Wohnungslos. | Readably.

Zum Tag der Wohnungslosen – Vom Leben auf der Straße | Der Artikel thematisiert die alarmierende Zunahme von Wohnungslosigkeit in Deutschland. Schätzungsweise leben derzeit 50.000 Menschen auf der Straße und über 600.000 sind wohnungslos. Als Hauptursachen werden die Privatisierung des Wohnungsmarktes, steigende Miet- und Energiekosten sowie unzureichende staatliche Hilfsmaßnahmen genannt. Zudem wird die gesellschaftliche Stigmatisierung obdachloser Menschen thematisiert, die oft als lästig empfunden werden und bei denen die individuellen Schicksale in der öffentlichen Wahrnehmung keine Beachtung finden.

»Doch diese düsteren Zahlen sind nur die Spitze des Eisbergs. Denn darin nicht erfasst sind Asylbewerber in Sammelunterkünften sowie die vermutlich ziemlich hohe, nicht genau bezifferbare und offensichtlich wachsende Dunkelziffer: Menschen, darunter viele Kinder und Jugendliche, die bei Freunden und Bekannten unterkommen – oder direkt auf der Straße leben.«

Sicherer Wohnraum und menschenwürdiges Wohnen sind unveräußerliche Menschenrechte.

In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Menschen ohne Wohnung in Deutschland gestiegen: Schätzungsweise 50.000 Menschen leben auf der Straße, über 600.000 sind wohnungslos.

Die Dunkelziffer der wohnungslosen Menschen, einschließlich Asylbewerber und Kinder, ist hoch und nicht genau erfasst.

Ursachen der Obdachlosigkeit sind vor allem der privatisierte Wohnungsmarkt, steigende Mieten, der Abbau von Sozialwohnungen und Einkommensarmut.

Ein häufiges Problem sind Zwangsräumungen, durch die viele Menschen ihre Wohnung verlieren, bevor sie die Möglichkeit haben, Hilfe zu erhalten.

Der Staat versagt oft bei der Unterstützung wohnungsloser Menschen, da viele Anträge auf Hilfe abgelehnt werden.

Die Anzahl der Zwangsräumungen hat während der Pandemie nicht abgenommen – trotz versprochener Schutzmaßnahmen.

Wohnungslosen Menschen fehlt es häufig an medizinischer Versorgung, was zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führt.

Ihr Alltag ist geprägt von Überlebenskampf, Diskriminierung und ständiger Angst vor Gewalt.

Menschen auf der Straße werden oft kriminalisiert und aus dem öffentlichen Raum vertrieben, um das Stadtbild zu „schützen“.

Verstorbene wohnungslose Menschen werden als „Unbedachte“ bezeichnet, da sie oft niemanden haben, der um sie trauert oder ihre Lebensleistungen würdigt.

10.09.2025

Interview mit mir selbst.

Täglicher Schreibanreiz
Interviewe jemanden – einen Freund, einen anderen Blogger, deine Mutter, den Postboten – und schreibe einen Beitrag basierend auf ihren Antworten.

Da mir kurzfristig niemand für ein Interview zur Verfügung stand, habe ich mich selbst interviewt – angelehnt an den sogenannten Marcel-Proust-Fragebogen.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Für mich ist es das größte Unglück, eine Regierung zu haben, die vorgibt, den Interessen des Staatsvolkes zu dienen, in Wirklichkeit aber den Interessen des militärisch-industriell-finanziellen Komplexes folgt.

Wo möchten Sie leben?
Ich möchte an einem Ort leben, der im Mittel nicht zu heiß, nicht zu feucht und nicht zu kalt ist.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Das vollkommene irdische Glück ist für mich „La petite mort” und die Augenblicke eines harmonischen Zusammenseins.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Alle Fehler, die menschlich sind.

Ihre liebsten Romanhelden?
Zurzeit sind das u. a. Robin Byrne in „Erstaunen” (von Richard Powers) und Ender Wiggin in „Enders Spiel” (von Orson Scott Card).

Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?
In der jüngeren Geschichte ist es Willy Brandt, der mehr Demokratie wagte und mit allen Mitteln bekämpft wurde.

Was wäre für Sie das größte Unglück?
Für mich wäre es das größte Unglück, wenn alles um mich herum in Schutt und Asche gelegt würde, sei es durch einen (Bürger-)Krieg oder eine Naturkatastrophe.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?
Das sind alle Frauen, die sich gegen jede Form des Patriarchats auflehnen.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung?
Aktuell ist es Luise in „Was man von hier aus sehen kann” von Mariana Leky.

Ihr Lieblingsmaler?
Meine Lieblingsmalerin ist Käthe Kollwitz.

Ihr Lieblingskomponist?
Mein Lieblingskomponist ist Johann Sebastian Bach.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?
Bei einem Mann schätze ich es am meisten, wenn er anderen Menschen auf Augenhöhe begegnet.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?
Bei einer Frau schätze ich eine humorvolle (auch schwarzhumorige) Intelligenz (auch emotionale) am meisten.

Ihre Lieblingstugend?
Meine Lieblingstugend ist Klugheit/Weisheit.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Meine Lieblingsbeschäftigung ist Musik hören.

