Was bedeutet der Spannungsfall? |

Der Artikel beschreibt die rechtlichen Grundlagen und praktischen Konsequenzen der Ausrufung des Spannungsfalls in Deutschland. Dieser gilt als Vorstufe zum Verteidigungsfall und könnte erhebliche Einschränkungen der Bürgerrechte sowie die Mobilisierung von Ressourcen und Arbeitskräften für militärische Zwecke zur Folge haben.

»Der Spannungsfall – Leitmedien treiben die Debatte über die Ausrufung des „Spannungsfalls“ voran, einer Vorstufe zum „Verteidigungsfall“. Er wäre mit erheblichen Einschränkungen grundlegender Rechte verbunden.«, 14.11.2025, https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10198

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) befürwortet unter bestimmten Umständen den Einsatz von Gewalt sowie atomarer Abschreckung. |

In einer neuen Denkschrift hat die Evangelische Kirche in Deutschland ihren bisherigen christlichen Pazifismus aufgegeben. Sie befürwortet nun unter bestimmten Umständen den Einsatz von Gewalt und atomarer Abschreckung. Dies hat zu erheblichen Kontroversen und Widerstand innerhalb der Kirche geführt.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat eine Denkschrift veröffentlicht, die den christlichen Pazifismus infrage stellt und einen neuen Kurs in der Friedensethik vorschlägt. Dieser sieht vor, militärische Gewalt als letztes Mittel in Betracht zu ziehen. Kritiker:innen befürchten, dass diese Positionierung die Möglichkeit eines friedlichen Dialogs untergräbt und die Verantwortung für internationale Konflikte vernachlässigt, insbesondere im Hinblick auf die Situation in der Ukraine und im Nahen Osten. Eine Gruppe von Friedensaktivisten hat bereits Protest gegen die Denkschrift geäußert, da sie eine verstärkte militärische Ausrichtung der Kirche befürchten. Sie erachten Diplomatie und Verhandlungen als notwendig, um Frieden zu erreichen.

»Abschied vom christlichen Pazifismus – Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat eine Denkschrift veröffentlicht: „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick. Evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen“. Viele Aussagen darin passen auffallend gut zum Aufrüstungs- und Militarisierungskurs der Bundesregierung. Doch es regt sich Widerstand. Von Volker Rekittke.Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat eine Denkschrift veröffentlicht: „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick. Evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen“. Viele Aussagen darin passen auffallend gut zum Aufrüstungs- und Militarisierungskurs der Bundesregierung. Doch es regt sich Widerstand. Von Volker Rekittke.«, 13.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=142031

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Hier ist eine Übersicht über die russische Zweitschlagsfähigkeit. |

Nachdem die USA den ABM-Vertrag gekündigt haben und einseitig versuchen, das strategische Gleichgewicht zu ihren Gunsten zu verändern, reagiert Russland auf die westlichen Abwehrsysteme mit der Entwicklung neuer, fortschrittlicher Waffensysteme, um die strategische Stabilität und seine nukleare Zweitschlagsfähigkeit zu sichern.

Der Artikel analysiert Russlands Reaktionen auf westliche Abwehrsysteme sowie die Entwicklung neuer Großwaffensysteme als Antwort auf geopolitische Spannungen, die durch den einseitigen Ausstieg der USA aus dem ABM-Vertrag entstanden sind. Dabei wird betont, dass die nukleare Abschreckung nach wie vor eine zentrale Rolle bei der Wahrung der strategischen Stabilität spielt und die neuen russischen Waffen – darunter Hyperschallraketen und Unterwasserdrohnen – darauf abzielen, die westlichen Abwehrsysteme zu überwinden. Abschließend wird die Notwendigkeit hervorgehoben, bestehende Rüstungskontrollverträge zu erneuern, um einen neuen Rüstungswettlauf zu verhindern und die geopolitischen Spannungen zu entschärfen.

»Russlands Reaktionen auf die westlichen Abwehrsysteme – oder Abschreckung als harte Währung im Weltneuordnungskrieg – Politik ist mehr als aktuelle tagespolitische Debatten und Entscheidungen. Diese sind nicht selten Ergebnisse vorausgegangener Ereignisse. Diese Ereignisse können Jahrzehnte zuvor stattgefunden haben. In diesem Kontext sind auch die Vorstellung neuester russischer Großwaffensysteme wie Poseidon, Burewestnik, Kinshal, Oreschnik, Zircon und Awangard zu verstehen. Von Alexander Neu.«, 11.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=141913

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Ein Politikwissenschaftler prognostiziert die mögliche Zerstörung Europas. |

In einem Interview warnt der russische Politikwissenschaftler Sergej Karaganow vor der hohen Gefahr eines Atomkriegs, kritisiert die europäische Elite und propagiert eine drastische Abkehr Russlands vom Westen sowie eine Fokussierung auf Sibirien. Dabei prognostiziert er die mögliche Zerstörung Europas im Falle eines großen Krieges.

