Gas soll jetzt grün sein und das Gras schon bald gelb

Seh ich noch richtig
In dieser seltsamen Welt?
Gas soll jetzt grün sein
Und das Gras schon bald gelb

Kann dir kein Mensch erklären
Warum leere Flugzeuge fliegen
Die letzten Jahre, wen wundert′s
Waren die heißesten sieben

Warum man Öl, Gas und Kohle
Weiter subventioniert
Mit elf Millionen pro Minute
Wer bitte soll das kapieren?

Mit heiteren Mienen
Vertrösten sie uns
Wer vermisst auch schon Bienen
Solang die Wirtschaft noch brummt?

Doch von dem, was wir schützen
Ist sogar ein Tier dabei
Lebt auf dem Land und in Flüssen
Nennt sich „Leopard 2“

Resignieren kann jeder
Oder Lieder davon singen
Aber was kann Perspektive?
Und wer kann Hoffnung bringen?

Das ist nicht nur eine Phase
Es ist die Frage unsrer Zeit
Und die Antwort ist die Straße
Sie ruft laut: „Lützerath bleibt!“

Ihr wollt die Wirtschaft entfesseln
Und legt Menschen in Ketten
Nur wenn man das umdreht
Wär unsre Welt noch zu retten

Verhindert den Schaden
Christian Lindner den Schmerz
Während wir im Überfluss baden
Ertrinken Menschen im Meer

Menschenwürde im Konjunktiv
Ist das, wonach wir streben
Der globalen Erwärmung eine
Soziale Eiszeit entgegen, ich

Schreib Lieder voller Zynismus
Und ich hab leider Pech, denn
Kritik am Kapitalismus
Verkauft sich sehr schlecht

Doch resignieren kann jeder
Oder Lieder davon singen
Doch wenn alte Perspektiven
Uns um unsre Hoffnung bringen

Ist dann noch Zeit für leere Phrasen
Und dafür, dass noch jemand schreibt?
Wär es nicht Zeit, dass diese Frage
Uns alle auf die Straßen treibt?

Ja, resignieren kann jeder
Lass uns lieber davon singen
Lass uns um Perspektiven
Und um jede Hoffnung ringen

Komm, wir gehen auf die Straßen
Dann läuft die Zeit nicht mehr allein
Wir alle teilen eine Frage
Komm, lass uns Teil der Antwort sein

Seh ich noch richtig
In dieser seltsamen Welt?
Gas soll jetzt grün sein
Und das Gras schon bald gelb

Der Song „grasgelb“ von Enno Bunger, veröffentlicht am 19.01.2024 auf dem Album „Der beste Verlierer“ ist ein gesellschaftskritischer Protestsong, der sich intensiv mit der Klimakrise, politischen Widersprüchen und systemischer Ungerechtigkeit auseinandersetzt. Der Text prangert die Widersprüche moderner Politik an. Er thematisiert, dass fossile Brennstoffe trotz Klimawandel massiv subventioniert werden („elf Millionen pro Minute“), während ökologische Symbole (wie das „Grüne Gas“) als Etikettenschwindel dargestellt werden. Besonders bissig ist der Vergleich des Naturschutzes mit dem Militär: Während Bienen sterben, scheint der „Schutz“ von Panzern (Leopard 2) Priorität zu haben.

Der Autor verbindet ökologische Zerstörung mit sozialer Ungerechtigkeit. Er stellt die „globale Erwärmung“ einer „sozialen Eiszeit“ gegenüber. Dabei wird der Kontrast zwischen westlichem Überfluss und dem Sterben von Geflüchteten im Mittelmeer scharf kritisiert. Namentlich genannte Politiker (wie Christian Lindner) dienen dabei als Symbole für eine Wirtschaftspolitik, die Profit über Menschenleben und Klimaschutz stellt. Der Text reflektiert die Schwierigkeit, gegen das System aufzubegehren. Der Künstler gibt zu, dass Kritik am Kapitalismus sich „schlecht verkauft“, und beschreibt ein Gefühl der Ohnmacht angesichts einer Welt, in der die Wirtschaft „brummen“ muss, egal zu welchem Preis.

Das zentrale Motiv des Liedes ist die Überwindung der Resignation. Der Text gipfelt in einem klaren Appell zum Widerstand auf der Straße. Mit dem Slogan „Lützerath bleibt!“ bezieht sich der Song konkret auf die Klimaproteste im rheinischen Braunkohlerevier. Die Kernaussage lautet: Reden und Singen reichen nicht mehr aus; die Antwort auf die Krisen unserer Zeit ist der aktive, gemeinschaftliche Protest. Der Song ist ein flammendes Plädoyer gegen das „Weiter-so“ der aktuellen Politik. Er fordert dazu auf, die Rolle des passiven Beobachters zu verlassen und Teil einer Bewegung zu werden, die Mensch und Natur vor wirtschaftliche Interessen stellt.

https://link.deezer.com/s/32c2V0cjDu8nbh2rhDpPB

https://music.apple.com/de/song/grasgelb-live-bei-tv-noir/1783346022

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von außen

In seinem Artikel analysiert Vijay Prashad die aktuellen Unruhen im Iran und bietet sechs zentrale Punkte zur Einordnung der Situation. Die ursprünglich gegen Inflation und schlechte Lebensbedingungen gerichteten Proteste haben sich in gewaltsame Auseinandersetzungen verwandelt, bei denen eine externe Einmischung der USA und Israels vermutet wird. Prashad betont, dass sich die Unruhen nicht gegen die USA, sondern gegen die iranische Regierung richten, und warnt vor möglichen militärischen Interventionen. Der Artikel schließt mit der Aufforderung, dass die Iraner ihre Probleme selbst lösen müssen, ohne dabei auf ausländische Gewalt zu setzen.