Wer oder was hätten Sie gern sein mögen?
Ich mag, wer ich bin.

Welcher ist Ihr Hauptcharakterzug?
Ich bin sehr introvertiert.

Was schätzen Sie an Ihren Freund:innen am meisten?
Bei meinen Freund:innen schätze ich es am meisten, wenn sie mich spiegeln.

Was ist Ihr größter Fehler?
Zu impulsiv zu sein.

Was ist Ihr Traum vom Glück?
Mein Traum vom Glück ist Frieden und die Abwesenheit von Aggression.

Was möchten Sie sein?
Ich möchte mitfühlender sein.

Ihre Lieblingsfarbe?
Meine Lieblingsfarbe ist RAL 5013.

Ihre Lieblingsblume?
Meine Lieblingsblume ist der Enzian.

Ihr Lieblingsvogel?
Mein Lieblingsvogel ist der Specht.

Ihr Lieblingsschriftsteller?
Aktuell ist es Han Kang.

Ihr Lieblingslyriker?
Mein Lieblingslyriker ist Rainer Maria Rilke.

Ihre Helden der Wirklichkeit?
Aktuell sind meine Held:innen alle Menschen, die Völkermord als solchen bezeichnen und fordern, den Völkermördern in die Arme zu fallen.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?
Meine Heldin in der Geschichte ist Sophie Scholl.

Ihre Lieblingsnamen?
Meine Lieblingsnamen sind Sophie und Julian.

Was verabscheuen Sie am meisten?
Am meisten verabscheue ich Überheblichkeit.

Welche historischen Persönlichkeiten verabscheuen Sie am meisten?
Ich verabscheue alle Steigbügelhalter widerwärtiger Diktatoren und Völkermörder.

Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Am meisten bewundere ich die lutherische Reformation.

Welche natürliche Gabe würden Sie gerne besitzen?
Ich würde gerne eine musikalische Begabung besitzen.

Wie möchten Sie gern sterben?
Ich möchte kurz und mit wenigen Schmerzen sterben.

Wie ist Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Ich bin zuversichtlich.

Ihr Motto?
„Es gibt immer einen Workaround.”

Verkommener korrumpierter Politikbetrieb?

Der Artikel „Spezi-Spahn. Helfen Sie diesem Politiker – dann wird Ihnen geholfen“ vom 14.08.2025 von Ralf Wurzbacher untersucht die Verstrickungen des ehemaligen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn in Nepotismus und mögliche Interessenkonflikte, auf der Basis der Veröffentlichungen von correctiv[.]org.

»Der frühere Bundesgesundheitsminister kannte bei der Besetzung lukrativer Posten keine Vermittlungshemmnisse: Ob gute Freunde, private Geschäftspartner oder Pharmaunternehmer, bei ihm kam jeder zum Zug, der den nötigen Willen und Eifer mitbrachte, die eigene und seine Karriere voranzubringen. Für den ganz großen Wurf, das Kanzleramt zu erobern, würde sich der Unionsfraktionschef ziemlich sicher auch die AfD ins Bett holen. Aber bevor es kuschelig wird, muss er noch kräftig netzwerkeln, gegen alle demokratischen Regeln und seinen Chef, Friedrich Merz.«

Hauptpunkte:

Wirtschaftliche Verbindungen: Spahn wird vorgeworfen, bei der Besetzung lukrativer Posten in seinem Ministerium Freunde und Bekannte bevorzugt zu haben. Dies wird als problematisch angesehen, insbesondere angesichts seiner hohen politischen Position.

Personalentscheidungen: Ein Beispiel ist Paul Zubeil, ein guter Freund Spahns, der eine hochbezahlte Stelle im Gesundheitsministerium erhielt, obwohl er die erforderlichen Qualifikationen möglicherweise nicht mitbrachte. Dies wirft Fragen zur Transparenz und Fairness in der Personalpolitik auf.

Der Artikel beleuchtet auch die Verbindungen zwischen Spahn und anderen Politikern wie Hendrik Streeck, der während der Pandemie an Bekanntheit gewann und durch Spahn in die CDU eintrat. Es wird angedeutet, dass persönliche Beziehungen politische Entscheidungen beeinflussen.

Kritik an der Pandemiebewältigung: Spahn wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit in der Corona-Pandemie nicht konsequent genug gegen die Interessen von Lobbyisten vorgegangen zu sein. Dies könnte die Glaubwürdigkeit seiner politischen Entscheidungen beeinträchtigen.

Finanzielle Verwicklungen: Der Artikel thematisiert Spahns finanzielle Verbindungen zu Unternehmen, die von seinen politischen Entscheidungen profitiert haben, und kritisiert eine mögliche Korruption im politischen Betrieb.

Medienberichterstattung: Der Artikel weist darauf hin, dass die Berichterstattung über Spahn in den deutschen Leitmedien zurückhaltend ist. Dies wirft Fragen zur Unabhängigkeit der Medien und zum Einfluss von Machtstrukturen auf die Berichterstattung auf.

Fazit: Der Artikel stellt eine kritische Analyse von Jens Spahns Karriere und seinen Verbindungen innerhalb der politischen und wirtschaftlichen Landschaft Deutschlands dar und wirft grundlegende Fragen zu Ethik und Transparenz in der Politik auf.

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