Wenn nicht jetzt, wann dann? | Zitat

» […] so ist meine Vorstellung von Menschenwürde, Gleichbehandlung, Gemeinschaft, Leistung, Freiheit und Ordnung sowie Frieden geblieben. Einer der klügeren unserer Bundeskanzler […] sagte einmal, dass nichts von selbst kommt und nichts von Bestand sei. Das trifft heute mehr zu, als ich es mir im Laufe meines Lebens hätte vorstellen können. Nie waren meine Ideale so nah, dass ich gedacht hätte, sie seien Realität. Immer gab es Widerstand derer, die das Zepter in der Hand hielten. Aber immer auch wurden ihnen Zugeständnisse abgetrotzt, die das Leben erleichterten. Und lange Zeit schien es Konsens zu sein, dass es so etwas gäbe wie ein Parallelogramm der Kräfte. Auch wenn es nie stimmte, aber die Illusion hielt vieles zusammen.

Diese Form der Gewissheit ist in den letzten wenigen Jahren zerbrochen und jetzt […] trampelt eine konzertierte Aktion von Barbaren auf der Idee meines Lebens herum und negiert alles, worauf meine Existenz zustrebte.

Da stellen sich keine Fragen mehr. Denn wenn Zwerge, die in der tief stehenden Wintersonne die trügerischen langen Schatten werfen, meinen, sie könnten dich in diesem Stadium deiner Existenz zum Narren halten und dich existenziell vernichten, dann haben sie sich gehörig verkalkuliert. Wenn der Respekt gegenüber den kleinsten Brüdern von Anfang an da war und die Bereitschaft, sich mit den in das Ornat der Macht eingewickelten Hochstaplern anzulegen, dann gibt es keinen günstigeren Zeitpunkt als jetzt. Und wer sich hat von den Schimären, hinter denen sich immer die Angst verbarg, einschüchtern lassen, dem ist nicht zu helfen. In keiner Phase des Lebens. Wer keine Nehmerqualitäten hat, der mag verzweifeln und bei den Schauermärchen, die ihm von dilettantischen Erzählern dargeboten werden, ihnen mit voller Hose und abgekauten Fingernägeln lauschen. Für alle, die die Idee ihres Lebens nicht verraten haben, ist jetzt Showtime! No Excuses Accepted! […] «

~ Dr. Gerhard Mersmann, Showtime! No Excuses Accepted!, 21.12.2025, http://form-7.com/2025/12/21/showtime-no-excuses-accepted/

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Werteverrat und Medienmacht | Zitat

» […] Und obwohl immer so schön von Werten und den Prinzipien die Rede war, zu deren Gunsten man die Interessen des Landes auch einmal hinten anstellen müsse, haben sie alles verraten, was mit den Werten und dem politischen System zusammenhängt.

Wem fallen bei der Betrachtung dieser Entourage noch Begriffe ein wie Freiheit, Recht, Einigkeit, Loyalität, Frieden, Solidarität, Vernunft, Gerechtigkeit, Vertrauen?

Sehen Sie sich die Gesichter derer an, die aktiv auf den jetzigen Zustand hingearbeitet haben und beantworten Sie die Frage.

Und vergessen Sie bitte nicht, sich bei der Lektüre der als gemäßigt geltenden Monopolistenblätter nach der viel beklagten Quelle von Hass und Hetze zu suchen! […] «

~ Dr. Gerhard Mersmann, Strategiepapier der USA: „Oh, welch ein Malheur!“, 09.12.2025, https://form-7.com/2025/12/09/strategiepapier-der-usa-oh-welch-ein-malheur/

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Endstation Staatsversagen? Eine Abrechnung mit Wirtschaft, Bildung und Politik

» […] Die Ökonomie funktioniert nicht mehr so, wie bisher, die alten Wege führen in die Krise und die neuen sind noch nicht etabliert.

Die Ergebnisse der Bildungsanstrengungen haben als Resultat, das überall Fachpersonal fehlt.