~ Vijay Prashad, indischer Historiker, Sechs Punkte zur Einordnung der Unruhen im Iran, 16.01.2026, https://www.nachdenkseiten.de/?p=144866

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unausweichlich

» […] Und wie wir wissen, die ökologischen Themen geraten zunehmend in den Hintergrund. Weil wir uns in einer Schockstarre befinden. Die ökologischen Krisen verschwinden ja nicht. Im Gegenteil, sie nehmen zu. Die Ökologiekrise unterscheidet sich ja von anderen sozialen Krisen, politischen Krisen zum Beispiel, dass wir sie nicht aufschieben können. Die Erderwärmung wird kommen. Die Globalvermüllung nimmt zu und wird irgendwann kippen. Artensterben nimmt zu und wird auch irgendwann mal uns auf die Füße fallen. Und es ist wichtig, dass wir möglichst schnell reagieren. […] «

~ Tilo Wesche [https://uol.de/philosophie/prof-dr-tilo-wesche], Klimawandel und Rohstoffrennen – Wem gehört die Natur?, 18.01.2026, https://www.deutschlandfunk.de/klimawandel-und-rohstoffrennen-wem-gehoert-die-natur-tilo-wesche-philosoph-100.html

Der Artikel behandelt die Diskussion über die Rechte der Natur im Kontext des Klimawandels und der Rohstoffnutzung, die unter anderem von dem Philosophen Thilo Wesche angeführt wird. Es wird aufgezeigt, dass immer mehr lokale Gemeinschaften und Gerichte der Ansicht sind, dass die Natur eigene Eigentumsrechte haben sollte. In einigen Ländern, wie beispielsweise Neuseeland und Ecuador, wurde diese Ansicht bereits umgesetzt. Der Artikel hebt hervor, dass die Anerkennung dieser Rechte dazu beitragen könnte, eine nachhaltigere Nutzung natürlicher Ressourcen zu gewährleisten und ökonomische Interessen hinter ökologische Belange zu stellen. Abschließend wird betont, dass eine gesetzliche Verankerung dieser Rechte notwendig ist, um den Herausforderungen des Klimawandels wirksam zu begegnen.

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Das Team ist der Star.

Ein Anführer ist eine Person, die eine Gruppe leitet.

Bei Führung geht es jedoch nicht darum, das Sagen zu haben. Vielmehr geht es darum, sich um die Menschen zu kümmern, für die man Verantwortung trägt.
~ Frei nach Simon Sinek, einem britisch-US-amerikanischen Autor und Unternehmensberater.

Die Worte und Taten eines guten Anführers sind im Einklang. Er ist authentisch. Er lebt seine Werte. Er ist ehrlich und kommuniziert Fehler oder schlechte Nachrichten offen und transparent. Das Team kann sich auf seine Zusagen verlassen. Ein guter Anführer kann die Sichtweise seiner Teammitglieder nachvollziehen. Er kann eigene Schwächen erkennen und Kritik annehmen. Er erkennt die Dynamiken im Team und die Bedürfnisse des einzelnen Teammitglieds.

Er kann den Teammitgliedern Ziele und Erwartungen eindeutig und verständlich formulieren. Er kann aktiv zuhören und verstehen.

Wenn das Team oder einzelne Teammitglieder Fehler machen, werden nicht die Schuldigen gesucht, sondern es wird aus den Fehlern gelernt (Hilfe statt Macht). Ein guter Anführer verteilt mit einer Aufgabe auch die Verantwortlichkeit für ihre Erledigung.

Ein guter Anführer braucht den Mut, unbequeme Entscheidungen zu treffen. Erfolge feiert er mit dem Team und bei Misserfolgen stellt er sich vor das Team.

Ein guter Anführer bleibt auch unter Druck souverän.

Die Teammitglieder fühlen sich wertgeschätzt und gesehen. Im Team herrscht Offenheit dafür, auch Neues zu versuchen.

Der gute Anführer versucht, die Ziele der Organisation und die der Teammitglieder in Einklang zu bringen. Er fordert und fördert die Teammitglieder.

Ein guter Anführer unternimmt regelmäßig Teambuilding-Maßnahmen mit dem Team. Gemeinsam unternehmen sie gezielte Aktivitäten, um den Zusammenhalt, die Kommunikation und die Problemlösung zu stärken.

Täglicher Schreibanreiz
Was macht einen guten Anführer aus?

What makes a good leader?

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Ohne Anklage und ohne Gerichtsbeschluss

Die EU hat Sanktionen gegen europäische Bürger verhängt, die als „Sprachrohr für prorussische Propaganda“ gelten. Dies wird als Rückfall in mittelalterliche Praktiken angesehen, da die Betroffenen ohne Anklage und Gerichtsbeschluss bestraft werden. Diese seit 2025 auch EU-Bürger betreffenden Maßnahmen umfassen das Einfrieren von Vermögen und Einreiseverbote und schränken die Meinungsfreiheit stark ein. Bereits betroffen sind Kritiker der EU-Politik wie die Journalisten Thomas Röper, Alina Lipp und Jacques Baud. Die rechtlichen Grundlagen dieser Sanktionen sind vage und nicht strafrechtlich definiert. Während die EU-Regierungen in einem als autokratisch empfundenen Verfahren über die Strafen entscheiden, bleibt die Empörung über diese Entwicklungen gering. Eine klare rechtliche Grundlage besteht nicht.

Restriktive Maßnahmen“ von Paul Schreyer, multipolar, 13.01.2026, https://multipolar-magazin.de/artikel/restriktive-massnahmen

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