🎙 Pulverfass

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren in Deutschland mehr als zwei Millionen Tonnen Munition gelagert. Um diese schnell loszuwerden, beschlossen die Alliierten, die Munition in der Ostsee zu versenken. Dies geschah trotz der von den Explosionen ausgehenden Gefahren. Fischer wurden dafĂĽr bezahlt, die Munition ins Meer zu bringen.

Die letzten Versenkungen fanden im Januar 1949 statt. Kurz darauf begannen die Fischer, die versenkte Munition wieder an die Oberfläche zu holen, um die Metalle als Rohstoffe zu verwenden. Allerdings blieb der Großteil der Munition auf dem Meeresboden liegen. Dies stellte eine Herausforderung dar, da die Bergung langwierig ist.

In den folgenden Jahrzehnten gab es immer wieder Berichte über die von der alten Munition ausgehende Gefahr, insbesondere durch chemische Kampfstoffe, die im Meer rosten und die Umwelt schädigen könnten. Im Jahr 2023 startete die Bundesregierung ein Programm, um die versenkte Munition zu orten und zu beseitigen. Experten arbeiten daran, eine effektive Methode zur Bergung und sicheren Entsorgung dieser gefährlichen Hinterlassenschaften zu entwickeln. Es wird jedoch erwartet, dass nicht alle Munition geborgen werden kann und das Problem somit weiterhin bestehen bleibt.


Aus der Podcastfolge „1945 wird massenhaft Weltkriegsmunition in der Ostsee versenkt“ vom –04.07.2025– des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/ondemand/weltweit/fsk0/331/3313927/3313927_62823725.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio–wird-massenhaft-weltkriegsmunition-in-der-ostsee-versenkt-100.html

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Autor: Bernd

» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================

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