfänglichen Gleichgültigkeit oder fehlenden Reue mündet der Text in eine melancholische Einsicht über den Zustand der Dinge. Die wiederkehrende Zeile „It all comes back to you“ (Alles kommt zu dir zurück) betont das Prinzip von Ursache und Wirkung. Der Song vermittelt, dass man seiner eigenen Geschichte und seinem wahren Kern nicht entfliehen kann. Am „Resurrection Day“ wird die Wahrheit ans Licht kommen und jeder muss sich dem stellen, was in seinem Inneren vorgeht.

Ein wichtiger Aspekt ist die Einsamkeit bei der Heilung oder Wiedergutmachung: Der Text betont, dass man sich nur selbst „neu verbinden“ kann, denn diese innere Arbeit kann niemand sonst übernehmen. Die wiederholte Warnung „The future’s coming fast“ und der Hinweis, dass nichts für die Ewigkeit gebaut ist, erzeugen ein Gefühl von Dringlichkeit.

Insgesamt handelt der Song von der unvermeidbaren Selbstbegegnung. Er beschreibt den Moment, in dem die Fassaden bröckeln und man gezwungen ist, die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, während die Zeit unaufhaltsam voranschreitet.

https://link.deezer.com/s/31YFEypxRzTdoUKXpXBPt

https://music.apple.com/de/song/resurrection-day/1489170504

Die Kirche, die ich meine: friedfertig und pazifistisch.

In seinem Artikel kritisiert Roland Rottenfußer die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dafür, dass sie die militaristische „Zeitenwende“ unterstützt und ihre Friedensethik neu ausrichtet, um militärische Gewalt mit christlichen Werten zu rechtfertigen. Rottenfußer argumentiert, dass sich die Kirche von den Lehren Jesu, die Gewaltlosigkeit und Frieden propagieren, entfernt hat und stattdessen den Zeitgeist sowie politische Machtstrukturen unterstützt. Er verweist auf die historische Ambivalenz der Kirche im Umgang mit Krieg und Gewalt, die bereits zur Zeit Martin Luthers offensichtlich war, und warnt vor den moralischen Implikationen dieser Positionierung. Abschließend plädiert er für eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen christlichen Werte der Friedfertigkeit und des Pazifismus, wie sie von namhaften theologischen Persönlichkeiten wie Dietrich Bonhoeffer und Margot Käßmann vertreten werden.

»Die „Zeitenwende“ hat auch in der Evangelischen Kirche Deutschlands Einzug gehalten — Aufrüstung gilt nun nicht mehr als Verstoß gegen die Ethik des Religionsstifters.«, 13.12.2025, https://www.manova.news/artikel/selig-sind-die-kriegerischen

Zusammenfassung des Artikels „Selig sind die Kriegerischen“:

Objektive Fakten:

~ Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der militaristischen „Zeitenwende“ identifiziert.

~ Die Konrad-Adenauer-Stiftung äußert sich zufrieden über die neue Friedensethik der EKD, wenngleich nicht alle diese Änderung unterstützen.

~ Die „Friedensdenkschrift 2025 der EKD“ zielt darauf ab, sowohl das christliche Ideal der Gewaltfreiheit als auch die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu berücksichtigen.

~ Die EKD spricht von der Notwendigkeit von Gegengewalt zum Schutz vor Aggression.

~ Die Denkschrift stellt eine Neuausrichtung der protestantischen Friedensethik dar.

~ Es gibt jedoch auch prominente Stimmen innerhalb der Kirche, die sich für eine pazifistische Auslegung des Evangeliums einsetzen, darunter Margot Käßmann und Jörg Zink.

Autorenmeinungen:

~ Ein Autor kritisiert die Versuche der Evangelischen Kirche, die Lehren Jesu mit militaristischen Ideologien in Einklang zu bringen, und sieht dies als Verzerrung der christlichen Botschaft.

~ Er argumentiert, dass die Kirche sich dem Zeitgeist anpasst und ihre Ideologie an die politischen Gegebenheiten anpasst, was als opportunistisch empfunden wird.

~ Der Autor äußert die Sorge, dass die neue Ethik der Kirche als moralischer Blankoscheck für militärische Gewalt genutzt werden könnte.

