05.09.1988 – | track: – Portrait Of A Romantic – | artist: – John Surman – | album: – Private City –
instrumental
05.09.1988 – | track: – Portrait Of A Romantic – | artist: – John Surman – | album: – Private City –
instrumental
04.09.2009 – | track: –Frieren im Sommer– | artist: –Ruben Cossani– | album: -Alles auf einmal-
Der Song „Frieren im Sommer“ von Ruben Cossani beschreibt ein Gefühl der Verlassenheit und inneren Kälte, obwohl Sommer ist. Der Sänger fühlt sich unvorbereitet und fehl am Platz („viel zu dünn angezogen“, „aufgeflogen“). Er sehnt sich nach Nähe und Zuneigung, doch seine Wünsche bleiben unerfüllt („Verlangen nicht gestillt“, „Sehnsucht unerfüllt“).
Der Kontrast zwischen der sommerlichen Umgebung (Freibad, Fahrrad, Café) und dem Gefühl des Frierens symbolisiert seine emotionale Kälte und Einsamkeit. Die wiederkehrende Frage „Wo sind all die Frauen hin?” verstärkt das Gefühl, dass etwas Wichtiges fehlt. Am Ende sucht er Trost, indem er die Bedienung um eine Umarmung bittet, was seine tiefe Sehnsucht nach menschlicher Wärme unterstreicht.
Der Song handelt also nicht von tatsächlicher Kälte, sondern ist eine Metapher für Einsamkeit und das unerfüllte Verlangen nach Liebe und Geborgenheit.
Ich sag ihr: Nehmen Sie mich in Arm.
–03.09.2021– | track: –Where the Wild Roses Grow– | artist: –Michael von der Heide, Kuno Lauener– | album: -Echo-
„Where the Wild Roses Grow“ erzählt die düster-poetische Geschichte eines Liebesmords aus zwei Perspektiven.
– Erzähler: Ein Mann beschreibt, wie er eine schöne Frau namens Elisa Day kennenlernt, ihr Blumen mitbringt und sie schließlich an einen Fluss führt.
– Elisa Day: Die Frau, die sich selbst als „wilde Rose“ bezeichnet, erzählt von der Verführung und ihrem tragischen Ende.
Der Song ist als Dialog aufgebaut: Während der Mann von der scheinbar romantischen Begegnung berichtet, wird im Laufe des Liedes klar, dass er Elisa ermordet hat – symbolisch mit einer Rose zwischen ihren Zähnen. Die sanfte Melodie und die zarte Stimme Minogues stehen im Kontrast zur brutalen Handlung und verleihen dem Song so seine unheimliche Schönheit.
Kurz gesagt ist es eine tragische Ballade über Verführung, Tod und die düstere Romantik der Gewalt.
–02.09.2011– | track: –Du wirst mein Süden sein– | artist: –Bernd Begemann, Die Befreiung– | album: -Wilde Brombeeren-
Der Song „Du wirst mein Süden sein“ von Bernd Begemann & Die Befreiung handelt von einer Beziehung zu einer Frau, die anders ist, auffällt und nicht wirklich in die Umgebung passt. Sie verlässt schließlich den Erzähler, weil sie nicht bleiben will oder kann.
Trotzdem bleibt sie für ihn ein inneres Bild: Immer wenn er allein auf dem Balkon in den Himmel schaut, wird sie für ihn „der Süden“ sein – also eine Art Sehnsuchtsort, eine Quelle von Wärme, Lebendigkeit und Erinnerung.
Die Stimmung ist eine Mischung aus Verlust, Melancholie und Trost. Er kann nicht mit ihr gehen, aber in seiner Vorstellung bleibt sie eine besondere, fast exotische Richtung im Leben, die ihn begleitet, auch wenn sie nicht mehr da ist.
–01.09.1967– | track: –What a Wonderful World– | artist: –Louis Armstrong– | album: -What a Wonderful World-
In dem Songtext wird die Schönheit der Welt aus der Perspektive eines Beobachters beschrieben. Es geht um die positiven und einfachen Dinge des Lebens: grüne Bäume, blauer Himmel und die Farben des Regenbogens.
