Was in jener Nacht wirklich geschah, wird kaum jemand je nachvollziehen können, denn mir selbst fehlt die Erinnerung an all die Orte, an denen ich zuvor gewesen bin. Sicher ist nur, dass sich die Ereignisse plötzlich überschlugen. Dabei waren meine Absichten völlig ehrlich und für einen echten Rausch war ich innerlich ohnehin viel zu aufgewühlt. Du hast nur verlegen in dich hineingekichert. Wir trafen uns an einem Ort, der dir eigentlich zuwider war. Da du jedoch bemerktest, dass ich gar nicht so übel aussah, schlug ich vor, den Abend bei mir zu Hause mit ein paar Drinks fortzusetzen.
Inzwischen ist die Nacht vorbei und der Tag angebrochen. Dass ich mich bei dir melden darf, hast du beim Abschied nicht erwähnt und ich war zu feige, um dich danach zu fragen. Als einziger Beweis dafür, dass unsere Begegnung real war, dass es dich wirklich gibt und du womöglich etwas für mich empfindest, bleiben mir nur zwei greifbare Spuren in meiner Wohnung: ein einzelnes langes Haar und der vertiefte Abdruck deines Kopfes auf meinem Kissen.
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