Nostalgie bezeichnet die sehnsuchtsvolle und andächtige Rückwendung zur Vergangenheit. „Die Sehnsucht nach gestern“, wie Psychologie Heute am 11. November titelte. Der Artikel beginnt mit den Worten: »Nostalgie ist 337 Jahre alt. Der Elsässer Johannes Hofer führte sie ein. 1688 schuf der Arzt diesen Begriff im Rahmen seiner Dissertation. Damit beschrieb er das Leiden von Soldaten, die sich auf Schlachtfeldern fernab der Heimat nach einfacheren Zeiten sehnten.
Seitdem hat sich die Bedeutung von Nostalgie gewandelt. Während Hofer sie als eine Form von Heimweh begriff, galt sie im 19. Jahrhundert sogar als tödliche Erkrankung und entwickelte sich in der Folge weiter. Heute empfinden viele Menschen sie als positives, wohltuendes Gefühl, wenn sie an schöne Momente aus ihrer Vergangenheit denken. […]«
Ich wende mich nicht sehnsuchtsvoll andächtig der Vergangenheit zu. Sehnsuchtsvoll? Ja. Andächtig? Nein, es sind Flashbacks an schöne Momente. An schöne Begegnungen. Auch schmerzhafte. Konfuzius Ludwig Jacobowski soll …
Erinnerung an zukünftiges Vergehen macht mich wehmütig
… gesagt haben, dass es besser ist, nicht um die vorübergezogenen, leuchtenden Tage zu weinen, sondern zu lächeln, dass sie gewesen sind. Das rufe ich mir in solchen Momenten in Erinnerung. Und ich lächle.
Ich gehöre zu den Menschen, die unter antizipatorischer Sehnsucht leiden. Die vorauseilende Nostalgie. Im Augenblick einer schönen Erfahrung oder Begegnung verwandle ich das aufkommende Glücksgefühl in Trauer, denn ich weiß, dass das Schöne bald zu Ende sein wird. Bittersweet. Eine vorauseilende Wehmut, die den Verlust bereits vorwegnimmt.
Ich arbeite daran, im Hier und Jetzt zu bleiben und den Augenblick zu genießen. Niemand weiß, was morgen ist. Unsere Regierungen und Parlamente arbeiten jedoch daran, dass es nur noch wenige Morgen gibt. Deshalb ist es wichtig, jeden Augenblick bewusst wahrzunehmen, Schmerzliches schnell zu überwinden und sich im Schönen zu suhlen.
Die Beziehung zu mir selbst und das stetige Neu-Kalibrieren wirken sich positiv auf mich aus. Ohne eine positive Beziehung zu mir selbst können sich Beziehungen zu anderen nicht positiv auswirken. Meine Erkenntnisse sind unter anderem durch den Philosophen Wilhelm Schmid geprägt, u. a. durch sein Buch „Selbstfreundschaft”.
Er stellt die Frage: „Welche Beziehungen der Liebe, der Freundschaft und Verwandtschaft sind mir so wichtig, dass ich sie als Teil meines Selbst betrachten will?” Aufgrund meiner Persönlichkeit sind es nur wenige Menschen, die ich als Teil meines Selbst betrachte. Grundsätzlich halte ich Abstand zu Menschen und lasse sie nicht an mich heran. Wenn ich meine Firewall aber öffne, dann ganz: „Deiche brechen richtig oder eben nicht …” (kettcar, Deiche).
