🎙 Der Bildhauer des eigenen Gehirns: Warum die Jagd nach dem Dopamin-Kick gefährlich sein kann.

In ihrem Vortrag erläutert die Neurologin Stefanie Hirschbichler die zentrale Rolle von Dopamin als vielseitigem Botenstoff.

Dieser steuert weit über seine Bekanntheit als „Glückshormon“ hinaus Motorik, Motivation und Kognition. Anhand von klinischen Fällen, wie der Parkinson-Erkrankung, verdeutlicht sie, dass sowohl ein Mangel als auch eine medikamentöse Überstimulierung zu drastischen Persönlichkeitsveränderungen und Impulskontrollstörungen führen können.

Die Komplexität wird durch die verschiedenen Signalwege im Gehirn erklärt. Dabei ist die Suche nach dem „Sweet Spot“, der perfekten Balance der Dopaminkonzentration, entscheidend für die Gesundheit.

Hirschbichler warnt zudem kritisch vor den Risiken des „Brain Hackings“ durch Leistungsbooster, da diese oft kurzfristige Erfolge mit langfristigen Suchtproblemen oder psychischen Belastungen erkaufen. Abschließend betont Hirschbichler die Bedeutung natürlicher Verhaltensstrategien wie Schlaf und Ernährung.

Sie bestärkt die Zuhörer:innen darin, dass jeder Mensch durch sein Handeln zum „Bildhauer“ seines eigenen Gehirns werden kann.


Podcastfolge „Dopamin – Der Superstar unter den Neurotransmittern“ vom 07.08.2025 aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2025/08/07/deutschlandfunknova_dopamin_der_superstar_20250807_b2e7fe2b.mp3

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Autor: Bernd

» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================

2 Gedanken zu „🎙 Der Bildhauer des eigenen Gehirns: Warum die Jagd nach dem Dopamin-Kick gefährlich sein kann.“

  1. Dopamin scheint wirklich eine SchlĂĽsselrolle im Gehirn zu spielen. Auch schon Alltagssubstanzen wie Koffein oder Zucken haben einen direkten Einfluss auf deren AusschĂĽttung und Spiegel im Kopf.
    Ich als chronisch Schizophrener scheine wiederum unter einer krankhaft zu hohen Dopaminausschüttung zu leiden, weswegen ich täglich pharmazeutische Dopaminhemmer (Neuroleptika) zu mir nehmen muss.

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