Das Gesundheitswesen geht trotz hoher Beiträge der Versicherten genauso in die Knie wie die Rentenversicherung.

Die Infrastruktur leidet unter jahrzehntelanger Vernachlässigung, die Bundesbahn ist zu einer allgemeinen Metapher für staatliches Versagen avanciert, die Außenpolitik kennt nur noch Konfrontation, die Freiheit wurde durch eine Inflation von Regelungen ersetzt, für die es große Sträuße von Sanktionen gibt, der Kulturbereich mausert sich zunehmend zu einem affirmativen Staatszirkus und das politische System bringt systematisch Volksvertreter hervor, die sich nicht um den Willen der Auftraggeber scheren. […] «

~ Dr. Gerhard Mersmann, Eisberge können warten!, 30.11.2025, https://form-7.com/2025/11/30/eisberge-konnen-warten/

Die Barbaren sind wir. | Citation.

Die Personalisierung unseres Geschichtsbildes, die Dämonisierung von Personen und Gruppen ist keine Politik, sondern Dummheit. […]

Der Narzissmus unserer wertewestlichen Welt überträgt sich in menschliches Leben auf allen Ebenen als Katastrophe.

Unter dem Vorwand von Kriegsgegnerschaft hetzen wir die Ukraine in einen Krieg gegen Russland. Unter dem Vorwand von Gesundheitspolitik stehlen wir den Afrikanern ihr Immunsystem. Unter dem Vorwand von Freiheit bereiten wir uns auf einen Krieg gegen China vor. Unter dem Vorwand von gedachten Bedrohungen überfallen wir den Iran. Kein Land ist vor unseren Regime-Changes sicher. […]

Denn die Barbaren sind wir.

~ Gabriele Gysi, 21.06.2025, Friedensdemo, Berlin, https://www.gabriele-gysi.de/news-details/eine-lizenz-zum-toeten

GABRIELE GYSI ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin.
Sie wurde 1946 in Berlin als Tochter der kommunistisch-jüdischen Verleger Klaus und Irene Gysi geboren.
Sie besuchte die Staatliche Schauspielschule Berlin. Anschließend wurde sie an die Volksbühne Berlin engagiert.
1984 verließ sie die DDR und wechselte das Engagement ans Stadttheater Bochum. Nach Tätigkeiten an verschiedenen Theatern und Schauspielschulen kehrte sie 2006 als Assistentin der Intendanz und später als Chefdramaturgin an die Volksbühne Berlin zurück.
Seit 2010 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Berlin.

Bildung – Resilienz – Mut. | Citation.

[…] Bildung muss Kinder und Jugendliche widerstandsfähig machen – gegen Gehirnwäsche, Fake News und autoritäre, gewaltbereite Ideologien. Ob zu Hause, auf TikTok, in der Moschee oder im Umfeld radikaler Gruppen: Resilienz ist das Schlüsselwort. Dafür braucht es Pädagoginnen und Pädagogen, die Rechtsstaat und Freiheit entschlossen verteidigen – und Kollegien, die an einem Strang ziehen. Es braucht den Mut zu politischen Debatten in Schulen, ohne Tabus, auch bei Themen wie Nahost, Islamismus, Migration, Integration, Frauenrechte, Kinderrechte und Toleranz. […] Wer Schulen nicht schützt, lässt die Demokratie im Stich. Und die beginnt bei unseren Kindern.

~ Ahmad Mansour am 31.08.2025 in EMMA Nr. 5 (382) September/Oktober 2025 S. 39, https://www.emma.de/artikel/wie-bei-den-taliban-341931 (Bezahlschranke)

Ahmad Mansour ist der Sohn arabisch-israelischer Eltern aus einer „nicht praktizierenden” muslimischen Familie. Er studierte Psychologie in Tel Aviv und Berlin, wo er seit 2004 lebt. Er engagiert sich gegen den politischen Islam: Bis 2016 war er im Projekt „Heroes” aktiv, das sich gegen Gewalt im Namen der Ehre einsetzt. Seit 2017 ist er zudem in der von ihm gegründeten Initiative MIND für „Demokratieförderung und Extremismusprävention” aktiv.