Schmids zweite Frage lautet: „Welche Erfahrungen sind die wichtigsten in meinem Leben und ohne die ich nicht geworden wäre, was ich bin?” Bis vor sechs Jahren war mein Streben, ein extravertierter Mensch zu sein, ein fester Bestandteil meiner selbst. Das lag daran, dass meine Eltern meine Introversion als Mangel betrachteten und ich meine introvertierten Anteile als falsch empfand und unterdrückte; Introversion war nur ein Wort für mich. Heute ist die Introversion ein fester Bestandteil meiner selbst. Als ich den Myers-Briggs-Test zuletzt machte, war das Ergebnis der Persönlichkeitstyp INFJ-T. Ich erkenne mich im Ergebnis wieder – auch das sind feste Bestandteile meiner selbst. Seit sechs Jahren weiß ich auch, dass ich demisexuell bin. Das bedeutet, dass sexuelle Anziehung erst nach dem Aufbau einer tiefen emotionalen Bindung zu einer Person entsteht.
Die dritte Frage lautet: „Was ist mein Traum, dem ich im Leben folgen will, meine Sehnsucht, mein Glaube, mein Weg mit einem bestimmten Ziel oder auch ohne?” Dies ist noch eine größere Baustelle.
Ich habe keinen Traum, dem ich im Leben folgen will. Vielleicht träume ich davon, mich einfach treiben zu lassen. Ich bin gespannt, was mir im Leben jeweils hinter der nächsten Ecke begegnet. Der Traum, mich immer wieder überraschen zu lassen – positiv wie negativ. Ich wachse an den Schmerzen, die ich erleide. Ich kann durch den Schmerz hindurchgehen.
Ich sehne mich nach Menschen, die mich verstehen und die ich verstehen kann. Ich sehne mich nach wertschätzenden, respektvollen Begegnungen auf Augenhöhe. Bedingungslose Beziehungen. Nach lebenslangen Beziehungen. Wenn solche Beziehungen vorzeitig enden, zerreißt es mir für eine gewisse Zeit das Herz. Ich sehne mich nach dem einen Menschen. Mit dem ich ein gutes Stück Lebensweg Hand in Hand gehen kann, während wir in die gleiche Richtung blicken.
Mein Glaube gründet sich auf Hoffnung und Fügung. Nicht, dass etwas gut ausgeht, sondern dass es einen Sinn ergibt. Ich fühle mich den positiven Ideen des Christentums, des Humanismus, Mahatma Gandhis oder Martin Luther Kings verbunden.
Ich möchte meinen Weg aufrecht gehen, mit wachem Blick, voller Neugierde, Offenheit …
nur wer mit sich selbst befreundet, positive Beziehungen hat
… und Selbstlosigkeit. Ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen zu haben.
Wilhelm Schmids vierte Frage lautet: „Welche Werte halte ich für wertvoll, welche sollen Vorrang haben, wenn ich mich entscheiden muss?” Beispielsweise zwischen Freiheit und Bindung, Risiko und Sicherheit oder Geiz und Großzügigkeit. Verlässlichkeit ist für mich zum Beispiel ein wertvoller Wert. Ebenso Wahrhaftigkeit, Mut (wenn alles andere nicht hilft), Treue, Solidarität, Gemeinsinn, Respekt, Toleranz, Offenheit und Kompromissbereitschaft.
Schmids fünfte Frage lautet: „Welche Gewohnheiten will ich sorgsam pflegen, um mich wohnlich in ihnen einrichten zu können?” Da ist zum Beispiel die tägliche Dosis Lieblingsmusik. Beispielsweise diese eine Stunde Ruhe nach dem Aufwachen, in der ich meine Träume langsam ausklingen lasse und mich auf den Lärm, die Fülle und die Hektik des kommenden Tages vorbereite. Die erste Tasse Kaffee, ritualisiert zubereitet. Tiefgründige Gespräche oder Gedanken.
Seine sechste Frage: „Was sind meine Ängste, Verletzungen und Traumata?” Auch diese gehören zu mir. Daran arbeite ich beständig. Sie sind nicht so übermächtig, dass ich diese Erfahrungen mit therapeutischer Hilfe abmildern müsste. Mein inneres Kind konnte ich bereits befrieden. Zurzeit schaue ich mir meine Traumata an und vermute, dass ich die Traumata meiner Eltern und Großeltern übernommen habe (Stichwort: Epigenetik). Teilweise wiederhole ich sie oder vermeide sie aus Angst vor Retraumatisierung.
