Dies ist wohl eine missglückte Übersetzung der englischen Originalfrage „Do you have a favourite place you have visited? Where is it?”
Ich hatte irgendwann einmal damit begonnen, eine Liste aller Orte zu erstellen, die ich bislang besucht habe. Diese Liste habe ich heute wieder hervorgeholt und ergänzt.
Ich habe keinen Lieblingsort. Ich habe Lieblingsplätze. Zum Beispiel die eine Bank …
Plätze werden zu meinen Lieblingsorten durch die liebsten Menschen
… auf dem Friedhof, auf dem meine Vorfahren begraben sind. Mein Lieblingscafé in der kleinen großen Stadt in der Nähe. Der kleine Park in meiner Stadt. Der Bürgerpark, das Schnoorviertel und das Teestübchen im Schnoor in Bremen gehören ebenfalls dazu.
Einen Lieblingsort habe ich nicht. Ich habe Lieblingsmenschen. Reale wie virtuelle. Dort, wo ich meinen Lieblingsmenschen begegne, sind meine Lieblingsorte.
Täglicher Schreibanreiz
Hast du einen Lieblingsort, an dem du schon warst? Welcher ist es?
Mein Leben ist wie leise See: Wohnt in den Uferhäusern das Weh, wagt sich nicht aus den Höfen. Nur manchmal zittert ein Nahn und Fliehn: Aufgestörte Wünsche ziehn Darüber wie silberne Möwen.
Und dann ist alles wieder still. . . Und weißt du was mein Leben will, hast du es schon verstanden? Wie eine Welle im Morgenmeer Will es, rauschend und muschelschwer, An deiner Seele landen.
Rainer Maria Rilke, Mein Leben ist wie leise See Das 1897 in München geschriebene Gedicht ist ein Liebesgedicht und Teil des Zyklus „Dir zur Feier“, mit dem Rilke seine tiefe Verbundenheit und Sehnsucht nach Lou Andreas-Salomé ausdrücken wollte.
Es kommt immer auf die Perspektive an, aus der man Dinge betrachtet, vergleicht und bewertet. Dabei werden zwei Betrachter:innen sicherlich zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Ich selbst sage über mich, dass ich in nichts gut bin. Ich bin der Durchschnitt, das Mittelmaß. Es genügt mir, ausreichend und zweckmäßig zu sein und das Maß des Notwendigen nicht zu überschreiten. Ich strebe auch nicht danach, in irgendetwas besonders gut zu sein. Ein Kollege sagte einmal auf der Arbeit: Das Arbeitsrecht fordert von Arbeitnehmern lediglich, eine Arbeit von mittlerer Art und Güte abzuliefern. Ich bin von mittlerer Art und Güte.
Ich will immer mein Bestes geben. Die Betonung liegt auf …
sehr verlässlich und hilfsbereit und ausdauernd gelassen pfiffig
… „mein”. Mein Bestes ist befriedigend, aber nicht gut. Wenn ich mein Bestes gegeben habe, bin ich zufrieden. Für mein Bestes strebe ich Perfektion an. Perfektes liefere ich jedoch nie ab. Deshalb laufe ich auch nicht Gefahr, in einen Burnout zu geraten. Ich vergleiche meine Leistungen nicht mit denen anderer und möchte nicht gleich gut oder besser sein. Ich lerne aus den Fehlern anderer und verbessere so meine Mittelmäßigkeit.
Am Ende meines Lebens wird man sagen: Er war das perfekte Mittelmaß.
Ich habe vielleicht fünf Eigenschaften, die ich gut finde:
1. Verlässlichkeit 2. Hilfsbereitschaft 3. Ausdauer 4. Gelassenheit (wenn ich will) 5. Ich finde immer einen Workaround.
Wer mich beobachten würde, käme zu dem Ergebnis, dass ich ein Tagmensch, eine sogenannte Lerche, bin. Ich stehe früh auf und lege mich so schlafen, dass ich mindestens sechs Stunden schlafe. Das frühe Aufstehen hat allerdings nichts mit meinem Chronotyp zu tun, sondern lediglich mit meinem morgendlichen Ruhebedürfnis.
Wenn mich mein Radiowecker sanft aus den Träumen holt, kann ich wenige Minuten später gut aufstehen. Um die Snooze-Taste zu drücken, müsste ich mein Hochbett verlassen – das passiert dafür äußerst selten. Nach dem Aufstehen brauche ich eine gewisse Zeit, bis ich meine Betriebstemperatur erreiche. Solange bin ich nicht wirklich ansprechbar. Ich antworte dann sehr einsilbig.
Die Zeit, die ich im Badezimmer verbringe, das Frühstück zubereite, frühstücke und meine Podcasts höre (NachDenkSeiten, Interviews des Deutschlandfunks und des Deutschlandfunks Kultur), brauche ich, um auf meine Betriebstemperatur zu kommen. Danach beginnt der Tag immer mit Routinetätigkeiten, die automatisch ablaufen. Dann beginnt die Zeit, in der ich in ganzen Sätzen antworte.
