Klimaktastrophe | weekly 202552

Luxusflüge verursachen vier- bis fünfmal soviel CO2 wie ein Economy-Flug

Ein neuer Greenpeace-Report zeigt, dass Langstreckenflüge in der First- und Business Class vier- bis fünfmal so viele CO2-Emissionen verursachen wie Flüge in der Economy Class. Die Passagiere dieser Luxusklassen machen nur 14 Prozent der Reisenden aus, verursachen jedoch 36 Prozent der Emissionen. Um diese klimaschädlichen Reisen zu regulieren, wird eine Klimaabgabe auf teure Tickets gefordert. Diese könnte erhebliche Einnahmen generieren, um den innereuropäischen Zugverkehr auszubauen. Während einige Länder bereits eine solche Abgabe eingeführt haben, plant Deutschland ab Juli 2026 eine Senkung der Flugticketsteuer, was im Widerspruch zu den Klimazielen steht. 20.12.2025 https://www.sonnenseite.com/de/mobilitaet/luxusfluege-verursachen-vier-bis-fuenfmal-soviel-co2-wie-ein-economy-flug/

Schwellenländer überholen Deutschland bei Elektroauto-Neuzulassungen

Im Jahr 2025 war weltweit jedes vierte neu verkaufte Auto elektrisch. Insbesondere Schwellenländer wie Vietnam, Singapur und Thailand verzeichnen dabei hohe Anteile an Elektrofahrzeugen. Laut dem Bericht „The EV Leapfrog“ des Energie-Think-Tanks Ember überschreiten inzwischen 39 Länder eine Quote von mehr als zehn Prozent bei Elektrofahrzeugen, während Deutschland mit nur 19 Prozent hinterherhinkt. Diese Entwicklung wird als Leapfrog-Effekt bezeichnet, da viele Länder direkt auf batterieelektrische Fahrzeuge setzen und klassische Übergangstechnologien überspringen. Dies wird durch gezielte Industriepolitik und steuerliche Anreize unterstützt. Im Gegensatz dazu haben die USA und Kanada ihre Förderprogramme für Elektroautos zurückgefahren. Einige Schwellenländer hingegen nutzen Elektromobilität, um fossile Importe zu reduzieren und die Luftqualität zu verbessern. 18.12.2025 https://www.heise.de/news/Schwellenlaender-ueberholen-Deutschland-bei-Elektroauto-Neuzulassungen-11119380.html

Im nächsten Jahrzehnt verlieren die Alpen mehr Gletscher als je zuvor

Eine Studie der ETH Zürich prognostiziert, dass aufgrund der Erderwärmung bis zum Jahr 2100 zahlreiche Gletscher in den Alpen und weltweit verschwinden werden. Bei einer globalen Temperaturerhöhung von 1,5 °C könnten noch etwa 100.000 Gletscher erhalten bleiben, bei 4 °C hingegen nur rund 18.000. Der Höhepunkt des Gletscherschwunds in den Alpen wird zwischen 2033 und 2041 erwartet. In diesem Zeitraum könnten bis zu 2.000 Gletscher pro Jahr verloren gehen. Die Ergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen, da insbesondere Regionen mit vielen kleinen Gletschern stark betroffen sind. 16.12.2025 https://www.sonnenseite.com/de/wissenschaft/im-naechsten-jahrzehnt-verlieren-die-alpen-mehr-gletscher-als-je-zuvor/

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Er steigt und steigt und steigt …

Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Anstieg des globalen Meeresspiegels zwischen 1900 und 2020 der schnellste der letzten 4.000 Jahre war. Hauptsächlich ist dies auf die Erwärmung der Ozeane sowie das Abschmelzen von Gletschern und Eisschilden zurückzuführen.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass der weltweite Anstieg des Meeresspiegels zwischen 1900 und 2020 der schnellste der letzten 4.000 Jahre war. Verursacht wurde dieser Anstieg hauptsächlich durch die Erwärmung der Ozeane sowie das Abschmelzen von Gletschern und Eisschilden in Grönland und der Antarktis. Die Forschung ergab zudem, dass viele Küstenstädte wie Shanghai und Jakarta durch das Absinken des Untergrunds zusätzlich unter Druck stehen, wodurch sich der Meeresspiegelanstieg weiter verstärkt.