Wilhelm Schmids siebte Frage: „Was ist in meinen Augen schön?” Wo finde ich es? Was kann ich tun, um es zu finden? Was sind für mich schöne Momente, Anblicke, Tätigkeiten, Erfahrungen, Genüsse, Gespräche, Gedanken, die ich bejahe? Was ist das Naturschöne, das menschlich Schöne, das Schöne von Kunst und Kultur, von Technik, von realen Dingen und irrealen Phantasien?” Das Wissen und die Erfahrung um das Schöne sind ein Gegengewicht zu unguten Erfahrungen, denn sie lassen sich mit dem Schönen besser bewältigen. Ich denke an die tschechische Cembalistin Zuzana Růžičková, die mehrere Konzentrationslager durch die Hilfe von Johann Sebastian Bachs Musik überlebte („Lebensfuge. Wie Bachs Musik mir half zu überleben“, Propyläen). All diese Fragen zum Schönen kann ich für mich beantworten. Mein Schönes überwiegt meine unguten Erfahrungen. Es macht mich resilient. Das Schönste ist für mich, durch die Augen eines Menschen seine Seele sehen zu können. Dieses innere Strahlen, diese innere Schönheit.
Freundschaften wirken sich positiv auf mich aus. Nicht die oberflächlichen, sondern die tiefgründigen. Sie sind in der Anzahl sehr überschaubar. Mit ihnen kann ich über alles reden. Sich nicht schämen zu müssen. Eine bedingungslose Liebe auf Augenhöhe mit gegenseitiger Wertschätzung und Respekt wirkt sich positiv auf mich aus. Keine (Macht-)Kämpfe mehr ausfechten zu müssen. Kompromisse eingehen zu können. Gegenseitig nachgeben zu können. Auch virtuelle Beziehungen können Merkmale einer Freundschaft oder einer tief empfundenen Sympathie haben. Sie können verbindlich, bereichernd, anregend und inspirierend sein. Seelenverwandtschaft.
T. b. c.
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Welche Beziehungen wirken sich positiv auf dich aus?
Ich würde kein Sportteam gründen. In Deutschland wird aus einem Team zu schnell ein Verein. Aus Verein wird Vereinsmeierei. Am Ende geht es nicht mehr um Sport, sondern um Macht. Ich war in meinem Leben in zu vielen verschiedenen Vereinen. Nie wieder. Ich habe gerne Fußball, Handball, Volleyball und Basketball gespielt. Heute jogge ich allein. Zu zweit wäre schön. Zu dritt oder mehr ist mir zu stressig. Ich bin introvertiert. Ich schweife schon wieder ab. Bevor ich mich für ein Team, eine Farbe oder ein Maskottchen entscheide, muss ich mir überlegen, welchen Sport ich überhaupt im Team treiben möchte.
Ich würde ein Sportteam mit genau zehn Personen (Mixed) gründen. Wir würden die neue Sportart „One Foot in Front of the Other” (OFIFOTO) ausüben.
Die zehn Personen stehen hintereinander. Die Teammitglieder tragen Schläppchen. Die Füße stehen in einer Linie.
In der Ausgangsposition steht der linke Fuß vorne, sodass die Zehen des rechten Fußes die Ferse des linken Fußes berühren. Der Entenmarsch (auch Tandemgang oder Seiltänzergang genannt) beginnt damit, dass alle gleichzeitig, d. h. synchron, den …
mein OFIFOTO- Sportteam trägt gelb und eine laute Quietschente
… rechten Fuß vor den linken setzen, anschließend den linken vor den rechten. Wichtig ist dabei, dass die Zehenspitzen des einen Fußes nach dem Aufsetzen immer die Ferse des anderen Fußes berühren. Das gilt auch für die jeweiligen Vorder- oder Hinterleute. Ideal wäre es, wenn alle Teilnehmer:innen die gleiche Schuhgröße hätten.
