Tag 23.918 | 13.01.2026

Ich habe acht Stunden gut geschlafen (80 Punkte im Schlaftracking). Ich habe zwar intensiv geträumt, die Träume aber wieder vergessen.

Zum Frühstück esse ich mein Müsli und trinke eine Tasse Kaffee.

Parallel dazu höre ich einzelne Beiträge aus den Interviews des Deutschlandfunks sowie Audios der NachDenkSeiten.

Nach der Morgentoilette lese ich die gestern veröffentlichten WordPress.com-Blogbeiträge der anderen Blogger:innen.

Ich trinke eine Tasse Kaffee und esse dazu einen Riegel Schokolade „Roasted Peanut”.

Anschließend entwerfe und plane ich neue Blogbeiträge.

C. bittet mich, sie zu einer Mietwagenstation in Koblenz zu begleiten. Sie möchte für ihren Geburtstag einen Van mieten. Insgesamt sind an diesem Tag acht Personen 400 Kilometer zu fahren.

Zurück zu Hause esse ich eine halbe Paprika, einen Apfel und ein „High Protein Toastbrötchen“ mit einem Gemüseaufstrich, etwas Kala Namak und einer Käsealternative mit Bockshornklee.

Anschließend gehe ich eine Stunde spazieren, trinke einen Kaffee und esse einen Laugenpfefferring im Café. Dabei entwickle ich die Gedanken für die „Daily Prompts“ am Sonntag.

Zuhause angekommen, entwerfe und plane ich neue Blogposts.

Ich plane mein Abendessen. Die tiefgefrorenen Broccoliröschen erreichen bald ihr Mindesthaltbarkeitsdatum. Heute esse ich das erste Drittel davon mit 200 g Falafel als Beilage.

Außerdem esse ich ein paar Paprikachips, eine Handvoll Nüsse und drei Maronen. Ich trinke ein alkoholfreies Bier, ein Glas Karottensaft und esse drei Datteln sowie ein Schälchen Mango mit Ahornsirup.

Währenddessen schaue ich mir die Dokumentation über die ermordete Anja Niedringhaus mit dem Titel „Die Fotografin und der Krieg” an [https://www.swr.de/kultur/filme-und-serien/anja-niedringhaus-die-fotografin-und-der-krieg-102.html]. Ab sofort in der Mediathek: https://www.ardmediathek.de/video/dokumentation-und-reportage/anja-niedringhaus-die-fotografin-und-der-krieg/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyOTE4NDY.

Den Tag lasse ich mit dem Hören von Neuerscheinungen ausklingen. Dazu trinke ich eine Tasse Kaffee und genieße einen Riegel Schokolade.

Anschließend bereitete ich mein Müsli für morgen zu.

Vor dem Einschlafen lese ich weiter in dem Buch „Xenozid – Ender-Saga 3” von Orson Scott Card. Hier eine Leseprobe: [aufklappen]

Er vermisste sie bereits.

Weil sie recht hatte. Sie hatte seinen Test bestanden. Sie hatte ihm zugehört, wie sonst niemand zuhörte – ohne Ungeduld, ohne seine Sätze zu beenden, ohne den Blick von seinem Gesicht streifen zu lassen. Er hatte mit ihr gesprochen, nicht mit vorsichtiger Genauigkeit, sondern mit großer Gefühlsbetontheit. Die meiste Zeit über mussten seine Worte sicher fast unverständlich gewesen sein. Doch sie hatte so aufmerksam und gut zugehört, dass sie all seine Argumente verstanden und ihn nicht ein einziges Mal gebeten hatte, etwas zu wiederholen. Er konnte zu dieser Frau so natürlich sprechen, wie er mit allen gesprochen hatte, bevor sein Gehirn geschädigt worden war. Ja, sie hatte eine vorgefasste Meinung, sie war halsstarrig, befehlsgewohnt und zog vorschnelle Schlüsse. Aber sie konnte sich auch eine konträre Meinung anhören und ihre ändern, wenn es nötig war. Sie konnte zuhören, und so konnte er sprechen. Vielleicht konnte er bei ihr noch Miro sein.

