Wer verliebt ist, hat keine Wahl

Der am 21.01.1993 veröffentlichte Song „Du hast die Wahl” von Element of Crime, der auf dem Album „Weißes Papier” zu finden ist, beschreibt auf humorvolle, aber auch obsessive Weise das verzweifelte Bestreben einer Person, den Sommer nicht allein verbringen zu müssen. Der Protagonist setzt alles auf eine Karte, um die Aufmerksamkeit oder Zusage einer geliebten Person zu erlangen. Dabei schreckt er auch vor drastischen Mitteln und „emotionaler Erpressung” nicht zurück (Warten an den Gleisen, ein Duell am Pool). Die Grenzen zwischen Romantik und Wahnsinn sind hier fließend.

Trotz der dramatischen Drohungen schwingt viel Ironie mit. So wird beispielsweise ein „Showdown” im Nichtschwimmerbecken angekündigt – ein Ort, der für eine lebensgefährliche Aktion denkbar ungeeignet ist. Dadurch wird die Schwere der Situation gebrochen und die Tollpatschigkeit des Verliebtseins gezeigt. Das treibende Motiv ist die Abneigung gegen einen „öden“ Sommer allein. Um den Sommer zu zweit zu verbringen, nimmt der Protagonist in Kauf, dass sein Verhalten später „peinlich“ sein könnte oder er sich lächerlich macht.

Während der Protagonist der anderen Person immer wieder sagt: „Du hast die Wahl”, stellt er im letzten Vers fest, dass er als Verliebter eigentlich keine Wahl hat – er ist seinem Gefühl und seinem Drang, die Person zu erobern, ausgeliefert. Der Text ist ein ironisches Porträt übertriebener Verliebtheit. Er zeigt, wie die Angst vor Einsamkeit jemanden dazu treiben kann, sich mit einer Mischung aus Hartnäckigkeit, Größenwahn und charmantem Unsinn um einen anderen Menschen zu bemühen.

https://www.deezer.com/de/track/2544698

https://music.apple.com/at/song/du-hast-die-wahl/1440925168

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.

krisewelchekrise.blog weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von krisewelchekrise.blog übereinstimmen.

gewaltfreie Verteidigung

In seinem Artikel untersucht Egon Spiegel, wie sich Grönland hypothetisch mit gewaltfreier, sozialer Verteidigung gegen eine militärische Besetzung durch die USA zur Wehr setzen könnte. Der Autor betont die Bedeutung von gewaltfreiem Widerstand, Nichtkooperation und internationaler Delegitimierung des Aggressors anstelle militärischer Strategien. Grönlands starke soziale Netzwerke, kulturelle Identität und internationale Sichtbarkeit bieten spezifische Vorteile für einen solchen Widerstand. Abschließend werden die Voraussetzungen, Risiken und strategischen Herausforderungen dieser Verteidigungsform erörtert. Dabei wird betont, dass gewaltfreie Verteidigung eine legitime und wirksame Alternative zur militärischen Logik darstellt.

Egon Spiegel, Gewaltfreie, soziale Verteidigung im Rahmen einer (hypothetischen) Besetzung Grönlands, 14.01.2026, https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015536.html

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.

krisewelchekrise.blog weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von krisewelchekrise.blog übereinstimmen.

Wirklich? So wollten wir das?

» […] Denke ich an Deutschland, denke ich an ein Land, das zwei Weltkriege angefangen hat. Denke ich, deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt. Denke ich an ein Land, das seine Klassenunterschiede in den letzten Jahrzehnten zementiert hat. Denke ich an ein Land, das viel die Moral im Mund führt und zum Beispiel beim Klimaschutz wenig vorangeht, viel weniger, als wir uns leisten könnten. […] Ich war in fast jeder Stadt. Mich irgendwo hinzusetzen, ein bisschen Atmosphäre einzufangen, ein paar Notizen zu machen. Ein Gedanke, der sich immer wieder auftut, ist, so wollten wir das? Dafür haben wir jetzt irgendwie die Ressourcen der Welt ausgebeutet, damit hier jetzt so eine planierte Betonfläche ist und die Leute mit unglücklichem Gesicht dahin schlurfen und Waren kaufen, die sie nicht brauchen. Das ist jetzt die Fußgängerzone von so und so. Wirklich? So wollten wir das? […] Darf ich mir noch mehr Sachen für Deutschland wünschen? Ich wünsche mir mehr soziale Durchlässigkeit. Ich wünsche mir, dass die Bildungschancen weniger abhängen vom Reichtum und akademischen Bildungsgrad des Elternhauses. Ich wünsche mir, dass wir vorankommen im Klimaschutz, dass wir unsere heilige Kuh, das Auto nach und nach aus den Innenstädten verbannen, denn das werden bessere Städte für alle. Ich wünsche mir, dass wir die Artenvielfalt erhalten können, dass wir unsere Wälder schützen und unsere Moore und ja, viel. […] «