Die Arme baumeln entspannt an den Körperseiten. Man darf sich nicht mit den Armen oder Händen berühren. Das Ziel besteht darin, eine bestimmte Strecke möglichst schnell zu überwinden. Verliert ein Teammitglied das Gleichgewicht oder kommt es zu gegenseitigen Berührungen mit den Armen oder Händen, scheidet das Team aus.
Neben der Zeitmessung gibt es Zeitstrafen, wenn sich Zehenspitzen und Fersen nicht berühren oder das Team asynchron geht. Das Team, das eine bestimmte Strecke in der so errechneten kürzesten Zeit geht, hat gewonnen.
Die Trikots und Schläppchen meines Teams wären fluoreszierendes Gelb, damit das Team beim mehrtägigen Marathon auch in der Dunkelheit gut zu erkennen ist.
Als Maskottchen würde jedes Teammitglied eine gelb-rote Quietscheente in der Hand halten, die bei jedem Schritt einmal aufquaken sollte.
Quak.
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Wenn du ein Sportteam gründen würdest, welche Farben und welches Maskottchen hätte es?
Ich behaupte, dass sich meine politischen Ansichten im Laufe der Zeit nicht verändert haben. Die der in den Landtagen und im Bundestag vertretenen Parteien hingegen schon.
Ich bin in einem sozialdemokratischen Haushalt aufgewachsen. Mein Urgroßvater mütterlicherseits trat 1905 in die SPD ein. Er wurde am 22./23.08.1944 im Rahmen der „Aktion Gitter” von der Gestapo verhaftet. Er hat die Zeit überlebt und sich nach Kriegsende weiter engagiert und Verantwortung übernommen. In meiner Familie gab es mehrere Landtags- und einen Bundestagsabgeordneten.
Als ich meinen eigenen Verstand benutzen konnte, war auch ich ein überzeugter Sozialdemokrat. Bis Helmut Schmidt NATO-Nachrüstung wollte. Die Grünen um Petra Kelly und Jutta Ditfurth sprachen mir mehr aus dem Herzen.
Es war die Zeit, in der ich von meinem Demonstrationsrecht Gebrauch machte und vor den Toren Büchels gegen die Nachrüstung protestierte. Ein Atomkraftwerk sollte unzulässigerweise auf einer Erdbebenspalte vor unserer Haustür gebaut werden. Ich machte von meinem Demonstrationsrecht Gebrauch. Ein Gericht entzog deshalb über zehn Jahre später die Betriebsgenehmigung. Ich trat einem kirchennahen Friedensgrüppchen bei. Wir wollten Anfang der 1980er Jahre die Energiewende und gestalteten jährlich selbst einen Energiewendekalender. In dieser Zeit installierte ein Mitglied unseres Grüppchens eine Photovoltaik-Anlage mit Speicher auf seinem Dach.
Seit Mitte der 1970er Jahre verfolgte ich das Magazin „Report Baden-Baden” mit Franz Alt, der über die riesigen Flüchtlingswellen der Boatpeople und den Einsatz von „Ärzte ohne Grenzen” berichtete. Kein Mensch sollte flüchten müssen. Politisch Verfolgten ist Asyl zu gewähren. Ohne Wenn und Aber. Alle anderen sind gerecht auf die wohlhabenden Länder zu verteilen. Unser Wohlstand gründet auch auf der Ausbeutung derer, die bis heute flüchten müssen. Wir beuten sie noch heute aus (Freihandelsabkommen). Wenn wir nicht lernen, bescheiden zu leben, werden wir nicht überleben. Wir leben über unsere Verhältnisse, auf Kosten der armen Weltbevölkerung, und verwandeln die Erde allmählich in einen toten Planeten. Punkt. Luft holen. Langsam ausatmen.
