📅❓ Es ist soweit.

Das Buch, das meine Sicht auf die Welt verändert hat, ist „Nach uns die Zukunft: Von der positiven Subversion”. Dies war die Antwort auf die tägliche Schreibanregung vom 26.06.2026 ( https://rueckzuginsprivate.de/2026/06/26/%F0%9F%93%85%E2%9D%93-nach-uns-keine-zukunft/).

Fast 50 Jahre nach Erscheinen dieses Buches ist eine Aktualisierung umso dringlicher. Die Menschheit steht evolutionär betrachtet kurz vor dem Abgrund.

Leider leben die einzelnen Menschen nur so kurz, dass sie die Folgen ihres Handelns, ihres Tuns oder ihres Unterlassens nicht selbst erleben. In der Masse leben die Menschen also nach dem Motto: Nach uns die Sintflut.

Eine vernunftbegabte Spezies würde anders handeln. Die Menschheit ist eben nur ein Versuch der Evolution. Was sich nicht bewährt, wird nicht weiterentwickelt.

Um unser Leben und das Überleben der Menschheit zu sichern, müsste das Buch „Nach uns die Zukunft” heute noch viel radikalere Ansichten vertreten. Angesichts der Entwicklungen der vergangenen 50 Jahre würde der Autor vielleicht resignieren und sich nur noch dieses Stück Hoffnung bewahren: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

So sah es übrigens auch Hoimar von Ditfurth 1985 in seinem Buch „So lass uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen – Es ist soweit“.

Ja, es ist längst soweit.

Tägliche Schreibanregung
Welches Buch verdient deiner Meinung nach eine Fortsetzung?

What’s a book you think deserves a sequel?  |  Welches Buch verdient deiner Meinung nach eine Fortsetzung?

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

Das Event vom Recht zu töten.  |  Citation.

Nicht nur 007 nimmt sich die Lizenz zum Töten. Immer neue Spiele pflanzen Tod und Töten als Kinderspiele in unseren scheinbar friedlichen Alltag. Doch die Spiele der Kinder finden als Nachrichten ihre Fortsetzung für die Erwachsenen.

In Gaza findet der Tod als Liveshow Eingang ins Leben der westlichen Wertegemeinschaft. Wie Feuerwerk können Israelis das Sterben in Gaza beobachten. Eine Freundin beschrieb diese neue Form des Tourismus: Man kann von erhöhten Podesten nach Gaza schauen, fotografieren, den Sieg genießen, applaudieren. Diese absurde Vorstellung, ein Event vom Recht zu töten, muss uns Menschen fragen lassen: Sind wir der Menschlichkeit fähig? Ist die Fähigkeit zur Empathie auf dem Weg in den eigenen skrupellosen Narzissmus verlorengegangen?

Der Vernichtungsfeldzug gegen die Palästinenser ist der bestdokumentierte Genozid der Geschichte.

~ Gabriele Gysi, 21.06.2025, Friedensdemo, Berlin, https://www.gabriele-gysi.de/news-details/eine-lizenz-zum-toeten

GABRIELE GYSI ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin.
Sie wurde 1946 in Berlin als Tochter der kommunistisch-jüdischen Verleger Klaus und Irene Gysi geboren.
Sie besuchte die Staatliche Schauspielschule Berlin. Anschließend wurde sie an die Volksbühne Berlin engagiert.
1984 verließ sie die DDR und wechselte das Engagement ans Stadttheater Bochum. Nach Tätigkeiten an verschiedenen Theatern und Schauspielschulen kehrte sie 2006 als Assistentin der Intendanz und später als Chefdramaturgin an die Volksbühne Berlin zurück.
Seit 2010 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Berlin.