~ Dota Kehr, Denk ich an Deutschland: die Musikerin Dota Kehr, 02.07.2023, https://www.deutschlandfunk.de/denk-ich-an-deutschland-dota-kehr-dlf-bc5880f5-100.html

Die 1979 in West-Berlin geborene Musikerin Dota Kehr ist bekannt für ihre philosophisch-poetischen Songtexte. Sie engagiert sich für die Rechte von Künstlerinnen und Künstlern sowie gegen gesellschaftliche Hetze und Ausgrenzung. In ihren Überlegungen zu Deutschland äußert sie kritische Ansichten über die Vergangenheit des Landes, den Nationalismus und die in den letzten Jahrzehnten zementierten sozialen Ungleichheiten. Kehr wünscht sich eine gerechtere Gesellschaft, die soziale Durchlässigkeit fördert, den Klimaschutz ernst nimmt und in der der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine entscheidende Rolle für die Demokratie spielt. Ihre Musik und ihre Konzerte ziehen eine treue Fangemeinde an, die ihre Botschaften schätzt und unterstützt.

hören:

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.

krisewelchekrise.blog weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von krisewelchekrise.blog übereinstimmen.

Shadow Banning [2]

In seinem Artikel thematisiert Norbert Häring die Auswirkungen des Digital Services Act (DSA) der EU auf digitale Medienplattformen, insbesondere die Praxis des Shadow Bannings. Häring berichtet von einem signifikanten Rückgang der Sichtbarkeit seiner Beiträge auf der Plattform X, nachdem er einen kritischen Artikel veröffentlicht hatte („Kaja Kallas macht die EU zum Gespött der Welt und beleidigt China“ [1]). Dies könnte auf Maßnahmen gegen seine Inhalte hindeuten. Durch Rückmeldungen seiner Blog-Leser:innen konnte er feststellen, dass viele von ihnen seinen Artikel nicht in ihrem Feed sahen. Dies verstärkt die Vermutung, dass seine Reichweite gezielt eingeschränkt wurde. Abschließend kritisiert er die heimlichen Maßnahmen zur Begrenzung der Verbreitung legaler Inhalte als problematisch und zensurähnlich.

nach Norbert Häring, Ergebnis des Tests zum Shadow Banning, 20.01.2026, https://norberthaering.de/propaganda-zensur/ergebnis-shadow-banning/

[1]: https://norberthaering.de/propaganda-zensur/kaia-kallas/

[2]: https://gemini.google.com/share/3a4c03d4493d

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.

krisewelchekrise.blog weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von krisewelchekrise.blog übereinstimmen.

Einer von zweihundertsechzigtausend

Bernd ist ein klassischer deutscher Vorname. Er ist tief in der germanischen Geschichte verwurzelt und trägt eine kraftvolle Symbolik in sich. Bernhard ist ein althochdeutscher Name. Bernd ist seine Kurzform. Das althochdeutsche Wort für Bär ist „berno” oder „bero”. „Hart, stark, mutig oder entschlossen” steht für „hard”. Bernd ist also die Kurzform für „der Bärenstarke”.

Im 12. Jahrhundert lebte Bernhard von Clairvaux, ein einflussreicher Zisterziensermönch. Ihm verdankt sich die mittelalterliche Verbreitung des Vornamens.

In Deutschland leben aktuell schätzungsweise zwischen 250.000 und 270.000 Männer mit diesem Namen. Weltweit sind es in allen Namensvarianten schätzungsweise 440.000 bis 460.000 Männer. In Österreich ist die Chance, einen „Bernhard” zu treffen, statistisch gesehen fast viermal so hoch wie in Deutschland.

Zwischen 2010 und 2021 wurde der Name in Deutschland nur noch etwa 100 Mal als erster Vorname vergeben.

Der Name ist fast ausschließlich im deutschsprachigen Raum vertreten.

Im englischsprachigen Raum sind entsprechend Bernard, Barney oder Bernie verbreitet, im französischsprachigen Raum Bernard, im italienisch-/spanischsprachigen Raum Bernardo und in den Niederlanden Barend. Im skandinavischen Raum ist es Bernt.

Vor dem Mauerfall war der Name Bernd sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland gleichwertig vertreten.

Täglicher Schreibanreiz
Schreibe über deinen Vornamen: seine Bedeutung, seine Herkunft usw.

Write about your first name: its meaning, significance, etymology, etc. | Schreiben Sie über Ihren Vornamen: seine Bedeutung, seine Etymologie usw.

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.