»„Sollte es zu einem großen Krieg kommen, wird Europa einfach aufhören zu existieren“ – Der russische Politikwissenschaftler und Historiker Sergej Karaganow ist seit Jahrzehnten als Berater der politischen Elite Russlands tätig und sitzt in einflussreichen außen- und wirtschaftspolitischen Gremien. Multipolar sprach mit ihm über die Gefahr eines Atomkriegs, seine Meinung über europäische Staatsführer sowie über seine Vorschläge für eine Abkehr Russlands vom Westen und eine stärkere Fokussierung auf Sibirien. Karaganows Aussagen sind durchaus kriegerisch und radikal, werden ihm zufolge jedoch von 95 Prozent der militärischen und politischen Führungsschicht Russlands geteilt. Multipolar publiziert das Interview, um Öffentlichkeit über das Denken dieser relevanten öffentlichen Person und der entsprechenden Fraktion der russischen Elite herzustellen, die die Haltung Wladimir Putins gegenüber dem Westen für zu gemäßigt hält. Karaganows Aussagen verdeutlichen zudem, unter welchem innenpolitischen Druck Putin steht und welche Art Entscheider ihm dereinst in Moskau nachfolgen könnte. Das Gespräch führte Éva Péli am 30. Oktober in Moskau.«, 14.11.2025, https://multipolar-magazin.de/artikel/interview-karaganow

„Es ist höchste Zeit, die wirtschaftliche Macht Europas rasch in militärische Stärke umzuwandeln.“ |

Die am 16. Oktober 2025 präsentierte Mitteilung der EU-Kommission und des Außenbeauftragten beschreibt einen umfassenden Rüstungsfahrplan bis 2030, der darauf abzielt, die Verteidigungsbereitschaft Europas zu stärken und die Abhängigkeit von externen Rüstungsmärkten zu reduzieren.

Der Artikel beschreibt den „Fahrplan für die Verteidigungsbereitschaft 2030“, der am 16. Oktober 2025 von der EU als Reaktion auf geopolitische Spannungen, insbesondere mit Russland, vorgelegt wurde. Der Plan sieht neue Initiativen zur Verbesserung der militärischen Fähigkeiten Europas vor, darunter die Entwicklung von Rüstungsprojekten sowie eine signifikante Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf rund 970 Milliarden Euro bis 2030.
Kritisch angemerkt wird, dass dieser Aufrüstungsplan auch als strategische Antwort auf den wachsenden Einfluss von Großmächten wie China und den USA interpretiert werden kann.

»Europas Rüstungsfahrplan 2030 – Kommission legt neues Papier mit konkreten Zielvorgaben vor – Der offizielle Name einer am 16. Oktober 2025 vorgelegten Mitteilung von Kommission und Außenbeauftragter lautet „Frieden sichern: Fahrplan für die Verteidigungsbereitschaft 2030“. Ungeschminkt und deutlich treffender schrieb das Internetportal Politico von einem „Fahrplan für den Krieg“. Das Dokument enthält einen Mix aus neuen Initiativen, neuen bzw. erhöhten Zielvorgaben und einem Fahrplan zur Umsetzung des Maßnahmenpaketes, das Anfang März von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als Plan zur „Wiederaufrüstung Europas“ (ReArm Europe“) präsentiert und kurz darauf ins Weißbuch zur europäischen Verteidigung übernommen wurden: „Mit diesem Fahrplan werden das Weißbuch und die vom Europäischen Rat vorgegebenen Leitlinien in klaren Etappenzielen und Zielen mit festen Terminen für die vorzulegenden Ergebnisse und in Indikatoren zur Beobachtung der Fortschritte konkretisiert.“«, 10.11.2025, https://www.imi-online.de/2025/11/10/europas-ruestungsfahrplan-2030/

Das Sterben muss attraktiver gemacht werden. |

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft kommt zu dem Ergebnis, dass die Attraktivität des neuen Wehrdienstes entscheidend für die personelle Aufstockung der Bundeswehr sein wird. Gleichzeitig ist eine verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008 geplant.

»IW-Studie: Attraktivität des Wehrdienstes wird entscheidend sein – Das Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor zu optimistischen Annahmen für eine schnelle personelle Aufstockung bei der Bundeswehr.«, 14.11.2025, https://www.deutschlandfunk.de/iw-studie-attraktivitaet-des-wehrdienstes-wird-entscheidend-sein-100.html