🎶 Freeze! Put your hands in the air and gimme all your money!

Ma Baker war die berüchtigtste und herzloseste Gangster-Mutter Chicagos. Sie bildete ihre vier Söhne zu einer skrupellosen, mit Waffen vertrauten kriminellen Truppe aus.

Auf ihren Raubzügen hinterließ die Bande eine blutige Spur durch die gesamten USA, was Ma Baker zur meistgesuchten Frau des FBI machte.

Die Anführerin kannte keinerlei Gnade und ließ sogar Männer beseitigen, die ihr nahestanden, wenn diese dem kriminellen Erfolg im Weg standen.

Ihr Ende fand die Bande bei einem missglückten letzten Bankraub, als sie am Tatort von der Polizei gestellt wurde.

Anstatt sich zu ergeben, lieferten sie sich ein letztes Feuergefecht und starben, wie sie gelebt hatten: mit der Waffe in der Hand.

Ma Baker“ von „Boney M.„, veröffentlicht am 02.05.1977 auf dem Album „Love for sale“.

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🎶 „Why so lazy?“ – Was Supertramp über die Trägheit unserer Zeit zu sagen hat.

Der Song ist eine Art Requiem für das britische Empire und die moralische Stabilität der westlichen Welt. Die Churchill-Zitate dienen dabei nicht nur der Nostalgie, sondern auch als Kontrast. Während Churchill im Jahr 1940 den Widerstandsgeist beschwor, beschreibt der Song eine moderne Gesellschaft, die „schläft“, während ihre „Insel sinkt“.

Durch die Einbindung der Glocken von Big Ben und William Blakes Hymne „Jerusalem“ (die inoffizielle Nationalhymne Englands) wird das Gefühl verstärkt, dass hier eine ganze Kultur an einem Scheideweg steht. In Literatur und Musik ist der „Narr“ oft der Einzige, der die Wahrheit ausspricht, während die Mächtigen blind sind.

Bei Supertramp ist der „Fool” ein visionärer Außenseiter. Man hat ihn ausgelacht und ihm seinen Stolz genommen, doch seine Warnungen erweisen sich als wahr. Es gibt hier eine starke Parallele zu Hodgsons anderem Hit „Dreamer“: Beide Songs hinterfragen, ob der Träumer verrückt ist oder die Welt, die ihn ignoriert.

Gegen Ende wird der Song deutlich dynamischer und fast schon anklagend: „Why so lazy“ spiegelt die politische und wirtschaftliche Stagnation Großbritanniens in den späten 70ern wider (Streiks, Inflation, das Gefühl des Verfalls). Die Aufzählung „Holy Man, Rocker Man, Joker Man” kritisiert die Oberflächlichkeit. Menschen verstecken sich hinter Labels, anstatt einen echten Beitrag zu leisten.

„Fool’s Overture“ ist eine mahnende Collage, die den heroischen Geist der Vergangenheit der moralischen und gesellschaftlichen Apathie der Gegenwart gegenüberstellt und dazu aufruft, den inneren Visionären zuzuhören, bevor es zu spät ist.

Fool’s Overture“ von „Supertramp„, veröffentlicht am 03.04.1977 auf dem Album „Even In The Quietest Moments“.

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„Hey“, sagte ich, „du kannst meine Sachen behalten. Sie sind gekommen, um mich nach Hause zu holen.“

Der Song ist eine metaphorische Erzählung über einen persönlichen Befreiungsschlag und den Mut, Altes hinter sich zu lassen, um einen neuen Lebensweg einzuschlagen. Der Text beginnt mit dem Aufstieg auf den Solsbury Hill. Oben angekommen hat der Protagonist eine fast mystische Vision, symbolisiert durch einen Adler, die ihm klarmacht, dass er sich an einem Wendepunkt befindet. Die Stimme, die er hört, fordert ihn auf, seine Sachen zu packen und „nach Hause“ zu kommen – ein Symbol für die Rückkehr zu seinem wahren Selbst.