Ich bin heute dankbar für:

– einen guten Schlaf ohne Albträume,

– die bewegende Doku über Anja Niedringhaus,

– unfallfreies Bewegen im öffentlichen Raum und zu Hause,

– für den Song des Tages: „Est-ce que tu vas bien ? – Orchestral” von Zaho de Sagazan, veröffentlicht am 03.10.2025 auf „La Symphonie des éclairs (Orchestral Odyssey)“  |  Spotify  |  YouTube  |  Apple Music,

– 9514 Schritte und 6,83 km.


13. Januare in | Fotos


Ich danke Katja vom Blog „Katja mittendrin„, dass ich ihre Idee der Alltagsschnipsel übernehmen darf: https://katja-mittendrin.de/category/alltagsschnipsel/

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vergessen, verflossen, verloren, vorbei

Der am 14.01.2011 auf dem Album „Die Mathematik der Anna Depenbusch” veröffentlichte Song „Tanz mit mir (Haifischbarpolka)” von Anna Depenbusch beschreibt den schmerzhaften Prozess einer Trennung, der von anfänglicher Melancholie über die Entdeckung eines Vertrauensbruchs bis hin zur wütenden Loslösung führt. Am Anfang stehen Stille und das Bewusstsein, dass die Beziehung am Ende ist. Es besteht der Wunsch, einen letzten Moment der Illusion aufrechtzuerhalten. Ein letzter Tanz, bei dem man so tut, als sei man noch verliebt, bevor die Realität die schönen Erinnerungen einholt.

Der Text wechselt dann in die Perspektive einer Wartenden. Die Protagonistin hat sehnsüchtig am Pier auf ihren „Matrosen” gewartet und Erinnerungsstücke aufbewahrt. Doch die Heimkehr bringt kein Happy End: Der Seemann kehrt zwar zurück, hat aber nun eine andere Frau im Arm – ausgerechnet die eigene Schwester der Protagonistin. Mit der Aufdeckung dieses doppelten Verrats schlägt die Stimmung radikal um.

Die Trauer verwandelt sich in Zorn und Verachtung. Die Protagonistin schickt den Matrosen „zur Hölle“. Sie weigert sich, weitere Tränen zu vergießen. Sie entzaubert das romantische Bild des Seemanns und erkennt, dass sie eigentlich nur die Sehnsucht nach dem Meer geliebt hat, nicht den Mann selbst.

Der Song thematisiert das Ende einer Liebe durch Untreue. Er beschreibt die Entwicklung von der verzweifelten Sehnsucht hin zur bitteren Erkenntnis, dass der geliebte Mensch den Schmerz nicht wert ist.

https://link.deezer.com/s/329aGAs0A2m2Bp8OsxlWe

https://music.apple.com/de/song/anna-depenbusch-%C3%BCber-tanz-mit-mir-haifischbarpolka/413989430

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Ökonomie der Angst in der Geschichte und heute – Oliver Rathkolb, Historiker

Der Artikel behandelt die Parallelen zwischen der politischen und sozialen Situation vor dem Ersten Weltkrieg und der heutigen Zeit, wie sie vom Historiker Oliver Rathkolb beschrieben werden. Rathkolb argumentiert, dass in beiden Epochen eine aggressive, starke Führungspersönlichkeit im Vordergrund steht und die Menschen unter einem Gefühl der Unsicherheit und Angst leiden. Er kritisiert die Abwesenheit von Zukunftsentwürfen in westlichen Demokratien und warnt vor der Rückkehr autoritärer Tendenzen, von denen die „Ökonomie der Angst“ profitiert. Zudem wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, geopolitische und wirtschaftliche Entwicklungen ganzheitlich zu betrachten, um Frieden und Stabilität zu fördern.

