Was zum Teufel willst du?

Der am 1. Februar 2002 auf dem Album „O“ veröffentlichte Song „I Remember“ von Damien Rice beschreibt die intensive, fast schon obsessive Natur einer Liebesbeziehung, die zwischen nostalgischer Euphorie und schmerzhafter Verzweiflung schwankt. Der Song beginnt mit einer sehr lebendigen, beinah filmischen Erinnerung an das erste Zusammentreffen aus der Sicht der Frau. Die Welt scheint stillzustehen, wodurch die unmittelbare und überwältigende Wirkung der anderen Person verdeutlicht wird. Es ist die klassische Schilderung der Liebe auf den ersten Blick, durch die alles andere nebensächlich wird.

Ein zentrales Motiv ist die Macht, die die Frau über den männlichen Erzähler hat. Während er sich gegenüber der restlichen Welt unbesiegbar fühlt, wird diese Stärke sofort nichtig, wenn es um die Partnerin geht. Dies unterstreicht, dass Liebe hier nicht nur als Glück, sondern auch als totale emotionale Abhängigkeit und Verletzlichkeit verstanden wird. Gegen Ende wandelt sich die Stimmung drastisch. Die Sprache wird rauer und verzweifelter.

Begriffe wie „sanity” (Sanftmut/Verstand), „stain” (Fleck) und „whip myself” (mich selbst auspeitschen) deuten auf Schuldgefühle und inneren Schmerz hin. Die Grenze zwischen Liebe und reinem Verlangen verschwimmt. Der Text endet nicht in Harmonie, sondern mit einer fast aggressiven Suche nach Antworten. Der Erzähler will wissen, wo er steht und was das Gegenüber eigentlich will.

Der Song ist ein emotionaler Parforceritt, der von der sanften Nostalgie eines Kennenlernens bis hin zum nervlichen Zusammenbruch einer komplizierten Beziehung reicht. Er beschreibt Liebe als eine Kraft, die einen retten, aber auch zerstören kann.

https://link.deezer.com/s/32jnObaEcvbLMPT2vflMs

https://music.apple.com/at/song/i-remember/41864615

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Autor: Bernd @rueckzuginsprivate.de

» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================