Der Erzähler beschreibt das Gefühl, in einem Trott gefangen zu sein. Zunächst fürchtet er die Reaktion seines Umfelds, denn er hat Angst, für verrückt gehalten zu werden, wenn er von seinen Plänen erzählt. Er erkennt, dass er Teil einer „Maschinerie“ geworden ist, die ihn einengt. Zentral ist die Entscheidung, aus den bestehenden Strukturen auszubrechen. Er entscheidet sich aktiv dafür, Verbindungen zu kappen, die ihn zurückhalten – auch wenn dies bedeutet, Sicherheit aufzugeben.

Am Ende steht die Erkenntnis, dass er keine Ersatzlösungen mehr braucht. Er ist bereit, seinen materiellen Besitz und seine alte Identität zurückzulassen, weil er inneren Frieden und Freiheit gefunden hat. Peter Gabriel schrieb den Song kurz nachdem er seine erfolgreiche Band Genesis verlassen hatte. Das Lied gilt als seine persönliche Erklärung für diesen Ausstieg: der Schritt weg von der „Maschinerie“ der Musikindustrie hin zu einer unsicheren, aber selbstbestimmten Solokarriere.

Solsbury Hill“ von „Peter Gabriel„, veröffentlicht am 18.02.1977 auf dem Album „Peter Gabriel“.

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Obwohl es in der tiefen, dunklen Nacht kalt und einsam ist, kann ich das Paradies im Licht des Armaturenbretts sehen.

21.10.1977– | track: –Paradise By The Dashboard Light– | artist: –Meat Loaf– | album: -Bat Out Of Hell-

Der Songtext von „Paradise by the Dashboard Light” von Meat Loaf ist im Grunde eine theatralische und humorvolle Erzählung über die romantischen und sexuellen Erfahrungen eines jungen Paares, aus denen sich später eine festgefahrene Ehe entwickelt.

Der Song beginnt mit der nostalgischen Erinnerung des männlichen Protagonisten an einen Abend mit seiner Freundin. Sie sind jung („barely seventeen”), parken an einem abgelegenen See und erleben eine intensive, leidenschaftliche Zweisamkeit („paradise by the dashboard light”). Die Atmosphäre ist elektrisierend und sexuell aufgeladen („glowing like the metal on the edge of a knife”). Der junge Mann drängt darauf, „all the way“ zu gehen. Der Versuch des Mannes, sein Ziel zu erreichen, wird durch die kommentierte Übertragung eines Baseballspiels untermalt, das als Metapher für den Geschlechtsverkehr dient (mit Anspielungen wie dem Laufen zur Basis und dem „Suicide Squeeze”).

Gerade als die Leidenschaft ihren Höhepunkt erreicht, stoppt die junge Frau ihn. Sie weigert sich, weiterzugehen, bevor er ihr nicht verspricht, sie zu lieben und sie für den Rest ihres Lebens zu heiraten. Er zögert, bittet wiederholt darum, „darüber zu schlafen” und ihr am Morgen eine Antwort zu geben, da er sich nicht zu einer so weitreichenden Verpflichtung hinreißen lassen will. Sie bleibt jedoch hartnäckig. Unter dem Druck der Situation schwört er schließlich bei seiner Mutter und Gott, sie „bis zum Ende der Zeit” zu lieben.

Der letzte Teil des Songs springt in die Gegenwart. Der Mann stellt fest, dass er an sein damaliges Versprechen gebunden ist, seine Gefühle sich jedoch völlig verändert haben. Er kann seine Frau nicht mehr ertragen und betet dafür, dass das „Ende der Zeit” bald komme, damit er sein Versprechen nicht brechen müsse, aber endlich von ihr befreit werde. Die Frau hingegen hält an der verklärten Erinnerung an die leidenschaftliche Nacht von damals fest („it never felt so good …”).

Die gesamte Geschichte ist eine dramatische, an eine Rockoper erinnernde Darstellung, die die intensiven Gefühle jugendlicher Sexualität mit dem späteren Bedauern über eine übereilt eingegangene Verpflichtung kontrastiert.