In ihrem Vortrag analysiert Prof. Hanna Klimpe, wie digitale Empörung auf Social Media oft rechtspopulistische Agenden stÀrkt, ohne dass dies beabsichtigt ist.
Der Grund: Plattform-Algorithmen belohnen emotionale Reaktionen mit massiver Reichweite. Sie kritisiert, dass reines âAwareness-Sharingâ hĂ€ufig in einer akademischen Mittelklasse-Blase verharrt und durch PhĂ€nomene wie âNews-Fatigueâ eher zu politischer LĂ€hmung als zu realen strukturellen VerĂ€nderungen fĂŒhrt.
Ein zentraler Aspekt ist das âReprĂ€sentationsparadoxâ: Hohe mediale Sichtbarkeit wird fĂ€lschlicherweise mit tatsĂ€chlicher politischer Macht verwechselt, was den Widerstand gegen marginalisierte Gruppen sogar noch verschĂ€rfen kann. Klimpe warnt vor der Falle der permanenten ReaktivitĂ€t und plĂ€diert fĂŒr eine bewusstere, selektive Nutzung digitaler KanĂ€le, um nicht zum Spielball der Aufmerksamkeitsökonomie zu werden.
AbschlieĂend fordert sie dazu auf, die digitale Wut in konkretes, lokales Offline-Engagement und institutionelle Arbeit zu ĂŒberfĂŒhren, um echte demokratische Wirksamkeit zu entfalten.
Podcastfolge „Hassen und teilen – Was Wut im Netz mit uns macht“ vom –07.11.2025– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.
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