Das Risiko ist die eingeschätzte Wahrscheinlichkeit einer Gefahr. Gefahr bezeichnet die Möglichkeit, dass ein Schaden oder eine Verletzung entsteht. Einschätzen bedeutet, etwas nach den persönlichen Erfahrungen zu beurteilen.
Ich bin unbewusst Risikos eingegangen, deren Gefährlichkeit mir erst im Nachhinein so richtig bewusst wurde. Ich bin auch Risiken eingegangen, die im schlimmsten Fall einen geringen Schaden oder eine leichte Verletzung nach sich hätten ziehen können. Doch das ist mehr oder weniger alltäglich. Ich beziehe den Daily Prompt auf die Frage nach einem schweren Schaden oder einer schweren Verletzung.
Meine Risikobereitschaft ist gering. Bislang hatte ich das Glück, keine Entscheidungen treffen zu müssen, die ein hohes Risiko in sich bargen. Ein solches Risiko würde ich nur eingehen wollen, wenn der Schaden oder die Verletzung nur mich selbst beträfe. Andere würde ich nicht hineinziehen wollen. Es sei denn, das Risiko einzugehen wäre existenziell.
Als ich etwa zwölf Jahre alt war, bin ich das Risiko eingegangen, beim Klauen erwischt zu werden. Es waren Mutproben. Wir haben Colaflaschen aus Getränkelieferwagen gestohlen. Wir sind in die Spielzeugabteilung eines Kaufhauses gegangen und haben aus einer großen Verkaufsfläche voller Matchbox-Autos Autos geklaut. Wir wurden nicht erwischt. Heute vermute ich, dass die Verkäuferin bewusst weggesehen hat. Danach hatte ich ein schlechtes Gewissen. Bereut habe ich es jedoch nicht. Es war eine wichtige Erfahrung in Bezug auf Selbstwirksamkeit.
No risk, but still fun!
When is the last time you took a risk? How did it work out? | Wann bist du das letzte Mal ein Risiko eingegangen? Wie ist es ausgegangen?
„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

Klingt vielleicht etwas ĂĽbermoralisch, ich habe auch solche Aktionen hinter mir, in der RĂĽckschau bin ich allerdings nicht so ĂĽberzeugt vom damaligen Handeln. Ich habe da ein Unrechtsbewusstsein fĂĽr welches ich immer noch meinen Eltern und meiner damaligen Umgebung dankbar bin.
Ich habe mich damals nicht so verhalten, um meine Selbstwirksamkeit zu spüren. Es waren reiner Übermut, Gruppendruck und eine Mutprobe. Mir war bewusst, dass mein Handeln strafbar war. Ebenso die Konsequenzen des Erwischtwerdens. Ich hätte den Schaden ersetzt und Sozialstunden abgeleistet. Ich empfehle jedem, nichts Rechtswidriges zu tun. Ein schlechtes Gewissen für diese Tat habe ich bis heute. Erst viele Jahre später wurde mir jedoch auch bewusst, dass diese Straftat eine Erfahrung der Selbstwirksamkeit war. Ich habe diese Straftat trotz meines Unrechtsbewusstseins begangen; deswegen wurde ich auch kein Wiederholungstäter.
Moin, was nicht als Angriff gedacht, war eher die Beschreibung meiner Wahrnehmung in der RĂĽcksicht eigener Aktionen. Ich habe im jugendlichen Irrsinn jede Menge Mutproben und Risiken durchziehen mĂĽssen. Angesichts der heutigen Jugend war das vielleicht sogar noch besser als die heutige Medienberieselung.
Hab ein schönes sonniges Wochenende!
Ich habe es nicht als Angriff empfunden. Mir ist es jedoch wichtig, meinen „Daily Prompt” um mein Gefühl des Unrechtsbewusstseins zu ergänzen, da dieser Aspekt tatsächlich gefehlt hat und der Beitrag somit missverständlich ist. Danke fürs Aufmerksammachen. Herzliche Grüße