» […] Historiker hatten in den 1950er Jahren errechnet: Seit 3600 vor unserer Zeitrechnung bis heute hatte es nur 292 Friedensjahre, also Atempausen, gegeben. In fast fünfzehntausend Kriegen starben über 3,6 Milliarden Menschen. […] «
~ Frank Schumann, Hintergrund 9-10-2025, Seite 75, „»Es muss die Systemfrage gestellt werden!«“
Der Rechtswissenschaftler Sebastian Graf von Kielmansegg fordert eine Änderung des Grundgesetzes, um die Wehrpflicht für Frauen zu ermöglichen. Das aktuelle Gesetz schließt eine solche Verpflichtung nämlich ausdrücklich aus, was eine Ungleichbehandlung darstellt.
Der Rechtswissenschaftler Sebastian Graf von Kielmansegg fordert eine Änderung des Grundgesetzes, um eine Wehrpflicht für Frauen zu ermöglichen. Das aktuelle Grundgesetz schließt eine solche Pflicht nämlich ausdrücklich aus. Er argumentiert, dass dies eine Ungleichbehandlung darstellt und auf veralteten Vorstellungen beruht. Graf von Kielmansegg betrachtet die Notwendigkeit einer Grundgesetzänderung als zentrale Frage der Wehrgerechtigkeit, für die es politischer Mehrheiten bedarf.
Das Positionspapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wird kritisiert, da es trotz der Bekenntnisse zum Frieden eine unterstützende Haltung zur militärischen Aufrüstung und zur aktuellen Kriegspolitik einnimmt. Dies wird als Widerspruch zu den christlichen Werten der Nächstenliebe und des Pazifismus angesehen.
Die EKD hat ein Positionspapier veröffentlicht, das laut Kritikern der vorherrschenden Politik der Aufrüstung und Konfrontation dient, anstatt eine klare Friedensposition zu vertreten. Zwar wird in dem Papier der Frieden befürwortet, jedoch wird gleichzeitig die Unterstützung für militärische Maßnahmen und die Wehrpflicht betont, während kritische Stimmen zu Zwangsrekrutierungen und Gewalt gegen Aggressoren weitgehend ignoriert werden. Markus Klöckner beschreibt das Positionspapier in seinem Kommentar als einen Eiertanz, der die Kirche in einen moralischen Konflikt mit den Lehren Jesu bringt.
»Positionspapier der evangelischen Kirche: Grünes Licht für Kriegstüchtigkeit – Unter dem Titel Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick. Evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ein Positionspapier veröffentlicht. Der Medienmainstream applaudiert – verständlich. Die Schrift wirkt, als käme sie direkt aus dem Bundestag. Grundsätzlich ist die evangelische Kirche, so wie die Politik, selbstverständlich für Frieden, aber … Mit frommen Worten und theologischer Raffinesse positioniert sie sich aber auf eine Weise, dass sie der vorherrschenden Konfrontations- und Aufrüstungspolitik als Steigbügelhalter dient. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.«, 14.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=142050
An ein Selfie habe ich überhaupt nicht gedacht. Das ist eine interessante Idee. Mit welcher historischen Persönlichkeit würde ich ein Selfie machen wollen, der Ikonografie wegen? Mahatma Gandhi und Frida Kahlo.
Bei welcher historischen Persönlichkeit würde ich gerne einen Schreibkurs machen? Ich wäre überrascht, wenn historische Autoren erklären könnten, wie sie schreiben. Meine Wahl fiel auf Thomas Mann, Franz Kafka, Cormac McCarthy und Anna Seghers.
Danke für den Tipp „Alistair Urquhart„. Ich habe mal seinen englischen Wikipedia-Eintrag von einer AIKI zusammenfassen lassen:
Alistair Urquhart (1919–2016) war ein schottischer Geschäftsmann und Autor. Er wurde durch sein Buch „The Forgotten Highlander”, in dem er seine Erfahrungen als japanischer Kriegsgefangener während des Zweiten Weltkriegs beschreibt, bekannt.
Hier sind die wichtigsten Punkte des Artikels:
Frühes Leben: Urquhart wurde am 8. September 1919 in Newtonhill, Aberdeenshire, geboren. Im Alter von 19 Jahren wurde er 1939 in die britische Armee eingezogen. Er diente im Regiment der Gordon Highlanders in Singapur.
Gefangenschaft: Während der Schlacht um Singapur (Dezember 1941 bis Februar 1942) wurde er von den Japanern gefangen genommen und zur Zwangsarbeit an der berüchtigten Burma-Bahn eingesetzt. Dort litt er unter extremen Bedingungen, einschließlich Mangelernährung und Folter.
Kachidoki Maru: Nach seiner Zeit bei der Bahn wurde Urquhart auf das „Höllenschiff“ Kachidoki Maru verladen, das von einem US-U-Boot torpediert wurde. Er überlebte den Untergang, wurde dabei jedoch schwer verletzt und erlitt bleibende Schäden an den Stimmbändern.
Arbeit in Japan: Nach seiner Rettung wurde er in Kohlenminen sowie in einem Arbeitslager in der Nähe von Nagasaki eingesetzt. Dort erlebte er den Abwurf der Atombombe auf die Stadt.
Literarisches Werk: 2010 veröffentlichte Urquhart „The Forgotten Highlander”, in dem er seine Erlebnisse schildert und die mangelnde Anerkennung der japanischen Kriegsverbrechen im Vergleich zu Deutschland thematisiert.
Tod: Urquhart lebte viele Jahre in Broughty Ferry bei Dundee und starb am 7. Oktober 2016 im Alter von 97 Jahren.
Der Artikel beleuchtet insgesamt Urquharts bemerkenswerte Lebensgeschichte und seine kritische Haltung zu den Kriegsverbrechen, die er erlebt hat.
Der Artikel beschreibt die rechtlichen Grundlagen und praktischen Konsequenzen der Ausrufung des Spannungsfalls in Deutschland. Dieser gilt als Vorstufe zum Verteidigungsfall und könnte erhebliche Einschränkungen der Bürgerrechte sowie die Mobilisierung von Ressourcen und Arbeitskräften für militärische Zwecke zur Folge haben.
Der Artikel behandelt die rechtlichen und praktischen Implikationen des sogenannten Spannungsfalls in Deutschland. Dieser gilt als Vorstufe zum Verteidigungsfall und kann bei einer bedrohlichen Situation ausgerufen werden. Wird er ausgerufen, werden erhebliche Maßnahmen ergriffen, wie die Wiederherstellung der Wehrpflicht und die Mobilisierung ziviler Arbeitskräfte für militärische Aufgaben. Damit wird die Bevölkerung auf mögliche Einschränkungen ihrer Rechte vorbereitet. Zudem wird auf die Vorbereitungen für den Kriegsfall hingewiesen, einschließlich der Inanspruchnahme ziviler Krankenhäuser und der Notwendigkeit, in kriegsfeste Infrastrukturen zu investieren, während die Finanzierung des zivilen Gesundheitswesens infrage gestellt wird.
»Der Spannungsfall – Leitmedien treiben die Debatte über die Ausrufung des „Spannungsfalls“ voran, einer Vorstufe zum „Verteidigungsfall“. Er wäre mit erheblichen Einschränkungen grundlegender Rechte verbunden.«, 14.11.2025, https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10198
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