»Ein russischer Machthaber, der aus territorialen Besitzgründen ein anderes Land überfällt und einen furchtbaren Krieg anzettelt. Ein amerikanischer Präsident, der ohne völkerrechtliches Mandat gerade einen Regierungswechsel in Venezuela erzwingen will und außerdem Kanada und Grönland für sich beansprucht. Und ein chinesisches Staatsoberhaupt, das immer wieder die Nachbarinsel Taiwan bedroht. Die Liste ließe sich noch fortsetzen. Eine für Jahrzehnte gültige Weltordnung wird zusehends durch das Recht des Stärkeren abgelöst. Das ist auch das Thema, das sie als Hörer umtreibt. Mehr als 74.000 Menschen haben sich bei der Wahl für dieses Denkfabrik-Thema im Deutschlandfunk 2026 entschieden. Wie Machthaber die Welt neu ordnen, das hat sich auch der österreichische Historiker Oliver Radkolb in seinem neuen Buch angeschaut, nämlich in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Ökonomie der Angst, die Rückkehr des nervösen Zeitalters, heißt es, nominiert für das beste Wissenschaftsbuch des Jahres 2026 in Österreich. Ich habe Oliver Radkolb gefragt, ob er Parallelen zwischen dieser Zeit und heute sieht und wenn ja, welche. Von Anja Reinhardt«, 04.01.2026, https://www.deutschlandfunk.de/oekonomie-der-angst-in-der-geschichte-und-heute-oliver-rathkolb-historiker-100.html

hören:

Die Ökonomie der Angst in Geschichte und Gegenwart

Reinhardt, Anja; http://www.deutschlandfunk.de, Information und Musik

Der Historiker Oliver Rathkolb vergleicht die aktuelle globale Unsicherheit mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, betont die Rolle autoritärer Führer und die fehlenden Zukunftspläne in Demokratien.

Key Points

~ Demokratische Systeme fehlen es an klaren Zukunftsentwürfen.

~ Autoritäre Führer nutzen die „Ökonomie der Angst“ zur Machtabsicherung.

~ Es gibt Parallelen zwischen 1914 und der heutigen westlichen und östlichen Politik.

~ Die Krise der europäischen Friedenspolitik und die mangelnde Konfliktprävention.

~ Globale Rückkehr zum Nationalismus und Unsicherheit bei Partnerschaften.

Historische Parallelen

~ Vor dem Ersten Weltkrieg führte die technologische Entwicklung zu einem gesellschaftlichen Umbruch.

~ Heute verursacht die digitale Revolution ähnliche Spannungen.

~ Es gibt zunehmend aggressive Führungen, beispielsweise Putin in Russland und Xi in China.

~ Es fehlen ernsthafte Friedensinitiativen in Europa nach den Kriegen des 20. Jahrhunderts.

~ Die Gefahr, in eine neue weltweite Krise zu steuern, ist real.

Gegenwart und Herausforderungen

~ Die „Ökonomie der Angst” begünstigt autoritäre Regime wie in Russland und China.

~ Es fehlt ein europäisches Zukunftskonzept, die EU-Politik ist schwach.

~ Die Rüstungsausgaben steigen und es werden historische Analogien zu 1914 sichtbar.

~ Die europäische Friedenspolitik ist schwach und es fehlt an Konfliktprävention.

~ Globale Machtverschiebungen erfordern neue Partnerschaften und Strategien.

Schlussfolgerung:

~ Laut Rathkolb leben wir in einem nervösen Zeitalter, das von Unsicherheit und fehlenden Visionen geprägt ist. Die Gefahr besteht darin, dass autoritäre Kräfte die Angst für ihre Machtprojekte instrumentalisieren, während westliche Demokratien zögerlich reagieren.

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Wer nicht kämpft hat schon verloren

» […] Es wäre und ist die Stunde, in der sich Europa nicht mehr als ein imperiales Bündnis unter amerikanischer Führung begreifen kann.

Europa muss nun kontinental denken!

