🎙 Walentina Tereschkowa war die erste Frau im Weltraum.

Walentina Tereschkowa war 1963 die erste Frau im Weltraum.

Sie verbrachte knapp drei Tage in der Raumkapsel „Wostok 6”. Trotz ihrer Heldentaten und der umfangreichen Propaganda, die ihren Flug begleitete, war der Weg zur Gleichberechtigung der Frauen in der Raumfahrt nach ihrem historischen Flug lang und steinig.

Tereschkowa, die aus einfachen Verhältnissen stammte, wurde zur Symbolfigur des Sozialismus, erhielt große Anerkennung, war jedoch auch politischen Zwängen unterworfen. Nach ihrem Weltraumflug stieg sie in die Politik ein und ist seit über zehn Jahren Mitglied des russischen Parlaments, wo sie an der Seite von Wladimir Putin agiert.

Heute, mit 89 Jahren, äußert sie den Wunsch, zum Mars zu fliegen, und bleibt eine bedeutende Figur in der Geschichte der Raumfahrt.


Aus der Podcastfolge „Kosmische Heldin …: Walentina Tereschkowa“ vom –06.03.2026– des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://wdrmedien-a.akamaihd.net/media/p/public/weltweit/2026/03/02/a03ec747-3623-4635-a27f-53986cc88ba6/a03ec747-3623-4635-a27f-53986cc88ba6_MP3-128.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-kosmische-heldin-und-putins-satellit-walentina-tereschkowa-100.html

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Brechts Kommentar.

» Seht ihn hier reden von der Zeitenwende.
’s ist Sozialismus, was er euch verspricht.
Doch hinter ihm, seht, Werke eurer Hände.
Große Kanonen, stumm auf euch gericht‘. «

Bertolt Brecht, Kriegsfibel

Frank Schumann, Hintergrund 9-10-2025, Seite 75, „In Brechts Kriegsfibel gibt es ein Pressefoto, das Hitler bei einer Rede in einer Waffenfabrik bei Berlin zeigt. Hinter ihm stehen die dort produzierten Kanonen, vor ihm die Arbeiter.“ hintergrund.de

Entstehung und Hintergrund

Die „Kriegsfibel“ ist ein bedeutendes Anti-Kriegs-Werk Brechts, das während seines Exils entstand:

  • Zeitraum: Brecht begann 1933 nach seiner Emigration mit der Arbeit daran und setzte sie ab 1938 hauptsächlich in Dänemark fort.
  • Material: Er sammelte Zeitungsfotos, die er aus Zeitschriften und Zeitungen ausschnitt. Sie stammten vor allem aus dem Zweiten Weltkrieg und zeigten das Grauen, die Propaganda oder die Absurdität des Krieges.
  • Form: Zu jedem dieser Bilder verfasste er ein kurzes, vierzeiliges Gedicht, ein sogenanntes Epigramm oder Photo-Epigramm. Diese Verse kommentieren, entlarven und verfremden die vermeintliche Botschaft des Originalbildes.

Inhalt und Ziel

Brechts Ziel war es, die Kriegspropaganda sowie die verlogenen Berichte der bürgerlichen Presse zu demaskieren:

  • Verfremdungseffekt: Er nutzte den Verfremdungseffekt, um die Betrachter dazu zu bringen, die Bilder nicht einfach hinzunehmen, sondern die gezeigten Ereignisse kritisch zu hinterfragen.
  • Aussage: Die Gedichte stellen die offizielle, verherrlichende oder beschwichtigende Interpretation des Fotos meist infrage und thematisieren stattdessen die Opfer, die Zerstörung und die Schuld der Verantwortlichen.
  • Titel: Die Bezeichnung „Fibel” spielt darauf an, dass das Werk als grundlegendes Lehrbuch gegen Krieg und Lüge dienen soll.

Aufbau

Die endgültige Fassung von 1955 enthält 69 Fotos mit jeweils vierzeiligen Versen.

Ein bekanntes Beispiel ist das Foto eines lächelnden, stolzen Generals, das Brecht mit einem Epigramm kommentiert, in dem er auf die gefallenen Soldaten hinweist, die dieser Sieg gekostet hat.