Mit Helmut Kohl begann die politische Katastrophe, die sogenannte geistig-moralische Wende, die nun langsam ihr Ende erreicht. Seitdem scheinen alle etablierten Parteien so zu handeln, als seien sie fremdbestimmt, mit dem Auftrag, Vermögen von unten nach oben zu verteilen und immer autoritärer zu regieren.
Das Wahlvolk scheint nur noch dazu zu dienen, dieser Entwicklung einen demokratischen Anstrich zu verleihen. Das Wahlvolk macht brav mit.
Das letzte Mal, dass ich eine etablierte Partei gewählt habe, war 1998: Diese Regierung schockierte und traumatisierte mich – u. a. wegen des Umgangs mit Oskar Lafontaine, der Agenda …
Hand reicht Brot weiter für alle ist Platz am Tisch Wärme teilt das Licht
… 2020 und den Kriegsbeteiligungen. Seitdem wähle ich ausschließlich nicht etablierte Parteien, die meinen u. g. Werten entsprechen.
Mittlerweile scheinen die Christdemokraten nicht mehr dem Christentum, die Sozialdemokraten nicht mehr dem Sozialen, die Freien Demokraten nicht mehr dem Liberalismus, die Linken nicht mehr dem Volks(eigentum) und die Grünen nicht mehr der Bewahrung der Schöpfung und des Friedens verpflichtet zu sein. Eine Partei, die sich als Alternative bezeichnet, bietet keine Alternative, sondern schart lediglich diejenigen um sich, die vor 90 Jahren auch anstandslos die NSDAP gewählt hätten.
Ich war schon immer dafür, wirtschaftliche Aktivitäten auf ein demokratisch definiertes Gemeinwohl auszurichten, also für die sogenannte Gemeinwohlökonomie. Die sogenannte Soziale Marktwirtschaft war ein Anfang Ende der 1960er Jahre. Alle Ismen lehne ich ab (z. B. Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus).
Die etablierten Parteien reißen uns offensichtlich in den Abgrund. Vielleicht haben wir nur noch vier Jahre, um dies zu verhindern. Statt Wahlen brauchen wir regelmäßig zufällig zusammengesetzte Bürgerräte. Lobbyismus muss verboten werden, und Bürgerräte sind vor Lobbyisten und deren Tarnorganisationen zu schützen. Der Bürgerrat „Ernährung im Wandel” hat dank der Schwarmintelligenz der Menschen mit gesundem Menschenverstand erfolgreich gearbeitet. So erfolgreich, dass die etablierten Parteien dieses Experiment nach seinem Ende nicht weiterführen.
Nein, ich habe meine politischen Ansichten im Laufe der Zeit nicht verändert.
Ich fühle mich den Ideen verpflichtet, u. a. des Christentums (nicht seinen Auswüchsen und Missbräuchen), des Humanismus, der Gleichwertigkeit allen Lebens (Mensch und Tier) sowie der Bewahrung der Schöpfung.
Krieg ist niemals (!) ein Mittel der Politik.
„The world has enough for everyone’s need, but not for everyone’s greed.” (Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.) Die Ressourcen der Erde genügen, um die gesamte Menschheit zu versorgen. Armut und Umweltzerstörung sind keine Folgen eines Mangels an Ressourcen, sondern der maßlosen Gier und der ungleichen Verteilung.
Jean Ziegler, ehemaliger UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, sagte sinngemäß
~ 2012: Auf einem Planeten, auf dem alle fünf Sekunden ein Kind verhungert und eine Milliarde Menschen schwerstens unterernährt ist, ist es ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, hunderte Millionen Tonnen Nahrungsmittel zu verbrennen.
~ 2024: Die FAO, die die Opferzahlen ermittelt, sagt, dass die Weltlandwirtschaft problemlos zwölf Milliarden Menschen – fast das Doppelte der gegenwärtigen Weltbevölkerung – ernähren könnte, wenn das universelle Menschenrecht auf Nahrung völkerrechtlich verankert wäre und nicht von der Kaufkraft der Konsumenten abhängig wäre.