~ Er vertritt die Meinung, dass sich die Kirche von ihrer ursprünglichen Rolle als Friedensvermittler entfernt hat und stattdessen die Rüstungsindustrie unterstützt.

~ In der Rhetorik der Kirchenvertreter sieht der Autor eine gefährliche Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt und fordert eine Rückbesinnung auf die pazifistischen Grundsätze des Christentums.

~ Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass die gegenwärtige Haltung der evangelischen Kirche nicht mit den Lehren Jesu vereinbar ist und die Kirche die Herausforderung des gewaltfreien Lebens nicht ernsthaft annimmt.

Der Artikel nimmt eine kritische Haltung gegenüber der aktuellen Position der evangelischen Kirche ein und thematisiert die Gefahr einer Militarisierung der christlichen Lehre.

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.

Was ein Drohnenkrieg ist. | Zitat

» […] „Wenn Soldatinnen und Soldaten im Zuge des Rotationsprinzips von der Front zurückkehren, sind sie nicht mehr, wer sie einmal waren:

Dieser Krieg ist ein Krieg der Drohnen mit ihrem durchdringenden Geräusch. Vor ihnen kann man sich nicht schützen.

Sie trennen die Gliedmaßen eines Soldaten ab, Arme, Beine oder beides. Das ist etwas ganz anderes als eine Schussverletzung.

Verletzte können wegen der Drohnen nicht geborgen werden. Der mentale Stress der Soldaten ist in diesem Krieg immens.

Wenn sie nach Hause kommen, wollen sie oft sofort wieder zurück an die Front. Sie ertragen die Stille nicht mehr.

Sie wollen zu ihren Kameraden und ihnen beistehen.

In den Familien entlädt sich ihre enorme Anspannung mitunter in familiärer Gewalt.

All das muss man erst einmal wissen, um dann Wege zu finden, damit umzugehen.“ […] «

~ Robert van Voren, Menschenrechtsaktivist und Gründungsvater einer Reihe von psychologischen Diensten in der Ukraine, Die Psyche in Zeiten des Krieges, 09.12.2025, Psychologie Heute, https://www.psychologie-heute.de/gesundheit/artikel-detailansicht/44610-die-psyche-in-zeiten-des-krieges.html

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

Ein Bett im Café wäre schön. | dailyprompt

Ich möchte mich nicht an einen bestimmten Ort zum Lesen und Schreiben gebunden fühlen. Ich möchte überall lesen und schreiben können. Überall dort, wo es objektiv möglich ist.

Seit ein paar Jahren lese ich meine Zeitschriftenabonnements vorwiegend in meinen Lieblingscafés. Betrete ich das eine Lieblingscafé, empfängt mich stets eine familiäre Atmosphäre. Es ist gleichgültig, wer der oder die Barista des Tages ist, wer gerade für den Service zuständig ist oder wie voll oder leer es ist. Trotz der eng gestellten Tische in dem relativ kleinen Raum und der großen Geräuschkulisse versinke ich in meine Lektüre und komme für ein bis zwei Stunden in einen Leseflow.

Das andere Lieblingscafé wird von einer Bäckerei-Kette betrieben, hier ist nichts familiär. Wenn ich mit meinem Kaffee auf dem Tablett in die obere Etage gehe, geht mein Herz auf und ich finde Ruhe. Es ist ein großer, weiträumiger Ort mit einer hohen Decke. Ich habe Luft zum Atmen und Raum, mich auszudehnen. Nie begegne ich einem Gast ein weiteres Mal. Ich habe einen Lieblingsplatz: einen kleinen Tisch mit zwei gemütlichen, sesselähnlichen …

lesen im Bett und
schreiben lesen in Cafés
Schreibtisch Notizbuch

… Stühlen, der etwas abseits des Hauptgangs liegt. Hier ist es nie laut. Die Unterhaltungen sind gedämpft. Ich vergesse die Zeit und versinke in meine Lektüren.

Aus beiden Cafés komme ich tiefenentspannt wieder zu Hause an.

Bücher – grundsätzlich nur eBooks – lese ich in meinem Hochbett. Die Zimmerdecke ist zum Greifen nah, ich lege den Kopf auf zwei Kopfkissen, im Winter bin ich unter meiner kuscheligen, warmen und schweren Winterbettwäsche eingepackt, im heißen Sommer bin ich nur leicht bedeckt.
Mir gelingt es bislang nicht, Bücher in der Öffentlichkeit zu lesen, dafür brauche ich Ruhe um mich herum.

