Im Gespräch diskutiert die Philosophin Ina Schmidt die zunehmende Unverbindlichkeit in Freundschaften, die mittlerweile als neue Volkskrankheit beschrieben wird.
Sie argumentiert, dass diese auf der Angst beruht, etwas Besseres zu verpassen. Dies fĂĽhrt dazu, dass Verabredungen nicht eingehalten werden und Menschen Schwierigkeiten haben, sich auf feste Beziehungen einzulassen.
Trotz dieser Tendenz besteht laut Schmidt eine Sehnsucht nach Geborgenheit und Verbundenheit, die jedoch oft durch Zeitmangel und die ständige Suche nach dem Ideal behindert wird. Schmidt thematisiert zudem die Rolle der sozialen Medien, die unrealistische Erwartungen an Freundschaften hervorrufen und den Druck erhöhen, perfekte Beziehungen zu haben.
Abschließend plädiert Schmidt für eine Rückbesinnung auf Verlässlichkeit und Loyalität in Freundschaften, um deren Qualität zu verbessern.
Aus dem Interview „Ist die moderne Freundschaft unverbindlich? Ina Schmidt, Philosophin“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –17.05.2026-.
Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/05/17/ist_die_moderne_freundschaft_unverbindlich_ina_schmidt_dlf_20260517_0714_5cba8c6b.mp3
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