Auf Dienstreisen war ich immer der Erste am Frühstücksbuffet, um gar nicht erst in Small Talk verwickelt zu werden. Während meiner Zeit im Großraumbüro war ich immer der Erste morgens, um in Ruhe meinen Routinetätigkeiten nachzugehen und nicht gleich mit …
ich bin sowohl ein Tagmensch als auch ein Nachtmensch Lerche und Eule
… irgendwelchen Fragen bombardiert zu werden.
Wenn ich weiß, dass ich nicht gleich am Morgen geistig präsent sein muss, kann ich auch lange schlafen. Dann verschiebt sich halt alles um die längere Schlafenszeit. Dann kann ich am Abend zuvor auch länger aufbleiben und bin weiterhin ansprechbar und nicht müde.
Mir fällt es auch leicht, zu jeder Tageszeit ein Nickerchen zu machen – gerne auch als Beifahrer auf längeren Fahrten. Auf Wunsch bleibe ich wach und unterhalte den Fahrer oder die Fahrerin. Genauso leicht fällt es mir, mitten in der Nacht geweckt zu werden und das Erforderliche zu tun. Einschlafen und Wiedereinschlafen sind für mich kein Problem: Ich drehe mich zur Seite und schlafe sofort ein.
Ich habe auch eine Zeit lang nachts gearbeitet, bin um 4 Uhr morgens ins Bett gegangen und nach sechs bis sieben Stunden wieder aufgestanden.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin sowohl ein Tag- als auch ein Nachtmensch. Mein Chronotyp liegt vermutlich in der Mitte. Dass ich eher das Leben einer Lerche führe, liegt daran, dass ich nach dem Schlafen Ruhe brauche. Das Leben als Tag- oder Nachtmensch sollte aber eine gewisse Konstanz haben, denn häufige Wechsel würde ich als unangenehm empfinden.
Oder ich bezeichne es als mein CD. Corporate Design.
Seit ich den Lederhosen entwachsen bin, trage ich Jeans. Blue. Röhre. 34/32. Aktuell: Kuyichi, Slim Fit, Jamie. Tierleidfrei.
Und Turnschuhe. 3-streifig.
Beides: am liebsten.
Wenn ich in meinen Schuhschrank schaue, erkenne ich meine weiblichen Anteile: Schuhe sind in …
Kuyichi Blue Jeans Corporate Identity adidas Turnschuh
… meiner Kleidersammlung überproportional vorhanden. Nein, nicht nur Turnschuhe. Turnschuhe besitze ich genau ein Paar. Die trage ich, bis sie durchgelaufen sind. Dann gibt es neue. Die letzten Jahre waren sie auch tierleidfrei. Nun sind sie leider nicht mehr erhältlich. Da werde ich den drei Streifen untreu.
Die Jeans gibt es mehrfach. Auch in schwarz.
Täglicher Schreibanreiz
Welche zwei Kleidungsstücke trägst du am liebsten?
Ich könnte die App „UBA Luftqualität” des Umweltbundesamtes deinstallieren, da die Luftqualität durchgehend gut ist.
Meine Wohnung hat ihre Fenster zu einem großen Hinterhof mit vielen Parkplätzen und Garagen. Dieser wäre jetzt ein großer Garten, in dem wir Mieter uns aufhalten und Obst und Gemüse ernten könnten. Die Straße vor meinem Haus und die Straßen in unserer Stadt wären Einbahnstraßen, die von Straßenbahnen, Bussen sowie Last- und Lieferwagen genutzt werden könnten.
Ich könnte auf großzügig ausgebauten Bürgersteigen mit Fahrspuren für Fahrradfahrer, Bäumen und Grünflächen gehen.
Mir würden Igel, Eichhörnchen und seltene Vögel im Stadtbereich begegnen.
Alle zehn Minuten könnte ich im Umkreis von 500 Metern um meine Wohnung ein öffentliches Verkehrsmittel erreichen. Die Busse und Bahnen kämen verlässlich und brächten mich pünktlich an mein Ziel.
Meine Einkäufe in den wieder in den Innenstädten angesiedelten Einzelhandelsgeschäften und in allen Supermärkten würden mir nach Hause geliefert.
Pakete würde ich nur noch von einem Paketdienstleister erhalten, da sich die Paketdienstleister ihre Bezirke wie die Schornsteinfeger aufteilen würden, sodass es zu keinen Mehrfachfahrten in einem Bezirk käme.
Ich würde wieder fröhliche Kinder sehen und hören, denn die Geburtenrate wäre gestiegen. Es gäbe mehr und größere Kinderspielplätze … Ich halte mir die Ohren zu: Gerade reißt mich das entsetzliche Geräusch einer Vollbremsung mit Aufprall auf der Straße vor meiner Wohnung aus meinen Träumen. Es ist Zeit, einkaufen zu gehen. Seit elf Jahren besitze ich kein Auto mehr, und es mangelt mir an nichts. Ich erreiche fast jedes Ziel. Ich fahre nur noch Auto, wenn ich als Fahrer gebraucht werde.
