🎙 Kanada als EU-Mitglied? Unkonventionelle geostrategische Antworten auf Trumps Druckpolitik.

In diesem Interview werden die Herausforderungen beleuchtet, mit denen europäische Staatschefs im Umgang mit dem US-Präsidenten Donald Trump konfrontiert sind. Der Politologe Josef Braml kritisiert darin die Unterwürfigkeit europäischer Politiker wie Ursula von der Leyen und Mark Rutte gegenüber Trump. Er argumentiert, dass Europa seine Macht besser nutzen sollte.

Braml beschreibt Trump als Narzissten, der ständig mehr fordert und mit Drohungen und Schmeicheleien agiert. Er plädiert dafür, dass Europa ihm auf Augenhöhe begegnen sollte, anstatt sich unterzuordnen.

Während europäische Staatschefs oft nachgeben, hat Kanadas Premierminister Justin Trudeau mit Gegenzöllen und der Suche nach neuen Partnern reagiert, was als erfolgreicher Ansatz dargestellt wird.

Braml betont, dass Europa mehr Macht hat, als es derzeit nutzt, und dass eine Zusammenarbeit der Mittelmächte eine Möglichkeit sein könnte, sich gegen Trump zu behaupten.

Er fordert ein selbstbewussteres Auftreten Europas, insbesondere im militärischen Bereich, und kritisiert die Abhängigkeit von den USA.

Braml hebt die wirtschaftlichen Probleme der USA hervor, die möglicherweise Druck auf Trump ausüben könnten. Er sieht die Märkte als das einzige Korrektiv für Trumps Politik.

Das Interview endet mit der Überlegung, wie Europa seine Position stärken und unabhängiger von den USA werden kann, um in der geopolitischen Landschaft besser bestehen zu können.

Insgesamt argumentiert Braml, dass Europa dringend lernen muss, sich selbst zu behaupten, statt in einer unterwürfigen Haltung gegenüber Trump zu verharren.


Aus dem Interview „Politologe Braml – Wie man mit Narzissten wie Trump umgehen sollte“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –30.08.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/08/30/vor_den_midterms_trump_umzingelt_von_sich_selbst_josef_braml_dlf_20260830_0811_969cca74.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/vor-den-midterms-trump-umzingelt-von-sich-selbst-josef-braml-politologe-100.html

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🎙 Der Preis des Protektionismus: US-Zölle werden zur Gefahr für die eigenen Wähler.

In dem Interview mit Cathryn Clüver Ashbrook, Politikwissenschaftlerin bei der Bertelsmann Stiftung, werden die aktuellen Handelskonflikte zwischen den USA und Kanada sowie deren mögliche Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Beziehungen und die Politik beider Länder thematisiert.

Kanada steht mit einem prognostizierten Wachstum von nur 1,5 % wirtschaftlich unter Druck. Die US-Zölle könnten dieses Wachstum um einen halben Prozentpunkt verringern. Das wäre besonders problematisch, da 20 % des kanadischen Wirtschaftswachstums von Exporten in die USA abhängen.

Mark Carney, ein prominenter kanadischer Politiker, ist bereit, Druck auf die USA auszuüben, um die Zölle zu verhindern. Es wird jedoch auch die Möglichkeit diskutiert, dass Kanada letztendlich den Zöllen zustimmt, ähnlich wie die EU in der Vergangenheit.

Die Handelspolitik der USA unter Präsident Trump wird als unberechenbar beschrieben. Es gibt unterschiedliche Interessen innerhalb der US-Regierung, insbesondere im Hinblick auf die Reindustrialisierung und den Schutz der Autoindustrie.

Die Zölle könnten viele Produkte in den USA verteuern, was zu Unmut bei den Verbrauchern führen könnte. Es wird erwartet, dass insbesondere Senatoren aus Staaten, die stark vom Handel mit Kanada abhängen, politischen Druck auf Trump ausüben werden.

Dabei wird auf frühere negative Beispiele, wie die Stahl- und Aluminiumzölle, verwiesen, die nicht die gewünschten wirtschaftlichen Vorteile brachten.

Die kanadischen Zölle sollen am 8. September in Kraft treten. Dies wird als diplomatische Pause für mögliche Verhandlungen interpretiert.

Insgesamt zeigt das Interview, dass die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Kanada angespannt sind und stark von politischen und wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Wie sich die Situation entwickeln wird, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Midterm-Wahlen in den USA, bleibt unklar.


Aus dem Interview „mit USA-Expertin Cathryn Clüver Ashbrook über den Zollstreit USA-Kanada“ des Deutschlandfunks vom –25.08.2026-.


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