đŸŽ¶ Ein Schluck schwarzen Kaffees macht mich wach, dein roter Mund berĂŒhrt mich sachte in diesem Augenblick. Es klickt, die gelbe Sonne geht auf.

Diese Interpretation des bekannten Gedichts von Erich Fried, die in einen zeitgenössischen Kontext eingebettet ist, ist eine Hymne auf den Aufbruch, die Selbstbestimmung und die Kraft der Liebe in Zeiten des Wandels. Er beginnt in einem intimen, privaten Moment. Trotz MĂŒdigkeit und einer kurzen Nacht spĂŒrt das lyrische Ich eine tiefe Verbundenheit zu einem anderen Menschen. Diese Liebe dient als Anker und sorgt dafĂŒr, dass sich die Person nicht mehr „fremd im eigenen Land” fĂŒhlt. Es ist ein GefĂŒhl von Ankommen und Akzeptanz.

Zentrales Motiv ist das Zitat: „Es ist, was es ist, sagt die Liebe”. Hier wird der ewige Dialog thematisiert. Die Liebe nimmt den Ist-Zustand bedingungslos an. Der Verstand hingegen hinterfragt, analysiert und will wissen, wohin die Reise geht. Trotz der Ungewissheit ĂŒber die Zukunft ĂŒberwiegt die Freude am Leben. Ein wesentlicher Teil des Textes befasst sich mit dem persönlichen und gesellschaftlichen Wandel: Das Ich erkennt, dass es sein Leben selbst Ă€ndern kann. „Mit Ändern fĂ€ngt Geschichte an“ ist hier die zentrale These. Das lyrische Ich lĂ€sst Selbstmitleid und einengende Strukturen hinter sich. Es besteht die Bereitschaft, fĂŒr die Liebe und eine bessere Zukunft etwas zu riskieren.

Durch die ErwĂ€hnung von Freunden in Amerika oder auf Ibiza wird ein Bild der globalisierten Gegenwart gezeichnet. Der Begriff des „neuen deutschen Landes” deutet darauf hin, dass es sich um eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs handelt, die oft mit der Nachwendezeit oder einem allgemeinen gesellschaftlichen Erneuerungsprozess assoziiert wird. In dieser Zeit mĂŒssen erst noch neue Wege geschaffen werden. Der Song beschreibt den Übergang von einer Phase der Enge und Orientierungslosigkeit zu einem mutigen, selbstbestimmten Leben, das auf bedingungsloser Liebe basiert.

Was es ist MIX“ von „MIA.„, veröffentlicht am 08.03.2004 auf dem Album „Stille Post“.

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Autor: Bernd @rueckzuginsprivate.de

» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der OberflĂ€che des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese OberflĂ€che, die doch immerhin etwas gewesen wĂ€re, mit einem unglaublich langweiligen Stoff ĂŒberzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================