„… nach Berechnungen der Bundeswehr werden im Kriegsfall pro Tag 1000 Soldaten an der Front sterben …“ |

Der Artikel kritisiert die kalte und technokratische Sprache von Politikern, die im Kontext eines möglichen Krieges von dem „Ersatz“ von 1.000 getöteten oder verwundeten Soldaten sprechen. Er hinterfragt die moralische Verantwortung der politischen Entscheidungsträger in Bezug auf Menschenleben.

Der Artikel thematisiert die besorgniserregende Aussage des Präsidenten des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg. Dieser sprach im Falle eines Krieges von 1.000 getöteten oder verwundeten deutschen Soldaten, die „ersetzt“ werden müssten. Der Autor kritisiert diese technokratische Sprache, die den Wert menschlichen Lebens auf eine bloße Zahl reduziert und die Realität des Krieges verharmlost. Zudem wird die Verantwortung der Politiker hervorgehoben, die derartige Szenarien in Betracht ziehen und somit die Akzeptanz von Krieg und Verlusten in der Gesellschaft erhöhen.

»1.000 getötete oder verwundete deutsche Soldaten im Kriegsfall müssten „ersetzt“ werden – die Sprache ist verräterisch – Ein Krieg ist kein Kindergeburtstag. Langsam wird die deutsche Öffentlichkeit mit der Realität konfrontiert. Geschätzt 1.000 getötete oder verwundete Bundeswehrsoldaten: Damit hätte es Deutschland im „Ernstfall“ laut Aussagen des Präsidenten des Reservistenverbandes zu tun. Und was würde das bedeuten? Nun, die Soldaten müssten – genau hinhören, bitte – „ersetzt werden“. So ist es im Spiegel zu lesen. Oh ja! Die Sprache ist verräterisch. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.«, 24.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=141021

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Scheindebatten und Symbolpolitik.

Nicht, dass wir nichts Dringendes hätten, worum wir uns alle kümmern müssten. Da toben Kriege vor unserer Haustür, da machen reihenweise Unternehmen dicht, da avanciert der Reichtum wie die Armut zur gleichen Zeit, da kümmern sich Parlamentarier nicht mehr um die Sorgen der Bevölkerung, da implodieren Institutionen wie die öffentliche Verwaltung und die Justiz, da herrscht überall eine Atmosphäre des Hasses und der Einschüchterung und das alles wird allen möglichen Verursachern zugeschrieben, die weit weg sind, die man nicht zur Verantwortung ziehen kann und die bei näherem Hinsehen gar nicht für die Malaise in dieser Dimension verantwortlich sind.

Die sitzen nämlich im eigenen Land, die haben durch ihre Hörigkeit und Passivität den Krieg in der Ukraine mit vorbereitet, die haben das Desaster mit den Energiepreisen hingenommen, die haben aus den Ärmsten immer mehr herausgepresst und die Couponschneider verschont, die haben die Interessen der Bevölkerung öffentlich als naives Gehabe diskreditiert, die haben die öffentliche Verwaltung zu einem Versorgungsfond für ermattete Politkarrieristen degenerieren lassen, die haben die Justiz mit eigenen Gefolgsleuten infiltriert und die haben seit der Corona-Krise gegen alles gehetzt, was sich gegen den Abbau unveräußerlicher Rechte gestellt hat. Und, das sei nicht vergessen, die haben einen Großteil der Organisationen der Zivilgesellschaft an den eigenen Finanztropf gehängt und zu eigenen Propagandatrupps umgewandelt.

Dr. Gerhard Mersmann, 26.10.2025, https://form-7.com/2025/10/26/scheindebatten/

In seinem Artikel kritisiert Gerhard Mersmann die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Zustände, die von Scheindebatten und Symbolpolitik geprägt sind, während dringende Probleme wie Kriege, wirtschaftliche Krisen und soziale Ungleichheit ignoriert werden. Mersmann argumentiert, dass die Verantwortlichen im eigenen Land sitzen und durch Passivität sowie Hörigkeit zur Verschärfung der Situation beigetragen haben, anstatt konstruktive Lösungen zu suchen. Er fordert einen Aufstand gegen diese Missstände sowie einen Fokus auf echte Reformen in Bereichen wie Frieden, Steuersystem, Gesundheit, Bildung und Kunst.

Wir werden zu Tode amüsiert. |

Der Artikel analysiert, wie der Westen mithilfe von massenmedialer Manipulation und der Schaffung ideologischer Scheinwelten versucht, tatsächliche gesellschaftliche und geopolitische Kausalitäten zu verschleiern. Ziel ist es, seine Macht zu stabilisieren und eine kritische Auseinandersetzung der Bürger mit der Realität zu verhindern.

