„Hey“, sagte ich, „du kannst meine Sachen behalten. Sie sind gekommen, um mich nach Hause zu holen.“

Der Song ist eine metaphorische Erzählung über einen persönlichen Befreiungsschlag und den Mut, Altes hinter sich zu lassen, um einen neuen Lebensweg einzuschlagen. Der Text beginnt mit dem Aufstieg auf den Solsbury Hill. Oben angekommen hat der Protagonist eine fast mystische Vision, symbolisiert durch einen Adler, die ihm klarmacht, dass er sich an einem Wendepunkt befindet. Die Stimme, die er hört, fordert ihn auf, seine Sachen zu packen und „nach Hause“ zu kommen – ein Symbol für die Rückkehr zu seinem wahren Selbst.

Der Erzähler beschreibt das Gefühl, in einem Trott gefangen zu sein. Zunächst fürchtet er die Reaktion seines Umfelds, denn er hat Angst, für verrückt gehalten zu werden, wenn er von seinen Plänen erzählt. Er erkennt, dass er Teil einer „Maschinerie“ geworden ist, die ihn einengt. Zentral ist die Entscheidung, aus den bestehenden Strukturen auszubrechen. Er entscheidet sich aktiv dafür, Verbindungen zu kappen, die ihn zurückhalten – auch wenn dies bedeutet, Sicherheit aufzugeben.

Am Ende steht die Erkenntnis, dass er keine Ersatzlösungen mehr braucht. Er ist bereit, seinen materiellen Besitz und seine alte Identität zurückzulassen, weil er inneren Frieden und Freiheit gefunden hat. Peter Gabriel schrieb den Song kurz nachdem er seine erfolgreiche Band Genesis verlassen hatte. Das Lied gilt als seine persönliche Erklärung für diesen Ausstieg: der Schritt weg von der „Maschinerie“ der Musikindustrie hin zu einer unsicheren, aber selbstbestimmten Solokarriere.

Solsbury Hill“ von „Peter Gabriel„, veröffentlicht am 18.02.1977 auf dem Album „Peter Gabriel“.

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Autor: Bernd @rueckzuginsprivate.de

» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================