đź“…âť“ Zweifel und Zuversicht.

Ich öffne langsam die Augen, die Augenlider wiegen schwer, gleiĂźendes Licht sticht mir in die Augen, Sonnenschein, ich liege auf dem RĂĽcken, unter einer leichten Decke, den Kopf auf einem weichen Kissen, jemand hält meine Hand, ich blinzele, sie lächelt mich an, leise lächle ich zurĂĽck, Lachfältchen zeigen sich um meine Augen und Mund, der letzte Einatem entweicht meiner Lunge, wie ein tiefer, erleichternder Seufzer, meine Hände und FĂĽĂźe werden leicht bläulich, Frieden weicht der Angst, alles entspannt sich, WeiĂźblende; halt, diese letzten Minuten meines Lebens werde ich nicht mehr selbst schreiben können, ihre Beschreibung wird dem Nachwort meiner Hinterbliebenen vorbehalten bleiben – fangen wir also von vorne an.

„Zweifel und Zuversicht.“ wird der Titel meiner Autobiographie.

Täglicher Schreibanreiz
Du schreibst deine Autobiographie. Wie lautet dein Eröffnungssatz?

You’re writing your autobiography. What’s your opening sentence? | Du schreibst deine Autobiografie. Wie lautet dein erster Satz?

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

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Autor: Bernd

» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================