Der Artikel behandelt die Analyse von Rainer Mausfeld aus dessen Buch „Hegemonie oder Untergang – Die letzte Krise des Westens?“. Darin legt Mausfeld dar, wie der Westen durch massenmediale Manipulation und die Schaffung von Pseudorealitäten versucht, die wahren Kausalitäten seiner Macht zu verschleiern. Mausfeld argumentiert, dass diese ideologischen Scheinwelten das Denken und Handeln der Bürgerinnen und Bürger stark beeinflussen und sie in einen Zustand politischer Apathie versetzen. Dies begünstigt autoritäre Machtstrukturen. Zudem hebt er die Rolle der Massenmedien als Instrument zur Formung des öffentlichen Bewusstseins hervor, durch das die Bevölkerung von den tatsächlichen gesellschaftlichen Realitäten entfremdet wird.

»In der letzten Woche erschien auf den NachDenkSeiten bereits eine Rezension des neuesten fulminanten Buches von Rainer Mausfeld, „Hegemonie oder Untergang – Die letzte Krise des Westens?“. Hier drucken wir mit freundlicher Genehmigung des Westend Verlags und des Autors einen längeren Auszug aus diesem Buch aus dem Kapitel „Die Krise des Westens und der Kampf um das öffentliche Bewusstsein“ ab, in dem der Autor gewohnt klar und scharf analysiert, wie der Westen zur Verteidigung seiner Macht mit nie zuvor bekanntem Aufwand versucht, „global die tatsächlichen Kausalitäten, auf denen seine Macht beruht, durch eine massenmedial vermittelte Manipulation und tiefgreifende Formung des öffentlichen Bewusstseins zu verschleiern“.«, 24.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=140875

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Die Kriegstüchtigkeit des Digitalfunks der Bundeswehr. |

Laut einem Bericht ist der Digitalfunk der Bundeswehr nicht voll einsatzfähig. Nach weiteren Tests bleibt er nur für Ausbildungszwecke nutzbar, wodurch sich die Einsatzbereitschaft temporär reduziert.

Laut einem Bericht der „Welt am Sonntag“ ist das neue Digitalfunksystem der Bundeswehr nicht voll einsatzfähig und zeigt massive Probleme. Zwar soll eine vorübergehende Lösung mit einer Mischung aus digitalen und analogen Geräten die militärische Handlungsfähigkeit gewährleisten, jedoch führt diese zu einer temporären Reduzierung der Einsatzbereitschaft. Zukünftige Tests haben ergeben, dass das System weiterhin nur für Ausbildungs- und Übungszwecke genutzt werden kann und nicht gefechtsbereit ist.

»Bericht: Digitalfunk der Bundeswehr „nicht gefechtstauglich“ – Nach einem erfolglosen Test stellen sich weitere Fragen zum neuen Funksystem der Bundeswehr. Einem Bericht zufolge ist es nicht voll einsetzbar.«, 26.10.2025, https://www.heise.de/news/Bericht-Digitalfunk-der-Bundeswehr-nicht-gefechtstauglich-10899948.html

Der US-Wirtschaftskrieg richtet sich gegen China und die EU, insbesondere gegen die Bundesrepublik Deutschland. |

Die deutsche Automobilindustrie steht vor einer schweren Krise. Ausgelöst wurde diese durch die US-Sanktionen gegen den chinesischen Halbleiterhersteller Nexperia, woraufhin das Unternehmen von der niederländischen Regierung enteignet wurde. Dies könnte zu einem drohenden Produktionsstopp bei Herstellern wie VW führen.

Die deutsche Automobilindustrie steht vor einer drohenden Chipkrise, die durch die chinesische Handelspolitik sowie den US-Wirtschaftskrieg gegen China und die EU verursacht wird. Die auf Druck der USA erfolgte Enteignung des niederländischen Chipherstellers Nexperia gefährdet die deutsche Automobilproduktion, da Nexperia für viele essentielle Bauteile verantwortlich ist. Diese Entwicklung wirft Fragen zur Rolle der niederländischen Regierung und der deutschen Bundesregierung auf, die in dieser Krise offenbar nicht angemessen reagiert haben.