Ich schreibe hauptsächlich an meinem Schreibtisch und lasse die Buchstaben, Wörter und Sätze direkt aus dem Kopf über die Finger und die Tastatur in mein OneNote fließen. Ansonsten habe ich unterwegs immer mein „Focus Day“-Notizbuch im Format B5 mit linierten Seiten dabei, sodass ich zu jeder Zeit und an jedem Ort schreiben kann. Ich schreibe in meinen Lieblingscafés, auf Parkbänken, in Zügen, in Wartezimmern usw., immer dann, wenn ein Gedanke flüchtig zu werden droht und deshalb schnell festgehalten werden muss.

Täglicher Schreibanreiz
Du könntest deinen perfekten Platz zum Lesen und Schreiben schaffen. Wie würde er aussehen?

You get to build your perfect space for reading and writing. What’s it like? | Sie können sich Ihren perfekten Raum zum Lesen und Schreiben gestalten. Wie sieht er aus?

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.

Freitagsfüller # 1

[Freitagsfüller # 1]

1. Weihnachten war dieses Jahr sehr entspannt.

2.  Anspannung, Entspannung. Ohne Anspannung könnten wir die Entspannung nicht genießen.

3.  Dieses Jahr muss ich noch „Das Quiz 2025“ im Ersten schauen. Kindergeburtstag für Erwachsene.

4.  Rücksichtslosigkeit regt mich auf.

5.  Mit einem leisen Plopp öffnet sich eine Tür.

6.  In meinem Lieblingscafé werde ich morgen einen Salat und eine Nussecke essen, Kaffee trinken und reden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Dokumentation „Petra Kelly – Act now!“ in der arte-Mediathek, morgen habe ich geplant, ausnahmsweise samstags mein Lieblingscafé aufzusuchen und Sonntag möchte ich in der nahen großen Stadt mit dem Leihhund durch den Stadtwald gehen!

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.

Frei werden. | Zitat

» […] Frei werden wir erst, wenn wir uns mit dem Leben verbünden
gegen die Todesproduktion und die permanente Tötungsvorbereitung.
Frei werden wir weder durch Rückzug ins Private, ins ‘Ohne mich’,
noch durch Anpassung an die Gesellschaft, in der Generale
und Millionäre besonders hochgeachtet werden. Frei werden wir,
wenn wir aktiv, bewusst und militant für den Frieden arbeiten. […] «

~ Dorothee Sölle, Im Hause des Menschenfressers. Texte zum Frieden., Hamburg 1981

Dorothee Sölle (1929–2003), geborene Nipperdey, war eine deutsche evangelische Theologin, Dichterin und Schriftstellerin sowie eine der wichtigsten Vertreterinnen der feministischen Theologie.

Sie zählt zu den einflussreichsten Theologinnen des Protestantismus und zu den profiliertesten Vertreterinnen eines „anderen Protestantismus”.

Ihre Theologie war untrennbar mit politischem Engagement verbunden. Zentrale Themen waren:

  • Gottes Vorliebe für die Armen (was sie zu einer führenden europäischen Befreiungstheologin machte).
  • Die Verknüpfung alltäglicher Lebenserfahrungen (Leiden, Armut, Benachteiligung) mit theologischen Inhalten.
  • Kritik an der Allmachtsvorstellung über Gott.

Sie war eine Aktivistin und engagierte sich in der Friedens-, Frauen- und Umweltbewegung.
Sie war Mitbegründerin des „Politischen Nachtgebets” (1968–1972 in Köln), in dem christlicher Glaube und politisches Handeln in Beziehung gesetzt wurden.
Sie setzte sich für Frieden, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung ein und protestierte gegen Aufrüstung.

Obwohl ihr in Deutschland ein Lehrstuhl weitgehend verwehrt blieb, erlangte sie als theologische Schriftstellerin und Rednerin weltweite Bekanntheit. Von 1975 bis 1987 hatte sie jedoch eine Professur für Systematische Theologie am Union Theological Seminary in New York inne.

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.