Die Hoffnung, dass sich eine Mehrheit der Menschen vernünftig verhält, habe ich längst begraben. Fassungslos beobachte ich den Niedergang, den freien Fall. —
Alle 23 Sekunden stirbt auf der Erde ein Mensch bei einem Autounfall. Das entspricht knapp 3.700 Menschen pro Tag oder 1,35 Millionen pro Jahr. Es handelt sich um die Todesursache Nr. 1 für Kinder und junge Menschen im Alter …
diese Welt wäre ohne das Automobil eine bessere
… von 5 bis 29 Jahren. Alle 60 Sekunden wird zudem irgendwo auf der Welt ein Fußgänger totgefahren.
Der Flächenbedarf für das Fahren und Parken von Autos beträgt weltweit geschätzt über 500.000 km².
Die weltweiten Ölreserven, einschließlich der extrem umweltschädlichen Fracking-Methode, werden voraussichtlich noch etwa 40 Jahre zur Verfügung stehen. Das UPI (Umwelt- und Prognose-Institut Heidelberg) prognostiziert für das Jahr 2030 eine Verdopplung des Primärenergieverbrauchs und der CO2-Emissionen bei Pkw. Die Stickoxid-Emissionen (NO_x) werden demzufolge auf 35 Millionen Tonnen pro Jahr steigen. Auch das äußerst giftige Kohlenmonoxid (CO) wird sich verstärkt bemerkbar machen. Es wird sich fast verdoppeln. Die Kfz-Flotte wird gigantisch wachsen und damit fast alle technischen Fortschritte in der Entwicklung abgasarmer Motoren zunichte machen. Die Kohlenwasserstoffe (VOC), darunter die besonders toxischen Benzo(a)pyrene und Benzol, werden erheblich zunehmen. Stickstoffdioxid (N₂O), ein äußerst gravierendes Treibhausgas, wird im Gegensatz zu den anderen Giftstoffen durch den Katalysator sogar verstärkt und wird zwei- bis dreimal so hoch sein. Das gesamte belastete Luftvolumen wird bis 2030 auf 600 Millionen km³ pro Jahr steigen.
Stickoxide und Feinstaub werden hauptsächlich durch Autos verursacht. Feinstaub entsteht nicht nur durch die Motoren, sondern auch durch den Abrieb von Fahrbahnasphalt und Fahrbahnmarkierungen, durch Bremsen und durch Staubaufwirbelung. Hauptverursacher für das Mikroplastik im Meer, in der Luft und in unseren Organen bis hin zum Gehirn ist der Reifenabrieb (ein Drittel bis 60 %).
Das Auto führt Krieg gegen Menschen, Umwelt und ein gesundes Klima. Ein Auto produziert im Durchschnitt bei seiner Herstellung einen „ökologischen Rucksack” von 30 Tonnen CO₂. Und der ökologische Rucksack eines Elektroautos ist sogar noch viel größer. Elektroautos sind nur im Kleinwagenbereich effizient, und das auch nur, wenn erneuerbare Energien einen übermächtigen Anteil haben. Das wird jedoch erst 2040 bzw. vielleicht sogar erst 2050 der Fall sein. Das heißt, allenfalls als kleines Nischenprodukt ist das E-Auto sinnvoll – und auch nur im Rahmen einer wirklichen Verkehrswende, in der das Auto kein Massenverkehrsmittel mehr ist.
Als Kind gab es an den Heiligen Abenden im Elternhaus einen rheinischen Sauerbraten mit Brot als Beilage. An den ersten Weihnachtsfeiertagen kochten die Eltern dann einen Rehrücken mit allem Drum und Dran, nebst Bleikugeln. Zunächst hatte ich diese Tradition satt, später auch das Fleisch. Ich besuchte meine Eltern nur noch zum nachmittäglichen Kaffeetrinken.
Heute, als Vater von erwachsenen Kindern (21, 26 und 42 Jahre alt), …
Käsefondue Schweiz ein Sauerbraten rheinisch Rehrücken bleischwer
… feiern wir den Heiligen Abend zusammen. Die „Kinder“ bestehen auf Käsefondue. Unverhandelbar. Mittlerweile gibt es auch pflanzliche Alternativen. Für die Zubereitung des Fondues bin ich zuständig und verfeinere es mit viel Knoblauch und allerlei Gewürzen. Ich experimentiere gern. Bisher hat sich noch niemand beschwert oder übergeben. Ansonsten wird an Feiertagen nicht gekocht, sondern auswärts gegessen.
Täglicher Schreibanreiz
Bereitest du oder deine Familie spezielle Gerichte für die Feiertage zu?
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