»Drohende Chipkrise bei deutschen Autobauern – ein weiteres Opfer im Wirtschaftskrieg der USA – Wer nur die Meldungen der Tagesschau zum drohenden Produktionsstopp beim Automobilkonzern VW verfolgt, könnte glatt denken, die deutsche Automobilindustrie sei Opfer einer willkürlichen chinesischen Handelspolitik. Doch wer den Wirtschafts- und Politthriller um den niederländischen Chiphersteller Nexperia aufmerksamer verfolgt, muss zu anderen Schlüssen kommen. Die Krise ist eine direkte Folge des US-Wirtschaftskrieges gegen China und gegen die EU. Allen voran die niederländische Regierung erweist sich dabei einmal mehr als Trojanisches Pferd der USA innerhalb der EU. Mittel- bis langfristig ist nicht die chinesische, sondern die deutsche Industrie das Opfer dieses Wirtschaftskrieges. Von Jens Berger.«, 23.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=140982

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Zum Jahresindex – Interview Mathias Mogge, Deutsche Welthungerhilfe

Matthias Mogge von der Welthungerhilfe berichtet über die stagnierenden Fortschritte im Kampf gegen den Hunger weltweit. Insbesondere in Afrika südlich der Sahara und in Südasien leiden derzeit 673 Millionen Menschen unter Unterernährung, obwohl die Zahlen in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen sind. Die Ziele der Agenda 2030 für „Null Hunger” sind gefährdet.

Matthias Mogge von der Deutschen Welthungerhilfe stellt im Interview fest, dass der weltweite Hunger trotz eines Rückgangs in den letzten Jahrzehnten seit 2016 auf einem hohen Niveau stagniert. Aktuell haben etwa 673 Millionen Menschen keinen Zugang zu ausreichender Nahrung. Besonders betroffen sind Regionen wie Afrika südlich der Sahara und Südasien. Als Hauptursachen für die anhaltende Hungerkrise werden Konflikte und der Klimawandel identifiziert. Mogge betont die Notwendigkeit, umfassendere Indikatoren zu betrachten und schnellere Hilfsmaßnahmen zu ergreifen – insbesondere in Krisengebieten wie Gaza.

Weltweiter Hunger bleibt hoch – trotz Fortschritten

Seit 2016 stagniert der weltweite Fortschritt bei der Reduzierung von Hunger. Rund 673 Millionen Menschen haben keinen sicheren Zugang zu Nahrung, vor allem in Afrika südlich der Sahara und in Südasien.

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Key Points

  • Der Trend zeigt seit 2016 keine wesentlichen Verbesserungen mehr beim Thema Hunger.
  • Bis 2030 werden 56 Länder das Ziel „Zero Hunger“ wahrscheinlich nicht erreichen.
  • Ca. 673 Millionen Menschen weltweit haben keinen ausreichenden Nahrungskontakt.
  • Der Welthungerindex umfasst mehrere Indikatoren, darunter Kindersterblichkeit und Wachstumsverzögerungen.
  • Besonders betroffen sind Afrika südlich der Sahara und Südasien.
  • Konflikte und Klimawandel sind die Haupttreiber der Hungersituation.

Aktueller Stand und Regionen

Seit 2016 stagniert die globale Hungerbekämpfung mit kaum erkennbaren Fortschritten. Besonders betroffen ist Afrika südlich der Sahara mit Ländern wie Nigeria, Burundi und Somalia, in denen Kinder stark unter Ernährungsproblemen leiden. Zwar gibt es in einigen Ländern Verbesserungen, in anderen wie Syrien verschlechtert sich die Lage jedoch durch Konflikte.

Ursachen und Einflussfaktoren

Konflikte – insbesondere Kriege, wie sie aktuell in Syrien stattfinden – und die Auswirkungen des Klimawandels wirken sich massiv auf die Ernährungssicherheit aus. Extreme Wetterereignisse wie Dürren und Überflutungen behindern die landwirtschaftliche Produktion, steigern die Ernährungsunsicherheit und verschärfen die humanitäre Krise.

Möglichkeiten der Hilfe

Sofortige Hilfe ist möglich und wird durch die vorbereiteten Lager der Organisationen erleichtert. In Krisengebieten wie dem Gazastreifen ist schnelle Unterstützung bei der Wasserversorgung, bei sanitären Anlagen und bei der Bereitstellung von Unterkünften entscheidend. Um Klimaextreme und Konflikte besser bewältigen zu können, sind jedoch langfristige Strategien erforderlich.

Schlussfolgerung Hunger ist nach wie vor eine globale Herausforderung, die durch Konflikte und den Klimawandel noch verstärkt wird. Um das Ziel „Zero Hunger“ bis 2030 noch zu erreichen, sind schnelle und nachhaltige Maßnahmen notwendig.

Schulz, Sandra; https://www.deutschlandfunk.de/zum-jahresindex-interview-mathias-mogge-deutsche-welthungerhilfe-100.html, Interviews, 09.10.2025