120 Millionen Europäer sprechen Russisch, 100 Millionen Deutsch, 80 Millionen Französisch, 70 Millionen Englisch und Türkisch und 69 Millionen Italienisch.

Allein bei der Betrachtung dieser Zahlen wird deutlich, wie die Macht auf diesem Kontinent mit der Dominanz des Englischen verteilt ist und wie eine Politik auszusehen hätte, wenn sich der europäische Kontinent als globales Subjekt begreifen würde.

Die Herausforderung ist groß.

Ein kontinental denkendes Europa, das sich auf gemeinsame Interessen einigen muss und das gemeinsame Interesse über die jeweilige nationale Befindlichkeit stellt, braucht neues Personal und eine neue Organisationsform.

Das wäre die Strategie, die etwas mitbrächte von Selbsterhaltung und Selbstachtung. […] «

~ Dr. Gerhard Mersmann, Rauchende Colts, 08.01.2026, https://form-7.com/2026/01/08/rauchende-colts/

hören:

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Sprich! Schreib! Damit ich dich sehe!

92 Eigenschaften von Introvertierten:

  1. Introvertierte drücken sich lieber schriftlich aus. Sie mögen keine Telefone, dafür E-Mails umso mehr. [https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten]

Privat habe ich das Telefon gemieden wie der Teufel das Weihwasser. In meiner beruflichen Rolle war das Telefonieren jedoch nie ein Problem – mein Lächeln war am Telefon sogar zu hören.

Private Telefonate dauerten nur ein oder zwei Minuten. Das hat sich seit sechs Jahren geändert. In den folgenden Jahren hatte ich zwei nette Kontakte nach Jena und Hamburg. Wir waren des Schreibens müde und telefonierten mehrmals im Monat. Vier Stunden am Stück waren keine Seltenheit. Das ist Geschichte. Meine Lust zu telefonieren jedoch nicht.

Am häufigsten kommuniziere ich online über WhatsApp. Mir ist niemand bekannt, der nicht über WhatsApp zu erreichen ist. Selbst rezeptfreie Medikamente bestelle ich bei meiner Apotheke darüber. Meine älteste Tochter S. mag WhatsApp nicht, hat die App aber installiert. Mit ihr kommuniziere ich online über Telegram.

Wenige Kontakte erreiche ich über den Facebook-Messenger oder Instagram-Nachrichten.

Ich habe gute technische Voraussetzungen für Videokommunikation. Außer beruflich und für kurze Zeit während der Corona-Pandemie mit meinen Kindern hat sich das privat jedoch nicht ergeben.

Mein liebstes Kommunikationsmittel für eine 1:1-Kommunikation ist die E-Mail. Leider ist diese aus der Mode gekommen.

Neunzig Prozent meiner Online-Kommunikation schreibe ich am Schreibtisch auf der Computertastatur mit zehn Fingern. Ich hasse es, mit den Fingern auf dem Bildschirm meines Smartphones oder Tablets zu tippen. Völlig unverständlich ist mir, wie man auf dem Smartphone mit beiden Daumen flüssig, fehlerfrei und schnell schreiben kann. Wenn Speech-to-Text mit Zeichensetzung einmal funktioniert, werde ich nur noch diktieren. Ich hatte einmal beruflich das Vergnügen, einer Abteilungssekretärin Briefe diktieren zu dürfen. Ich hatte großen Respekt vor ihrer Fähigkeit, das Gesprochene aufzuschreiben und danach abzutippen.

Ich freue mich darauf, zukünftig per Video-Hologramm zu kommunizieren, wie man es aus Science-Fiction-Filmen kennt. Brillenfreie 3D-Telepräsenz ist zwar in Großunternehmen angekommen, für den Massenmarkt ist sie jedoch noch zu teuer.

Täglicher Schreibanreiz
Auf welche Art kommunizierst du online?

In what ways do you communicate online? | Wie kommunizieren Sie online?