»Stärkster Anstieg des Meeresspiegels seit 4000 Jahren – Der Meeresspiegel steigt seit geraumer Zeit. Nun zeigt eine Studie, dass dieser Anstieg für mindestens die vergangenen 4000 Jahre beispiellos ist.«, 20.10.2025, https://www.heise.de/news/Staerkster-Anstieg-des-Meeresspiegels-seit-4000-Jahren-10778640.html

Kipppunkte-Risiken

In einem neuen Bericht warnen 160 Forschende, dass das großflächige Absterben von Korallenriffen einen ersten globalen Klimakipppunkt erreicht hat. Demnach sind auch weitere kritische Systeme der Erde wie Gletscher und der Amazonas-Regenwald gefährdet, wenn die globale Erwärmung 1,5 °C überschreitet.

Der „Global Tipping Points Report 2025“, der von der Universität Exeter und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung veröffentlicht wurde, warnt vor dem Erreichen kritischer Kipppunkte im Erdsystem. Als erster bereits erreichter Kipppunkt wird das großflächige Absterben von Korallenriffen identifiziert. Der Bericht hebt die Risiken für verschiedene Systeme, darunter Gletscher, Meeresströmungen und den Amazonas-Regenwald, hervor und betont, dass bereits bei einer globalen Erwärmung von 1,5 °C weitere Kipppunkte überschritten werden könnten. Trotz dieser alarmierenden Situation gibt es positive Entwicklungen bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Diese müssen jedoch beschleunigt werden, um die globale Erwärmung zu stoppen und weitere Kipppunkte zu vermeiden.

»Das großflächige Absterben von Korallenriffen markiert laut einem neuen Bericht von 160 Forschenden den weltweit ersten Klimakipppunkt, der bereits erreicht wurde.«, 13.10.2025, https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/korallenbleiche-eisschmelze-schwaechelnde-meeresstroemung-wachsende-kipppunkte-risiken-im-erdsystem/

Der aussichtslose Kampf der Gletscher gegen den Klimawandel.

Eine neue Studie des ISTA zeigt, dass Gletscher weltweit in einem aussichtslosen Kampf gegen den Klimawandel stehen. Bis in die 2030er Jahre wird ihre Selbstkühlung ihren Höhepunkt erreichen, bevor die Gletscherschmelze sich beschleunigt und zu einem drastischen Rückgang führt.

Die ISTA-Studie zeigt, dass Gletscher weltweit in einem aussichtslosen Kampf gegen den Klimawandel stehen. Ihre Selbstkühlung wird in den nächsten Jahren ihren Höhepunkt erreichen, bevor sich die Gletscherschmelze beschleunigt. Trotz ihrer kurzfristigen Fähigkeit, ihre Umgebung zu kühlen, wird erwartet, dass sie sich bis zur Mitte des Jahrhunderts wieder an die sich erwärmende Atmosphäre anpassen und ihr Rückgang somit beschleunigt wird. Die Forscher betonen, dass es notwendig ist, den unvermeidbaren Eisverlust zu akzeptieren und sich auf effektive Klimaschutzmaßnahmen zu konzentrieren, um eine weitere Erwärmung zu verhindern.

»Zum Schmelzen verurteilt – Gletscher wehren sich gegen die Klimaerhitzung. Sie kühlen die Luft, die ihre Oberfläche berührt. Aber wie lange noch? ISTA-Studie bestätigt: Gletscher weltweit in aussichtslosem Kampf gegen Klimawandel.«, 17.10.2025, https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/zum-schmelzen-verurteilt/