Funny games | dailyprompt

In einem großen Gartencenter entdeckte ich klassische Brett- und Tischspiele aus nachhaltigem Holz, die sich sowohl zu Hause als auch unterwegs spielen lassen. Darunter war auch Mikado.

Mikado hatte ich zuletzt als Kind gespielt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich es mit meinen Eltern im Wohnzimmer auf der Couch sitzend auf dem Couchtisch gespielt habe. Ich fand das damals aufregend, weil man aus einem Haufen spitzer, dünner Holzstäbchen eines an sich nehmen sollte, ohne dass dabei ein anderes wackelte.

Auch mein wöchentlicher Kaffeebesuch hatte Lust, mit mir Mikado zu spielen. Es war ein herrliches Vergnügen. Besonders schön war, wie dieses Spiel die Türen zur Erinnerung an die Kindheit öffnete. Der Körper erinnerte sich daran, mit welcher Haltung von Fingern oder Oberkörper die Stäbchen am besten …

Brettspiel und Tischspiel
Kindheitserinnerungen
werden lebendig

… gezogen werden konnten, ohne dass irgendetwas wackelte oder zitterte. Das werden wir wiederholen.

Auch „Vier gewinnt” war bei diesen neu gekauften Spielen dabei.

„Vier gewinnt” habe ich oft an den Papa-Wochenenden mit meiner jüngsten Tochter gespielt. Meistens haben wir es zusammen am Computer gespielt.
Auch das habe ich mit meinem Kaffeebesuch nach dem Mikadospiel gespielt und jedes Spiel endete unentschieden.

An einem der nächsten Wochenenden möchten mich meine beiden jüngsten, bereits erwachsenen Kinder besuchen. Sie wünschen sich, dass ich Miracoli „kochen” soll und anschließend wollen wir „Malefiz” spielen. „Malefiz” ist eines meiner Lieblingsspiele. Wenn man Menschen kennenlernen will, dann sollte man Malefiz in der Variante spielen, dass derjenige gewinnt, der als Erster alle seine Figuren ins Ziel gebracht hat – das dauert. Ich freue mich schon darauf.

Täglicher Schreibanreiz
Was war die letzte Aktivität, die du zum Spaß gemacht hast?

What was the last thing you did for play or fun? | Was war das Letzte, was Sie zum Spaß oder zum Vergnügen gemacht haben?

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.

Jämmerlich

» […] Das Jammern, seinerseits Massenphänomen unserer Tage, obwohl im Vergleich mit vielen anderen Ländern die Lebensbedingungen als sehr gesichert gelten, stünde einem Teil der Gesellschaft, aber nicht der großen Mehrheit, zu. Insofern handelt es sich um eine Dekadenzerscheinung, die nur den Sinn hat, von der Aktivität konstruktiven Gestaltens abzuhalten und sich an den Szenarien eines möglichen Untergangs zu laben. So lässt sich in der grausamen Dimension der Logik denen, die sich dem Jammern verschrieben haben, eine schlechte Prognose für die Zukunft ausstellen. Das sei all denen ins Journal geschrieben, die eigentlich das Zeug dazu hätten, sich über die Zukunft und ihre Gestaltung Gedanken zu machen. […] «

~ Dr. Gerhard Mersmann, Ostenmauer – 72. Makarenkos Motto, 12.11.2025, https://form-7.com/2025/11/12/ostenmauer-72-makarenkos-motto/

Demokratie ohne Visionen ist keine Demokratie mehr.| Readably.

Demokratie – Mehr als nur Wahlen | Wenn es in einer Demokratie keine Visionen mehr gibt, dann gibt es eigentlich keine richtige Demokratie mehr. Demokratie bedeutet Erfahrbarkeit von Verbesserung, sonst braucht man sie nicht. Wenn Sie nicht das Gefühl haben, dass Ihr Leben besser wird, dann hat die Demokratie ihren Zweck verfehlt. Demokratie bedeutet nicht nur, dass man wählen gehen kann, sondern sie ist ein Verbesserungs- und Zukunftsversprechen. | In seinem Gespräch thematisiert Michael Köhler die von dem Politologen Philipp Lepenies betonte Notwendigkeit von Visionen in der Demokratie, um deren Kraft und Relevanz aufrechtzuerhalten. Köhler kritisiert, dass Parteien oft im Stillstand verharren und autoritäre Kräfte das entstandene Vakuum füllen, während die Bürger das Gefühl haben, dass sich ihre Lebensbedingungen nicht verbessern. Lepenies plädiert dafür, dass Demokratie mehr sein sollte als nur Wahlen: Sie muss den Menschen ein Versprechen für Fortschritt und Verbesserung ihres Lebens geben.
https://www.deutschlandfunk.de/das-versprechen-der-demokratie-philipp-lepenies-politologe-100.html
hören:

„Ohne Visionen und Zukunftsversprechen auf ein besseres Leben verliert die Demokratie ihre Kraft“, warnt der Politologe Philipp Lepenies. Heute verwalten Parteien den Stillstand, anstatt Verbesserungen erlebbar zu machen. Autoritäre Kräfte füllen das entstandene Vakuum.

Mehrdimensionale Demokratie: Mehr als nur Wahlen

Demokratische Gesellschaften brauchen Visionen, Engagement und aktiven Wettbewerb, um Stabilität und Fortschritt sicherzustellen.

Key Points

Demokratie ist ein Emanzipationsprojekt mit Prinzipien der Gleichberechtigung.

Ohne Visionen und Fortschrittsideen kann die Demokratie gefährdet sein.

Repräsentation, Wettbewerb und politische Alternativen stärken das demokratische System.

Demokratischer Fortschritt erfordert aktive Gestaltung und geht über Wahlprozesse hinaus.

Für die Demokratie sind moralische Substanz und gesellschaftliches Engagement essenziell.

Die Bedeutung von Visionen für die Demokratie

Visionen sind für den Zusammenhalt und die Weiterentwicklung demokratischer Systeme grundlegend. Fehlen diese, drohen Stagnation oder Desillusionierung. In der Geschichte sind Demokratien meist aus Unzufriedenheit mit alten Systemen entstanden und sollten stets ein Ziel vor Augen haben.

Demokratischer Fortschritt und Stabilität

Fortschritt lebt von Verbesserungen und konkreten Erzählungen, die zeigen, wie sich Gesellschaften entwickeln können. Es reicht nicht, nur alle vier Jahre zu wählen. Echte Demokratie lebt vom Gefühl, das eigene Leben verändere sich zum Besseren. Politik sollte aktiv für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Wohlstand sorgen.

Herausforderungen und gesellschaftliche Zustände

In vielen Gesellschaften, auch in Deutschland, gibt es Anzeichen von Unzufriedenheit. Die Politik wird kritischer gesehen, da sie sich oft nur auf Prozesse fokussiert, anstatt echte Fortschritte zu gewährleisten. Der Rückhalt für demokratische Prinzipien hängt stark vom Vertrauen und von gelebtem Wettbewerb ab.

Schlussfolgerung:

Demokratie ist ein kontinuierlicher Prozess, der aktiv gestaltet werden muss. Visionen, Engagement und Wettbewerb sind unerlässlich, um demokratische Gesellschaften stabil und zukunftsfähig zu halten.

14.09.2025