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Tag 23.917 | 12.01.2026

Ich habe sechs Stunden gut geschlafen (86 Punkte im Schlaftracking). Ich habe geträumt, aber die Träume wieder vergessen.

Zum Frühstück aß ich mein Müsli und trank eine Tasse Kaffee.

Parallel dazu hörte ich einzelne Beiträge aus der Sendung „Information und Musik” des Deutschlandfunks.

Nach der Morgentoilette ging ich ins Kaufland, um meinen wöchentlichen Einkauf zu erledigen.

Es nieselte. Das Wasser fror nicht zu Eis. Ich konnte wie immer gehen. Die Kassiererin wollte mir wieder einmal zeigen, wie schnell sie meinen Einkauf über den Scanner ziehen kann. Ich konnte mithalten.

Auf dem Heimweg war ich traurig. Beim Auspacken des Einkaufs war es nicht anders.

Ich trinke einen Kaffee und esse drei weiche Lebkuchenherzen.

Ich lese die gestern veröffentlichten WordPress.com-Blogbeiträge der anderen Blogger:innen.

Ich esse eine halbe Paprika, zwei kleine Tafeläpfel und ein „High Protein Toastbrötchen“ mit einem Gemüseaufstrich mit etwas Kala Namak und einer Käsealternative mit Bockshornklee.

Ich gehe 50 Minuten spazieren, während meine Gedanken kreisen, und trinke anschließend einen Kaffee im Café. Ich kann mich nicht aufs Lesen konzentrieren. Stattdessen habe ich Lust, ein Daily Prompt vorzubereiten. Der nächste Prompt, den ich noch nicht auf dem Schirm habe, lautet: „Kannst du eine Situation schildern, in der du dich geliebt gefühlt hast?” Zwei junge Männer setzen sich an den Nebentisch. Sie essen einen mitgebrachten Döner. Sie unterhalten sich laut. Einer von ihnen sucht das Gespräch mit mir. Er fragt mich, was ich gelernt habe und ob es schwer war. Ich antworte ihm freundlich und wahrheitsgemäß. Er spricht Deutsch mit ausländischem Akzent. Ungefragt erzählt er mir, dass er Kosovo-Albaner ist. In seiner Heimat hatte er angefangen, Programmieren zu lernen. Er fand es langweilig und brach ab. Jetzt sucht er einen Beruf und fragt mich, welcher der beste ist. Ich antworte ihm, dass es davon abhängt, wer einen Beruf erlernen möchte. Was ihm Freude bereitet oder ihm leichtfällt. Er versteht. Sorgen bereitet ihm sein Deutsch. Er hat Angst, dass es für eine deutsche Freundin nicht gut genug ist. Ich sage ihm, dass ich ihn sprachlich gut verstehen kann. Er hat drei Jahre gebraucht, um so sprechen zu können. Ich seufze innerlich, denn ich komme weder zum Lesen noch zum Schreiben. Immerhin habe ich eine Vorstellung davon, was ich schreiben werde. Ich packe zusammen, wünsche den beiden alles Gute und gehe nach Hause.

Dort bereite ich kommende Blogposts vor und lese weiter in den gestern veröffentlichten WordPress.com-Blogbeiträgen der anderen Blogger:innen.

Zum Abendessen gab es 500 g Brokkoli, Romanesco und Blumenkohl sowie eine Schnitzelalternative aus Weizen und eine Frikadellenalternative aus Erbsen. Außerdem esse ich ein paar Paprikachips, eine Handvoll Nüsse und drei Maronen. Ich trank ein alkoholfreies Bier, ein Glas Karottensaft und aß drei Datteln sowie ein Schälchen Heidelbeeren.