Der Text betont auch die menschliche Verbundenheit und spricht dabei von freundschaftlichen Gesten wie dem Händeschütteln von Freunden und der liebevollen Kommunikation untereinander. Die Zeilen über weinende und wachsende Babys drücken zudem die Hoffnung und das Staunen über die Zukunft aus.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Lied eine optimistische Botschaft vermittelt und dazu ermutigt, die Schönheit und die kleinen Wunder des Alltags wertzuschätzen. Der wiederkehrende Gedanke „What a wonderful world!” (Was für eine wunderbare Welt!) fasst das Gefühl der Dankbarkeit und des Staunens treffend zusammen.
–31.08.2007– | track: –Wenn man sich nicht mehr liebt– | artist: –Annett Louisan– | album: -Das optimale Leben-
Der Songtext beschreibt die schmerzhafte Entfremdung in einer Beziehung. Die Kommunikation zwischen den Partnern ist oberflächlich und gezwungen. Sie ist voller unausgesprochener Vorwürfe und Gefühle. Sie stellen sich gegenseitig Fragen, die sie nicht wirklich interessieren, und versuchen, liebevolle Gesten vorzutäuschen, die jedoch nur zusätzlichen Schmerz verursachen.
Die Intimität ist völlig verschwunden. Sie liegen nebeneinander im Bett wie Fremde, getrennt durch einen Graben aus Unsicherheit und Distanz. Die Liebe ist nicht mehr da, was beide gleichermaßen quält. Erinnerungen an glückliche Zeiten in Form von Fotos und alten Kosenamen stehen im krassen Gegensatz zur aktuellen Situation und machen die Entfremdung umso deutlicher. Der Text schildert das traurige Ende einer Liebe, die langsam stirbt, sowie das Gefühl des Verlorenseins, wenn man sich in der eigenen Beziehung nicht mehr zurechtfindet.
–30.08.1980– | track: –Hymn– | artist: –Barclay James Harvest– | album: -Berlin (A Concert for the people)-
Der Song erzählt die Geschichte von Jesus Christus aus christlicher Perspektive.
Es beginnt mit einem allgemeinen spirituellen Hinweis: Um Gott zu finden, muss man Hindernisse überwinden („Valley’s deep and the mountain’s so high“). Die Zeilen „Don’t try to fly, you know, you might not come down” mahnen zur Demut – man sollte nicht versuchen, durch eigene Anstrengungen Gott gleichzukommen.
Danach erzählt der Text die biblische Geschichte von Jesus:
* Er kam vom Himmel auf die Erde, geboren von einer Jungfrau.
* Er erzählte von Gott und wurde als Erlöser angesehen.
* Für seine Botschaft wurde er getötet und gekreuzigt.
* Er ist wieder auferstanden und in den Himmel aufgefahren.
Der Song interpretiert diese Ereignisse so, dass Jesus den Menschen durch seine Auferstehung und Himmelfahrt zeigt, wie sie wahre Erfüllung finden: nicht durch eigene Überheblichkeit, sondern nur durch den Glauben an Gott. Die letzten Strophen wiederholen diese Botschaft.
–29.08.2014– | track: –Nichts von dir preis– | artist: –Michel van Dyke– | album: -Doppelleben-
Der Songtext beschreibt eine Person, die sehr verschlossen und zurückhaltend ist, sowohl emotional als auch in ihrem Verhalten. Der Erzähler kennt einige äußerliche Details über sie, beispielsweise ihr Aussehen, bestimmte Gewohnheiten oder Eigenheiten wie ein Muttermal, eine Narbe oder das Zähneknirschen. Doch wirklich persönliche oder tiefe Einblicke in ihr Inneres erhält er nicht. Die zentrale Aussage „Du gibst gar nichts von dir preis“ wiederholt sich wie ein Refrain und unterstreicht ihre Distanziertheit und Zurückhaltung.
Die Person vermeidet Nähe und Intimität: Zwar trägt sie gerne schwarze Kleidung im Sommer und helle im Winter, lässt sich berühren, aber selten umarmen und küsst nie in der Öffentlichkeit. Sie lebt allein, schützt ihre Privatsphäre und scheint selbst in Momenten der Schwäche, wie dem Zähneknirschen, oder nach einer gemeinsamen Nacht nicht bereit zu sein, sich zu öffnen.
