🎙 »Und ich stehe jetzt nach meiner Beobachtung vor dem nächsten großen, großen Krieg. Und das macht mich krank.«

Der 84-jährige Architekt Nikolaus Pink, dessen Familie während des Zweiten Weltkriegs vertrieben wurde, hat eine leidenschaftliche Sicht auf Frieden, die stark von seinen Kindheitserlebnissen geprägt ist.

Er ist der Meinung, dass der ukrainische Präsident Selenskyj lieber den Dialog suchen sollte, um Frieden zu erreichen, anstatt Waffen zu fordern. Er sieht in den Menschen, auch in den Russen, keine Feinde.

Pink hat das kostengünstige und umweltfreundliche Baukonzept des Erdhügelhauses entwickelt und eine Vielzahl von Gebäuden in Deutschland entworfen. Trotz seiner Erfolge als Architekt machen ihm der drohende Krieg und die militärische Aufrüstung in Deutschland große Sorgen.

Er träumt von einem Mahnmal aus zerstörten Waffen, das die Menschen täglich an die Schrecken des Krieges erinnern soll.

Was er machen würde, wenn, wie man so sagt, der Russe vor der Tür steht?

»Was der Zelensky hätte machen sollen. Ich bringe den Blumen. Für mich sind die Russen keine Feinde, sind Menschen wie du und ich. Und für mich sind überhaupt alle Menschen gleich. Mandela, Gandhi, das sind solche Politiker, in denen ich erkenne, dass die verstandesmäßig das Problem gelöst haben und nicht aus diesem Konglomerat Kapital, Medien, Machtgier.«

8. Mai 1945:

»Wie der erste Sommertag ist es uns vorgekommen. Zwischen Paderborn und Erwitte. Aus entfernten Dörfern hörte man so leise Glöckchen klingeln. Und auf einmal eine große Glocke und wir wussten nicht, was das bedeutete. Plötzlich tauchten Soldaten auf. Engländer, Franzosen und später sogar Russen. Die lachten und tanzten und umarmten sich. Es gab sogar welche, die haben uns Schokolade gegeben, den Kindern. Meine Eltern sagten dann, jetzt ist Frieden.

Und ich stehe jetzt nach meiner Beobachtung vor dem nächsten großen, großen Krieg. Und das macht mich krank.«


Aus der Podcastfolge „Er wäre gerne Friedensstifter“ vom –28.10.2025– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -29.10.2027-).


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/zt/welt/qh/Qhhzqnffjq/Qhhzqnffjq_audio_128k_stereo.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-nikolaus-pink-102.html

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Kriegskatastrophe | weekly 202552

Angst vor russischem Angriff kann zu selbsterfüllender Prophezeiung werden

Der Artikel thematisiert die Angst vor einem möglichen russischen Angriff auf EU- und NATO-Länder und warnt davor, dass diese Ängste sich selbst erfüllen könnten. Es wird diskutiert, dass die Rhetorik um einen bevorstehenden Krieg die militärische Aufrüstung in Europa vorantreibt und gleichzeitig das Risiko einer Eskalation erhöht, da sich Russland durch diese Ängste provoziert fühlen könnte. Hanna Notte betont, dass die Vorstellung eines unvermeidlichen Krieges sowohl in Europa als auch in Russland zu irrationalen Reaktionen führen könnte. Abschließend wird darauf hingewiesen, dass fehlende Kommunikationskanäle zwischen den Parteien die Situation weiter verschärfen und die Gefahr von Missverständnissen erhöhen. 21.12.2025 https://overton-magazin.de/top-story/angst-vor-russischem-angriff-kann-zu-selbsterfuellender-prophezeiung-werden

Großauftrag für Rüstungsunternehmen

Die Bundeswehr hat einen Großauftrag über mehrere hundert Panzer und Haubitzen im Wert von über fünf Milliarden Euro an die Rüstungsunternehmen Rheinmetall und KNDS vergeben. Der Auftrag umfasst 200 Puma-Schützenpanzer für 4,2 Milliarden Euro, von denen die ersten Fahrzeuge bis 2028 ausgeliefert werden sollen, sowie 84 Radhaubitzen für 1,2 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Haushaltsausschuss des Bundestags neue Rüstungsaufträge über insgesamt 50 Milliarden Euro genehmigt. Dies ist der größte Rüstungsbeschluss in der Geschichte der Bundeswehr. 19.12.2025 https://www.deutschlandfunk.de/grossauftrag-fuer-ruestungsunternehmen-102.html

Endspiel: Eskalation und Verhandlungen

Der Artikel thematisiert die aktuelle Situation im Ukraine-Krieg. Während Kiew und die NATO eine Eskalation des Konflikts anstreben, finden gleichzeitig Friedensverhandlungen zwischen der Trump-Regierung und Moskau statt. Die Ukraine führt Angriffe auf russische Öltanker durch, was als Beginn einer neuen Kriegsphase interpretiert wird. Die NATO plant unterdessen möglicherweise einen „Präventivschlag“ gegen Russland, den sie als Verteidigungsmaßnahme darstellt. Zudem wird die Rolle der USA als treibende Kraft hinter den militärischen Aktionen Europas betont, während die europäische Rüstungsindustrie davon profitiert. Der Artikel kritisiert die Rhetorik der EU und der NATO, die aggressive Maßnahmen als defensive Strategien rechtfertigen, und warnt vor den Gefahren eines Dritten Weltkriegs. 03.12.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=143085

„Kriegstaugliches Mindset“

Der Artikel beschreibt die Verabschiedung des „Bundeswehrförderungsgesetzes“ in Bayern. Dieses verpflichtet Schulen und Hochschulen zu einer engeren Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und treibt somit die Militarisierung im Bildungsbereich voran. Verteidigungsminister Boris Pistorius betont die Notwendigkeit einer „kriegstüchtigen” Bundeswehr und fordert mehr Rekruten, während gleichzeitig die Wehrpflichtmodelle überdacht werden. Kritiker:innen warnen vor einer möglichen Verletzung der Gewissensfreiheit und der Autonomie der Hochschulen, da das Gesetz militärische Forschung und Ausbildung in Bildungseinrichtungen fördert. Die gesellschaftliche Akzeptanz für eine verstärkte Militarisierung scheint zu wachsen, obwohl es Bedenken hinsichtlich der Kosten und der ethischen Implikationen gibt. 07.08.2024 https://www.nachdenkseiten.de/?p=119289

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