Eine neue Studie des ISTA zeigt, dass Gletscher weltweit in einem aussichtslosen Kampf gegen den Klimawandel stehen. Bis in die 2030er Jahre wird ihre Selbstkühlung ihren Höhepunkt erreichen, bevor die Gletscherschmelze sich beschleunigt und zu einem drastischen Rückgang führt.
Die ISTA-Studie zeigt, dass Gletscher weltweit in einem aussichtslosen Kampf gegen den Klimawandel stehen. Ihre Selbstkühlung wird in den nächsten Jahren ihren Höhepunkt erreichen, bevor sich die Gletscherschmelze beschleunigt. Trotz ihrer kurzfristigen Fähigkeit, ihre Umgebung zu kühlen, wird erwartet, dass sie sich bis zur Mitte des Jahrhunderts wieder an die sich erwärmende Atmosphäre anpassen und ihr Rückgang somit beschleunigt wird. Die Forscher betonen, dass es notwendig ist, den unvermeidbaren Eisverlust zu akzeptieren und sich auf effektive Klimaschutzmaßnahmen zu konzentrieren, um eine weitere Erwärmung zu verhindern.
»Zum Schmelzen verurteilt – Gletscher wehren sich gegen die Klimaerhitzung. Sie kühlen die Luft, die ihre Oberfläche berührt. Aber wie lange noch? ISTA-Studie bestätigt: Gletscher weltweit in aussichtslosem Kampf gegen Klimawandel.«, 17.10.2025, https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/zum-schmelzen-verurteilt/
Matthias Mogge von der Welthungerhilfe berichtet über die stagnierenden Fortschritte im Kampf gegen den Hunger weltweit. Insbesondere in Afrika südlich der Sahara und in Südasien leiden derzeit 673 Millionen Menschen unter Unterernährung, obwohl die Zahlen in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen sind. Die Ziele der Agenda 2030 für „Null Hunger” sind gefährdet.
Matthias Mogge von der Deutschen Welthungerhilfe stellt im Interview fest, dass der weltweite Hunger trotz eines Rückgangs in den letzten Jahrzehnten seit 2016 auf einem hohen Niveau stagniert. Aktuell haben etwa 673 Millionen Menschen keinen Zugang zu ausreichender Nahrung. Besonders betroffen sind Regionen wie Afrika südlich der Sahara und Südasien. Als Hauptursachen für die anhaltende Hungerkrise werden Konflikte und der Klimawandel identifiziert. Mogge betont die Notwendigkeit, umfassendere Indikatoren zu betrachten und schnellere Hilfsmaßnahmen zu ergreifen – insbesondere in Krisengebieten wie Gaza.
Seit 2016 stagniert der weltweite Fortschritt bei der Reduzierung von Hunger. Rund 673 Millionen Menschen haben keinen sicheren Zugang zu Nahrung, vor allem in Afrika südlich der Sahara und in Südasien.
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Key Points
Der Trend zeigt seit 2016 keine wesentlichen Verbesserungen mehr beim Thema Hunger.
Bis 2030 werden 56 Länder das Ziel „Zero Hunger“ wahrscheinlich nicht erreichen.
Ca. 673 Millionen Menschen weltweit haben keinen ausreichenden Nahrungskontakt.
Der Welthungerindex umfasst mehrere Indikatoren, darunter Kindersterblichkeit und Wachstumsverzögerungen.
Besonders betroffen sind Afrika südlich der Sahara und Südasien.
Konflikte und Klimawandel sind die Haupttreiber der Hungersituation.
Aktueller Stand und Regionen
Seit 2016 stagniert die globale Hungerbekämpfung mit kaum erkennbaren Fortschritten. Besonders betroffen ist Afrika südlich der Sahara mit Ländern wie Nigeria, Burundi und Somalia, in denen Kinder stark unter Ernährungsproblemen leiden. Zwar gibt es in einigen Ländern Verbesserungen, in anderen wie Syrien verschlechtert sich die Lage jedoch durch Konflikte.
Ursachen und Einflussfaktoren
Konflikte – insbesondere Kriege, wie sie aktuell in Syrien stattfinden – und die Auswirkungen des Klimawandels wirken sich massiv auf die Ernährungssicherheit aus. Extreme Wetterereignisse wie Dürren und Überflutungen behindern die landwirtschaftliche Produktion, steigern die Ernährungsunsicherheit und verschärfen die humanitäre Krise.
Möglichkeiten der Hilfe
Sofortige Hilfe ist möglich und wird durch die vorbereiteten Lager der Organisationen erleichtert. In Krisengebieten wie dem Gazastreifen ist schnelle Unterstützung bei der Wasserversorgung, bei sanitären Anlagen und bei der Bereitstellung von Unterkünften entscheidend. Um Klimaextreme und Konflikte besser bewältigen zu können, sind jedoch langfristige Strategien erforderlich.
Schlussfolgerung Hunger ist nach wie vor eine globale Herausforderung, die durch Konflikte und den Klimawandel noch verstärkt wird. Um das Ziel „Zero Hunger“ bis 2030 noch zu erreichen, sind schnelle und nachhaltige Maßnahmen notwendig.
Fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung sollen die NATO-Staaten künftig für Militär und kriegsrelevante Infrastruktur ausgeben. Diese willkürliche Festlegung ist unverantwortlich. Fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes entsprächen nach heutigen Zahlen fast der Hälfte des deutschen Bundeshaushalts, mindestens 200 Milliarden Euro. Jedes Jahr!
Aufrüstung führt in die Sackgasse! Dass Frieden und Sicherheit durch immer mehr Waffen und Abschreckung erreichbar wären, ist ein Trugschluss. Ich möchte in einem Land leben, das sich mit zivilen Mitteln für eine friedliche Welt stark macht. Diplomatie, Interessensausgleich und Völkerverständigung müssen die Grundpfeiler für Frieden in Europa und in der Welt sein.
Daher fordere ich von der Bundesregierung:
~ einen Stopp der maßlosen Ausgaben für immer mehr Aufrüstung. Nötig sind mehr Investitionen, die unser aller Leben verbessern – zum Beispiel in Gesundheit, Bildung, Soziales und Klimaschutz.
~ keine Belastung und Einschränkung nachfolgender Generationen durch unbegrenzte Neuverschuldung für Militär und Kriegs-Infrastruktur, durch eine Wehrpflicht oder die Vernachlässigung der Klimakatastrophe.
~ einen entschlossenen diplomatischen Einsatz für ein Ende des russischen Angriffskrieges, nachhaltigen Frieden für die Ukraine und eine neue europäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur.
~ ein glaubwürdiges Eintreten für Völkerrecht, nukleare und konventionelle Rüstungskontrolle sowie eine Stärkung von Ziviler Konfliktbearbeitung und Entwicklungszusammenarbeit. Dauerhafte Sicherheit kann nur eine Weltordnung garantieren, in der nicht das Recht des Stärkeren gilt.