Vogelgrippe

Die aktuelle Vogelgrippe sollte der letzte Anlass sein, neben dem unsäglichen Tierleid, dass Deutschland sich unverzüglich von der Geflügelhaltung verabschiedet.

Warum breitet sich die Vogelgrippe in Deutschland so schnell aus?

Jeder Geflügelhalter könnte sein Geflügel vor der Vogelgrippe schützen, indem er es freiwillig vorübergehend im Stall unterbrächte.

Warum tun sie es nicht?

Weil es eine Vermarktungsordnung gibt. Demnach dürfen Eier von Freilandhühnern nicht mehr als Freilandeier verkauft werden, wenn der Landwirt seine Freilandhühner vor der Vogelgrippe durch eine freiwillige vorübergehende Stallhaltung schützen möchte. Es sind dann Bodenhaltungseier. Weil diese Eier als Bodenhaltungseier verkauft werden müssen, sind sie billiger und der Landwirt verdient weniger. Dass er nichts verdient, wenn das Geflügel tot ist, scheinen diese Menschen nicht zu bedenken. Außerdem ist er vertraglich verpflichtet, Freilandeier zu liefern, was er nicht mehr könnte und erhielte eine Vertragsstrafe.

Wenn jedoch die Veterinärämter, die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter oder das zuständige Landesministerium aus demselben Grund eine Stallpflicht anordnen, gilt das alles nicht.

Die in Ställen gelegten Eier von Freilandhühnern gelten dann weiterhin als Freilandeier.

Außerdem entscheidet in Deutschland grundsätzlich jedes einzelne Veterinäramt bzw. Lebensmittelüberwachungsamt selbstständig nach eigenem Ermessung über eine Aufstallungspflicht.

Der Präsident beklagt jede Henne, jede Pute, jede Gans, die an der Vogelgrippe stirbt. Er verliert kein Wort über das industrielle Leiden und Sterben aller Geflügel in Deutschland.

Höre dazu das Interview des Deutschlandfunks mit Hans-Peter Goldnick, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft, am 01.11.2025:

Verbot von Veggie-Wurst:

Ich begrüße die Entscheidung der EU, tierleidvolle und tierleidfreie Nahrungsmittel künftig eindeutig zu unterscheiden. So greift kein Veganer, kein Vegetarier und auch kein Flexitarier mehr versehentlich zu Frikadellen, die mit den Angsthormonen unsäglich gequälter Schweine oder Rinder vollgepumpt sind.

Diese Entscheidung zeigt auch, wie mächtig Pflanzenesser mittlerweile sind. Die Fleisch- und Milchindustrie erkennt bereits das Ende ihres Geschäfts am Horizont. Solche Entscheidungen waren schon immer die letzten Zuckungen eines sich überlebenden Gewerbes.

Und es sind nicht nur die wenigen Veganer, die diese auf Tierqualen beruhenden Geschäfte gefährden, sondern die Masse der Menschen, die flexibel essen und immer weniger Fleisch- und Milchprodukte konsumieren.

Nur was sich langsam ändert, ändert sich nachhaltig. Deshalb sind die Ernährungsgewohnheiten der Menschen auf dem richtigen Weg: weg vom Tierleid, weg vom CO₂-Ausstoß. Bis Fleisch- und Milchprodukte in ferner Zukunft keine Rolle mehr spielen, müssen die empathischen Tierschützerinnen und Tierschützer sowie die Abermilliarden Tiere weiterhin durch die Hölle gehen.

Bei Wahlen erhält die Tierschutzpartei weiterhin meine Stimme. Deren vernünftiges Programm behandelt alle Politikbereiche.
Wir sind alle Leben, das leben will, inmitten von Leben.

P. S.: Ich nehme mir von nun an das Recht, Milch nicht mehr Milch zu nennen, sondern „Eutersekret von Tieren”, so die offiziell-rechtliche Bezeichnung (vgl. u. a. Verordnung (EU) Nr. 1308/2013, EuGH-Urteil (2017), Ehemalige Milchverordnung (MilchV)).

Siehe auch: https://www.n-tv.de/politik/Union-macht-Kulturkampf-fuer-Bloede-und-die-Agrarlobby-article26081313.html