»Das Geschenk der Freiheit, vielleicht das wichtigste.«

… GvB: Was muss ein Mann haben, um Sie verführen zu können?

Rampling: Da muss ich erst mal was trinken. Aber ich werde Ihre Frage beantworten.

GvB: Wir haben es nicht eilig, nehmen Sie sich Zeit.

Rampling: Er muss zuhören. Das ist alles. Ich muss fühlen, dass ich gehört werde. Ich rede nicht sehr viel, aber wenn ich etwas sage, dann möchte ich gehört werden. Und wenn man gehört wird, wird man vielleicht auch verstanden – auch außerhalb der Worte, zwischen den Zeilen. Und nur dann kann man eine wirklich reiche, intime Beziehung haben.

GvB: Auf welchen Körperteil gucken Sie bei einem Mann zuerst?

Rampling: Ich weiß gar nicht, ich fühle den Menschen. Ich schaue nicht sehr viel. Wahrscheinlich, weil man mich mein ganzes Leben zu viel angeschaut hat. Mit zwanzig merkte ich, dass ich sehr fotogen und hübsch war. Und damit zog ich die Menschen an. Nicht weil ich ein anziehender Mensch war, sondern eben über das Bild. Darunter hat meine eigene Fähigkeit zu sehen irgendwie gelitten. Ich kehrte mich nach innen und entschloss mich, Dinge nur noch zu fühlen. Also: Ich spüre einen Mann, ich sehe ihn nicht wirklich.

GvB: Wie würden Sie das Gefühl beschreiben, verliebt zu sein? Tausende von Dichtern haben das ja versucht.

Rampling: Wie Sie sagen: Die Kunst liefert einfach die allerschönsten Beschreibungen, seit den ersten Höhlenmalereien. Bei mir steigert das Verliebtsein die Wahrnehmung um ein Vielfaches. Alles wird klarer: Farben, Formen, Zeichen, Gefühle – die Sinne werden messerscharf.

GvB: Das klingt wie Kokain.

Rampling: Aber diese Euphorie hält nicht an. Und wenn sie abklingt, muss sie ersetzt werden durch das Gefühl, absolut beschützt zu sein. Für mich ist also Verliebtsein in der letzten Konsequenz das Gefühl, beschützt zu sein und selbst zu beschützen. Dieser ultimative Schutz, der bei mir Voraussetzung für wirkliche Liebe ist, macht frei. Und das will ich auch dem anderen schenken, der mir diese Gefühle entgegenbringt.

GvB: Das Geschenk der Freiheit, vielleicht das wichtigste.

Rampling: Ja – das ist dann bedingungslose Liebe.

GvB: Da fällt mir ein Satz aus Ihrem wunderbaren Film Unter dem Sand ein. Da sagen Sie: »Man ist niemals zu alt, um zu lieben.« Ein wichtiger Satz, denn genau darauf kommt es an, das zu erkennen.

Rampling: Natürlich. Wenn wir uns das Leben als einen Zyklus von vierundzwanzig Stunden vorstellen: Wir wachen morgens auf, das heißt, wir werden geboren, und dann gehen wir unweigerlich auf den Tod zu, der eintritt, wenn wir nachts einschlafen. So sehe ich mein Leben. Durch die Liebe kommt man erst ins Leben. Das ist die Reiseroute, denn Liebe ist Leben. Wenn man wirklich liebt, dann liebt man alles, egal ob es lebt oder nur Materie ist. Die Lebensreise hat nur dann ein Ziel, wenn man in diesem Sinne lieben kann. …

04.02.2004, Gero von Boehm im Gespräch mit Charlotte Rampling, aus: Gero von Boehm „Begegnungen – Menschenbilder aus drei Jahrzehnten“, Collection Rolf Heyne GmbH & Co. KG, München, ISBN 978-3-89910-814-9