Was siehst du hier, Bernd? | IV

Liebeskummer

Hier sitzt sie nun. Allein am Küchentisch. Den rechten Ellenbogen hat sie auf dem Tisch abgestützt, die rechte Kinnhälfte ruht auf dem Handballen ihrer zu einer halben Faust geballten Hand.

Hier sitzt sie nun. Verlassen. Vor der Wand, deren Rot er so mochte. Sie liebt Blau. Das Rot ihrer Lippen korrespondiert mit der Farbe der Wand.

Hier sitzt sie nun. Mit tränenverquollenen Augen.

Hier sitzt sie nun. Seitdem Christian sie verlassen hat. Vor einer Woche kam er von einer einwöchigen Dienstreise nach Hause, schaute sie lange traurig und schuldbewusst an. Er sprach davon, ausziehen zu müssen und allein zu sein. Was er danach sagte, hörte sie zwar, aber es drang nicht mehr in ihr Bewusstsein. Christian löste den Wohnungsschlüssel vom Schlüsselbund, legte ihn auf den Küchentisch, lächelte schief, drehte sich um, griff seinen Koffer und ging.

Langsam kommt sie wieder zu sich. Sie kann es nicht fassen. Sie fühlt sich wie nach einer schweren Grippe, und wie amputiert.

Julia beginnt langsam zu überlegen, was sie am meisten vermisst, was sie an Christian hatte, was von ihrer Beziehung bleibt. Gab es etwas, das sie nicht geben konnte? Was? Wo war die Bruchstelle? Ich bin allein! Verlassen! Wer kann mich trösten?

Bilder erzählen Geschichten und jede Geschichte sagt etwas aus über den Menschen, der sie erzählt. Angelehnt an einen alten projektiven Test, den TAT, zeigt die Psychologie Heute ein Bild und bittet, die Szene zu deuten. – Psychologie Heute 13.01.2026 – https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/44658-was-sehen-sie-hier-anne-rabe.html

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Faustrecht

» […] Internationales Recht ist das Recht der stärksten Nation, seine eigenen Rechtsgrundsätze allen anderen Ländern aufzuzwingen.

Das steht zwar so nicht in der UN-Charta, beschreibt aber faktisch den Zustand der Welt seit Donald Trumps „Coup”.

Wie hatte sich die westliche Welt ereifert, als Ayatollah Khomeini eine „Fatwa“, einen Tötungsbefehl, gegen Salman Rushdie aussprach und damit iranische Moralvorstellungen weltweit durchzusetzen versuchte!

Nun ließ ein US-Präsident ein ausländisches Staatsoberhaupt kidnappen und vor Gericht stellen, wo es nach US-Recht abgeurteilt werden soll.

Wenn dies geschehen kann — und es sieht danach aus, als ob Trump damit durchkäme —, ist niemand auf der Welt mehr sicher — nirgendwo.

Und genau dieser Effekt könnte beabsichtigt sein.

Das internationale Faustrecht liegt im Trend — schon die Tötung von Osama bin Laden ohne Prozess und die Beschlagnahmung russischer Vermögen in jüngster Zeit waren Willkürakte.

Und doch ergibt es keinen Sinn, diese Handlungsweise der USA als Tat eines verirrten Einzeltäters zu deuten.

Donald Trump spiegelt der Welt den Grad an Verkommenheit wider, den sie mittlerweile erreicht hat. […] «

~ Charles Eisenstein, Ein böses Omen, 08.01.2026, https://www.manova.news/artikel/ein-boses-omen

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Was siehst du hier, Bernd? | III

Heimweh & Sehnsucht

Heimweh. Jan hat Heimweh. Sehnsucht. Jan hat Sehnsucht.

Er ist Architekt und arbeitet für ein international tätiges Architekturbüro. Seit sechs Wochen ist er in Katar. Er beaufsichtigt den Bau eines Wolkenkratzers.

Es ist nicht sein erster Auslandsaufenthalt. Aber ihm fallen sie immer schwerer. Erst in zwanzig Wochen kann er über Weihnachten nach Hause.

Zuhause ist das moderne Energieeffizienzhaus am Stadtrand. Zuhause sind seine Frau Zoé, seine Tochter Sophie, sein Sohn Paul, Wuff, der Hund, und Miau, die Katze.

Jeden zweiten Abend haben sie Facetime. Das verstärkt sein Heimweh und seine Sehnsucht.

Heimweh nach Hause. Sehnsucht nach seinen Kindern, nach seiner Frau, nach ihrer liebevollen Art, ihrem duftenden Haar und ihrer samtenen Haut.

Jeden zweiten Abend stellt er das Bild von sich und seiner Familie auf den Schreibtisch, hält inne und betrachtet es mit liebevollem Blick gedankenverloren.

Heimweh und Sehnsucht.

Bilder erzählen Geschichten und jede Geschichte sagt etwas aus über den Menschen, der sie erzählt. Angelehnt an einen alten projektiven Test, den TAT, zeigt die Psychologie Heute ein Bild und bittet, die Szene zu deuten. – Psychologie Heute 1/2026 – https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/44599-was-sehen-sie-hier-till-broenner.html

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Platzender Kragen oder Weltenbrand? | Citation.

… Reicht es nicht, dass es mittlerweile Mandatsträger gibt, die dabei zugesehen haben, dass diesem Land eine vitale, kritische Infrastruktur zerstört wurde und sie bei ihrer Verkündigung durch vermeintliche Verbündete einfältig grinsend daneben standen? Oder dass, bei dem momentanen Verdacht der ermittelnden Staatsanwaltschaft die Indizien für eine Tat aus der Ukraine sprechen, von Mitgliedern des Bundestages geäußert wird, es hätte ja im eigenen Interesse gelegen? Landesverrat aus den Mündern von vereidigten Volksvertretern? Oder reicht es nicht, dass Sanktionspakete gegen Russland, die die eigene Wirtschaft ruinieren, ununterbrochen fortgesetzt werden? Oder dass der vermeintlich transatlantische Verbündete grandiose Geschäfte mit dem Niedergang des eigenen Landes macht? Oder dass die Doppelmoral täglich den klaren Himmel vergiftet wie es kein Verbrenner vermag? Oder dass vermeintliche Drohnen-Angriffe, von denen niemand weiß, woher sie kommen, ob aus Russland, oder gar aus der Ukraine oder dem Baltikum, um die NATO in einen Krieg gegen Russland zu ziehen, behandelt werden wie eine massive Kriegsbedrohung, während in Gaza ein Völkermord tobt? Oder dass man in einem Land, in dem 75 Prozent der Milliardäre sich aus Erbgut speisen, übrigens ein Spitzenwert im Vergleich zu anderen Ländern wie Frankreich oder Großbritannien, in denen es gerade mal ein Drittel ist, mit Verschonungsregelungen gepampert werden, während Bedürftige als das tatsächliche Problem benannt werden? Oder dass die gesamte politische Kaste gar nicht mehr weiß, was Diplomatie bedeutet? Und daher plappert wie die kriegsbesoffene Regenbogenjournaille? Und dass hinter jeder Panne, hinter jeder Petitesse und hinter jeder Nachlässigkeit der böse Russe vermutet wird? Und reicht es nicht, dass die vielen Gründe, die eigentlich dazu führen müssten, dass es reicht, nicht enden wollen? …

~ Dr. Gerhard Mersmann am 28.09.2025 in „Kriegspropaganda: Hängen die Fische schon im Rauch?“ aus https://form-7.com/2025/09/28/kriegspropaganda-hangen-die-fische-schon-im-rauch/