Der Erzähler erinnert sich an eine besondere Nacht, in der eine kurze Annäherung stattfand, die jedoch am nächsten Morgen mit einer Entschuldigung und erneuter Distanz endete. Seitdem begegnen sie sich zwar gelegentlich, doch die Person bleibt ungebunden und unberechenbar. Der Erzähler sehnt sich nach mehr Vertrauen und Nähe und bietet sogar bedingungslose Unterstützung an, doch am Ende bleibt alles beim Alten. Die Person behält ihre Distanz und gibt „nichts von sich preis“.
Der Text endet mit einem kleinen Hoffnungsschimmer: Ein Moment der Nähe, in dem die Person den Kopf an die Schulter des Erzählers legt, könnte ein „Anfang“ sein – doch selbst das bleibt ungewiss. Insgesamt geht es um die Themen emotionale Distanz, Sehnsucht nach Nähe und die Schwierigkeit, jemanden zu erreichen, der sich bewusst verschließt.
–28.08.2009– | track: –October– | artist: –Aviv Geffen– | album: -Aviv Geffen-
Der Songtext „October“ von Aviv Geffen handelt von einem Menschen, der sein Glück verloren hat und sich in einem Zustand tiefer Traurigkeit befindet. Das Glück wird darin als etwas Begrabenes oder Verborgenes beschrieben, das unauffindbar ist. Es ist wie eine Schlange, die sich an einen dunklen, unzugänglichen Ort zurückgezogen hat. Der Text beschreibt das Gefühl, verloren und ziellos zu sein, sowie die Angst, dass andere Mitleid empfinden könnten. Zudem wird Neid auf das Glück anderer ausgedrückt und der Wunsch, es zu stehlen. Trotz des Verlusts und der Traurigkeit besteht eine vage Hoffnung, dass das Glück in Zukunft vielleicht wiedergefunden wird – eventuell erst im Tod.
–27.08.2010– | track: –Ich erfinde was – Das Joelied– | artist: –Joely & Oliver– | album: -Von Luft und Liebe leben-
Strophe 1: Ich denk an dies, ich denk an das und manchmal denke ich so viel und dann erfinde ich etwas. Ein Stulifox, ein Hypostein, manchmal erfinde ich nen Namen und dann fällt mir etwas ein. Einen Regenschirm mit dem man regnen kann, wenn es trocken ist dann schaltet man den Regen einfach an. Eine Uhr die sich im Trödeltempo dreht, wenn man trödelt kann man einstell’n das die Zeit langsamer geht.
Strophe 2: Ein Kleid aus Gras, klingt sehr verrückt, doch wenn man wächst, dann wächst das Kleid aus Gras, mit einem einfach mit. Ein Fußballschuh, auch nicht normal, mit meinem Fußballschuh aus Federn läuft man schneller als der Ball. Einen Hut mit dem man durch die Wand geh’n kann. Einen Ritterhelm mit Reißverschluss für den modernen Mann. Einen unsichtbaren Flüsterapparat, der mir in meiner Schule jede Aufgabe ansagt.
Strophe 3: Ich denk an dies, ich denk an das und manchmal denke ich so viel und dann erfinde ich etwas. Ein schlaues Buch das selber spricht, es liest Geschichten vor und ich hör zu, nur lesen muss ich nicht. So ein Buch das ganz von selber lesen kann, wenn man müde ist dann schaltet sich die Automatik an. Ja, dann liest das Buch ‚Tausend und eine Nacht‘ und wenn ich schlafen möchte sagt mein Buch sogar „gut Nacht“.
Strophe 4: In meinem Kopf hör ich Musik und diese Töne schreib ich auf und dann entsteht daraus ein Lied. Zuerst in Dur und dann in Moll und plötzlich ist mein Blatt mit Fünfundzwanzigtausend Noten voll. Dann erfinde ich ein neues Joelied, mit einer hübschen Melodie, die es noch nirgends gibt. Und das Joelied läuft auf der ganzen Welt, vielleicht sogar in China, wenn’s Chinesen gut gefällt.
Strophe 5: Woa ziang sege, woa siang nege Jo schao woa siang tai doa, woa schugu Woa siang fong, woa siang guangming Woa siang schuai wo siang tuti se sisjang woa busiang, Woa ziang sege, woa siang nege jo schau woa siang tai doa, woa schugu woa siang fong, woa siang guangming
Outro: Manchmal fällt mir auch gar nichts ein, dann denke ich an Zauberei oder an den Albert Einstein. Und hilft das nicht, ist’s auch egal, dann erfind‘ ich meine schönste Findung einfach noch einmal.