Hier vor schrecke ich am meisten zurück, fürchte ich mich mich am meisten:

Am meisten schrecke ich davor zurück, sich schnell bewegende Insekten, Spinnen, Schlangen und Skorpione (nicht das Sternzeichen) in die Hand zu nehmen. Um meine Furcht zu verlieren, wäre eine Expositionstherapie nötig. Für die Diagnose ICD-10 F40.2 reicht diese Furcht jedoch nicht aus, da ich weder in eine Schockstarre falle, noch Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern oder Atemnot bekomme. Lediglich ein starkes Vermeidungsverhalten zeige ich.

Ansonsten schrecke ich vor nichts zurück. Was nötig ist, wird gemacht oder ich lasse es machen.

Doch: ich werde mich im Freibad nicht vom Zehn-Meter-Sprungturm in die Tiefe stürzen. Damit ich mich überwinde, ins Wasser zu springen, müsste ich erstens in dieser Höhe zum Stehen kommen und zweitens müssten mich schnell bewegende Insekten, Spinnen, Schlangen oder Skorpione (nicht das Sternzeichen) jagen. Dann würde ich wahrscheinlich in eine Schockstarre fallen und Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern und Atemnot bekommen. Mit starkem Vermeidungsverhalten käme ich nicht weiter.

Täglicher Schreibanreiz
Vor welcher Sache schreckst du am meisten zurück? Was wäre nötig, damit du dich überwindest, es zu tun?

What’s the thing you’re most scared to do? What would it take to get you to do it?  |  Was ist das, wovor du dich am meisten fürchtest? Was müsste passieren, damit du es tust?

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Autor: Bernd

» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================