Es gibt keine Fatalität: Ein Kind, das am Hunger stirbt, wird ermordet.
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Ich möchte mich nicht an einen bestimmten Ort zum Lesen und Schreiben gebunden fühlen. Ich möchte überall lesen und schreiben können. Überall dort, wo es objektiv möglich ist.
Seit ein paar Jahren lese ich meine Zeitschriftenabonnements vorwiegend in meinen Lieblingscafés. Betrete ich das eine Lieblingscafé, empfängt mich stets eine familiäre Atmosphäre. Es ist gleichgültig, wer der oder die Barista des Tages ist, wer gerade für den Service zuständig ist oder wie voll oder leer es ist. Trotz der eng gestellten Tische in dem relativ kleinen Raum und der großen Geräuschkulisse versinke ich in meine Lektüre und komme für ein bis zwei Stunden in einen Leseflow.
Das andere Lieblingscafé wird von einer Bäckerei-Kette betrieben, hier ist nichts familiär. Wenn ich mit meinem Kaffee auf dem Tablett in die obere Etage gehe, geht mein Herz auf und ich finde Ruhe. Es ist ein großer, weiträumiger Ort mit einer hohen Decke. Ich habe Luft zum Atmen und Raum, mich auszudehnen. Nie begegne ich einem Gast ein weiteres Mal. Ich habe einen Lieblingsplatz: einen kleinen Tisch mit zwei gemütlichen, sesselähnlichen …
lesen im Bett und schreiben lesen in Cafés Schreibtisch Notizbuch
… Stühlen, der etwas abseits des Hauptgangs liegt. Hier ist es nie laut. Die Unterhaltungen sind gedämpft. Ich vergesse die Zeit und versinke in meine Lektüren.
Aus beiden Cafés komme ich tiefenentspannt wieder zu Hause an.
Bücher – grundsätzlich nur eBooks – lese ich in meinem Hochbett. Die Zimmerdecke ist zum Greifen nah, ich lege den Kopf auf zwei Kopfkissen, im Winter bin ich unter meiner kuscheligen, warmen und schweren Winterbettwäsche eingepackt, im heißen Sommer bin ich nur leicht bedeckt. Mir gelingt es bislang nicht, Bücher in der Öffentlichkeit zu lesen, dafür brauche ich Ruhe um mich herum.
Ich schreibe hauptsächlich an meinem Schreibtisch und lasse die Buchstaben, Wörter und Sätze direkt aus dem Kopf über die Finger und die Tastatur in mein OneNote fließen. Ansonsten habe ich unterwegs immer mein „Focus Day“-Notizbuch im Format B5 mit linierten Seiten dabei, sodass ich zu jeder Zeit und an jedem Ort schreiben kann. Ich schreibe in meinen Lieblingscafés, auf Parkbänken, in Zügen, in Wartezimmern usw., immer dann, wenn ein Gedanke flüchtig zu werden droht und deshalb schnell festgehalten werden muss.
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Du könntest deinen perfekten Platz zum Lesen und Schreiben schaffen. Wie würde er aussehen?
You get to build your perfect space for reading and writing. What’s it like? | Sie können sich Ihren perfekten Raum zum Lesen und Schreiben gestalten. Wie sieht er aus?
Alle 23 Sekunden stirbt auf der Erde ein Mensch bei einem Autounfall. Das entspricht knapp 3.700 Menschen pro Tag beziehungsweise 1,35 Millionen pro Jahr. Es handelt sich dabei um die Todesursache Nr. 1 für Kinder und junge Menschen im Alter von 5 bis 29 Jahren. Alle 60 Sekunden wird zudem irgendwo auf der Welt ein Fußgänger totgefahren.