Dazu hörte ich die Folge „Liegt es an mir? Wenn die Partnersuche zum Lebensthema wird”. [aufklappen]

Anne hat Schwierigkeiten damit, gesunde Liebesbeziehungen zu führen. Einerseits plagt sie eine Verlustangst, andererseits fühlt sie sich aber auch schnell in ihrer Freiheit eingeengt. Deshalb weigert sie sich, Partnern näherzukommen, wenn diese die Beziehung intensivieren wollen. Wenn sie aber auf Männer trifft, die selbst eher beziehungsunfähig sind und wenig in die Beziehung investieren, passt sie sich diesen stark an und stellt ihre Bedürfnisse in den Hintergrund, um den Männern aus ihrer Sicht zu genügen. So hat sie das Problem, dass sie in Beziehungen nicht glücklich wird, da sie sich weder auf starke Zuneigung noch auf distanzierteres Verhalten von Männern ehrlich einlassen kann. Annes Schattenkind wurde von ihrer Mutter geprägt, zu der sie keine gute Beziehung hatte. Als Kind hat sich Anne permanent an ihre Mutter angepasst, da sie dachte, dass sie nur so von ihrer Mutter geliebt werden könne. Sie hat also als Kind die Verantwortung dafür übernommen, dass ihre Mutter sie liebt, obwohl dies allein die Verantwortung der Mutter gewesen wäre. Dieses Verhalten projiziert Anne nun auf ihre erwachsenen Beziehungen. Sie hat den Glaubenssatz, dass sie so, wie sie ist, nicht geliebt werden kann, und muss sich deshalb ihren Partnern anpassen. In unserem Gespräch zeige ich ihr, dass ihre Liebenswürdigkeit nicht von den Vorstellungen anderer Personen abhängig ist und wie sie sich von ihren kindlichen Prägungen lösen kann.

Den Tag ließ ich mit dem Hören von Neuerscheinungen und Lieblingssongs ausklingen. Dazu trank ich eine Tasse Kaffee und genoss einen Riegel Schokolade.

Ich bereitete mein Müsli für morgen zu.

Vor dem Einschlafen las ich weiter in dem Buch Xenozid – Ender-Saga 3 von Orson Scott Card. Hier eine Leseprobe: [aufklappen]

»Sie wird die Descolada nicht mitnehmen!«

»Sie hat keine Wahl. Die Descolada ist bereits in ihr. Sie ist in mir.«

Damit hatte er sie endlich geschafft. Er sah sie in ihren Augen – die Furcht.

»Sie wird auch in dir sein. Selbst wenn du in dein Schiff zurückläufst und mich abschottest und nicht infiziert worden bist, wird die Descolada in dich und deinen Mann und deine Kinder eindringen, sobald du auf Lusitania landest. Sie müssen die Chemikalien tagtäglich in ihre Nahrung und ihr Wasser geben, ihr Leben lang. Und sie können Lusitania nie wieder verlassen, oder sie werden den Tod und die Vernichtung mit sich nehmen.«

»Wir wussten wohl, dass diese Möglichkeit bestand«, sagte Valentine.

»Als ihr abgeflogen seid, war es nur eine Möglichkeit. Wir glaubten, die Descolada würde bald unter Kontrolle sein. Jetzt sind sie sich nicht mehr sicher, ob sie überhaupt je unter Kontrolle zu bekommen ist. Und das bedeutet, dass ihr Lusitania nie wieder verlassen könnt, sobald ihr erst einmal gelandet seid.«

»Hoffentlich gefällt uns das Wetter.«

Ich bin heute dankbar für:

– für einen guten Schlaf ohne Albträume,

– für den interessanten Podcast von Stefanie Stahl,

– für unfallfreies Bewegen im öffentlichen Raum und zu Hause,

– für den Song des Tages: „Mon dieu” von ZAZ, veröffentlicht am 19.09.2025 auf „Sains et saufs“  |  Spotify  |  YouTube  |  Apple Music,

– für 9889 Schritte und 6,8 km.


12. Januare in | Fotos


Ich danke Katja vom Blog „Katja mittendrin„, dass ich ihre Idee der Alltagsschnipsel übernehmen darf: https://katja-mittendrin.de/category/alltagsschnipsel/

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