📅❓ Brunner und Pestalozzi: Gelesene Warnungen aus der Vergangenheit

Es sind zwei Bücher, die ich öfter gelesen habe als alle anderen. Über beide habe ich bereits geschrieben.
 
»Wenn keine Schafe mehr aufblicken. Wie eine Nachtwache beim Bund meinen Blick auf die Welt veränderte.«  |  https://rueckzuginsprivate.de/2026/04/08/%F0%9F%93%85%E2%9D%93-wenn-keine-schafe-mehr-aufblicken-wie-eine-nachtwache-beim-bund-meinen-blick-auf-die-welt-veraenderte/
 
»Nach uns keine Zukunft?«  |  https://rueckzuginsprivate.de/2026/06/26/%F0%9F%93%85%E2%9D%93-nach-uns-keine-zukunft/
 
Für die eiligen Leser:innen gibt es hier eine einfache Zusammenfassung:
 
Schafe blicken auf:
 
In meinem Blogpost berichte ich von meinen Erfahrungen während meiner Jugend und meiner Zeit beim Grundwehrdienst, als ich John Brunners Science-Fiction-Roman „Schafe blicken auf” las. Ich beschreibe, wie das Buch meine Sicht auf die Welt verändert hat.
 
In dem Buch wird eine düstere Zukunft beschrieben, in der die Umwelt durch Verschmutzung und das Profitstreben großer Firmen zusammenbricht. Die Menschen leiden an Krankheiten und haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und gesunder Nahrung. Die Themen des Buches sind heute sehr aktuell, da Umweltprobleme und die Macht von Konzernen in den Nachrichten allgegenwärtig sind.
 
Brunner nutzt einen fragmentierten Schreibstil, um das Chaos einer zerfallenden Gesellschaft zu zeigen. Es gibt keinen klaren Hauptcharakter, sondern viele verschiedene Perspektiven, die die Situation beleuchten. Der Umweltaktivist Austin Train ist eine der Figuren, die vor den Gefahren warnen, jedoch ignoriert werden, bis es zu spät ist.
 
Insgesamt zeigt mein Blogbeitrag, wie Literatur dazu beitragen kann, das Bewusstsein für gesellschaftliche und ökologische Probleme zu schärfen.
 
Nach uns die Zukunft:
 
In meinem Blogpost reflektiere ich über die Veränderungen in Gesellschaft und Umwelt im Laufe der Jahre. Ich erinnere mich an meine Kindheit, als ich im Fernsehen Berichte über den Vietnamkrieg und die Not von Flüchtlingen sah. Diese Erlebnisse haben mich geprägt und mir das Gefühl gegeben, dass die Menschheit ihre Lebensgrundlagen aktiv zerstört, obwohl sie es besser wissen sollte.
 
Ich erwähne die Zeitschrift Natur, die mir neue Perspektiven aufzeigte, sowie das Buch Nach uns die Zukunft von Hans A. Pestalozzi, das wichtige Fragen zur Umwelt und Gesellschaft aufwirft. Ein zentrales Beispiel ist die Frage, ob Städte verkehrsgerecht oder der Verkehr stadtgerecht gestaltet werden sollten.
 
Ich kritisiere, dass sich die Mächtigen und Reichen trotz der in der Vergangenheit diskutierten Erkenntnisse und Lösungen gegen Veränderungen wehren, um ihre Gewinne nicht zu gefährden. Abschließend möchte ich eine ernste Warnung aussprechen: Die Erde steht kurz vor einem evolutionären Kollaps.

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Welches Buch hast du öfter gelesen als jedes andere?

Which book have you read more than any other?  |  Welches Buch hast du öfter gelesen als jedes andere?

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Ausreichend, zweckmäßig, das Maß des Notwendigen nicht überschreitend.

Im Jahr 1979 veröffentlichte Hans A. Pestalozzi sein Buch „Nach uns die Zukunft”. Darin beschäftigte er sich mit einem zukünftigen Leben, das lebenswert ist. Darin stellte er unter anderem die Frage, ob wir eine verkehrsgerechte Stadt oder einen stadtgerechten Verkehr wollen.
In dieser Zeit veröffentlichte die von Horst Stern geleitete Monatszeitschrift „Natur” Beilagen, die sich ebenfalls mit einem lebenswerteren Leben beschäftigten.
Die Umverteilungsmaschine (von unten nach oben) wusste schon damals, wie sie die Verbreitung dieser Ideen unterdrücken oder umlenken konnte.

Die Frage ist nicht, wie ICH die Stadt der Zukunft gestalten würde, sondern wie sie aussehen muss, damit sie Teil des Überlebenskampfes der Menschheit wird.

Die Stadt der Zukunft muss autofrei sein. Den rollenden Verkehr teilen sich Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel mit emissionsfreien Lieferwagen.

Die immer häufiger auftretenden und heftiger werdenden Starkregen dürfen nicht zu Überflutungen führen und die Häuser müssen Orkanen und Wirbelstürmen standhalten können.

In den extrem heißen Trockenperioden muss die Stadt schattig und kühl sein.

Es dürfen keine neuen Häuser mehr gebaut werden, der Altbestand muss klimakatastrophenresilient gemacht werden. Große Wohnungen müssen zurückgebaut werden, jeder Mensch darf höchstens 30 Quadratmeter Wohnfläche beanspruchen.
Wenn ein Neubau unumgänglich ist, darf dieser nur klimaneutral errichtet werden.

Es müssen genügend grüne und feuchte Oasen der Ruhe vorhanden sein.

Und so weiter, und so fort … Die entsprechenden Vorstellungen sind seit Jahrzehnten verfügbar. Mindestens seit dem Bericht des Club of Rome aus dem Jahr 1972 mit dem Titel „Die Grenzen des Wachstums. Zur Lage der Menschheit.“.
Nicht nur die Stadt der Zukunft, sondern unsere gesamte Lebensweise muss sich diesem kategorischen Imperativ unterordnen: Sie muss sich bescheiden, ausreichend und zweckmäßig sein und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.

Der kommende Krieg, dessen Vorbereitungen gerade getroffen werden, wird den Überlebenden helfen, aus dieser Utopie eine Vision zu machen und aus dieser Vision Realität werden zu lassen.
Es wäre einfacher, wenn man die 1.000.000.000.000 Euro statt in Kriegsvorbereitungen in Klimaresilienz investieren würde.

Täglicher Schreibanreiz
Wie würdest du die Stadt der Zukunft gestalten?