Der Flächenbedarf für das Fahren und Parken von Autos beträgt weltweit schätzungsweise über 500.000 km².
Die weltweiten Ölreserven – einschließlich der extrem umweltschädlichen Fracking-Methode – werden voraussichtlich noch etwa 40 Jahre zur Verfügung stehen. Das Umwelt- und Prognoseinstitut Heidelberg (UPI) prognostiziert für das Jahr 2030 eine Verdopplung des Primärenergieverbrauchs und der CO₂-Emissionen bei Pkw. Die Stickoxid-Emissionen (NO_x) werden demzufolge auf 35 Millionen Tonnen pro Jahr steigen. Auch das äußerst giftige Kohlenmonoxid (CO) wird sich verstärkt bemerkbar machen. Es wird sich fast verdoppeln. Die Kfz-Flotte wird gigantisch wachsen und damit fast alle technischen Fortschritte bei der Entwicklung abgasarmer Motoren zunichte machen. Die Kohlenwasserstoffe (VOC), darunter die besonders toxischen Benzo(a)pyrene und Benzol, werden ebenfalls erheblich zunehmen. Stickstoffdioxid (N₂O), ein äußerst gravierendes Treibhausgas, wird im Gegensatz zu den anderen Giftstoffen durch den Katalysator sogar verstärkt und wird zwei- bis dreimal so hoch sein. Das gesamte belastete Luftvolumen wird bis 2030 auf 600 Millionen km³ pro Jahr steigen.
Stickoxide und Feinstaub werden hauptsächlich durch Autos verursacht. Feinstaub entsteht nicht nur durch die Motoren, sondern auch durch den Abrieb von Fahrbahnasphalt und Fahrbahnmarkierungen, durch Bremsen und durch Staubaufwirbelung. Hauptverursacher von Mikroplastik in Meer, Luft und Organen bis hin zum Gehirn ist der Reifenabrieb (ein Drittel bis 60 %).
Das Auto führt Krieg gegen Menschen, Umwelt und …
mein absolutes Lieblingsauto ist für mich Mazda Xedos 6
… ein gesundes Klima. Ein Auto produziert im Durchschnitt bei seiner Herstellung einen „ökologischen Rucksack” von 30 Tonnen CO₂. Und der ökologische Rucksack eines Elektroautos ist sogar noch viel größer. Elektroautos sind nur im Kleinwagenbereich effizient – und selbst dann nur, wenn erneuerbare Energien einen überwältigenden Anteil haben. Dies wird jedoch erst 2040 bzw. vielleicht sogar erst 2050 der Fall sein. Das heißt, allenfalls als kleines Nischenprodukt ist das E-Auto sinnvoll – und auch nur im Rahmen einer wirklichen Verkehrswende, in der das Auto kein Massenverkehrsmittel mehr ist.
Ich war auf Dienstreisen oft mit Mietwagen unterwegs. Bis 2014 habe ich selbst diverse Autos gefahren. Ich habe fast alle Automarken gefahren. Mein erster Wagen war ein zitronengelber VW Käfer. Dem trauere ich noch heute hinterher. Nach diesem VW fuhr ich privat einen Fiat und einen Renault, dann lange Jahre diverse Mazdas und den „kleinen” Xedos (die Luxusmarke von Mazda mit einem samtenen Motor). Von allen Autos, die ich selbst gefahren habe, sind der VW Käfer (vermutlich ein 1200 L) und der Mazda Xedos 6 meine beiden absoluten Favoriten. Der Xedos 6 war das Einstiegsmodell der Premium-Linie von Mazda und wird oft als eine der formschönsten Limousinen seiner Zeit bezeichnet. Er hatte einen sehr kompakten 2,0-Liter-V6-Motor mit 144 PS, der für seine extreme Laufruhe bekannt war. Er hatte sehr runde, organische Formen und einen extrem niedrigen Luftwiderstandswert. –
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